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E270 CDI T-Modell BJ 2003: Glykol im Automatikgetriebeöl

Themenstarteram 8. Januar 2009 um 11:29

Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank an das Forum, durch Eure Beiträge konnte ich mein Problem erfolgreich lösen! Wer nimmt muss auch geben, davon lebt das Forum! Darum hier mein Bericht:

Mitte Dezember 2008 tauchte bei meinem E270 (W211, 82000km) nach einer längeren Fahrt im Süden Deutschlands ein Ruckeln, Rupfen und Brummeln in bestimmten Drehzahlbereichen (1300-2100U/min) auf. Es fühlte sich an, als wenn die Straße voller Schlaglöcher oder Unebenheiten wäre, oder der Motor nicht auf allen Töpfen läuft (Die Unterscheidung zwischen Rupfen und Schlagloch/Unebenheit fällt in den Anfängen dank unseres besch...enen Straßenzustandes nicht auf. Erst bei frisch geteerten Straßen merkt man plötzlich: Das kann keine Unebenheit des Straßenbelages sein!).

Da sich das Problem am nächsten Tag noch verstärkte (besonders unter Last) und mir das nicht mehr geheuer vorkam, unterbrach ich die Fahrt und machte am Samstag mittag noch einen Besuch in einer großen MB-Werksniederlassung in Süddeutschland. Nach Schilderung des Problems, Auslesen des Fehlerspeichers, Ausschluss eines Motorproblems und kurzer Testfahrt auf dem Hof und einer Sichtkontrolle auf der Grube meinte der Meister (mit vielsagenden Blicken zu seinen Kollegen), ich könne noch nach Hause (350km) fahren, sollte aber den mittleren Drehzahlbereich und hohe Last meiden. Ich hakte weiter nach, was er vermute: Kühlmittel(Glykol) im Getriebeöl.

Auf der Heimfahrt habe ich dann das Automatikgetriebe "bevormundet" indem ich manuell immer einen Gang höher gefahren bin als die Automatik normalerweise vorgibt, um möglichst im Drehzahbereich 2300-3300 zu bleiben. Der Mehrverbrauch an Diesel lag laut Display erstaunlicherweise nur ca. 0,5L/100km höher.

Ich habe dann daraufhin hier im Forum zahlreiche Beiträge gefunden, bin zu meinem örtlichen Freundlichen (MB-Werkstatt ) gefahren und habe den Glykoltest machen lassen. Der war deutlich positiv (>300mg /L).

Der Kostenvoranschlag des Freundlichen hat mich dann aus den Socken gehauen: ca 2500-3000 Euronen: Kühler neu, Wandler neu, Getriebeölspülung nach Vorgabe von Mercedes, (meine Meinung:die taugt aber nix) etc.; ein Kulanzantrag hätte angeblich wenig Erfolg, höchstens 30%...., ein Ölwechselsystem nach Tim Eckart oder eine andere Emulgator-Methode kennen sie nicht. Ich habe dankend abgelehnt, mein Auto genommen und bin wieder nach Hause gefahren.

Da ich mich beruflich mit Wasser/Öl Gemischen und Emulgatoren auskenne, erschien mir die Automatiköl-Wechsel-Methode nach Tim Eckart die einzig sinnvolle Methode, das Glykol nahezu quantitativ aus dem Wandler zu entfernen, ohne den Wandler austauschen zu müssen. Weiterhin wollte ich keinen VALEO-Kühler mehr, da aufgrund der Konstruktionsfehler in dem Teil das Problem wieder auftreten kann. (Oder ist die Konstruktion jetzt sinnvoll geändert ?? Weiß jemand was darüber?)

Eine anderer Freundlicher einer MB-Werkstatt mit dem System von TE in meiner Nähe hat sich derart arrogant verhalten („von der Methode würde er abraten, in 95% der Fälle muss der Wandler auch getauscht werden“), ausserdem nannte einen derart überzogenen Preis für den Ölwechsel nach TE, sodaß ich auch dort meinen Wagen wieder unverrichteter Dinge mitgenommen habe.

