Erfahrungen Flexifuel

Ford C-Max 2 (DXA)

Hallo,

welche Erfahrungen habt ihr mit dem Flexfuel-Modell gesammelt?

Mich interessieren insbesondere der Verbrauch mit Superbenzin und mit Ethanol?
Wie hoch ist der Mehrverbrauch in der Praxis?
Wie seid ihr mit den Fahrleistungen zufrieden?
Habt ihr Probleme mit dem Ethanolbetrieb (schlechtes Anspringen, Ruckeln o.ä.)?
Sind die zusätzlichen Ölwechsel nach 10.000 km von der Flatrate abgedeckt?

Ich überlege derzeit, ob ich das Flexifuel-Modell mit "nur" 120 PS bestelle (habe eine Ethanol-Tankstelle in der unmittelbaren Nähe) oder doch lieber was draulege und den EcoBoost mit 150 PS nehme.

Danke für Eure Tipps!

10 Antworten

Hallo und guten Morgen,

ich habe mir den FFV mit 88 kW (120 PS) bestellt und werde ihn
wahrscheinlich Ende Dez. 11 / Anfang 2012 bekommen.

Ich selbst habe keine, bzw. nur indirekte Erfahrungen mit einem FFV.
Aber meine Tochter fährt seit 1,5 Jahren einen S-Max mit Ethanol.
In dieser Zeit sind diesbezüglich keine Probs aufgetreten, weder im
Ethanol- noch im Benzinbetrieb, wobei ich anmerken muss, dass der
Wagen grundsätzlich (auch im Winter) im Ethanolbetrieb läuft.
Schlechtes Anspringen oder Ruckeln sind bisher nicht aufgetreten.
Der Verbrauch ist etwa 25% höher als im reinen Benzinbetrieb (Super).

Ich selbst habe das Fahrzeug einmal über eine längere Strecke (50 km)
alleine bewegt und muss sagen, dass die Fahrleistungen recht ordentlich
sind. Zum Überholen von LKW auf Landstraßen muss man schon in den 3.
Gang zurückschalten - dann beschleunigt er auch recht gut.
Naja, der S-Max wiegt ja leer auch seine 1,7 to.

Der FFV hat ja nun keinen Motor mit Aufladung, das muss man wissen!
Für mich wird es in jedem fall eine Umstellung sein, aber die reinen Kosten
für Kraftstoff machen dann doch Freude.
Ich muss jedoch mindesten 8 km fahren, um E85 tanken zu können.
Im Umkreis von 15 km um meinen Wohnort habe ich dann drei
Tankstellen zur Wahl. Leider sind seit etwa drei Wochen
überall im Umkreis die Kosten je Liter gestiegen, auf ca. 1,05€.
Aber lohnen dürfte es sich dennoch, denn die Kosten für reinen mineralischen
Kraftstoff dürften stärker und schneller steigen, als der von BioEthanol.

Gruß

dudel

PS: im S-Max - Forum hat der User pavlov??? ebenfalls einen FFV.
Vllt ist ja interessant für Dich, auch dort mal reinzuschauen.

Hallo dudel27749,

Danke für deine Antwort, das klingt ja wirklich gut, ist auf jeden Fall eine Überlegung wert.

Leider hat der Motor kein Sechsganggetriebe, das wäre optimal. Ich fahre jeden Tag an einer Ethanol-Tankstelle vorbei, derzeit liegt der Preis bei ca. 1,00 € (schon bestimmt drei Monate konstant), das ist schon Sparpotential.

Ich bin jedenfalls auch auf deine Erfahrungen mit dem "zukünfitigen Max" gespannt.

