Doppelschwingspuler mit 1 Spule kurzgeschlossen für Tief- & Kickbass?
Prost!
Mir kam mal wieder eine ganz toll Idee, und zwar ist es ja immer noch ein ziemliches Problem, Tiefbass und Kickbass in einem einzigen Subwoofer zu vereinen, da ein Woofer kaum auf beiden spielen kann. Nun kam mir der Gedanke, es wäre doch möglich, einen Subwoofer mit Doppelschwingspule in ein BR-Gehäuse zu verbauen (ja, BR für Kickbass) und eine Schwingspule kurzzuschließen. Dadurch braucht der Amp zwar mehr Leistung, um die andere Schwingspule zum Schwingen anzuregen, aber dafür werden durch die induktive "Bremse" der kurzgeschlossenen SS die unerwünschten Nachschwingungen, vor allem vom Tiefbass, minimiert und der Woofer müsste dadurch doch eine wesentlich breitere Bandbreite erhalten, oder täusche ich mich da?
Bitte um Antworten, Diskussionen und Verbesserungsvorschläge.
Gruß, merendo
31 Antworten
Das Adire die Belastbarkeit beim Ein-Spulen-Betrieb des Tempest mit der Haelfte angibt wundert mich auch.
Das mit dem Widerstand hat Adire naemlich auch auf der Hompage beschrieben.
http://www.adireaudio.com/Files/TechPapers/RDOOperation.pdf (sind auch noch andere schoene Sachen zum lesen auf der Homepage)
Und da sagen sie man sollte sicherheitshalber 25% Gesamtleistung abziehen, weil die unangetriebene Spule die Waermeableitung ein wenig behindert. (Wobei ich nicht nachvollziehen kann warum eine angetriebene Schwingspule die Waermeleitung nicht behindert).
Das die Waermeabfuhr nicht ganz optimal ist, wenn man nur eine Schwingspule betreibt, kann ich mir vorstellen. Eine Halbierung ist es aber nicht.
@Marsupilami72
Die Schwingspulen sind uebereinandergewickelt, also ist die Waermeabfuhr fuer beide gleich. Ueber die Schwingspulenoberflaeche -> In den Luftspalt -> durch den Luftspalt oder ueber Waermeleitung des Magneten und Korbes raus. Darum meine ich, dass die Gesamtleistung beider Spulen begrenzt ist, egal wie sie sich auf beide Schwingspulen aufteilt.
Man kaeme mit einem Sub aus.
Man gibt immer wechselnd Leistung auf eine und beide Schwingspulen. Auf die eine jeweils immer die Haelfte.
Also -> eine 50W - beide 100W - eine 60W beide 120W - eine 70W - usw.
Wenn eine Schwingspule nur halb belastet werden kann brennt der Sub durch, wenn eine belastet wird (da immer zuerst die Ein-Spulen-Belastung getestet wird).
Brennt der Sub bei Belastung beider Spulen durch, ist eine Spule erwiesenermaszen mit mehr als der Haelfte belastbar.
Grusz
Danny
Zitat:
Original geschrieben von Dazydee
Ueber die Schwingspulenoberflaeche -> In den Luftspalt ->...
Tja, siehste - und schon hast Du die entscheidende Schwachstelle in der Wärmeableitungskette vergessen...
Überleg mal:
Woraus besteht eine Schwingspule?
Kleiner Tipp: "Kupferdraht" ist keine ausreichende Antwort...
Zitat:
Original geschrieben von Dazydee
Man kaeme mit einem Sub aus.
Man gibt immer wechselnd Leistung auf eine und beide Schwingspulen. Auf die eine jeweils immer die Haelfte.
Also -> eine 50W - beide 100W - eine 60W beide 120W - eine 70W - usw.
Wenn eine Schwingspule nur halb belastet werden kann brennt der Sub durch, wenn eine belastet wird (da immer zuerst die Ein-Spulen-Belastung getestet wird).
Brennt der Sub bei Belastung beider Spulen durch, ist eine Spule erwiesenermaszen mit mehr als der Haelfte belastbar.
Grusz
Danny
Hä?
Wenn überhaupt. dann so:
50W+0W=gesamt 50W
50W+50W=gesamt 100W
60W+0W=gesamt 60W
60W+60W=gesamt 120W
etc...
