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Eigentumsverhältnisse beim Autokauf

Themenstarteram 8. September 2019 um 19:54

Hallo Fories,

habe bei einem lt. Autoscout "gewerblichen Händler" ein Fahrzeug gefunden, das ich kaufen möchte.

Über den Händler selbst habe ich sonst allerdings nichts weiter gefunden. Er hat keine eigene Homepage

und ich habe auch keine Firmeneintrag gefunden. Händlerbewertungen bei Autoscout gibt es ebenfalls nicht. Dieser "Händler" erzählte mir, er würde Autos aus dem Nachlässen erwerben und sie dann weiterverkaufen. Mit dieser Tätigkeit hätte er sich vor einigen Jahren selbstständig gemacht. Sein Verkaufsgelände besteht aus einigen älteren Fahrzeugen, die dort wahrscheinlich schon längere Zeit stehen und eine Werkstatt, in der das Auto, das mich interessierte abgestellt war.

Der Händler bietet mir für das Fahrzeug "Gewährleistung" an.

Meine Frage lautet nun, ob ich von diesem Händler das Auto erwerben kann, ohne zu überprüfen, ob das Fahrzeug überhaupt sein Eigentum ist. Ich habe gelesen, dass dafür die Übergabe des Fahrzeugbriefes, Kfz-Scheins, Schlüssels usw. ein Kaufvertrag, des Fahrzeuges und im Gegenzug die Übergabe des vereinbarten Kaufpreises ausreichend sein soll. Sollte das Fahrzeug nicht Eigentum des Händlers gewesen sein, müsste sich der rechtmäßige Eigentümer seine Rechte gegenüber dem Händler nicht jedoch gegenüber dem Käufer einfordern. Ist das so richtig ? Oder muss ich mir vom Händler am besten per Personalausweis und Kaufvertrag nachweisen lassen, dass er das Fahrzeug rechtmäßig erworben hat ?

Vorab vielen Dank für eure Antworten.

LF

 

 

 

Beste Antwort im Thema

Ich würde eher daran zweifeln, das dieser "Händler" wirklich brauchbare Autos verkauft. Wer nur gammlige Standuhren auf dem Hof hat, betreitb in der Regel keinen seriösen Gebrauchtwagenhandel. Wenn er selbstständig ist, muss er entsprechend genügend Fahrzeuge verkaufen ... das tut man aber nur, wenn man etwas anzubieten hat. Die andere Möglichkeit wäre, das man nur wenige Fahrzeuge verkauft, die aber mit entsprechend mehr Gewinn wie beim Durchschnittshändler. Und da kommt man in den Bereich Tachomanipulation, Billigst-Unfallreparaturen und ähnliches ...

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am 15. September 2019 um 9:50

...wobei ein paar unregelmäßige Spaltmaße noch lange nicht zwingend auf einen versteckten Unfallschaden schließen lassen. ;)

Aber wie dem auch sei, das geschilderte Drumherum hätte mir bei Deinem Hinterhofhändler allenfalls ein Lächeln abgerungen, Auto gekauft hätte ich dort sicher nicht, zuweilen wenn der Preisunterschied zum Markenhändler nicht so eklatant hoch gewesen wäre. Das Theater kommt, falls sich doch noch ein Mangel zeigt, denn wer bei der Gewährleistung schon zu tricksen versucht, wird wohl bemüht sein, sich im Falle eines Falles gänzlich aus der Affäire ziehen zu wollen. Kann man nur abwarten und hoffen, dass dieser Fall nicht eintritt. Auch sowas soll es ja geben... ;)

Themenstarteram 15. September 2019 um 20:55

Zum Spaltmaß: der mittlere Bereich des Türausschnittes schloss nicht mehr bündig mit der Karosserie ab bzw. stand über.

Der Versuch sich im Schadensfall aus der Affäre zu ziehen, dürfte nicht auf diese Spezie von Händlern beschränkt sein oder ?

am 16. September 2019 um 5:10

Zitat:

@Lordford3 schrieb am 15. September 2019 um 20:55:52 Uhr:

Zum Spaltmaß: der mittlere Bereich des Türausschnittes schloss nicht mehr bündig mit der Karosserie ab bzw. stand über.