Hm, 25% Mehrverbrauch als ein normaler Benziner, lohnt sich das gegenüber Diesel?
Bei 8l für den Benziner sind das 10l Ethanol zu 1€ sind 10€/100km.
Bei 6,5l beim Diesel zu 1,4€ sind das 9,1€/100km, die etwas höheren Steuern und Anschaffungskosten sind da schnell eingefahren abgesehen vom besserern Fahrgefühl des Turbodiesels.
Solange Bioethanol aus Pflanzen/Flächen gewonnen wird, die auch zur Ernährung dienen könnten, sollte man da mindestens ein Fragezeichen setzen.

monegasse

Zitat:

Original geschrieben von Monegasse


Hm, 25% Mehrverbrauch als ein normaler Benziner, lohnt sich das gegenüber Diesel?
Bei 8l für den Benziner sind das 10l Ethanol zu 1€ sind 10€/100km.
Bei 6,5l beim Diesel zu 1,4€ sind das 9,1€/100km, die etwas höheren Steuern und Anschaffungskosten sind da schnell eingefahren abgesehen vom besserern Fahrgefühl des Turbodiesels.
Solange Bioethanol aus Pflanzen/Flächen gewonnen wird, die auch zur Ernährung dienen könnten, sollte man da mindestens ein Fragezeichen setzen.

monegasse

dem kann ich nur beisteuern, allerdings muß man berücksichtigen das der Diesel um einige Euros teurer in der Anschaffung ist

Ähnliche Themen

Hallo,

ich hatte das für mich mal ausgerechnet, kam aber zum Ergebnis, dass man vielleicht 100,- euro pro Jahr Ersparnis hat gegenüber dem Benziner.
Zusätzlich kommt ja die Extra Inspektion alle 10.000 km, wo kosten für Ölfilter und Öl (Leider das teure Öl!) zu buche schlagen.
Auch muss man den höheren Anschaffungspreis rechnen (250,- Euro). Ich weiß sind nur 250 Euro....

Wie haben uns für den Benziner dann doch entschieden, eventuell auf Autogas umrüsten.

Gruß Der Oli-Caddy

Zitat:

Original geschrieben von Hibiskus380


Ich überlege derzeit, ob ich das Flexifuel-Modell mit "nur" 120 PS bestelle (habe eine Ethanol-Tankstelle in der unmittelbaren Nähe) oder doch lieber was draulege und den EcoBoost mit 150 PS nehme.

Danke für Eure Tipps!

Wenn man keinen Diesel will ist der Ecoboost sicherlich die wesentlich spassigere Art Auto zu fahren als der Flexiful und Sparpotenzial hat er je nach Fahrweise auch zu bieten, 7-8 Liter sind gut machbar.

Flexiful wäre für mich persönlich aus einigen hier schon genannten Gründen, insbesondere dem ges. doch relativ geringen Einsparpotenzial, eher uninteressant. Dann lieber den 125 PS Sauger auf Autogas umrüsten oder:
Warten bis 2013 der Max als Voll-Hybrid-Variante und Plug-in-Hybrid-Variante auf den Markt kommt.

Zitat:

Original geschrieben von Toso555



dem kann ich nur beisteuern, allerdings muß man berücksichtigen das der Diesel um einige Euros teurer in der Anschaffung ist

nun ja, in der vergleichbaren Klasse muss es ja nicht grad ein großer Diesel sein, da reicht der 1,6l 115PS auch aus und da ist der Preisunterschied dann überschaubar (1800€), vor allem ist dann auch ein 6 Gang Getriebe dabei

monegasse

Zitat:

Wenn man keinen Diesel will ist der Ecoboost sicherlich die wesentlich spassigere Art Auto zu fahren als der Flexiful und Sparpotenzial hat er je nach Fahrweise auch zu bieten, 7-8 Liter sind gut machbar.

Flexiful wäre für mich persönlich aus einigen hier schon genannten Gründen, insbesondere dem ges. doch relativ geringen Einsparpotenzial, eher uninteressant. Dann lieber den 125 PS Sauger auf Autogas umrüsten oder:
Warten bis 2013 der Max als Voll-Hybrid-Variante und Plug-in-Hybrid-Variante auf den Markt kommt.

