e91 Turbolader defekt nach 60 tsd km
Hallo,
bei mir wurde jetzt nach 60 tsd km der Turbolader getauscht. ( 320d Touring Bj. 05)Hatte überhaupt keinen Durchzug. Hatte jemand die gleichen Probleme. Treten diese öfter auf?
BMW hat dieses aber auf Kolanz ohne Mucken ausgetauscht.
Gruß
BigkingTurbolader
14 Antworten
Re: e91 Turbolader defekt nach 60 tsd km
Zitat:
Original geschrieben von bigking
Hallo,
bei mir wurde jetzt nach 60 tsd km der Turbolader getauscht. ( 320d Touring Bj. 05)Hatte überhaupt keinen Durchzug. Hatte jemand die gleichen Probleme. Treten diese öfter auf?
BMW hat dieses aber auf Kolanz ohne Mucken ausgetauscht.Gruß
BigkingTurbolader
wäre auch schlimm, wenn sie Mucken gemacht hätten, es sei denn dein E91 wäre gechippt, dann hättest du selbst Zahlen können, wenn sie es entdeckt hätten.
Aber man muss sagen, das die BMW Lader doch recht strapazierfähig sind im Gegensatz zu den VW-Ladern, die öfter mal gerne den Geist aufgeben. Bestes Beispiel, hatte mal einen Touran als Leihwagen, nach 1200km auf dem Tacho ging auf der AB nix mehr, also nicht mehr mehr als 110 und das war Vollgas!
Moin,
so ein Turbo ist stark von der Behandlung abhängig - er muss sowohl WARM- als auch KALTgefahren werden.
Beste Grüße
Hallo !
Turbos sind "Viecher" die in einem Punkt eine ganz besondere Gebrauchsweise erfordern.
Nach flotter Autobahnfahrt niemals den Motor sofort abstellen !!! Das ist das wichtigste GESETZ beim Turbo.
Warum: Nach flotter Fahrt hat der Turbo eine leichte Verfärbung durch die hohe Temperatur die durch die Motorbelastung hervorgerufen wurde. Wenn jetzt der Motor abstellt wird kommt der kühlende Ölkreislauf auch zum Stillstand. Jetzt wird das Öl im Turbolager so heiß, das eine "Verkokelung" im Lager des Turbos abläuft. Das Öl verbrennt und als Rückstand bildet sich eine schwarze Schicht im Lagerbereich. Passiert das öfter geht der Turbo defekt. Er dreht sich dann nicht mehr.
Wer diese Prpblematik beachtet hat schon fast alles getan für ein langes Turboleben.
urmel331
Zitat:
Original geschrieben von urmel331
Nach flotter Autobahnfahrt niemals den Motor sofort abstellen !!! Das ist das wichtigste GESETZ beim Turbo.
Nicht nur nach flotter Autobahnfahrt.
Ein Turbo wil warmgefahren und kaltgefahren werden - eigentlich immer. Dazu muss man den Motor nicht im Leerlauf rödeln lassen. Es ruhig angehen und es genauso ruhig wieder ausklingen lassen reicht aus.
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Zitat:
Original geschrieben von rennfrikadelle
Dazu muss man den Motor nicht im Leerlauf rödeln lassen. Es ruhig angehen und es genauso ruhig wieder ausklingen lassen reicht aus.
Ich denke, das mit dem im Leerlauf rödeln lassen ist was für folgende Situation: Ich bin mit meiner Süßen auf einer zügigen Reise auf der linken Spur der Autobahn unterwegs. Wie das so mit den Frauen ist, müssen sie ja öfter mal Pipi. Wie das so mit den Männern ist, sind sie eher zielorientiert und wollen lieber schnell ankommen (oder vorankommen). Da man bei zügiger Fahrt auf der linken Spur der Bahn schonmal eine Parkplatzausfahrt verpasst, droht die Situation im Fahrzeug ein wenig zu eskalieren. Da ist plötzlich wieder ein Parkplatz mit Toilette am Horizont. Also schnell durch die LKW geschnippelt und auf den Parkplatz drauf. Tja und wenn man jetzt die Kiste sofort ausmacht, kann es sein, dass man doch etwas später ankommt... Zeit zum Kaltfahren hatte man ja nicht. (Ich: "Du Schatz, wir nehmen erst den übernächsten Parkplatz. Ich muss den Turbo erst kaltfahren..." Sie: "Uaaahhh!" 😉) Bleibt also nur, den Motor noch eine Minute oder zwei im Leerlauf rödeln zu lassen.
Mein Bruder mit seinem Renault Laguna (Turbo Diesel 150PS) hatte erst vor 3 Wochen eine ähnliche Situation. Er hat jetzt einen neuen Turbolader.
Re: e91 Turbolader defekt nach 60 tsd km
Zitat:
Original geschrieben von bigking
BMW hat dieses aber auf Kolanz ohne Mucken ausgetauscht.
das hat mit K
ulanz rein gar nichts zu tun. Immerhin haben wir hier in Deutschland eine 24monatige Gewährleistung. Erst nach dieser Frist kann Dein Händler frei entscheiden, ob er Dir für die Reparatur was abknüpft oder nicht.
Hi,
Also, ein Turbo warmfahren ist nach meiner Auffassung fast Schnee von Gestern. Der Turbo erreicht durch die aufwärmenden Abgase innerhalb kurzer Zeit sein untere Betriebstemperatur. Die heutigen Öle sind bei normalen Temperaturen von der Viskosität etwa vergleichbar mit Wasser. Die Versorgung mit Schmierstoff setzt unmittelbar nach Start des Motors sofort ein.