Das kann schon möglich sein und es ist auch nicht gänzlich unmöglich, dass ein Unfallschaden dahinter steht. Aber es ist eben kein Muss...

Zitat:

@Lordford3 schrieb am 15. September 2019 um 20:55:52 Uhr:

Der Versuch sich im Schadensfall aus der Affäre zu ziehen, dürfte nicht auf diese Spezie von Händlern beschränkt sein oder ?

Beschränkt sicherlich nicht, aber die Wahrscheinlichkeiten sind dann doch gänzlich andere. Die Anzahl halbwegs seriöser Markenhändler würde ich noch weit oberhalb dessen bewerten, was Hinterhof- oder Kiesplatzhändler mit Migrationshintergrund betrifft. Auch wenn es selbst da Ausnahmen gibt, auf beiden Seiten...

Seine Tricks sind eindeutig, u.a. die Modellbezeichnung hat immer Einfluss auf den Verkaufspreis. Er verkauft eine "DeLuxe-Version" und es ist die Basis-Version? Das umgekehrte wird nie zutreffen. Oder wie war es in deinem Fall? Von daher ist das mit dem Autohaus und der Differenz von € 1500.- nicht vergleichbar.

Hauptsache, das Auto gefällt....

Themenstarteram 16. September 2019 um 19:54

Zitat:

Seine Tricks sind eindeutig, u.a. die Modellbezeichnung hat immer Einfluss auf den Verkaufspreis. Er verkauft eine "DeLuxe-Version" und es ist die Basis-Version? Das umgekehrte wird nie zutreffen. Oder wie war es in deinem Fall? Von daher ist das mit dem Autohaus und der Differenz von € 1500.- nicht vergleichbar. .

Es war in beiden Fällen die gleiche Ausstattung.

 

Zitat:

Hauptsache, das Auto gefällt....

Ja tut es.

Themenstarteram 16. September 2019 um 20:19

Zitat:

@NeoNeo28 schrieb am 16. September 2019 um 05:10:20 Uhr:

Zitat:

@Lordford3 schrieb am 15. September 2019 um 20:55:52 Uhr:

Zum Spaltmaß: der mittlere Bereich des Türausschnittes schloss nicht mehr bündig mit der Karosserie ab bzw. stand über.

Das kann schon möglich sein und es ist auch nicht gänzlich unmöglich, dass ein Unfallschaden dahinter steht. Aber es ist eben kein Muss...

Dann kann ich mir nicht erklären, warum die Tür an einer Stelle zum Radausschnitt "ausbeult" und dadurch übersteht und sie auf der anderen Seite in der Flucht mit dem Raduschnitt ist.

Vielleicht zu starke Sonneneinstrahlung ?

Zitat:

@NeoNeo28 schrieb am 16. Sept ember 2019 um 05:10:20 Uhr:

Zitat:

@Lordford3 schrieb am 15. September 2019 um 20:55:52 Uhr:

Der Versuch sich im Schadensfall aus der Affäre zu ziehen, dürfte nicht auf diese Spezie von Händlern beschränkt sein oder ?

Beschränkt sicherlich nicht, aber die Wahrscheinlichkeiten sind dann doch gänzlich andere. Die Anzahl halbwegs seriöser Markenhändler würde ich noch weit oberhalb dessen bewerten, was Hinterhof- oder Kiesplatzhändler mit Migrationshintergrund betrifft. Auch wenn es selbst da Ausnahmen gibt, auf beiden Seiten...

Dabei sollte man berücksichtigen, dass sich Markenhändler kaum noch mit Autos abgeben, die älter sind als 5 Jahre. Tun sie es doch, unterscheiden sie sich - mal von Äußerlichkeiten abgesehen - kaum von anderen Händlern. Der "Kundenauftrag" lässt grüßen.

 

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