Entscheidungshilfe, Bedenken und Sorgen
Hallo zusammen,
bin ein stiller Leser, trage also bisher nichts bei.
Jetzt habe ich eine Frage: wir fahren seit Jahren einen C30 mit 1,8 Benzinmotor. Knapp 170.000 gelaufen. Alle Wartungen bei Volvo. Läuft prima. Er ist uns nur mittlerweile zu klein geworden. Wir drei, Tochter, Ehefrau und ich schauen nach einem V70. Da ich gesundheitlich angeschlagen bin, auch nicht voll arbeiten kann, ist das Budget eingeschränkt.
Es geht aktuell um einen V70 aus 2010 mit 175 Diesel Ps. Schaltwagen, 174.000 gelaufen, Privatverkauf.
Wartungen wurden alle ausgeführt, nicht alle bei Volvo. Gute Ausstattung. Klar könnt ihr mir meine Sorgen nicht nehmen, dennoch: könnte ich den Wagen kaufen, was könnte alles kommen, mit Diesel hab ich bisher keine Erfahrung. Wir fahren ca. 25.000 jährlich. Was ich über den Motor gelesen habe hier im Forum ist ja positiv. Gibt es aktuell was zu den Dieseln, Zylinderkopf, Kühlmittelverlust und so geistert herum. Wie kann ich das beim Anschauen prüfen?
Entschuldigt meine Fragestellung, wie sonst sollte ich aber fragen.
Freundliche Grüße sagt der Alexander
Beste Antwort im Thema
Zitat:
@cmdrtom schrieb am 20. März 2017 um 08:03:20 Uhr:
Vorsichtig wäre ich da gerade bei Servicearbeiten, die nicht bei Volvo gemacht wurden, gerade bei Fahrzeugen mit höherer Laufleistung. Auf jeden Fall nachfragen, warum nicht durchgängiger Service bei Volvo.
Die Anwort liegt doch für Nichtdienstwagenfahrer auf der Hand, oder? Ich sehe da nicht unbedingt einen Nachteil drin.
VG
Verdeboreale
35 Antworten
Zitat:
@kuni82 schrieb am 20. März 2017 um 11:01:25 Uhr:
Zitat:
@teddy1x schrieb am 20. März 2017 um 10:26:58 Uhr:
Mir persönlich wäre es bei den Kilometern viel zu viel Geld. Bei 180.000 stehen auch grössere Reparaturen an. Gleich mit berechnen...und die wären? abgesehen vom Zahnriemen wäre mir nichts bekannt
Zahnriemen und Wartung bekommt man nicht für lau. 😉
Zitat:
@Hagelschaden schrieb am 20. März 2017 um 11:08:09 Uhr:
Zitat:
@lucky017 schrieb am 18. März 2017 um 19:59:38 Uhr:
Ich habe bis jetzt nur Volvos gekauft die sechs Jahre oder älter waren zwei davon mit einer Laufleistung beim Kauf von 220tsd km auf der Uhr und was soll ich sagen die laufen heute noch und jetzt sind die 15Jahre und haben etwa 360tsd km auf dem Tacho.Genau das ist der Punkt - deine Volvos sind alt, da bin ich auch optimistisch. Hier geht es allerdings um einen V70 III aus 2010, da ist mein Vertrauen in die Dauerhaltbarkeit lange nicht so groß. Dies stützt sich sowohl auf Erfahrungsberichte hier im Forum als auch auf eigene (teure) Erfahrungen. Gibt ja durchaus etliche Berichte hier, dass der 175 PS Motor kaum vorkommt dürfte auch an der geringen Verbreitung liegen.
Ohne mindestens eine anständige, möglichst sogar mehr als 1 jährige GW Garantie würde ich keinen V70 Diesel mit dem KM Stand kaufen.
Der gute Ruf von Volvo aus alten Tagen hat, zumindest bei meinen 2 V70 Dieseln, absolut keine Berechtigung gehabt.Gruß
Hagelschaden
Hallo Hagelschaden
Genau das ist der Punkt.
