Einfluß von Rücken- bzw. Gegenwind auf den Spritverbrauch

Mercedes E-Klasse W211

Hallo an alle, die es interessieren könnte,

wir sind gestern zu dritt mit eher wenig Gepäck von Wien nach Linz gefahren und heute wieder zurück. Fahrzeug: E320T CDI, 224PS, 7G-Tronic.

Hinweg: Sonne, 18 Grad, ordentlich Gegenwind, Klimaanlage in Betrieb, Distronic auf 140km/h eingestellt, auf der Autobahn kein einziger aktiver Brems- oder Beschleunigungsvorgang, sehr geruhsame Fahrt. Verbrauch nach Bordrechner: 8,6 Liter/100km

Rückweg: Sonne, 16 Grad, Klimaanlage in Betrieb, Distronic auf 140km/h eingestellt, auf der Autobahn wenige Regeleingriffe der Distronic, insgesamt ebenfalls eine sehr geruhsame Fahrt. Verbrauch nach Bordrechner: 7,3 Liter/100km.

Bei identischen äußeren Bedingungen, derselben Strecke, identischer Fahrweise mit nahezu identischer Durchschnittsgeschwindigkeit, aber wechselnden Winden, ergibt sich ein Verbrauchsunterschied von 1,3 Litern pro 100km! Was ich daraus schließe? Nicht allzuviel, aber erstens ist das doch recht beeindruckend und zweitens wundere ich mich jetzt nicht mehr so sehr über stark schwankende Verbräuche bei Hin- und Rückfahrten auf meinen Reisen. Mein vorheriger 210er hatte keinen Reiserechner und Unterschiede konnte ich nur grob schätzen - gefühlt waren sie aber da. Jetzt weiß ich endlich, wie krass die ausfallen können, denn auf der Westautobahn hat man fast immer in der einen Richtung Gegen- und in der anderen Richtung Rückenwind.

LG
Rüdiger

30 Antworten

Das deckt sich voll mit meinen Erfahrungen!

Beim österreichischen "inoffiziellem" Autobahntempo von Tacho gut 140 km/h ist der Luftwiderstand schon ziemlich die bestimmende Größe, bei 60 km/h Wind hast du einmal relativ 80 km/h (= ideal) und einmal 200 km/h ... das Resultat ist dann recht einleuchtend.

Höhenmeter machen sich meines Erachtens auch ganz schön bemerkbar, beim Schiurlaub brauch ich bei der Hinfahrt aus dem östlichen Flachland ins Dreiländereck (Szbg-Ktn-Stmk) regelmäßig einen Liter mehr als heimwärts. Oder bin ich da nur so müde und fertig, dass ich gemütlicher heimrolle? 😎

Kommt es nicht auch darauf an wie die Fahrt beginnt? Sprich bis ihr auf der Autobahn seit fahrt Ihr da eher Stop and Go durch Orte oder seit Ihr sofort auf der Autobahn?

Bei mir gibt es 2 Szenarien:
Wenn ich nur 3 Rote Ampeln habe bis zum Freeway und danach mit Tempomat 115 km/h fahre, hab ich innerhalb einiger gefahrener km Morgens einen niedrigen Verbrauch im KI von ca. 9L/100km bis ich bei der Arbeit bin. Habe ich aber 10 rote Ampeln bis ich zum Freeway komme schaffe ich es nicht unter 13L/100km zu kommen bei gleicher Fahrweise (abzüglich der Bremsungen natürlich wegen den roten Ampeln). Und die Verbrauchsanzeige zeigt auch nicht wirklich den Momentanen Verbrauch an wie es z. B. VW macht sondern nur so einen gemittelten Wert. Bei VW springt der Verbrauch ja hoch/runter so wie der Fahrer das Gaspedal bewegt.

Hallo Mackhack!

Wir hatten vor und nach der Autobahn nur wenige Kilometer Stadtverkehr (in Linz) bzw. Landstraße (Wiener Umland) und dazwischen 150km Autobahnfahrt. Ich würde daher vermuten, daß der Einfluß der Warmfahrphase eher vernachlässigbar ist. Noch dazu war Wochende und nicht viel los.

LG
Rüdiger

Zitat:

Original geschrieben von Granada75


Hallo Mackhack!

Wir hatten vor und nach der Autobahn nur wenige Kilometer Stadtverkehr (in Linz) bzw. Landstraße (Wiener Umland) und dazwischen 150km Autobahnfahrt. Ich würde daher vermuten, daß der Einfluß der Warmfahrphase eher vernachlässigbar ist. Noch dazu war Wochende und nicht viel los.