Mir wurde dann durch ein Forumsmitglied eine freie Werkstatt (ist MB-Spezialist) empfohlen. Die liegt zwar für mich nicht „um die Ecke“ in den Nähe von Essen (130km Anfahrt), aber nach dem telefonischen Vorgespräch habe ich dann einen Termin vereinbart. Die erforderlichen Teile wurden vorbestellt. Gestern habe ich den Wagen morgens dort abgeliefert und abends wieder abgeholt:

Der Kühler stammt jetzt von einem anderen Erstausrüster für namhafte Hersteller und die Getriebeölspülung nach der Methode Tim Eckart war ein voller Erfolg !!!

Auf der Rückfahrt hatte ich aufgrund des teilweise stockenden/zähfließenden Verkehrs reichlich Gelegenheit, alle Gänge und Drehzahlen zu testen: KEIN Ruckeln/Rubbeln mehr! Das Getriebe schaltet butterweich, Beschleunigung linear ohne Rucken: Ein Traum! Die Kühlmitteltemperatur liegt im gleichen Bereich wie beim VALEO-Kühler. Der Preis für diese Aktion: im Vergleich zum Kostenvoranschlag von MB sehr günstig. Da lohnt sich auch eine weite Anfahrt!

Zur Haltbarkeit des Kühlers kann ich natürlich jetzt noch nichts sagen, aber das vertraue ich mal dem Namen....

Nochmals Dank an alle, die mich durch ihre Beiträge/Hinweise zu dieser Lösung gebracht haben!

Gruß

mb9000

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 8. Januar 2009 um 11:29

Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank an das Forum, durch Eure Beiträge konnte ich mein Problem erfolgreich lösen! Wer nimmt muss auch geben, davon lebt das Forum! Darum hier mein Bericht:

Mitte Dezember 2008 tauchte bei meinem E270 (W211, 82000km) nach einer längeren Fahrt im Süden Deutschlands ein Ruckeln, Rupfen und Brummeln in bestimmten Drehzahlbereichen (1300-2100U/min) auf. Es fühlte sich an, als wenn die Straße voller Schlaglöcher oder Unebenheiten wäre, oder der Motor nicht auf allen Töpfen läuft (Die Unterscheidung zwischen Rupfen und Schlagloch/Unebenheit fällt in den Anfängen dank unseres besch...enen Straßenzustandes nicht auf. Erst bei frisch geteerten Straßen merkt man plötzlich: Das kann keine Unebenheit des Straßenbelages sein!).

Da sich das Problem am nächsten Tag noch verstärkte (besonders unter Last) und mir das nicht mehr geheuer vorkam, unterbrach ich die Fahrt und machte am Samstag mittag noch einen Besuch in einer großen MB-Werksniederlassung in Süddeutschland. Nach Schilderung des Problems, Auslesen des Fehlerspeichers, Ausschluss eines Motorproblems und kurzer Testfahrt auf dem Hof und einer Sichtkontrolle auf der Grube meinte der Meister (mit vielsagenden Blicken zu seinen Kollegen), ich könne noch nach Hause (350km) fahren, sollte aber den mittleren Drehzahlbereich und hohe Last meiden. Ich hakte weiter nach, was er vermute: Kühlmittel(Glykol) im Getriebeöl.

Auf der Heimfahrt habe ich dann das Automatikgetriebe "bevormundet" indem ich manuell immer einen Gang höher gefahren bin als die Automatik normalerweise vorgibt, um möglichst im Drehzahbereich 2300-3300 zu bleiben. Der Mehrverbrauch an Diesel lag laut Display erstaunlicherweise nur ca. 0,5L/100km höher.

Ich habe dann daraufhin hier im Forum zahlreiche Beiträge gefunden, bin zu meinem örtlichen Freundlichen (MB-Werkstatt ) gefahren und habe den Glykoltest machen lassen. Der war deutlich positiv (>300mg /L).

Der Kostenvoranschlag des Freundlichen hat mich dann aus den Socken gehauen: ca 2500-3000 Euronen: Kühler neu, Wandler neu, Getriebeölspülung nach Vorgabe von Mercedes, (meine Meinung:die taugt aber nix) etc.; ein Kulanzantrag hätte angeblich wenig Erfolg, höchstens 30%...., ein Ölwechselsystem nach Tim Eckart oder eine andere Emulgator-Methode kennen sie nicht. Ich habe dankend abgelehnt, mein Auto genommen und bin wieder nach Hause gefahren.

