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E-Auto und "Letztbesitzer"...

Themenstarteram 2. September 2022 um 18:21

Hallo,

vorweg, ich will hier, auch wenn ich der Technik etwas skeptisch gegenüber stehe, kein Elektro Bashing betreiben, sondern eine Frage erörtern, die mich schon eine ganze Weile umtreibt.

Wir fahren, im allgemeinen, immer nur Auto der Kategorie Portokasse. Soll heißen unter 2000€. Meine Frau, seit 2016, einen 2003er Scenic 1, 1700€ mit 100tKm und ich seit letztem Jahr ein Megane 1 Cabrio, für 900€. Reparaturen werden in Eigenregie erledigt, die Wagen haben sich in der Beziehung aber eh als ehr genügsam erwiesen. Zuvor bin ich 8 Jahre einen 530d von 2001 gefahren, nebenbei haben wir noch einen Volvo 740 für unser Hobby, Oldtimercamping.

Nun wird sich die Sache mit den Verbrennern, auf absehbare Zeit, alleine durch die Spritpreise erledigen. Zumindest was den Alltagsbetrieb angeht. Bei so hobbymäßig bewegten Fahrzeugen sehe ich da schon ehr noch eine Nische.

Nun frage ich mich, wie das dann bei uns aussehen wird, das man durchaus ein wenige Jahre altes E-Auto kaufen kann, da habe ich keine Bedenken. Aber was wenn der Wagen 20 Jahre alt ist, vier oder mehr Vorbesitzer hat und jahrelang nicht in einer ordentlichen Werkstatt war? Bei einem Verbrenner ist das Risiko, mit etwas Ahnung, kalkulierbar. Mir ist zumindest noch kein Motor hoch gegangen, ein echter Reinfall war nur ein mit 6000€ ehr teurer Citroen C5 V6, den ich mal hatte und der nur kostspieligen Ärger machte (Hydropneumatik, Automatikgetriebe, Kopfdichtung, Elektronik). Bei einem E-Auto mit diesen Parametern hätte ich da echte Bauchschmerzen, nicht nur wegen eventueller (technischer) Totalschäden, auch die dann vermutlich nur noch geringe Reichweite und die gnadenlos veraltete Technik (wird man die dann überhaupt noch öffentlich laden können?) werden ein Problem. Ganz zu Schweigen von der überbordenden Elektronik, die ja bei dem Alter auch bei heutigen Altautos gerne mal spinnt, sowas will ich mir da echt nicht vorstellen. Und selber reparieren dürfte auch ehr flach fallen.

Wie sieht das die Community? E Auto nach ca. 10 Jahren in die Presse oder gibt es da noch Hoffnung für Leute die auch für kleines Geld mobil bleiben wollen? Ich gehe ja nun einer durchschnittlich bezahlen Arbeit nach, habe aber eine schwer behinderte Frau, Kind und Haus. Mal eben 30k€+ für ein Auto hinlegen ist nicht (mehr) drin. Zumal wir viel mit Anhänger unterwegs sind, da sollte es schon etwas aus dem Bereich Mittelklasse sein. Ein Auto ist für uns Fortbewegungsmittel und kein Spielzeug oder Statussymbol.

LG, Marc

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87 Antworten

Zitat:

@Tom9973 schrieb am 8. September 2022 um 15:56:55 Uhr:

 

…Auch da gibt es eine Zeiteinschränkung. Da spricht keiner von 50 Jahren. Was die kalendarische Alterung von Batterien angeht, da fehlen halt noch echte Langzeiterfahrungen.

Exakt, es ist mir mittlerweile schleierhaft warum es immer noch Leute gibt die mit Kilometer Leistungen argumentieren :confused:

 

Die relevanten Größen sind insbesondere Altersdegradation und Ladeverhalten.

Kommt sicher auf den Akku, Umgang, Zellchemie etc.. an. Bei meinem kleinen Renault Twizy von 2013 sagt der SOH immer noch 96% (gerade mal gut 10000km gefahren), wurde letztes Jahr beim Verkauf festgestellt. Reichweiteneinschränkungen im nicht messbaren Bereich.

Also 5% auf 10 Jahre, 25% auf 50 Jahre - da dürfte der anderweitig in der Zeit ausgemustert werden. Aus Erfahrung ist bei dem Modell die Laufleistung entscheidender, mit Reichweiten von ca. 70km in der Praxis hat's da halt viele Vollzyklen.

Renault Zoe gibt's seit Anfang 2013, Tesla Model S 2012, ... so ein wenig ist da schon die "Altersschwäche" - oder auch nicht - absehbar.

Mal ganz abgesehen dass nach 15-20 Jahren vielmehr Rost, Achsaufhängungen, Wartungsmängel etc.. den Autos Probleme machen.

Zitat:

@Moers75 schrieb am 8. September 2022 um 20:04:24 Uhr:

Also 5% auf 10 Jahre, 25% auf 50 Jahre

Die Frage ist, ob das mit dem liniaren hochrechnen klappt.

Bei einem meiner Autos vor etlichen Jahrem: Nach 8 Jahren null Rost erkennbar. Rechnete ich hoch, 50 Jahre kein Problem. Nach 13 Jahren blühte es an fast jedem Teil.

Beim Zoe gibt es auch die Berichte, dass es lange sehr stabil war und dann auf einmal ein Abwärtstrend einsetzte. Das war gerne der Bereich zwischen 8 und 10 Jahren.

Ist doch schon länger bekannt dass das Akku Leben eine S-Kurve ist.