LG
Rüdiger

Wie sieht denn der Verbrauch sofort nach Start und die ersten paar Minuten aus bei dir? Bei mir fängt er an bei 26L/100km geht dann hoch auf 28 bis 30 bis ich angeschnallt bin, dann gehts sofort im .3 bis .5 Schritt runter auf ca. 20 bis ich an der ersten Ampel bin. Temp. zeigt noch kein Balken an bis dahin, also noch Kalt. Dann gehts je nachdem ob ich an der ersten Ampel schon stehen muss weiter runter auf 16 bis 18 bis zur nächsten Ampel. An der 3. Ampel wenn die rot ist gehts nochmal auf 22L/100km aber mit bereits 5 oder 6 Strichen an der Temp. Anzeige. Von dort wenn dann alles grün ist geht er runter eben auf um die 9L/100km und normale Betriebstemp. bis zum Büro.

Wie ich festgestellt habe ist eben sehr wohl der Anfang der Fahrt entscheidend. Denn wie schon gesagt, die Verbrauchsanzeige ist keine wirkliche Momentananzeige sondern eher ein Durchschnittswert. Und mir ist nicht klar wie das KI das berechnet. Denn man muss schon recht lange fahren damit der Wert immer niedriger wird und nur kurz aufs Gas getreten geht der Verbrauch schlagartig hoch. Und je länger du fährst desto länger braucht die Anzeige auch wieder um runter zu gehen.

Sprich wenn ich eine lange Strecke fahre und ich sofort auf den Freeway komme und dann mit Tempomat fahren kann für lange Zeit ohne zu schalten/bremsen geht der Verbrauch zügig runter unter 10L/100km. Wenn es aber erstmals dauert durch stop and go oder Ampeln bleibt der Verbrauch höher und es dauert wahnsinnig lange bis der fällt.

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Zitat:

Original geschrieben von Austro-Diesel


Das deckt sich voll mit meinen Erfahrungen!

Beim österreichischen "inoffiziellem" Autobahntempo von Tacho gut 140 km/h ist der Luftwiderstand schon ziemlich die bestimmende Größe, bei 60 km/h Wind hast du einmal relativ 80 km/h (= ideal) und einmal 200 km/h ... das Resultat ist dann recht einleuchtend.

Höhenmeter machen sich meines Erachtens auch ganz schön bemerkbar, beim Schiurlaub brauch ich bei der Hinfahrt aus dem östlichen Flachland ins Dreiländereck (Szbg-Ktn-Stmk) regelmäßig einen Liter mehr
als heimwärts. Oder bin ich da nur so müde und fertig, dass ich gemütlicher heimrolle? 😎

Die Höhenunterschiede beim Ski-Urlaub machen sich bei mir auch so ähnlich bemerkbar.

Den Wind würde ich als Nicht-Fachmann auf diesem Gebiet aber als vernachlässibar ansehen.

Die gefahrene Geschwindigkeit/Fahrtwind ist ja deutlich höher als üblicherweise die normalen Windgeschwindigkeiten.
Auch auf die Höchstgeschwindigkeit haben Rücken- und Gegenwind nur geringe Auswirkungen.

Somit kann ich mir nur eine Abweichung beim Verbrauch um wenige Prozent vorstellen, so daß man das kaum messen kann.

lg Rüdiger:-)

Meiner geht auch direkt auf den ersten Metern nach dem Start nie über 10 Liter. Es ist sogar so, daß der Verbrauch nach Anzeige nach dem ersten Wenden (aus der Hauseinfahrt raus) bei ca. 8 l/100km steht und dann bei der Fahrt durch das Wohngebiet (30er-Zone) bis zur Hauptstraße auf bis zu 9 l/100km nach oben geht. Ab der Hauptstraße geht er dann sukzessive wieder runter. Mehr als 10 hat meiner noch nie angezeigt.

LG
Rüdiger

Zitat:

Original geschrieben von Granada75


Meiner geht auch direkt auf den ersten Metern nach dem Start nie über 10 Liter. Es ist sogar so, daß der Verbrauch nach Anzeige nach dem ersten Wenden (aus der Hauseinfahrt raus) bei ca. 8 l/100km steht und dann bei der Fahrt durch das Wohngebiet (30er-Zone) bis zur Hauptstraße auf bis zu 9 l/100km nach oben geht. Ab der Hauptstraße geht er dann sukzessive wieder runter. Mehr als 10 hat meiner noch nie angezeigt.

LG
Rüdiger

Was hast du denn für ein Auto wenn der nie über 10L/100km anzeigt (vor allem nach dem Start)?

Da steht bei meinem 320 CDI im Winter gerne schon mal 17 Liter im KI 😰
Das geht natürlich schnell wieder runter........zum Glück 😁

Zitat:

Original geschrieben von Rainer561


Da steht bei meinem 320 CDI im Winter gerne schon mal 17 Liter im KI 😰
Das geht natürlich schnell wieder runter........zum Glück 😁

Das mein ich doch auch dass der nicht mit 9L/100km anfängt wenn er kalt ist. Liest sich aber so aus dem zitierten Post von dir 😉

Zitat:

Original geschrieben von Mackhack



Was hast du denn für ein Auto wenn der nie über 10L/100km anzeigt (vor allem nach dem Start)?

