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Entsorgung von Altteilen, Wertstoffen etc. in Werkstätten

Themenstarteram 11. November 2022 um 17:59

Hallo!

Ich habe mich gefragt, wie das in Werkstätten in der Praxis gehandhabt wird mit den Altteilen: gibt es da spezielle Entsorgungsunternehmen oder wird das über die örtlichen Entsorgungsbetriebe geregelt?

Wird z.B. in der Praxis bei Stoßdämpfern erst das Öl abgelassen, bevor sie auf den Haufen mit Altmetall kommen oder ist das eine gesonderte Fraktion an Müll?

Altreifen und Altöl werden bestimmt verkauft?! Reines Altmetall bestimmt auch?!

Ich bin gespannt auf eure Antworten.

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27 Antworten

In dem Betrieb in dem ich zuletzt gearbeitet habe wurden selbst Ölfilter mit einem speziellen Gerät aufgeschnitten, die Blechteile gewaschen und dann in den Schrott gegeben. Für Altteile wie den Einsatz im Ölfilter oder Papiereinsätze Wechselfilter für Motoröl wurden gesondert in einem Spezialbehälter gesammelt der regelmäßig durch eine Fachfirma zur Entsorgung geleert wurde, so wie das Altöl, alte Bremsfüssigkeit, altes Kühlwasser, Karftstoffgemische (Falschtankersprit) und auch Autobatterieen wurde alles entsprechend gesammelt und in den dazugehörigen Sammelbehältern bis diese Voll waren gehortet. Aus Stoßdämpfern wurde das Öl abgelassen indem sie angebohrt wurden. alte Wälzlager wurden vor dem Verschrotten ausgewaschen um ds Lagerfett zu entfernen. So wurde das bei allen Teilen entsprechend geamcht. Dazu hatten wir ja auch immer Praktikanten und Lehrlinge im ersten Lehrjahr. Betriebe die keine entsprechenden Lehrlinge oderPraktikanten haben können sich ein solchen Vorgehen kaum leisten. Es ist für die Billiger das einfach so in eine große Tonne zu werfen und abholen zu lassen. Die werfen auch Radlager und Stoßdämpfer meistens einfach so in den Schrott. das kann man sehr Oft bei diesen kleinen Betrieben sehen wenn man mal an die Schrottkontainer geht die meist irgendwo draußen hinter der Arbeitshalle stehen.

Bei uns waren da auch zwei Container und ein sammelbehälter für Batterieen. Die Kontainer und Batteriebehälter wurden nachts regelmäßig von Blechmardern durchwühlt und die Batterieen geklaut.

In der Praxis wird der Stoßdämpfer einfach in den Metallschrott geschmissen. Aber die Entsorgungsfirma sortiert den wieder aus und entölt ihn. Das Oel müßte eigentlich nicht raus, da es thermisch im Hochofen verwertet wird. Aber bei Erwärmung des Stoßdämpfers im Hochofen ensteht ein hoher Innendruck bevor er explodiert. Meist fliegt dann die Kolbenstange raus, welche unter Umständen die Schamottverkleidung des Hochofens beschädigt. Richtiger wäre es natürlich den Dämpfer im Betrieb zu entölen und das Oel wiederaufzubereiten.

Normal nutzen Werkstätten ein Entsorgungsystem, meist sogar vom Hersteller bei Vertragswerkstätten "empfohlen".

Das Altöl wird verkauft. Ca. 1,5 Cent pro Liter.

Themenstarteram 11. November 2022 um 22:26

Wo könnte ein Hobbyschrauber z.B. Stoßdämper entsorgen? Einfach in die Wertstofftonne geben?

Zitat:

@Hinnerk1963 schrieb am 11. November 2022 um 22:16:30 Uhr:

Das Altöl wird verkauft. Ca. 1,5 Cent pro Liter.

Wie kommt´s eigentlich, dass manche Werkstätten die Entsorgung dann noch bezahlt nehmen?

Die bekommen da ja Geld für und sind zum anderen gesetzlich als Händler eh zur (kostenlosen) Rücknahme des Altöls in der Kaufmenge des neuen Öls verpflichtet.

Warum manche Werkstätten Geld für die Entsorgung verlangen? Weil es genügend Leute gibt, die es bezahlen.

Zitat:

@Hinnerk1963 schrieb am 11. November 2022 um 22:16:30 Uhr:

Das Altöl wird verkauft. Ca. 1,5 Cent pro Liter.

Kann ich mein Altöl auch privat verkaufen oder verschenken? Ansonsten muss ich das als Sondermüll entsorgen und dafür bezahlen.

Wenn du 1000 Liter zusammenkriegst, zahlt der Entsorger diesen Preis.

Ansonsten muss, wie schon gesagt, der Verkäufer das Altöl zurücknehmen. Da ich das Öl aber meistens im Netz bestelle, nutze ich hier im Landkreis ROW die mobile Schadstoffsammlung, die alle drei Monate von Privat bis zu 20 kg kostenlos annimmt.

OK, dann sammele ich weiter, aber das mit den 1000 Litern wird schwierig. Bisher habe ich ca. 30–50 Liter gesammelt.

Das Problem ist, dass du nicht einfach Altoel draufschreiben kannst und Geld dafür kriegst. Ein halber Liter Bremsflüssigkeit degradiert das aufbereitbare Oel zu teuer zu entsorgendem Sondermüll. Und für die Sortenreinheit müssen die Betriebe geradestehen. Sonst kriegen die eine Rechnung, an der die sich Hände und Füße wärmen können. Aus jeder Abholung wird eine Probe gezogen.

Man muß natürlich auch die Kosten für das Sammeln berücksichtigen. 1.5 Cent pro Liter Einnahmen und Kosten für den Altoeltank, die Prüfung, die Nachweispflicht, das Führen eines Abfallbuches und den Platz den der Tank einnimmt, sowie der Anfahrtsweg zu diesem, welcher das Gewicht des LKW tragen muß. Da reichen die 1.5 Cent pro Liter nicht, um die Kosten auszugleichen.

Ok, dann werde ich mein Altöl weiterhin zu Hause bunkern oder beim Abfallentsorger gegen Bezahlung abgeben.

Bei mir stehen noch 300 l in Fässern rum. Ein probeweise kontaktierter Entsorger bot an, dies kostenlos abzuholen bei Bereitstellung an der Bordkante.

Es könnte sich also lohnen, ein wenig zu telefonieren.

Zitat:

@85mz85 schrieb am 11. November 2022 um 23:28:12 Uhr:

Man muß natürlich auch die Kosten für das Sammeln berücksichtigen. 1.5 Cent pro Liter Einnahmen und Kosten für den Altoeltank, die Prüfung, die Nachweispflicht, das Führen eines Abfallbuches und den Platz den der Tank einnimmt, sowie der Anfahrtsweg zu diesem, welcher das Gewicht des LKW tragen muß. Da reichen die 1.5 Cent pro Liter nicht, um die Kosten auszugleichen.

Nicht zu vergessen die Gründung eines Betriebes, um überhaupt in den Besitz von Altöl zu gelangen, die Kosten der dafür erforderliche Ausbildung, der entsprechenden Schulbildung usw. usf.

Bin gestern zufällig an dem Schild vorbeigekommen.

Preimesser
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