Drehzahlschwankungen + Motorkontrollleuchte

Opel Corsa D

Sehr geehrtes Forum,

ich schreibe euch im Namen meiner Frau weil ihr Opel Corsa D ihr (respektive uns) mittlerweile große Probleme / Sorgen bereitet. Ich bitte, wenn möglich, um konstruktive Anregung, Hilfestellungen, etc. Bitte berücksichtigt, dass ich ein Laie bin, aber bemüht sein werde auf alle Fragen und Anregungen Stellung zu beziehen und mich in die Materie einzuarbeiten.

Ich versuche euch den Fehler bzw. die Auffälligkeiten möglichst vollständig wiederzugeben. Vorab sei gesagt, dass ich zumindest bereits versucht hatte mich in diesem Forum (und anderen) einzulesen und als solches nicht weiter gekommen bin.

Zur Vorgeschichte: das Fahrzeug hatte Probleme inkl. Drehzahlschwankungen und einer Motorkontrollleuchte die immer ein und aus ging (nach diverser Zeit). Das Fahrzeug war in einer freien Werkstatt (für TÜV und co.) neulich und es wurden beide Lambdasonden erneuert. Danach war die Motorkontrollleuchte kurz an ... und dann wieder aus ... bis Sie wieder an war.

Die vorliegenden Auffälligkeiten:

- beim Kaltstart fällt schon mal auf, dass der Drehzahlmesser auf circa 1000, dann 1200, dann 1300 springt ... sprung-/ ruckartig ... ehe er wieder nach unter fährt und sich nach 30-45 Sekunden bei 7-800 einpendelt. Für gewöhnlich kenne ich das (als absoluter Laie) so, dass der Drehzahlmesser in einem Schwung auf 1200 springt und dann langsam auf 800 runterdreht .. und nicht diese ruckelnden "Sprünge" nach oben beim starten macht. Das Drehzahlband schwankt dann jedoch selbst im Leerlauf (im Stand) leicht zwischen 700-800 rauf und runter ... auch etwas was ich so nicht (von früher, oder anderen Autos) kenne.

- beim fahren fällt folgendes auf: fährt man z.B. auf eine rote Ampel zu und nimmt den Gang am Ende raus so dreht der Motor teils selber weiter hoch (1500-2000 Umdrehungen) ... respektive noch höher (als ob man Gas geben würde) ... und manchmal beruhigt er sich von alleine .. manchmal nicht. Was in der Situation nahezu immer hilft, ist den Gang wieder reinzuwerfen, kurz anzufahren und den Gang wieder rauszunehmen.

Bringt man das Fahrzeug beim rollen auf die Ampel unter 1500 Umdrehungen und lässt ihn dann im Leerlauf auf die Ampel zu rollen, so beruhigt sich das Drehzahlband nach unten, springt in dieser Zeit jedoch zwischen 6-900 Umdrehungen periodisch / in Wellen rauf und runter bis man zum stehen kommt. Dann kommen im Stand wieder die Drehzahlschwankungen im Leerlauf (700-800) die ich oben erwähnt hatte zum tragen.

- zur Motorkontrollleuchte: diese ging kurze Zeit nach dem Service wieder aus. Da fuhr das Auto meine Frau. Dann bin ich es gefahren .... dann ging die Leuchte wieder an. Dann fuhr meine Frau ihr Auto ... und dann ging die Leuchte wieder aus (und blieb derzeit aus). Sie lachte mich aus und provozierte mich damit, dass Sie schlichtweg weiss wie Sie ihr Auto zu fahren hat. Ihr dürft mich auch ruhig auslachen und mir sagen, dass ich nicht Auto fahren kann, aber auch dieses Verhalten mit der Leuchte lässt ggf. Rückschlüsse auf den Fehler schliessen. Das Verhalten der Leuchte fiel uns übrigens schon bereits vor dem Service auf. Würde ich mich wieder hinter das Steuer setzen und fahren ... so würde die Lampe (vermutlich) wieder anspringen.

- beim Service (freie Werkstatt in einem Hinterhof; ich war nicht dabei; habe den Fall jetzt aus purer Verzweiflung meiner Frau übernommen) wurde der Fehlercode ausgelesen. Ergebnis: P0171. Nach einem Rückruf bei dem Mechaniker erhielt ich die Info er meine es sei jedoch die Elektronik des Auto, so seine Vermutung. Den nächsten Termin habe er jedoch erst Ende Januar. Meine Frau dreht beim fahren derzeit jedoch am Rad weil das automatische Gas geben im Leerlauf / im Rollen Sie schlichtweg nervös mache und Sie das Auto nicht mehr als reliabel einschätze.