Irgendwie habe ich das Gefühl, Du hast meine bisherigen Beiträge nicht richtig gelesen...
meinst du jetzt den lack über dem draht der zur (elektrischen) isolation dient oder den kleber womit das ding auf dem träger gehalten wird? 😉
nuja egal wie gut oder schlecht die wärmeleitfähigkeit von dem zeugs is, bei beiden schwingspulen muss dann ja auch die entsprechende wärmemenge abtransportiert werden - wieso soll das bei nur einer spule grossartig anders sein?
also ich meine man muss ja beide spulen zusammen mit lack, kleber und träger als ein system ansehen, das warm wird und die wärme muss von dort dann eben abtransportiert werden...
mal was anderes...
also nehmen wir mal an ich gebe auf einen dvc sub der mit 2x200w belastbar ist einmal 2x100w drauf und dann 1x200w, wobei ich die andere spule kurzschliesse... (um das thema belastbarkeit mal aussen vor zu lassen)
ändert sich da dann irgendwas im bezug auf wirkungsgrad oder sonst irgendwas? oder verhält sich beides genau gleich? (mal einen unendlich hohen dämpfungsfaktor der endstufen angenommen und einen kabelwiderstand von genau 0 ohm 😁)
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Irgendwie versuchts du mich jetzt mit Gewalt falsch zu verstehen. Natuerlich Gesamtleistung 🙄
Hmm, was habe ich ueberlesen... ?
Zitat:
die Spulen sind aber elektrisch getrennt
Irrelevant, das heiszt nicht, dass sie thermisch getrennt sind.
Zitat:
Unter der elektrischen Belastbarkeit versteht man die Leistung die ein Sub abkann, bevor die Schwingspule (bzw. der Schwingspulenkleber) schmilzt.
Wuerde ich auch so sagen.
Zitat:
Nehmen wir z.B. mal an, ein DS-Sub ist mit einer Belastbarkeit von 2x100Watt angegeben - er kann also bei Anschluss beider Schwingspulen maximal mit 200Watt betrieben werden.
Dann willst Du mir jetzt also erzählen, dass eine Schwingspule alleine auf einmal 200Watt abkann, wenn man die andere offenlässt? Demnach würde Sie sich trotz ca. 1,41facher Stromstärke also um kein Grad mehr erhitzen...erstaunlich...
Genauso erstaunlich wie, dass sie immernoch nur 100W vertragen koennen soll, obwohl die andere Spule um sie herum keine 100W Waermeleistung mehr abgibt...
Ich bin der Meinung, dass die offene Spule als gute Waermesenke funktioniert, wesentlich besser als die Luft zumindest. Und das deswegen eher die Gesamtleistung zaehlt. Es moegen dann zwar 175W statt 200W sein, aber nichts nahe der Haelfte.
Die Schwingspule hat zwar auch Kupferoxid und Lack drinne. Lackiertes Metall fuehlt sich aber immernoch kalt an. So ein guter Waermeisolator ist eine duenne Lackschicht nicht.
Was habe ich denn nun nicht richtig gelesen?
Grusz
Danny
Die Wärme wird zuallererst über die Oberfläche der Schwiingspule abgegeben - diese hat nur eine begrenzte Belastbarkeit, bzw. bei einer bestimmten Temperatur der Schwingspule schmilzt der Isolationslack umzu. Das kann man an der Grenze zum Woofertod auch riechen.
Wenn jetzt nur eine Spule belastet wird, wird die andere nicht von sich aus warm, nimmt aber einen Teil Wärme auf.
Zumal ja auch die Kühlung bei gleicher Leistung verschlechtert wird, da der Antrieb ja nur halb so stark ist, sprich bei gleicher Leistung wird die Membran nur die Hälfte ausgelenkt, was natürlich dem Luftaustausch über Polkernbohrung und Hinterlüftung hinderlich ist.
Deswegen würd ich mal folgendes sagen:
Bei Lautsprechern ohne Belüftung wird mit 1-Spulen Betrieb noch ca. 3/4 der max. leistung gehen.
Bei Lautsprechern mit Belüftung wirds trotzdem nicht viel mehr als etwa Hälfte sein. Um das zu verstehen, muß man natürlich wissen, das die max. leistung bei belüfteten Chassis um einiges höher liegt als bei unbelüfteten.
Zitat:
Original geschrieben von Ghoostfa
Zumal ja auch die Kühlung bei gleicher Leistung verschlechtert wird, da der Antrieb ja nur halb so stark ist, sprich bei gleicher Leistung wird die Membran nur die Hälfte ausgelenkt, was natürlich dem Luftaustausch über Polkernbohrung und Hinterlüftung hinderlich ist.
hm...
und da bist du dir sicher, dass der antrieb nur halb so stark ist mit 1 kurzgeschlossener spule und eben tatsächlich der selben leistung wie im "doppelten" betrieb auf der anderen - also nicht der selbe verstärker... selbe leistung *g* ?
das versteh ich nämlich nich so ganz 😉
bzw wenn das denn tatsächlich so ist, dass sich der wirkungsgrad verschlechtert, dann entsteht bei gleicher leistung ja auch mehr wärme, was auch wiederum bedeutet, dass man dann weniger leistung drauf geben kann ... hm
aber is das denn nu wirklich so? erklärung bitte 🙂
...
hab das ja oben eigentlich schonmal etwas anders formuliert gefragt
Zitat:
Original geschrieben von Plug & Play
mal was anderes...
also nehmen wir mal an ich gebe auf einen dvc sub der mit 2x200w belastbar ist einmal 2x100w drauf und dann 1x200w, wobei ich die andere spule kurzschliesse... (um das thema belastbarkeit mal aussen vor zu lassen)
ändert sich da dann irgendwas im bezug auf wirkungsgrad oder sonst irgendwas? oder verhält sich beides genau gleich? (mal einen unendlich hohen dämpfungsfaktor der endstufen angenommen und einen kabelwiderstand von genau 0 ohm 😁)
Wer Links liest ist klar im Vorteil 😉
http://www.visaton.de/deutsch/forum/pc_doppelschwingspulen.html
steht alles beschrieben.
