Doppelkupplungsgetriebe erfahrungen

Guten Tag
Ich will mir ein Neues Auto kaufen.
Es sollte ein Automatikgetriebe sein.
Nur habe ich jetzt einige Beiträge gelesen, die ziemlich negativ über das DSG getriebe waren. Ist das immer noch der Fall?

Gesucht wird bis 22000 €
Ab Baujahr 2015
Maximal 50 Tausend Kilometer gelaufen
Benziner
Zwischen 170 und 220 Ps
Bin ein Kurzstreckenfahrer ( falls das relevant ist 🙂
Was könntet ihr empfehlen?

Das BMW steptronic
Das DCT von Mercedes
Oder doch das DSG von VW

Ps: woran kann ich erkennen um welches Getriebe es sich handelt ?

Beste Antwort im Thema

VW DQ250, also das 6-Gang DSG mit Nasskupplung ist problemlos sofern die Getriebeölwechsel Intervalle von 60.000km eingehalten werden.

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Bloch von der AMS erklärt es hier:

https://www.youtube.com/watch?v=AYaW-XTzthE

Moin,

Auch bei den nassen DSG Getrieben ist die Kupplung irgendwann verschlissen - das geht nunmal nicht anders. Sie halten nur länger und manch ein Auto könnte es eventuell schaffen, dass es vor Grenze der Kupplung aus anderen Gründen das zeitliche Segnet. Zudem sollte man beachten, dass bei vielen DKG zusätzlich Zweimassenschwungräder verwendet werden, die ebenfalls einem Verschleiß unterliegen und in der Regel nicht ohne Kupplungstausch ersetzt werden können.

Die mechanischen Probleme einiger DKGs sind wohl überwiegend ausgestanden - entweder die Getriebe sind schon wieder vom Markt oder würden entsprechend überarbeitet. Problem beim Gebrauchtkauf - da kann man natürlich eines erwischen, dass noch Probleme hat. Entsprechend in den Foren mit den genauen Daten des Fahrzeugs erkundigen.

Ansonsten muss man sich eben klar machen, dass ein DKG etwas anders arbeitet als ein Wandler usw. entsprechend hat es andere Vor- und Nachteile.

- der Anfahrkomfort bei DKGs ist gewöhnungsbedürftig
- rangieren ist teils gewöhnungsbedürftig
- schalten wird von manchen Menschen als unharmonisch und ruckelig umschrieben

Dafür ist es so, dass ein DKG Fahrzeug normalerweise sparsamer zu fahren ist als ein Wandler oder auch ein Schalter und üblich auch bessere Beschleunigung und ein besseres Durchzugsverhalten zeigt.

Von allen Getriebeb, die ich kenne und die üblich sind - dürfte es über ein Fahrzeugleben von 250tkm wahrscheinlich die höchsten Kosten verursachen, einzig sequentiell-manuelle Getriebe (z.B. Maserati, Ferrari) dürften in ähnlichen Dimensionen liegen.

LG Kester

Vielleicht mal Erfahrungen von einem der tatsächlich DSG benutzt 😉

2008 - 2012: Golf V mit 6-Gang-DSG
Lief bei mir ohne Probleme (war aber nicht bei allen so). Komfortschwächen waren eher der Programmierung geschuldet. In "D" schaltete es etwas schlafmützig, in "S" war das Drehzahlniveau so unsinnig hoch, dass die Nutzung im Alltagsbetrieb ausgeschlossen war.