Richtig und bei der Zoe ist das sogar noch verstärkt der Fall, weil wohl gerne noch Bruttokapazität in Nettokapazität umgewandelt wird, wenn es anfängt das zweite mal abzufallen. Ist der Effekt aufgebraucht, geht es umso intensiver abwärts.

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 8. September 2022 um 19:18:31 Uhr:

Zitat:

@holgor2000 schrieb am 8. September 2022 um 08:18:36 Uhr:

..Ich sagte, dass die Annahme, dass jeder E-Auto Akku nach 10 Jahren defekt wird, ist absurd

Nein hast du nicht, hast du stellenweise auch Als Möglichkeit formuliert und war mit Sicherheit nicht so zu verstehen.

Let´s proof the facts: ;)

Zitat:

@holgor2000 schrieb am 7. September 2022 um 08:34:19 Uhr:

Zitat:

@Moers75 schrieb am 6. September 2022 um 23:14:01 Uhr:

 

Nehmen wir das E-Auto mit Annahme der Akku ist nach 10 Jahren defekt:...

Wieso sollten wir solch eine völlig absurde Annahme annehmen?!

Bleibt mal realistisch bitte.

Zitat:

@holgor2000 schrieb am 10. September 2022 um 12:21:57 Uhr:

Let´s proof the facts: ;)

Jes:

 

Zitat:

@holgor2000 schrieb am 7. September 2022 um 08:34:19 Uhr:

Zitat:

@Moers75 schrieb am 6. September 2022 um 23:14:01 Uhr:

 

Nehmen wir das E-Auto mit Annahme der Akku ist nach 10 Jahren defekt:...

Wieso sollten wir solch eine völlig absurde Annahme annehmen?!

Bleibt mal realistisch bitte.

Die Aussage war es kann passieren.

 

Das ist nun mal nicht absurd.

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 10. September 2022 um 13:17:28 Uhr:

Zitat:

@holgor2000 schrieb am 10. September 2022 um 12:21:57 Uhr:

Let´s proof the facts: ;)

Jes:

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 10. September 2022 um 13:17:28 Uhr:

Zitat:

@holgor2000 schrieb am 7. September 2022 um 08:34:19 Uhr:

 

Wieso sollten wir solch eine völlig absurde Annahme annehmen?!

Bleibt mal realistisch bitte.

Die Aussage war es kann passieren.

Das Wort "kann" taucht in dem Text von Moers75 gar nicht auf! :rolleyes:

Und nun zurück zum Inhalt.

Zitat:

@holgor2000 schrieb am 10. September 2022 um 18:07:50 Uhr:

Das Wort "kann" taucht in dem Text von Moers75 gar nicht auf! :rolleyes:

Und nun zurück zum Inhalt.

Aber einen Text verstehen kannst du schon oder? Ach nein ich Dummerchen natürlich nicht!

Nehmen wir das E-Auto mit Annahme der Akku ist nach 10 Jahren defekt:...

Das hypothetische E-Auto sind natürlich nicht alle E-Autos.

Zitat:

@holgor2000 schrieb am 2. September 2022 um 19:47:23 Uhr:

Denke ich auch. Die Lebenszeit zukünftiger E-Autos wird eher so um die 1 Mio. km liegen.

Das bezweifle, irgendwo gab es einen Teslabesitzer, das so eine Laufleistung erreicht hat, mit dem Tausch mehrer Motoren.

@BurkhardR

Bei Batterien geht es mehr um Ladezyklen und nicht unbedingt alter. Und das austauschen eine Zelle kann schon sehr komplex sein. Es gibt Unternehmen, die müssen sich dafür zertifizieren. Wer weiß ob man solche Zellen im freien Handel überhaupt bekommt.

Genau, gleich mehrere Motoren...

Und Akkus die kompakt im Auto verbaut sind können einfacher getauscht werden wie so manche Kupplungen am Verbrenner. Einzelne Zellen sind auch überhaupt kein Problem. Vertragswerkstätten müssen jetzt schon min. einen mit Hochvoltschein und Erlaubnis zum Arbeiten am offenen Herz bereit halten, sonst verlieren sie ihren Vertrag.

Also mal etwas über den Tellerrand blicken. Das wird schon. Geht auch gar nicht anders...

Zitat:

@Italo001 schrieb am 19. September 2022 um 21:23:38 Uhr:

Zitat:

@holgor2000 schrieb am 2. September 2022 um 19:47:23 Uhr:

Denke ich auch. Die Lebenszeit zukünftiger E-Autos wird eher so um die 1 Mio. km liegen.

Das bezweifle, irgendwo gab es einen Teslabesitzer, das so eine Laufleistung erreicht hat, mit dem Tausch mehrer Motoren.

Die Motoren früher Model S haben aufgrund von Schwachstellen am Kugellager (nicht der "E-Motor" an sich) mit steigender Laufleistung Geräusche von sich gegeben - diese wurden dann durch Tesla auf Garantie getauscht, obwohl sie grundsätzlich noch funktionierten. Mittlerweile (seit ca. 2016) ist das Thema behoben und die Motoren halten, da musste eben auch eine Lernkurve durchlaufen werden. (Das Rekordfahrzeug hat meines Wissens aktuell 400k km mit dem letzten Motor gelaufen.)

Um einen Motorschaden am E-Motor muss sich ein "Letztbesitzer" sicher als letztes Sorgen machen...

Solche Berichte gibt es auch aus der Verbrennerbereich. Bei den Batterien wird es spannender. Ich hatte vor kurzen einen Bericht gesehen, war es Porsche bezüglich der Thematik Zellentausch. So einfach war das nun nicht und Kostenmässig schon eine Hausnummer.

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