Druckluftkompressor, Einstellung von NM am Schlagschrauber?

Guten Morgen zusammen,

Ich habe mir vor einer Woche zum ersten mal einen Druckluftkompressor und auch einen Schlagschrauber dazu gekauft.

Der Druckluftkompressor hat ein Kesselvolumen von 50L, 1,5 KW und 8 Bar Arbeitsdruck.

Der Schlagschrauber hat einen angegebenen Arbeitsdruck von 6,3 Bar und hat, auf Stufe 1, bereits ein Anzugsmoment von 180 nm.

Ich wollte den Schlagschrauber überwiegend für den Radwechsel verwenden. Ein Anzugsmoment von 180 nm ist mir da aber zu heavy.

Gibt es ne Möglichkeit das irgendwie einzustellen, über den Druck oder so, phne einen anderen Schlagschrauber?

Oder wie Handhabt Ihr das?

37 Antworten

Zitat:

@Peter1954-2 schrieb am 12. Mai 2023 um 16:12:19 Uhr:


Auch die Werkstätten benutzen den Hauptsächlich zum lösen der Schrauben und auch zum eindrehen, aber mit Gefühl und nur leicht anziehen.

Was kennst du für Werkstätten? Ich lese hier immer nur von Problemen, dass die Leute die Schrauben mit ihrem Werkzeug nicht mehr gelöst bekommen, wenn die in einer Werkstatt waren :-D

Guten Abend und vielen Dank für eure zahlreichen Antworten.

Die Angabe, dass der Schlagschrauber mit 6,3 Bar, auf Stufe 1, mit 180 nm anzieht, stammt vom Datenblatt.
Gestest habe ich das nicht, wollte mir ja keine Radbolzen abreissen.

Ich habe meine Radbolzen / Radmuttern schon immer mit einem Schlagschraube demontiert sowie montiert.
Bei der Montage wurde die Bolzen oder Muttern bis auf Aschlag, per hand von mir Angezogen und dann ging es mit dem Schlagschrauber weiter, abschließend wurde dann mit dem DMS nachgezogen.
Bisher habe ich privat überwiegend mit einem Makita Akku-Schlagschrauber die Räder gewechselt.

Ich war in noch keiner Werkstatt in welcher die Räder nicht mit einem Schlagschrauber gelöst und wieder angezogen wurden.
Läuft heute alles auf Zeit.
Selbst wenn man die Radnarben gesäubert haben möchte, was bei mir zum Standard gehört, muss man selbst zahlen.

Auch die MB Vertragswerkstätten haben sowohl beim Sprinter, als auch bei der E-Klasse, die Radbolzen direkt mit dem Schlagschrauber angezogen.
Da war nichts von "in mehreren Schritten" zu sehen.

Wie funktionieren denn dieses Drehmomentstäbe und wie präzise sind diese?

Die Torionsstäbe sehen aus wie Verlängern und verwinden sich bei Schlägen mit dem Schlagschrauber. Sehr genau dürften die nicht sein. Die sollen halt verhindern, dass man ungewollt (viel) zu fest zieht. Ich habe mir den Satz von BGS geholt und verwende meist den kleinsten. Wenn die Felge anliegt, dann braucht man mit dem Drehmomentschlüssel ja eh nicht mehr viel zu machen.

Ich wusste wie sie aussehen, wusste aber nicht das es NUR an der Verwindung liegt das die nm circa eingehalten werden.

Habe mir jetzt mal von BGS den 100nm Stab bestellt.
Bir als Sicherheit das ich mir nichts abreiße.

BGS gibt zur genauigkeit übrigens +- 10 % an.

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Gibt es auch als 1/2" Schlagschrauber Torsions-Nuss SW 17-19-21 - Drehmomentbegrenzung ca. 115 Nm.

Zitat:

@Tomtom2. schrieb am 12. Mai 2023 um 17:47:35 Uhr:


Bei Mercedes soll das in drei mal gehen.
Wenn das Rad noch frei hängt, gibt es die ersten 20Nm.
Nach dem absenken dann noch mal in 2 Stufen.
Bin mir nicht sicher ob ich das hier bei MT gelesen habe.

Das dürfte in der Realität anders aussehen, da bin ich mir ziemlich sicher!