Seit 2017: Skoda Yeti mit 7-Gang-DSG
Bisher kein Defekt, aber so ganz vertrauenswürdig erscheint es mir nicht. Bei bestimmten Lastzuständen scheint die Kupplung mit Schlupf zu arbeiten. Ist in den Foren ein bekanntes Problem, soll aber keinen Defekt ankündigen. Größeres Ärgernis auch hier die Schaltprogrammierung. Die "S"-Stufe ist hier besser nutzbar. Dafür ist "D" so sehr auf Spritsparen ausgelegt, dass es weh tut. Die Reaktion auf Gaspedalbefehle ist in manchen Situationen so verzögert, dass einem der Angstschweiß ausbricht. Bergauf quält das Programm das Getriebe mit Drehzahlen unter 1200 min/-1. Man glaubt fast zu hören wie sich die Kupplungslamellen abrubbeln. Ich fahre daher bergauf oft in "S" oder schalte von Hand runter. Lieber ein paar Zehntelliter mehr verbrauchen.
Außerdem sollte man darauf achten, dass man im Stand das Bremspedal ausreichend fest tritt, so dass die Kupplung richtig trennt. Tippt man nur leicht aufs Bremspedal bleibt der Wagen zwar stehen, aber die Kupplung schleift leicht um das Automatik-typische Kriechen zu simulieren. Das fördert aber den Verschleiß.
Beim DSG - besonders bei dem mit Trockenkupplung - kann man einfach mehr falsch machen als bei einer Wandlerautomatik.

Seit 2019: VW Polo GTI mit 6-Gang DSG
Für Fragen der Dauerhaltbarkeit noch keine belastbaren Erfahrungen. Aber die Fahreigenschaften zeigen eindeutig, wie sehr die Komfortprobleme beim DSG eine Frage der Schaltprogrammierung ist. In meinem Polo funktioniert es einfach perfekt. Ich habe noch nie manuell eingreifen müssen.

Okay - das mag auch meinen persönlichen Vorlieben geschuldet sein. Ein anderer mag es vielleicht noch mehr auf Sport oder Komfort optimiert.

Edit: Die mitunter geäußerte Kritik am Schaltkomfort kann ich hingegen NICHT nachvollziehen. Schaltrucke habe ich kaum bemerkt. Bei meinem 2008er Golf war der Schaltkomfort eher besser als bei den damals eingesetzten Wandlerautomaten, die ich zum Vergleich fahren konnte. Von den Leuten die ich kenne und deren diesbezügliche Kritik am DSG ich nachprüfen konnte, kann ich eindeutig sagen dass es an ihren Erwartungen und fehlender Erfahrung lag (und manchmal auch an ihrer Unfähigkeit).

Und noch etwas: DSG wurde von Anfang an als "Sportgetriebe" vermarktet. Das halte ich für einen Fehler. Bei scharfer Fahrweise kommen die Schwächen des Systems mE nach stärker zum tragen als bei ruhiger Fahrweise.

Zitat:

@Rotherbach schrieb am 13. Januar 2020 um 09:33:56 Uhr:


Moin,

Auch bei den nassen DSG Getrieben ist die Kupplung irgendwann verschlissen - das geht nunmal nicht anders. Sie halten nur länger und manch ein Auto könnte es eventuell schaffen, dass es vor Grenze der Kupplung aus anderen Gründen das zeitliche Segnet. Zudem sollte man beachten, dass bei vielen DKG zusätzlich Zweimassenschwungräder verwendet werden, die ebenfalls einem Verschleiß unterliegen und in der Regel nicht ohne Kupplungstausch ersetzt werden können.

Die mechanischen Probleme einiger DKGs sind wohl überwiegend ausgestanden - entweder die Getriebe sind schon wieder vom Markt oder würden entsprechend überarbeitet. Problem beim Gebrauchtkauf - da kann man natürlich eines erwischen, dass noch Probleme hat. Entsprechend in den Foren mit den genauen Daten des Fahrzeugs erkundigen.

Ansonsten muss man sich eben klar machen, dass ein DKG etwas anders arbeitet als ein Wandler usw. entsprechend hat es andere Vor- und Nachteile.

- der Anfahrkomfort bei DKGs ist gewöhnungsbedürftig
- rangieren ist teils gewöhnungsbedürftig
- schalten wird von manchen Menschen als unharmonisch und ruckelig umschrieben

Dafür ist es so, dass ein DKG Fahrzeug normalerweise sparsamer zu fahren ist als ein Wandler oder auch ein Schalter und üblich auch bessere Beschleunigung und ein besseres Durchzugsverhalten zeigt.