Was ich in diversen Foren und hier bei euch zusammengetragen habe: könnte das Tankentlüftungsventil sein, Falschluft, der LMM, eine verdreckte Drosselklappe, ggf. der Kupplungspedalkontaktschalter, die Zündkerzen, das Zündmodul, usw.

Ggf. hat jemand von euch Anregungen die mich weiterbringen, Sachen die ich in Eigenregie wechseln oder ausschliessen könnte um Kosten in der Werkstatt zu sparen, usw. Ich wäre euch für jede sachliche Bemerkung (und gerne auch Seitenhiebe über meinen Fahrstil, sofern das hier relevant ist) dankbar die mich und etwas Ruhe in mein zuhause bringen.

Danke für eure Aufmerksamkeit und auch die Mühe die ihr euch bisweilen gemacht habt.

76 Antworten

@hwd63

beide Seiten sind undicht. Das Ding ist hinüber. Bin gespannt ob mit dem neuen das Anliegen beseitigt ist.

Kerzen und Zündspule habe ich heute Morgen eingebaut und freue mich die zwei Drehmomentschlüssel gehabt zu haben damit ich mehr Sicherheit habe wie fest angezogen werden muss. Ich glaube ich hätte alle Kerzen und die zwei Schrauben bedeutend fester angezogen.

Danke für deine Einschätzung zu dem Kunststoffschlauch!

Ich halte euch auf dem Laufenden.

Zitat:

@KJ121 schrieb am 22. Dezember 2023 um 16:24:13 Uhr:


Das ist es, was @Haribo11 meint mit "warten bis der Motor kalt ist dann reindrehen".

Man kann sie genauso gut fingerlos in den warmen Motor drehen, ein paar minuten warten und dann anziehen. 10 °C unterschied an den beiden Gewindegegenstücken sind da noch Peanuts.

Fingerlos? 😕

<grrr> 😉 😁

hmpf, nocht nicht handfest. Einfach rein, 1/4 zurück, etwas warten.

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Besser finger- , als kopflos!

Genug geplaudert, back to the Rules ..:😉
Hier könnt ihr weiter..

https://www.motor-talk.de/.../...tsch-ins-neue-jahr-2023-t5153456.html

Sehr geehrte Gemeinde,
es tut mir leid für die späte Rückmeldung. Ich habe alles ersetzen können. Also Ventil und Kerzen. Auto ist auch gleich beim ersten Versuch wieder angesprungen. Gott sei Dank. Die Drehzahlschwankungen die uns am ehesten Sorgen bereitet haben sind weg. Das Auto läuft bedeutend stabiler… und meines Erachtens ruhiger. Die erste Probefahrt war zufriedenstellend und meine Frau ist glücklich.

Was weiterhin jedoch auffällt: der Kaltstart ist immer noch „ruppig“. Das Drehzahlband springt auf circa 1000, dann ruckelt es auf 1100, stottert dort rum, dann auf 1200 hoch und dann beruhigt es sich auch zeitnah. Es ist bedeutend besser als es war, aber doch irgendwie komisch da es in keinem „glatten“ Bogen geschieht… wie man es gewohnt war / ist.

Könnte das eine schwache Batterie sein? Verdreckte Drosselklappen? Andere Anhaltspunkte?

Was mir ebenfalls aufgefallen ist. Der Ventildeckel „schwitzt“ vorne links. Das ist wohl bei der Laufleistung nicht vollkommen absurd, aber muss das beobachtet werden?

Ich wünsche euch hiermit besinnliche, gesegnete und frohe Weihnachten und bedanke mich von ganzem Herzen für die bisherige Unterstützung. Ihr habt uns sehr viel Freude und Ruhe beschert 🙂

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@d_blk5

Gut möglich das die Membran doch gerissen ist in der Ventildeckelhaube.
Ich werde mal ein Video machen, wie der Unterdruck am Öleinfülldeckel sein sollte.
Verdreckte Drosselklappe glaube ich nicht.
Hast du die Möglichkeit an eine Nebelmaschine zu kommen?
Wünsche dir auch besinnliche Feiertage und warte die Tage ab.

@hwd63

Ist die Rastnase / Halterungen für dieses Kurbelgehäuseentlüftungsventil echt so zerbrechlich, dass man den Deckel nicht nach oben wegziehen kann bzw ersetzen kann ohne dass der komplette Ventildeckel neu muss? Schade… würde sonst einfach diesen Deckel weghebeln und einen neuen + Membran verbauen.