Einen E320T CDI, 224PS, 7G-Tronic, DPF, MJ 2006. Siehe auch meine Fahrzeuggalerie hier. Und einen phlegmatischen Fahrstil. 🙂

LG
Rüdiger

Zitat:

Original geschrieben von Granada75



Zitat:

Original geschrieben von Mackhack



Was hast du denn für ein Auto wenn der nie über 10L/100km anzeigt (vor allem nach dem Start)?
Einen E320T CDI, 224PS, 7G-Tronic, DPF, MJ 2006. Siehe auch meine Fahrzeuggalerie hier. Und einen phlegmatischen Fahrstil. 🙂

LG
Rüdiger

Hehe, wechselst du an der Landesgrenze die Kennzeichen? Auf Bild 1 Österreichisches Kennzeichen, auf Bild 4 Deutsches Kennzeichen. 😁

Zitat:

Original geschrieben von Mackhack



Zitat:

Original geschrieben von Granada75


Einen E320T CDI, 224PS, 7G-Tronic, DPF, MJ 2006. Siehe auch meine Fahrzeuggalerie hier. Und einen phlegmatischen Fahrstil. 🙂

LG
Rüdiger

Hehe, wechselst du an der Landesgrenze die Kennzeichen? Auf Bild 1 Österreichisches Kennzeichen, auf Bild 4 Deutsches Kennzeichen. 😁

Hehe. Nein, das ist nur das Kurzzeitkennzeichen für die Überführung direkt nach dem Kauf von Deutschland nach Österreich. Da ich unbedingt einen 211er mit Distronic haben wollte und die Auswahl dafür in Ösiland keinen einzigen hergab habe ich meinen neuen Dicken deswegen in meiner deutschen Heimat kaufen und importieren müssen.

LG
Rüdiger

Zitat:

Original geschrieben von Granada75



Zitat:

Original geschrieben von Mackhack


Hehe, wechselst du an der Landesgrenze die Kennzeichen? Auf Bild 1 Österreichisches Kennzeichen, auf Bild 4 Deutsches Kennzeichen. 😁

Hehe. Nein, das ist nur das Kurzzeitkennzeichen für die Überführung direkt nach dem Kauf von Deutschland nach Österreich. Da ich unbedingt einen 211er mit Distronic haben wollte und die Auswahl dafür in Ösiland keinen einzigen hergab habe ich meinen neuen Dicken deswegen in meiner deutschen Heimat kaufen und importieren müssen.

LG
Rüdiger

Achso. Und deshalb rüste ich gerade Distronic bei mir nach 😉 Sehr feine Sache bei Strecken wie bei uns im Land der fast unbegrenzten und doch sehr begrenzten Möglichkeiten auch USA genannt LOL

So mir lies das jetzt doch keine Ruhe und ich hab das ganze mal etwas ausformuliert (aufpassen - Schulphysik kommt mit ins Spiel) 🙂

Energie = Arbeit W ist Leistung mal Zeit (W=P*t) und Leistung ist Kraft mal Geschwindigkeit (P=F*v) Die Kraft, die ein Auto zum Vorwärts kommen benötigt mal die Geschwindigkeit mal die Fahrtzeit ergibt
die verbrauchte Energiemenge W und damit die Spritmenge (Energieinhalt im Sprit = "Heizwert" in kJ je Liter) W = F*v*t.

Die zum Vorwärts kommen benötigte Kraft setzt sich zusammen aus Rollwiderstandskraft der Räder und Luftreibungskraft (Luftwiderstandskraft) plus ggf. Hangabtriebskraft (wenn man BERGAUF
fährt - bergab hilft die Kraft und muss nicht überwunden werden) plus u.U. Trägheitskraft F=m*a (falls das Auto nicht konstant schnell fährt, sondern auch noch beschleunigt) Die Luftwiderstandskraft hängt ab von:
Querschnittfläche A des Autos (Profilfläche), Dichte der Luft (rho= 1,26 kg/Kubikmeter),
Geschwindigkeit v im Quadrat (v hoch 2) sowie dem "Formbeiwert cw" (cw-Wert) d.h. ob kantig, rund, stromlinienförmig. F = cw * rho * A * v hoch 2.

Man kann das näherungsweise rechnen:
Wenn jetzt Gegenwind herrscht, muss man die Windgeschwindigkeit zur Autogeschwindigkeit dazu zählen und diese Summe dann in der Luftwiderstandsformel hoch 2 einsetzen.

Eine andere einfachere Erklärungsmöglichkeit ist:
Geht man von einer bestimmten maximalen Auto-Motor-Vortriebskraft eines Autotyps aus, dann ist das Auto bei Gegenwind langsamer, benötigt länger bis zum Ziel, der Motor läuft länger und daher läuft auch mehr Sprit durch. Bei Delta ist die Strecke Atlanta-Stuttgart in mehr als einer Stunde kürzer zurückgelegt und den Sprit, den der Flieger weniger braucht, weil er kürzer in der Luft ist, hat der "Rückenwind" gespart. STR-ATL ist es dann umgekehrt (Mehrverbrauch).

Vlt. hilft das ja etwas das ganze zu verstehen.

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