E 63 s AMG gebraucht kaufen -- Zustandsbewertung Bremsen

Mercedes E-Klasse

Hallo zusammen,

kurz zur Vorgeschichte. Meine Frau und ich hatten eine Weile eine 2 Auto Lösung, Sie einen E220 CDI als T-Modell und ich einen 2019er Mustang GT. Hatten dann festgestellt, dass wir nur ein Auto benötigen => Beide Autos verkauft und nun haben wir seit März einen 2019er BMW 530i als Kombi. An sich ein schönes Auto, aber mir fehlt doch sehr der V8.

Daher soll es nun ein E63s als T-Modell, EZ nicht älter als Anfang 2018, Laufleistung maximal 35.000km werden. Wichtige Ausstattungsfeatures sollen noch sein: keine Keramikbremse, keine Schalensitze, Performance AGA.

Laut Mobile gibts da auch einiges an Angeboten, die mir zusagen.

Zu meiner Frage nun:

Kostenintensive Serviceleistungen sind ja insbesondere die Bremsen. Ich werde bei den jeweiligen Verhandlungen jeweils fragen, ob das noch die ersten Scheiben und Beläge sind. Kann man davon ausgehen, dass bei einer Laufleistung von 30.000km und ohne gewechselten Bestandteile an der Bremse diese bald fällig ist?

Wie würdet ihr die Bremsanlage prüfen? Sollte man das von einem Fachmann prüfen lassen? Kann man die Bremsscheiben mit einer Schieblehre messen (Was wären hier gute Werte?) Gibt es im Bordcomputer eine Funktion, die den Bremsenverschleiß in Prozent darstellt? Eine Warnung an der Verschleißgrenze gibts ja zumindest, soweit ich das mitbekommen habe.

Ggfs. hat man mit einer bald fälligen Bremsanlage ja noch ganz guten Verhandlungsspielraum bei der Preisfindung. Vermeiden will ich es auf jeden Fall, ein sonst stimmiges KFZ zu kaufen und nach 2 Monaten die Bremsen machen zu müssen. War schon schwierig genug meine Frau überhaupt vom E63 zu überzeugen 😁

Zweite Frage noch:
Kann ich bei einem solchen Gebrauchten eine Garantieverlängerung abschließen? Was ist hier das Maximum an Verlängerung?

Vielen Dank schonmal für eure Rückmeldungen!
Gruß
Carl

Beste Antwort im Thema

Wie bei jedem Auto, kannst Du bei einem Blick mit der Taschenlampe auf die Beläge schon mal abschätzen wie lange diese in etwa noch halten werden.
Findest Du schon viel Grat auf auf dem Bremsscheibenrand, werden diese bal auch fällig werden.

Bei einem 2018 wird es dann hoffentlich ein junger Stern, bei einem solchen Fahrzeug bist Du sechs Monate eh vor Wartungen sicher.

Garantievertängerung (MB100) ist auch möglich bis 10 Jahre und 200tkm. Über 100tkm mit steigenden Eigenanteil bei den Teilen. Lohnkosten werden immer zu 100% übernommen.
Bei einem E63 solltest Du Dich aber pro Jahr auf ca. 1600€ für die Garantie einstellen.

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3 Jahr /50.000km für Kerzen, Getriebe und Diff. Zumindest beim C63. Das kostet da zusammen mit einem Service A je nach NL 1500-2500 Euro.

Zitat:

@carlos4444 schrieb am 26. September 2020 um 10:20:58 Uhr:


@lorenzokn
Fujikago meinte damit das er sich wegen den Kosten Gedanken macht aber UNBEDINGT die Keramikbremsen möchte !
Etwas ungewöhnlich ist das schon....
SORRY :-) verlesen, KEINE Keramikbremse !!!!!!!

Klar ist die Keramikbremsanlage teurer, aber dafür sollten die Scheiben auch ein Autoleben lang halten, nur die Belege müssen gewechselt werden.

Zitat:

@Fujikago schrieb am 26. September 2020 um 13:28:41 Uhr:



Zitat:

@carlos4444 schrieb am 26. September 2020 um 10:20:58 Uhr:


@lorenzokn
Fujikago meinte damit das er sich wegen den Kosten Gedanken macht aber UNBEDINGT die Keramikbremsen möchte !
Etwas ungewöhnlich ist das schon....
SORRY :-) verlesen, KEINE Keramikbremse !!!!!!!

Klar ist die Keramikbremsanlage teurer, aber dafür sollten die Scheiben auch ein Autoleben lang halten, nur die Belege müssen gewechselt werden.

Sollten. Solange kein Steinschlag oder ähnliches die Scheibe beschädigt.

Also theoretisch, unter idealen Bedingeungen halten die ewig.