Lass dir mit dem Video Zeit. Das Fahrzeug läuft ja fürs erste. Es eilt nicht.

Nebelmaschine könnte ich höchstens online kaufen… oder schauen ob jemand so etwas verleiht. Weiß jedoch nicht ob ich so geübt darin wäre dieses adäquat zu nutzen bzw. ein Leck zu finden.

Erholsame Feiertage wünsche ich. Bis bald 🙂

Nachtrag: habe mich eingelesen und feststellen dürfen, dass der Deckel für dieses Kurbelgehäuseentlüftungsventil / direkt über dieser Membran (die ggf. defekt ist) an der Stelle an das ganze Ventilgehäuse geklebt ist ... da bekommt man so schnell nicht runter ohne das ganze Ding kaputt zu machen 😁 ... (ein hoch auf die Ingenieure) mal davon abgesehen, dass das ganze wieder draufgeklebt werden muss ... also nix mit Rastnasen / Halterungen, etc.

Dies nur als Info für weitere Personen die hier jetzt / irgendwann mitlesen sollten.

Mit einem Heissluftföhn und Geduld geht das Teil meist ab, manchmal bricht trotzdem eine Klammer.
Testen könnte man, wenn man bei laufendem Motor den Daumen auf die Membran von außen hält, die Abdeckung für den Zündkerzenschacht muss dafür entfernt werden und es dort pfeift oder zischt.

Eine Drehzahl von 1100-1200 nach einem Neustart ist doch normal und solange die Drehzahl danach nicht zwischen 600 und über 1000 umherhüpft, würde ich erstmal garnix machen. Und wegen ein paar Tropfen Öl an einem uralten Ventildeckel würde ich auch erstmal nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen. Heutzutage neigen nicht wenige Leute dazu ein Auto tot zu reparieren und Werkstätten raten zu 99,99% zu einer Reparatur, denn sie leben ja schließlich davon.

@d_blk5

Hast ja alles gefunden was ich dir noch habe schreiben wollen.
Belasse es erstmal und mache beizeiten noch den Test an der Öffnung von der Membran der KGE.
Fingertest oder mit einer Zigarette als Rauch.
Kann sein, das der Motor sich erst noch auf die neuen Trim Werte, Short und Long einpendeln muss für die Gemischanpassung.
Kann man per OBD Scanner zurücksetzten, aber die werden ohne wohl etwas länger brauchen ohne zurücksetzten.

Aber auch gut möglich, das durch das falsche Gemisch bisher durch das TEV auch Ablagerungen im Brennraum sind.
Nehme mal eine Dose Injektorenreiniger wie dieses hier.
Ist zwar für Direkteinspritzer, baut aber Ölkohleablagerungen im Brennraum ab.
Eine Dose auf ca. 30 Liter anwenden.

https://www.tradeinn.com/.../p?...

Und mal ein paar Kilometer scheuchen mit höheren Drehzahlen.

@haribo11 @schrotti_999 @hwd63

Habe den test mit dem Daumen durchgeführt. Da pfeift nichts was mir groß auffallen würde.

Kann sein dass sich der Motor echt einfach einpendeln muss. Vielleicht ist eine Werkstatt zwischen den Feiertagen auch so nett den Motor wieder „zurück zu setzen“. Ggf. hilft das.

Will auch nicht mit Kanonen auf Spatzen schiessen. Meine Frau hängt an dem Auto. Wir sind nicht so vermögend dass wir uns eine größere Reparatur leisten können und ich möchte quasi vorsorglich „Fehler“ aus dem Weg räumen wenn diese künftig zu größeren Aussetzern führen könnten. Mehr ist es nicht.

Der Ventildeckel schwitzt vor links, bzw. die ganze linke Seite runter. Da hat sich zum Teil ein „Schlamm“ abgesetzt. Ganz unten im Motorraum (am Riemen links vorbei) ist eine Mischung die aussieht wie Öl und ggf. Wasser? Siehe Bild im Anhang…

Ansonsten mache ich vorerst mal nichts mehr und danke euch für euren Beistand und eure Rettung in Not!

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… und zum Thema Pfeifen. Meines Erachtens pfeift es links im Motorenraum ein wenig… irgendwo da wo der Luftfilter, LMM, etc. ist. Näheres kann ich dazu auch nicht sagen.

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