Da ich mich beruflich mit Wasser/Öl Gemischen und Emulgatoren auskenne, erschien mir die Automatiköl-Wechsel-Methode nach Tim Eckart die einzig sinnvolle Methode, das Glykol nahezu quantitativ aus dem Wandler zu entfernen, ohne den Wandler austauschen zu müssen. Weiterhin wollte ich keinen VALEO-Kühler mehr, da aufgrund der Konstruktionsfehler in dem Teil das Problem wieder auftreten kann. (Oder ist die Konstruktion jetzt sinnvoll geändert ?? Weiß jemand was darüber?)

Eine anderer Freundlicher einer MB-Werkstatt mit dem System von TE in meiner Nähe hat sich derart arrogant verhalten („von der Methode würde er abraten, in 95% der Fälle muss der Wandler auch getauscht werden“), ausserdem nannte einen derart überzogenen Preis für den Ölwechsel nach TE, sodaß ich auch dort meinen Wagen wieder unverrichteter Dinge mitgenommen habe.

Mir wurde dann durch ein Forumsmitglied eine freie Werkstatt (ist MB-Spezialist) empfohlen. Die liegt zwar für mich nicht „um die Ecke“ in den Nähe von Essen (130km Anfahrt), aber nach dem telefonischen Vorgespräch habe ich dann einen Termin vereinbart. Die erforderlichen Teile wurden vorbestellt. Gestern habe ich den Wagen morgens dort abgeliefert und abends wieder abgeholt:

Der Kühler stammt jetzt von einem anderen Erstausrüster für namhafte Hersteller und die Getriebeölspülung nach der Methode Tim Eckart war ein voller Erfolg !!!

Auf der Rückfahrt hatte ich aufgrund des teilweise stockenden/zähfließenden Verkehrs reichlich Gelegenheit, alle Gänge und Drehzahlen zu testen: KEIN Ruckeln/Rubbeln mehr! Das Getriebe schaltet butterweich, Beschleunigung linear ohne Rucken: Ein Traum! Die Kühlmitteltemperatur liegt im gleichen Bereich wie beim VALEO-Kühler. Der Preis für diese Aktion: im Vergleich zum Kostenvoranschlag von MB sehr günstig. Da lohnt sich auch eine weite Anfahrt!

Zur Haltbarkeit des Kühlers kann ich natürlich jetzt noch nichts sagen, aber das vertraue ich mal dem Namen....

Nochmals Dank an alle, die mich durch ihre Beiträge/Hinweise zu dieser Lösung gebracht haben!

Gruß

mb9000

12 weitere Antworten
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12 Antworten

Wirklich sehr schöner Beitrag von Dir und alles Gute nach der geglückten Reparatur incl. der T.E. Spülung ;)

P.S.: Das zeigt einem ein erneutes mal wie der Herr :) nur das eine im Kopf hat nähmlich zocken wo geht :(

Themenstarteram 16. Juni 2009 um 15:35

Hallo,

ich wollte mal ein Update zu meiner Reparatur geben:

Seit der Reparatur sind inzwischen 6 Monate vergangen und rund 10.000 km mehr auf dem Tacho.

Immer noch alles in Ordnung: Kein Ruckeln, kein Vibrieren, weiche Schaltvorgänge! :):):)

Vielen Dank nochmal an T.E. für die "Erfindung" der Getriebespülung!

Gruß

Markus

Hallo mb9000,

das selbe Problem liegt auch bei mir vor. Ich war jedoch schon auf der Suche nach einem neuen Getriebe, bis ich nun auf Deinen Beitrag gestossen bin. Ich werde die "Tim Eckart" -Methode ausprobieren. Kannst Du mir bitte die Adresse des MB-Spezialisten geben? Ich wäre sehr dankbar.

Über das Ergebnis werde ich dann berichten.

Gruß, Hakki81

Habe genau das gleiche anfang des Jahres gemacht.... und das Ende vom Lied ist, daß ich heute ein neues Getriebe incl. Wandler eingebaut habe.

Ich hoffe für dich, daß dein Enthusiasmus belohnt wird, denn ich war genauso. Halbes Jahr später und 25.000km mehr kam dann das große Erwachen, als das Getriebe in den oberen Gängen unter Last immer Schlupf hatte. Auto blieb stehen und wollte keinen Gang mehr annehmen, hab dann den Filter und Öl gewechselt, danach lief er wieder eine Woche und das selbe Spiel erneut.