Bei Gesamtkosten von über 1,50 Euro / km sind die hier diskutierten Kostenpositionen allesamt Grundrauschen. Meine Bremsscheiben (390mm im leichteren C63s) sind bei 60.000km noch original. Muss ich alle 75.000km tauschen, dann sind die Kosten völlig vernachlässigbar. Der Wertverlust schlägt viel stärker ins Kontor.

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Noch eine kurze Frage: sind laufende Servicekosten zwischen C63s und E63s vergleichbar? Man findet bei Youtube diverse, zum Teil sehr detaillierte Kostenaufstellungen zu Ersterem, der E ist da eher stiefmütterlich geführt.

AMG-spezifische Teile werden ähnlich eingepreist sein, da auch zwischen den Baureihen vergleichbar. Was das Grundfahrzeug angeht, so kostet ein E regelmäßig eine Tasse mehr als ein C (was aber IMHO durch das Gebotene mehr als ausgeglichen wird).

Wir haben einen CLS 500 Shooting-Brake und hatten einen E500. Beide sind technisch eng verwandt. Der CLS war jedoch etwas höher positioniert, was sich marginal (!) bei den Kosten bemerkbar machte.

PS: In der Versicherung ist der 213er deutlich preiswerter gegenüber dem 205er (-1/4). Dafür schlürft er eine Tasse mehr aus dem Tank.

@Carlohvski: Bitte nicht falsch verstehen:
Wenn man sich vor dem Kauf schon so viele Gedanken über mögliche Kosten macht, interessiert man sich wahrscheinlich für ein Fahrzeug, dass man sich vielleicht nicht ganz leisten kann.
Vorschlag bzw. Empfehlung:
Wenn Du neben den laufenden Kosten, wie Sprit, Versicherung und Steuer ca. 800-1000 € ohne Probleme auf die Seite legen kannst nur für dieses eine Auto für Verschleißteile, wie Reifen, Service- und Reperaturkosten, dann kauf Dir das Teil. Wenn Du das nicht kannst, lass die Finger davon und hol Dir etwas anderes.
Ist kein Angriff, nur ein ehrlicher Tipp, damit Du Dich nicht verschuldest und am Schluss kein Geld und kein Auto hast.

Keine Sorge, das Leisten-Können ist bei Weitem kein Problem. Das Leisten-Wollen möchte ich allerdings in allen Bereichen meines Lebens genau abwegen. Ich führe z.B. akribisch Haushaltsbuch und bin da ein bisschen ein Statistikfan.

Von daher möchte ich gerne im Vorfeld recht genau wissen, was ich an welcher Stelle ausgebe. Schüsse ins Ungewisse mag ich in dem Preissegment nicht.

Kann die Rückfrage aber nachvollziehen. Habe auch schon viele Threads gelesen, bei denen der Ersteller z.B. ein 21 jähriger Azubi war und unrealistische Träume verwirklichen wollte.

Auf keinen Fall ein Schuss ins Ungewisse!
Gruß

Wie bekommt man die 60.000 km oder mehr mit den "normalen" Stahlscheiben hin ?

Bei meinem alten S212 E63 waren die Scheiben alle 40.000 km vorne und nach ca. 50.000 km hinten hin. Bei 100.000 km also 2 Sätze Scheiben vorne, zwei hinten. Plus Beläge. Allerdings bin ich auch häufig mal AMG-Trainings gefahren, vielleicht liegt es daran.

Wenn es sportlich zugeht sind die Beläge mitunter schnell weg. Bei mir wurden bei circa 14000Km die Beläge gewechselt und meiner hat nie eine Rennstrecke gesehen.

Die 360mm Anlage war relativ einfach an die Kotzgrenze zu bringen. Die 390er Anlage hat einfach mehr Reserven. Ich bin auf dem zweiten Satz Beläge vorne / dritten Satz Beläge hinten und werde bei 75.000 komplett wechseln müssen (ringsum). Das Fahrzeug hat keine Rennstrecke gesehen (dafür bevorzuge ich etwas, was 400kg leichter als der C63 ist).

Ich weiß gar nicht mehr, welchen Durchmesser die Scheiben beim e63 hatten.

212er hat die 360mm Anlage aus dem 204 MoPf mit PP (also zweiteilig).

213er hat die gleiche Anlage wie der 205er (also als Non-S 360mm einteilig, als S 390mm mehrteilig), wobei der 205er natürlich 200-300kg weniger mitschleppen muss.

Die Keramik des S213 haben dann den 40er Durchmesser.

Bin mal gespannt, im Moment zeigt die Belaganzeige noch alles ok, an den Scheiben ist keine Abnutzung zu erkennen.

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