Bei einer statt zwei Spulen im Betrieb hat man nur die Haelfte an Windungen -> Haelfte an Magnetfeld -> Halbe Antriebsstaerke.
Zitat:
bzw wenn das denn tatsächlich so ist, dass sich der wirkungsgrad verschlechtert, dann entsteht bei gleicher leistung ja auch mehr wärme, was auch wiederum bedeutet, dass man dann weniger leistung drauf geben kann ... hm
Warum sollte bei weniger Wirkungsgrad mehr Waerme entstehen?
@Ghoostfa
Bei Betrieb von nur einer Spule verringert sich der Wirkungsgrad um 3dB. 3cB weniger Lautstaerke verringert den Hub auf 7/10, nicht 1/2.
Auch glaube ich, dass die Kuehlung durch ueberschaetzt wird. Denn sonst waere ein Lautsprecher bei 100Hz wesentlich weniger belastbar als bei 50Hz (1/4 Hub + doppelte Frequenz = halbe Luftbewegung). Auch waere Bassreflex bei der Resonanzfrequenz kaum belastbar.
Hab ich noch nicht gehoert, dass dem so waere. Kann aber gut sein, dass ich nur noch nicht genug gehoert habe...
ohjessas die links muss man auch noch lesen? 😛 😉
Zitat:
Original geschrieben von Dazydee
Warum sollte bei weniger Wirkungsgrad mehr Waerme entstehen?
muss so sein - wo soll die energie die du rein stopfst denn sonst hin, wenn kein schall draus wird?
also... dann hätten wir ja schon den grund, warum es auf jeden fall 3/4 sein müssen 😉
das ein bassreflex bei der reso weniger belastbar ist hab ich auch noch nicht gehört 😉 da hätte winisd ja dann nen fehler beim max power graphen bzw der graph wäre dann ziemlich unausgereift *g*
... ob es so ist? 😉
Zitat:
muss so sein - wo soll die energie die du rein stopfst denn sonst hin, wenn kein schall draus wird?Zitat:
[iOriginal geschrieben von Dazydee
Warum sollte bei weniger Wirkungsgrad mehr Waerme entstehen?
Schon richtig gedacht, nur ist der Wirkungsgrad (elektr. Energie -> Schallenergie) eines Lautsprechers miserabel. Ein Lautsprecher mit 95dB/W hat etwa 2%. Wenn sich der Wirkungsgrad halbiert werden 1% mehr Energie in Waerme umgewandelt, was den Kohl nicht fett macht.
hm... jo also wenn das so ist... *G* 😉
mit dem wirkungsgradverlust von 3 db is das aber auch irgendwie müll son woofer jetzt mit nur einer spule zu betreiben (bei kurzgeschlossener 2.)
sowas kostbares verschenkt man doch nicht... 😁
dann hat sich das für mich erledigt würd ich sagen...
sicher für "infraschallfanatiker" is das möglicherweise wieder interessanter die 2. spule offen zu lassen?? 🙂 😁 aber dazu zähle ich mich mal nicht 😉
Die Wärme wird janicht nur an der Spule abgegeben sondern setzt sich zu einem TZeil auch in den mechanisch Bewegten Teilen wie Zentrierung und Sicke um - schonmal nen Blechstreifen paarmal hin und hergebogen??
War jetzt doppelte Leistung oder doppelte Spannung = doppelter Hub?
vermute mal dann wirds wohl doppelte spannung gewesen sein 😉
doppelte spannung wäre ja dann 4-fache leistung...
7/10 ... passt ja ungefähr
hmm ... bei weniger hub gibts ja auch weniger reibung wo anders und somit müsste ja eigentlich noch mehr energie direkt bei der spule als wärme raus gehn, wenn man jetzt mit nur einer spule fährt...? oder lieg ich schon wieder falsch? 😁
Bin grade ueber eine Firma gestolpert, die meine Position unterstuetzt. Visaton.
http://www.visaton.de/deutsch/artikel/art_409_5_19.html
Technische Daten: Eine Schwingspule offen
Nennbelastbarkeit 300 Watt
Technische Daten: Beide Schwingspulen in Reihe
Nennbelastbarkeit 300 Watt
Tja, vielleicht ist das auch von Firma zu Firma anders, ja nachdem wie sie ihre Schwingspulen wickeln...
Grusz
Danny
Hab da mal nen Thread aufgemacht 🙂