Nach dem heutigen Getriebetausch habe ich das alte zerlegt und die Spuren gesehen... Rost im Wandler, abgenutzte Lamellen, die soviel Abrieb und Spähne verursacht haben, daß der Ölfilter immer verstopft wurde

Themenstarteram 21. August 2009 um 10:12

Zitat:

Nach dem heutigen Getriebetausch habe ich das alte zerlegt und die Spuren gesehen... Rost im Wandler, abgenutzte Lamellen, die soviel Abrieb und Spähne verursacht haben, daß der Ölfilter immer verstopft wurde

Welche Laufleistung hat das Getriebe insgesamt gehabt? Könnte ich mal ein Foto des zerlegten Getriebes sehen?

Bei mir waren bei der Kühlertausch-Aktion 3 winzige Partikel/Späne in der Ölwanne bzw. an dem darin angebrachten Magneten. Das erachte ich aber noch als normal. Der Inhalt des Ölfilters war auch normal.

Wurde der Kühler auch gegen den Nachbau getauscht und eine Getriebespülung nach TE gemacht?

Gruß

Markus

Bilder hab ich leider keine gemacht. Fzg hat 150000km. Kühler wurde gegen Nachfolger getauscht.

Viel Späne hatte ich auch nicht in der Wanne, aber jedesmal sehr viel Abrieb, das ist so schwarz-graue Schicht, die sich überall absetzt, auch in der Ölwanne. Und genau dieser Abrieb hat mir zum Schluss alle 600km den Ölfilter zugesetzt

Das Problem mt Glykol im Getriebeöl ist auch bei meinem E 270CDI aufgetreten[url=http://www.motor-talk.de/forum/w211-wohnwagenbetrieb-t2386830.html], ich hoffe, daß ich es mit wiederholtem Ölaustausch wieder hinkriege.

Hallo und guten Tag habe selber das Problem an meinem Benz gehabt habe den wandler instandsetzen lassen ca.300 euro mit 1 Jahr Garantie,habe das Getriebe ausgebaut die Belaglamellen lösen sich ab von den Metallscheiben bekommt man den satz nicht wie bei D.B. 300-400 euro sondern für 130-140 Euro,und dann den originalen Dichtsatz, dann den Freilauf F und F2 neu Verbessert,gereinigt den Ölfilter neu,kann nur eines sagen läuft wieder wunderbar liebe Grüsse

Hallo hier ist nochmal die anni zum Kühler den bekommst du auch bei der FA. Behr direkt liebe grüsse muss auch getauscht werden

Hi,

wie hast du denn den Wandler instand setzen lassen?

Wegen den Kühlern muss man sich keine Sorgen machen.

Das Problem ist MB bekannt und die Kühler wurden getauscht.

Die betroffenen Kühler kann man von außen erkennen.

Ein weiteres Problem können halt die Lamellen sein, dessen Additive die beläge angreifen.

Aber das ein Fehler erst nach 20kkm auftritt?

Desweiteren können die Schaltventile schaden nehmen.

Der Arbeitsdruck steigt und das Schalten wird härter.... .

MB kann die Fahrzeuge von hochverdienenden Geschäftsleuten, die immense Jahresfahrleistungen haben nicht nur für 30kkm reparieren.

Zitat:

Original geschrieben von mb9000

Hallo,

ich wollte mal ein Update zu meiner Reparatur geben:

Seit der Reparatur sind inzwischen 6 Monate vergangen und rund 10.000 km mehr auf dem Tacho.

Immer noch alles in Ordnung: Kein Ruckeln, kein Vibrieren, weiche Schaltvorgänge! :):):)

Vielen Dank nochmal an T.E. für die "Erfindung" der Getriebespülung!

Gruß

Markus

Hallo!

Habe ein S211 270CDI mod.2004 und habe auch seit längernen probleme mit dem Getriebe, trotzt ölwechsel, spüllen und ein neuen E_teil im getriebe.. WAs mir die wärkstatt neu gemacht hat und das nicht viel gebracht hat :(

Ich möchte die "Tim Eckart" -Methode auch gerne ausprobieren. Kannst Du mir bitte die Adresse des MB-Spezialisten geben? Ich wäre dir sehr dankbar.

Danke im voraus!

Gruß Mercin

Schon mal aufgefallen, dass dieser Thread 2 Jahre alt ist - gib bei Google Tim Eckart ein und du bekommst mehr als genug Meldungen.

Wo kommen so plötzlich all die Archäologen her?:rolleyes:

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