Weil ich ältere Volvos kaufe bzw. fahre würde ich nur beim Händler kaufen gerade wegen der Gewährleistung.
Und ja in unserem Fuhrpark rollt auch ein Volvo V70III D5 MY09 auch bei dem Fahrzeug kann ich nur sagen das der von einer Durchsicht zur nächsten Durchsicht bis jetzt ohne zusätzliche kosten unterwegs ist.
Ich denke das das bei vernünftiger Fahrweise auch so bleiben wird und wenn nicht Pech gehabt.
Für mich ist auch ein Dieselmotor immer noch haltbarer als ein Benziner.
Einen 7 Jahre alten V70 mit 170.000 km findet man nun eher nicht mehr beim Markenhändler mit Garantie. Kauf von Privat muss nicht grundsätzlich schlecht sein, aber bei einem 7 Jahre alten V70 mit 170.000 km ist das kostenintensive Reparaturrisiko natürlich etwas höher als bei einem 7 Jahre alten Hyundai. Ich würde mich auf die Beurteilung Preis/Leistung, Bauchgefühl und Wartungshistorie verlassen. Um die 10.000 Euro ist meiner Ansicht nach angemessen. Hinterhergeschmissen bekommt man die V70 III nicht unbedingt. Einbezogen werden sollte, wie schon genannt, die 180.000er-Wartung mit Zahnriemenwechsel. Dafür können durchaus 800-1000 Euro auf der Rechnung stehen.
Ich fahre einen 2,4D Mj. 2010 und bin sehr zufrieden. Er geht auf die 125.000 km zu und die einzigen Ausgaben außer der Reihe in 5 Jahren Besitz waren ein neuer Kühler (Undichtigkeit) für 500 Euro, Bremsen hinten (Verschleiß) und eine Glühbirne. Ich hatte noch nie zuvor so ein anspruchsloses Auto, dem ich zudem ein langes Leben zutraue.
Zitat:
@cmdrtom schrieb am 20. März 2017 um 08:03:20 Uhr:
Vorsichtig wäre ich da gerade bei Servicearbeiten, die nicht bei Volvo gemacht wurden, gerade bei Fahrzeugen mit höherer Laufleistung. Auf jeden Fall nachfragen, warum nicht durchgängiger Service bei Volvo.
Die Anwort liegt doch für Nichtdienstwagenfahrer auf der Hand, oder? Ich sehe da nicht unbedingt einen Nachteil drin.
VG
Verdeboreale
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Ich wäre eher vorsichtig bei Fahrzeugen, wo der Service in eigenregie durchgeführt wurde.
Unabhängig davon wie ich meine eigene Arbeit am Fahrzeug bewerte.
Nun ja, bis auf Zahnriemenwechsel ist der Service auch kein Hexenwerk, was man nicht auch selbst machen kann, wenn man nicht grad 2 linke Hände hat.
Wenn ich einen Wagen privat verkaufen würde, dann sicher nicht nach einer teuren Wartung, sondern VORHER
Genau. Und die einvernehmliche Lösung, wenn der Wagen sonst gut dasteht, hatte ich schon beschrieben.
Wenn es nach einigen hier im Forum geht, dürfte man nie ein gebrauchtes Auto kaufen. und wenn, dann maximal für 0,5% des Neupreises. Voll gewartet, 1 Jahr alt.
Ich fahre seit 26 Monaten die "seltene" 175 PS Variante, siehe Signatur.
Gekauft mit 78tkm, jetzt 152tkm, alles private Fahrten. Viel Langstrecke dabei, gern auch mal mit höherer Geschwindigkeit. Bei 160 - 170 km/h ist es angenehm zu reisen, man hat noch Luft nach oben.
Außer den Verschleißteilen (Getriebespülung bei Kauf, Erneuerung der Getriebeöls neulich, Bremsen, Batterie) hatte ich einen defekten Wischermotor (vorne) und die Hinterachsbuchsen zu ersetzen.
Für die kaputte Frontscheibe durch Steinschlag und den kleinen Seitenunfall konnte er nichts, das kann mit jedem Wagen passieren.