Ich mache es auch fast wie TomTom.
Setze das Rad auf die Radnabe (Das Ventil hat die gleiche Position wie die Befestigungsschraube der Bremsscheibe.) Drehe den unteren mit Radbolzen mit der Langnuss mit Hand bis kurz vor Anschlag ein, danach die anderen Bolzen. Rüttel leicht am Rad, sodass sich das Rad schön auf die Nabe zentriert und drehe anschließend alle Bolzen mit einer Knarre fest. Lasse den Astra ab und drehe die Bolzen in zwei Durchgängen fest. Beim Kadett 90 Nm und beim Astra 110 Nm.

Das dauert natürlich etwas. Werkstätten haben dafür leider keine Zeit. Das war früher anders, heute ist alles getanktet, ganz nach Zeitplan.

Hätte ich noch fast vergessen, manchmal reinige ich auch die Radbolzen.

Zitat:

@kawastaudt schrieb am 13. Mai 2023 um 08:51:34 Uhr:



Zitat:

@Tomtom2. schrieb am 12. Mai 2023 um 17:47:35 Uhr:


Bei Mercedes soll das in drei mal gehen.
Wenn das Rad noch frei hängt, gibt es die ersten 20Nm.
Nach dem absenken dann noch mal in 2 Stufen.
Bin mir nicht sicher ob ich das hier bei MT gelesen habe.

Das dürfte in der Realität anders aussehen, da bin ich mir ziemlich sicher!

Es gibt bei den neusten Baureihen von Mercedes neue Stahlfelgen in besonders leichter Bauweise. Bei diesen müssen die Radschrauben mehrstufig angezogen werden da sich sonst die Felge, bedingt durch das dünne Materials und der damit erforderlichen besonderen Formgebung, verzieht.
Der mehrstufige Anzug ist also kein grundsätzliches Mercedes-"Feature".

Zitat:

@Papasmobil schrieb am 13. Mai 2023 um 13:18:28 Uhr:


[...]Das Ventil hat die gleiche Position wie die Befestigungsschraube der Bremsscheibe.

[...]

Kannst du dafür auch noch einen Grund angeben?

Ja, kann ich.
So brauch ich nicht beim Rad abnehmen oder auch beim Wechsel Somner- und Winterreifen eine Markierung machen wo das Ventil gesessen hat. Das Rad hat so immer die gleiche Position auf der Nabe,

Zitat:

@Papasmobil schrieb am 13. Mai 2023 um 14:06:03 Uhr:


Ja, kann ich.
So brauch ich nicht beim Rad abnehmen oder auch beim Wechsel Somner- und Winterreifen eine Markierung machen wo das Ventil gesessen hat. Das Rad hat so immer die gleiche Position auf der Nabe,

Das ist doch nur wichtig, wenn die Räder deines Autos montiert am Fahrzeug restgewuchtet wurden. Also mit einem Finish-Balancer feingewuchtet wurden. Habe auch schon mal gemacht. Der Aufwand hat sich auf Dauer nicht gelohnt. In den 90ern haben die 5er BMW`s danach verlangt!

Ok, aber was ist der Grund, warum das Rad immer auf der selben Position zur Radnabe sitzen soll?
Der einzige Grund, der mir da einfiele, wäre wenn die Räder auf dem Auto feingewuchtet worden wären, wobei dieser Effekt nach spätestens einer Saison auch wieder perdu wäre, denn die Reifen nutzen sich im Normalbetrieb ungleichmäßig ab. Wer seine Räder regelmäßig wuchtet kann von Saison zu Saison immer wieder Abweichungen von bis zu 20 g sehen.

Ich habe es damals so gelernt, das Rad wieder an der gleichen Position zu montieren und habe früher immer eine Markierung gemacht.
Ich lasse meine Räder nicht jedes Jahr nachwuchten, nur wenn ich es während der Fahrt merke.

Was war denn die Begründung für diesen Lerninhalt, der dir früher verabreicht wurde?
Es muss doch eine Motivation dafür geben, das Rad immer in der selben Position wieder ans Fahrzeug zu stecken. Die Begründung, 'das haben wir früher auch schon so gemacht' kann doch nicht als hinreichend erachtet werden.

@gmh
Es gibt keinen Grund.
Was spricht dagegen, es ist doch egal wie man es machst. Ich mache es so, wie ich es gelernt habe. Und es ist doch kein Problem eine Markierung zu machen oder die Befestigungsschraube als Markierung zu sehen.
Du musst eh die richtige Position für die Felge haben, damit das Gewinde genau für den Radbolzen passt.
So habe ich eine genaue Position beim Anbringen des Rades, Radbolzen einsetzen und schrauben.
Und es ist doch egal, ob jetzt ein Gewindeloch oben ist oder die Befestigungsschraube.

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