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Eingedrückten Längsträger/Karosserie reparieren

Themenstarteram 31. Juli 2012 um 20:27

Hallo zusammen,

war die Tage beim TüV und mein Mazda MX-5 (NB-FL, Bj. 2001, 146 PS) ist leider wegen folgendem Problem durchgefallen:

Mein rechter Längsträger ist (knapp 50cm hinter der Vorderachse) an einer Stelle etwas eingedrückt. Das Auto ist leicht tiefergelegt und nehme mal an das ich irgendwo hängen geblieben bin (zB bei einem Tankstellen-"Hubbel" der so...).

Anbei bzw. unter folgendem Link findet Ihr ein Bild:

http://www.abload.de/image.php?img=img_0056zijh0.jpg

Auf der linken Seite gibt es eine ähnliche Stelle, hat der TüV auch bemängelt... Ist aber viel weniger eingedrückt wie die Rechte Seite (im Bild), ...sieht man eigentlich nur beim genauen hinsehen.

Nur wäre meine Frage ob man das reparieren kann und was das ganze in etwa kostet bzw. kosten kann?

Danke im Voraus und

Beste Grüße AceArcadia

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 5. Februar 2013 um 20:53

Hallo zusammen,

mal nach Ewigkeiten meine Antwort bzw. Bericht von der Lösung des Problems:

Situation: Längsträger waren wie beschrieben eingedrückt (der eine etwas mehr, der andere nur ein wenig).

Ist bei der TüV Prüfung in der Hessen Garage Frankfurt aufgefallen. Andere Mängel waren Koppelstangen hinten und meine Scheinwerfer, die angeblich "Blind" waren.

Kostenvoranschlag von denen war knapp über 2000€... *no comment*

Jedenfalls hab ich mir Koppelstangen im Internet bestellt und von einer freien Werksatt für 40€ austauschen lassen, Scheinwerfer hab ich mit Acryl Schleifpaste poliert und sind jetzt TOP.

Zurück zu den Längsträgern:

War in einer etwas abgelegenen freien Werkstatt in Hanau Klein-Auheim (falls es jemanden interessiert), "Karosseriebau Ziborius" und kann nur sagen TOP - würde ich jedem weiterempfehlen!

Als ich rein kam arbeiteten gerade der Chef und ein Kollege an einem Ferrari 458 Italia... Spätestens da war ich mir sicher das die Werkstatt Vertrauensvoll und Ahnung haben muss... (Ich würde zumindest nicht ein Viertelmillion € Fahrzeug einfach so irgend einer Werksatt anvertrauen.)

Chef hat mich begrüßt und hab Ihm kurz das Problem geschildert. Hat gesagt ich soll das Auto einfach mal eben in die Halle fahren, damit wir das Problem gemeinsam anschauen können. (Top!)

Am Ende konnte ich ein Tag später mein Auto abholen und die Längsträger sehen jetzt aus wie neu und wurden Hohlraum-Versiegelt.

Kosten? 150€ (Kostenvoranschlag für die Längsträger von Hessengarage: min. 800€... inkl. Geschichte, dass die Reparatur ja so aufwendig sei...)

Gesamtkosten am Ende: ca. 200€ ==> Das sind 10% davon was ich Anfangs erwartet habe.

Beste Grüße

AceArcadia

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Mei, was man reindrücken kann, kann man auch wieder rausziehen. Zeitwertgerecht.

Viele Karosseriebauer werden natürlich sagen "...dat würd ich allet neu machen" ...was natürlich streng genommen auch die absolut korrekte Vorgehensweise wäre...aber ich würd "rausziehen und bisschen frische Farbe" bevorzugen.

Ich würd mal bisschen bei den Werkstätten rumfragen. Eher bei den kleinen Klitschen als bei den Jungs mit dem Marmor-Fußboden. ;)

 

Der Prüfer wird dir auch die Korrosion am Langsträger aufgeschrieben haben. die lässt gleich mit wegschleifen und versiegeln.

Man könnte auch die Delle raustrennen und ein neues Blech einschweißen oder nur ein Blech drüber schweißen. Doppelte Bleche sind halt immer blöd wegen der Korrosion. Den Prüfer wäre das aber erstmal egal, erst wenn er den Rost sieht wird er nachbohren.