Die ZKD Problematik wurde im ersten Lebensjahr mit neuer Software und Bypass-Schläuchen behoben.
Hält seit 120tkm, ich habe trotzdem ein Auge auf den Kühlmittelstand.
Mal gucken, wie er sich weiter schlägt.
Bald kommt der Zahnriemen dran, der bei einem freien Volvomechaniker (kein Glaspalast) für kleines Geld zu haben ist.
Ob man so ein Fahrzeug mit der Laufleistung von 170tkm kaufen kann? Ist die Historie wirklich belegbar, kann man den / die Vorbesitzer vorm Kauf kontaktieren?
Mein Vorhalter hat damals das gleiche Auto als Jahreswagen gekauft, was mich auch überzeugt hat.
Zur Zeit plane ich, ihn bis 220-250tkm weiter zu fahren.
Zitat:
@Textron schrieb am 24. März 2017 um 20:38:11 Uhr:
Zur Zeit plane ich, ihn bis 220-250tkm weiter zu fahren.
Das wären im Falle des TE dann gerade mal 2-3 Jahre....
Gruß
Hagelschaden
Aufgrund meiner jährlichen Fahrleistung von ca. 35tkm hatte ich noch kein Auto länger als 5 Jahre.
Ich fange ja nie bei null an und fahre nur Gebrauchte.
Wo hört das Verzeihen auf ("OK, diese Reparatur noch"😉 und wo fängt das Reinbuttern an....
Du bist ja aus dem Grund auch bei 78 tsd Km eingestiegen, das sind knapp 100 tsd weniger als der TE überlegt.
Du kennst ja meine Bilanz, ab 160/170 tsd fing es an. Es hat vermutlich auch einen Grund, warum (nach meiner Kenntnis) Fuhrparkleiter den Wechsel bei spätestens 200/220 tsd KM anordnen.
Meine Lektion habe ich jedenfalls gelernt: Bei Fahrleistungen um 30 tsd Km/Jahr steige ich deutlich unter 100tsd ein und der Wagen muss beizeiten weg.
Wer sich nicht scheut auch mal größere Beträge zu investieren oder auch Dinge selber erledigen möchte/kann , für den mag es sinnvoll sein einen Wagen länger zu fahren. Wer eine Werkstatt benötigt sollte sich das m.E. gut überlegen - zumal der TE die Zauberworte "begrenztes Budget" erwähnt hat.
Oft ist es ja auch gar nicht so schwer, für wenig mehr Geld einen Wagen mit deutlich weniger KM zu finden wenn man etwas Abstriche an der Ausstattung macht. Aber das muss halt jeder für sich und seine persönliche Risikoneigung entscheiden.
Gruß
Hagelschaden
Bei einem "begrenztes Budget" besteht immer ein gewisses Risiko, da hier in der Regel nur wenig Geld ausgegeben wird / werden kann und die Autos relativ alt sind bzw. viel gelaufen haben.
Daher ist "bedenkenlos zugreifen" auch in meinen Augen mutig....
Bei einem Auto mit fast 200.000 km kann immer was kommen. Fahrwerk, Turbo, Getriebe / Kupplung, Bremsen etc. pp. Alles für sich nichts dolles, aber wehe es kommen 2 oder 3 Sachen zusammen, z. B. wegen Wartungsstau. Dann gehen die Kosten schnell in einen größeren 4 stelligen Betrag, wenn man nicht selber schrauben kann.
Daher sollte man sich vorher Gedanken machen, was man will und kann.
Naja wenn man in den Pechapfel beißt und ein dreiviertel Jahr nach dem Kauf der Zahnriemen überspringt, dann sind schnell nochmal 4500Euro weg.
Zitat:
@fluchti24 schrieb am 25. März 2017 um 13:52:30 Uhr:
Naja wenn man in den Pechapfel beißt und ein dreiviertel Jahr nach dem Kauf der Zahnriemen überspringt, dann sind schnell nochmal 4500Euro weg.
Und wenn man in die Mauer fährt und keine Kasko hat sind 10.000 weg...
Man kann immer was finden....