Bei alter Schmiertechnik waren Öle bei kalter Maschiene von der Viskosität her mit Honig vergleichbar. Hier dauerte es etwas länger bis der Schmiermittelkreislauf seine "Umlaufgeschwindigkeit" erreicht hatte. Hier sollten dann Turbos bei kalter Maschine etwas "warm" gefahren werden.
Bei Temperaturen deutlich oder weit unter 0 Grad C könnte man (auch bei heutigen Ölqualitäten) sich Gedanken machen über ein k u r z e s Warmfahren.
urmel331
Was heißt denn nun auslaufen lassen? Reicht es wenn ich von der Autobahnabfahrt noch 5km mit 120km/h und 2km mit 50km/h fahre?
Gruß
Der Commander
Hallo,
bei mir ist es jeden Abend noch etwas krasser ! Komme aus meinem Berliner Büro, fahre ein paar km Stadtautobahn. An der Stadtgrenze angekommen, habe ich noch etliche km freie Autobahn zu absolvieren. Und ab da leider nur noch gut 2 km bis nach Hause.
Reicht das zum "Kaltfahren" ???
Will schliesslich ab Januar recht lange Freude an meinem neuen Freund haben.😁
Gruss Micha
Hallo,
he bd2311 super, genau so isses ;-)))
Lest mal auch hier diesbezüglich
http://www.motor-talk.de/t1284375/f306/s/thread.html
Zitat:
Original geschrieben von urmel331
Hi,
Also, ein Turbo warmfahren ist nach meiner Auffassung fast Schnee von Gestern. Der Turbo erreicht durch die aufwärmenden Abgase innerhalb kurzer Zeit sein untere Betriebstemperatur.
urmel331
Jepp, und genau das ist sein Problem.
Er wird sehr schnell warm - aber eben nicht gleichmässig. Warm ist der Turbo nicht wenn das Gehäuse warm ist, sonder wenn alle warm ist - inkli. des Öls das in die Lager des Turbos gedrückt wird.
Es ist nicht schnelle Erwärmung selbst, die das Problem ist, sondern die unglöeichmässige Verteilung - dadurch entstehen Wärmespannungen.
Es ist auch kein Schnee von gestern, sondern heute wichtiger als früher. Die Turbos sind empfindlicher geworden.
ich muss jetzt kurz mal zustimmen. Ja die Turbos sind empfindlicher geworden, billiger. Die Zulieferer werden ausgequetscht, denen bleibt nicht anderes übrig, zu sparen, sparen am Material, sparen am Arbeitsaufwand. Der Ausweg heisst, Ausland. Ich bin selber vor kurzem Turboladeropfer geworden. In Zahlen heisst das 2000,00 Euro. Naja wir müssen uns wohl daran gewöhnen, dass der Turbolader ein Tauschartikel wird. Große Sauger verschwinden, kleine Downsizemotoren mit viel Leistung kommen, dank Turbo. So genug ausgekotzt. Vorbei sind die Zeiten als Autos noch bedenkenlos 200000, 300000 km liefen. Bei den ersten E90/E91 gab es so eins zwei Probleme mit den Turbos, parallel dazu Problemchen mit der Kurbelgehäuseentlüftung, die sollte doch auch mal getauscht werden. Deswegen hat der Kollege von oben auch Kulanz bekommen. Und zum warmfahren und kaltfahren sage ich: das muss er abkönnen. Die Autos sind zum normalen Fahren entwickelt, da sollte auch Autobahn und heim in die Garage mit entwickelt worden sein und starten und losfahren im Winter auch. Warum sonst kosten die Autos ein Vermögen? BMW ist, denke ich noch am kulantesten, die fahren grad die "alles für den Kunden" Schiene. Einfach darauf ansprechen. Und wer einen Motor mit Chipkacke verhunzt, ist selber schuld.
Original geschrieben von rennfrikadelleZitat:
Original geschrieben von urmel331
Hi,
Also, ein Turbo warmfahren ist nach meiner Auffassung fast Schnee von Gestern. Der Turbo erreicht durch die aufwärmenden Abgase innerhalb kurzer Zeit sein untere Betriebstemperatur.
urmel331
Jepp, und genau das ist sein Problem.
Er wird sehr schnell warm - aber eben nicht gleichmässig. Warm ist der Turbo nicht wenn das Gehäuse warm ist, sonder wenn alle warm ist - inkli. des Öls das in die Lager des Turbos gedrückt wird.
Es ist nicht schnelle Erwärmung selbst, die das Problem ist, sondern die unglöeichmässige Verteilung - dadurch entstehen Wärmespannungen.
Es ist auch kein Schnee von gestern, sondern heute wichtiger als früher. Die Turbos sind empfindlicher geworden.
Auszug aus ARAL Ölfibel, 10. Auflage 1989.2
Abgasturbolader der sogenannten 3. Generation, wie sie heute an Ottomotoren eingesetzt werden, haben dagegen als letzten Stand der Entwicklung wassergekühlte Lagergehäuse. Der Wasserraum umschließt den Ölraum der Lagerung in vollem Umfang, wodurch eine gleichmäßig gute Kühlung aller bisher kritischen Stellen erzielt wird. Während des Motorbetriebs wird das Lagergehäuse durch den normalen Wasserkreislauf gekühlt. Nach dem Abstellen des Motors führt ein zweiter Wasserkreislauf die Stauwärme des Turbinen- und Lagergehäuses durch eine thermostatisch gesteuerte Elektrowasserpumpe ab. Folglich gehen in diesem Bereich die Temperaturen deutlich über 200°C nicht mehr hinaus.
ZITAT ENDE
Ich kann mir nicht vorstellen das die Turbos heute (24 Jahre später) anders konstruiert sind.
Ich bin nicht der Meinung, dass man für solch eine Diskussion einen 7 Jahre alten Thread herausziehen muss...