Rausziehen ginge, sieht aber meistens bescheuert aus, oder viel Kleinarbeit die Wellen rauszukriegen. Das wird ja kein 0,7er Blech sein.

Raustrennen, neues Blech rein ist die billigste Lösung.

am 31. Juli 2012 um 22:02

Da an der Stelle glücklicherweise ein Loch sitzt, kann man das eigentlich sehr gut hydraulisch rausziehen und richten.

Dann noch alles im Umkreis (auch diesen verrosteten Träger für die Leitungen) entrosten und mit Farbe schön dünn überpinseln und der Prüfer ist glücklich. (kein Unterbodenschutz dick draufklatschen, das nimmt der Prüfer übel !)

 

Gruß SRAM

am 31. Juli 2012 um 22:26

etwas o.t. - hatte der prüfer einen schlechten tag?

diese leichte delle wird wohl kaum die funktion des LT nachhaltig verschlechtern. ist imho nur ein schönheitsfehler.

wenn das ding durchgegammelt wäre-ok. aber so?

hast du nicht den leitenden ingenieur der prüfstelle herbeizitiert?

es gibt unter den prüfern reichlich pappnasen- mich wollte z.b. mal einer mit 'eintragungspflichtiger' querlenkerabstützung durchrasseln lassen.

LI und gut ;)

oder gibt es alldieweil eine neue euro-richtlinie, nach der auch eine delle im kotflügel zum fall in die grube führt?:rolleyes:

ps: das sieht mir eher nach fehler beim aufbocken/hebebühne aus als ein aufsetzer.

an der stelle aufsetzen ist

a. fast unmöglich (da wären andere stellen 'dran') und

b. fehlen schrammen, die typisch bei einem aufsetzer wären:confused:

warst du zum ölwechsel bei Alle Total Unfä....:D

am 31. Juli 2012 um 22:33

Bevor an dem Teil jemand herumschweißt wäre zu klären ob man das überhaupt darf.

Längsträger sind soweit ich weiß im MX 5 ein Teil der tragenden Stuktur der Karosserie.

Daran rumschweißen ist soweit ich weiß nicht so richtig statthaft.

Eine vernünfige Fachwerkstatt wird die Teile wie bereits erwähnt komplett erstzen wollen weil alles Andere nicht so richtig erlaubt sein wird bzw. kaum ein Tüvver seine Kralle dafür ins Feuer legen wird.

Da würde ich mal den Hersteller, Sachverständigen oder einen Karosserie-Fachmann fragen.

Ich halte die Methode mit dem Rausziehen für die beste Variante.

Schweißen(Mag) bedeutet ebenfalls immer ein erhöhtes Korrosionsrisiko egal ob vom Fachmann gemacht oder vom Laien.

Liegt einfach in der Natur der Sache weil sich das Material in der Wärme-Einflusszohne verändert.

Wobei das Ziehen ohne Aufpunkten von Ziehhilfen wahrscheinlich auch nur schwer zu machen sein wird.

Ich würde Blechstreifen aufpunkten und mit nem 5 oder 10 Kilo Zughammer da rangehen.

Die Falten nach dem Richten im Notfall mit Spachtel geglättet oder mit U-Schutz bzw. Kleb und Dichtmasse hinmodeliert.

am 31. Juli 2012 um 22:47

ich würde als kostengünstigste lösung ein gespräch mit dem LI ansehen.

sollte das wider erwarten nichts bringen-> anderer tüv.

an solchen stellen herumzuzerren bzw. erwärmen (schweissen) schwächt das material mehr als dieses beulchen. ausserdem werden so erst ordentliche rostangriffspunkte geschaffen

Themenstarteram 31. Juli 2012 um 23:19

Erst mal vielen Dank für die schnellen und hilfreichen Antworten :)

@Sukkubus, glaube der Prüfer hatte echt nen schlechten Tag...

Mir wurde die Stelle aus dem Bild als "erheblicher Mangel" im TüV Bericht angegeben, zusätzlich noch die leichte Längsträger "Beschädigung" auf der linken Seite. (Bei beiden Stellen KEIN Rost).