Bei dem Flexifuel sind schon gehärtete Ventilsitze und andere Teile für höhere Verbrennungstemperaturen

ausgelegt. Da ist die Umrüstung auf Autogas doch sicher einfacher.

Hier ein Vergleichsrechner für alle Antriebsarten:

http://www.amortisationsrechner.de/

Gruß
c-maxvec

Zitat:

Original geschrieben von c-maxvec



Zitat:

Bei dem Flexifuel sind schon gehärtete Ventilsitze und andere Teile für höhere Verbrennungstemperaturen
ausgelegt. Da ist die Umrüstung auf Autogas doch sicher einfacher.
Hier ein Vergleichsrechner für alle Antriebsarten:http://www.amortisationsrechner.de/

Gruß
c-maxvec

Richtig!
Und diesen Vergleichsrechner habe ich auch bemüht, sogar mit verschiedenen
Parametern versehen und durchrechnen lassen.
Ja, gegenüber Diesel und Erdgas sind beim FFV die reinen Verbrauchskosten
geringfügig höher.
Wenn nun die Anschaffungspreise (bzw. Umrüstpreise) für Diesel, Erdgas,
LPG und Ethanol zugrunde gelegt werden, amortisiert sich der FFV nach ein
paar Monaten - die anderen Variante brauchen längere Zeit.
Bei der Erdgasvariante sind nicht überall entsprechende Tankstellen vorhanden.
Dies gilt auch für Ethanol, aber zur Not kann mann auch Benzin nutzen. Dies ist
bei den Erdgasfahrzeugen nicht unbedingt so, da nur ein Nottank (auch zum Starten
im Winter) vorhanden ist.

Nun zu den Bedenken von z. B. Andy und monegasse:

Ich habe noch keine Engpässe in der Lebensmittelversorgung feststellen können.
Solange wir in Europa immer noch Lebensmittel "wegschmeißen" kann ich diese
Argument nicht gelten lassen. 😰

In Brasilien wird nahezu 100% aller Ottomotoren mit Ethanol bis zu 99% Reinheit
getankt - auch Brasilien kennt meines Wissens nach kein Ernährungsproblem.

Last, but not least: Es gibt Bestrebungen (rel. weit gediehen) Ethanol auch aus
Holzresten herzustellen. Dies schreibe ich nicht, um mein Gewissen zu beruhigen,
es ist beruhigt.

Noch zwei Dinge zum Schluss:

1) In der EU werden Biozusätze zum Kraftstoff verpflichtend vorgeschrieben (siehe E10)

2) Enthält Bioethanol kein Benzol (krebserregend)

Gruß und ein frohes Weihnachtsfest

dudel

PS: Der Fahrspass ist sicher anders, da keine Aufladung vorhanden ist.
Ich für meinen Teil kann darauf aber sehr gut verzichten.

Zitat:

Original geschrieben von Hibiskus380


Hallo dudel27749,

Danke für deine Antwort, das klingt ja wirklich gut, ist auf jeden Fall eine Überlegung wert.

Leider hat der Motor kein Sechsganggetriebe, das wäre optimal. Ich fahre jeden Tag an einer Ethanol-Tankstelle vorbei, derzeit liegt der Preis bei ca. 1,00 € (schon bestimmt drei Monate konstant), das ist schon Sparpotential.

Ich bin jedenfalls auch auf deine Erfahrungen mit dem "zukünfitigen Max" gespannt.

Moin,

seit letzter Woche habe ich den FFV übernommen.

Im Biotreibstoffe-Forum habe ich einen Thread eröffnet, in dem ich meine
Erfahrungen in unregelmäßigen Zeitabständen berichten werde.

Derzeit gibt es nichts negatives zu berichten, der Verbrauch (nackte Zahlen)
ist jedoch im direkten Vergleich zu meinem vorherigen Fahrzeug hoch.
Dies muss man jedoch relativieren, der Energiegehalt von Diesel vs. Ethanol
spielt hier eine große Rolle.

Gruß

dudel

Deine Antwort
Ähnliche Themen