- die beiden hinteren Koppelstangen solle ich tauschen (hab ich heute selbst gemacht mit zwei Auffahrböcken + Knarre)

- beide Scheinwerfer sollen "blind" gewesen sein (so schlimm sahen die net aus..., aber wollte die beiden sowieso noch polieren)

- UND - wo ich mich ehrlich gesagt etwas vera*scht gefühlt hab: Meine Distanzringe waren auch auf der Liste, obwohl das ABE DEFINITIV im Handschuhfach lag und sogar aus der Hülle (zum ansehen?!) genommen wurde. (wahrscheinlich hat der Prüfer oben im ABE "H&R Federn GmbH" gesehen und nicht eine Zeile darunter "Distanzscheiben" gelesen?!)

Auto hab ich übrigens einen Tag davor extra noch gewaschen und innen gesaugt damit es beim Prüfer einen guten ersten Eindruck gibt...

Aber muss sagen das ich auch irgendwie glaube, dass es sich bei den Längsträgern um eine Hebebühnen Beschädigung handelt...

Weis jemand wie lange man nach der Prüfung "Einspruch" bzw. eine "Reklamation" melden kann?

Beste Grüße

AceArcadia

Fahr zu ner anderen Prüfstelle! Der Prüfer ist doch nicht ganz dicht. Ich könnte wetten, das der nächste Prüfer das zwar sieht, aber nicht mal auf die Idee kommt, die Karre durchfallen zu lassen.

Das Widerstandsmoment gg. Biegung eines Profiles setzt sich aus Höhe und Breite zusammen. Die Höhe geht sogar mit 3. Potenz in die Formel ein.

Insofern ist also das zul. Biegemoment reduziert; eine nicht vorgesehene Schwachstelle.

Von daher hat der Prüfer recht.

 

Das man an tragenden Teilen nicht schweissen darf ist eine Mähr von Leuten die keine Ahnung haben.

Es darf nur nicht jeder der will daran schweissen, denn sie muss fachgerecht sein.

Das 'fachgerechte' sieht man dann hinterher. Im Zweifelsfall wird die Herstelleranweisung bei Unfallrep. zu Rate gezogen. Und da kann es passieren das der Hersteller das Austrennen des gesamten Trägers fordert, zumindest die Stelle wo geschnitten werden darf festlegt und wo nicht, der TÜV lt. seinen Richtlinien für Korrosionschäden jedoch mit dem 'fachgerechten' Einsetzen eines Teilprofiles zufrieden ist.

Ich würde auch einen anderen Prüfer besuchen, das Dellchen interessiert doch überhaupt nicht.

Zitat:

Original geschrieben von RobMX246

Bevor an dem Teil jemand herumschweißt wäre zu klären ob man das überhaupt darf.

Längsträger sind soweit ich weiß im MX 5 ein Teil der tragenden Stuktur der Karosserie.

Also an Trägern schweißen darf jeder. Hab ich auch schon in meiner Anfangszeit und da waren die Autos an den Trägern sehr anfällig.

Bin halt immer ohne U-Schutz zur Nachprüfung gefahren damit der Prüfer die Schweißpunkte sehen konnte. Erst danach hab ist U-Schutz drauf gemacht.

Längsträger sind immer eine tragende Struktur ;)

Grüße

Themenstarteram 10. Oktober 2012 um 22:40

Hallo zusammen,

wollte nur Bescheid geben das ich in kürze neue Erkenntnisse zu meinem Fall habe.

Hatte in letzter Zeit sehr viel zu tun und bin nochmal Ende Oktober unterwegs...

Beste Grüße

AceArcadia

Ich würde erst einmal versuchen, das heraus zu ziehen.

Wenn das nicht klappt, kann man auch Zeitwertgerecht einen Schuh drüber setzen.

Da an einer selbsttragenden Karosserie alles tragend ist, ist es recht egal ob man einen Längsträger oder einen Kotflügel schweißt.

Die Herstellervorgaben halte ich für das eine, die Fachgerechtheit einer Reparatur für das andere.

Grundsätzlich erheblicher Mangel sind die dicken Dellen aber schon, da hat der Tüvprüfer recht.

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