Von allen Getriebeb, die ich kenne und die üblich sind - dürfte es über ein Fahrzeugleben von 250tkm wahrscheinlich die höchsten Kosten verursachen, einzig sequentiell-manuelle Getriebe (z.B. Maserati, Ferrari) dürften in ähnlichen Dimensionen liegen.

LG Kester

Das ist echt ein schwieriges Thema. Anscheinend hat alles seine vor und Nachteile...ich werde heute mal einen BMW 220i Automatik probefahren.
Der hat gerademal knapp 9000 Kilometer runter.
Zur Not fahre ich den 3 Jahre, dann ist der knappe 40 Tausend Kilometer gelaufen.
Bis dahin sollte das Getriebe doch hoffentlich problemlos halten 😉

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Zitat:

@Bloedbaer schrieb am 13. Januar 2020 um 09:45:50 Uhr:


Vielleicht mal Erfahrungen von einem der tatsächlich DSG benutzt 😉

2008 - 2012: Golf V mit 6-Gang-DSG
Lief bei mir ohne Probleme (war aber nicht bei allen so). Komfortschwächen waren eher der Programmierung geschuldet. In "D" schaltete es etwas schlafmützig, in "S" war das Drehzahlniveau so unsinnig hoch, dass die Nutzung im Alltagsbetrieb ausgeschlossen war.

Seit 2017: Skoda Yeti mit 7-Gang-DSG
Bisher kein Defekt, aber so ganz vertrauenswürdig erscheint es mir nicht. Bei bestimmten Lastzuständen scheint die Kupplung mit Schlupf zu arbeiten. Ist in den Foren ein bekanntes Problem, soll aber keinen Defekt ankündigen. Größeres Ärgernis auch hier die Schaltprogrammierung. Die "S"-Stufe ist hier besser nutzbar. Dafür ist "D" so sehr auf Spritsparen ausgelegt, dass es weh tut. Die Reaktion auf Gaspedalbefehle ist in manchen Situationen so verzögert, dass einem der Angstschweiß ausbricht. Bergauf quält das Programm das Getriebe mit Drehzahlen unter 1200 min/-1. Man glaubt fast zu hören wie sich die Kupplungslamellen abrubbeln. Ich fahre daher bergauf oft in "S" oder schalte von Hand runter. Lieber ein paar Zehntelliter mehr verbrauchen.
Außerdem sollte man darauf achten, dass man im Stand das Bremspedal ausreichend fest tritt, so dass die Kupplung richtig trennt. Tippt man nur leicht aufs Bremspedal bleibt der Wagen zwar stehen, aber die Kupplung schleift leicht um das Automatik-typische Kriechen zu simulieren. Das fördert aber den Verschleiß.
Beim DSG - besonders bei dem mit Trockenkupplung - kann man einfach mehr falsch machen als bei einer Wandlerautomatik.

Seit 2019: VW Polo GTI mit 6-Gang DSG
Für Fragen der Dauerhaltbarkeit noch keine belastbaren Erfahrungen. Aber die Fahreigenschaften zeigen eindeutig, wie sehr die Komfortprobleme beim DSG eine Frage der Schaltprogrammierung ist. In meinem Polo funktioniert es einfach perfekt. Ich habe noch nie manuell eingreifen müssen.

Okay - das mag auch meinen persönlichen Vorlieben geschuldet sein. Ein anderer mag es vielleicht noch mehr auf Sport oder Komfort optimiert.

Dankeschön für das Teilen ihrer Erfahrungen 🙂

Moin,

Bloedbaer - deshalb schrieb ich absichtlich gewöhnungsbedürftig. Ich finde es zumindest bei den neueren jetzt auch nicht sonderlich gruselig, es ist aber durchaus anders als bei anderen AT Getrieben. Das ist wie bei CVT Getrieben, entweder man mag die Arbeitsweise, arrangiert sich damit oder man meckert darüber. That's Life.

Logisch muss man das ausprobieren. Soll auch Menschen geben, die können sich gar kein AT Getriebe vorstellen. Insofern 😉

LG Kester

Zitat:

@Rotherbach schrieb am 13. Januar 2020 um 09:33:56 Uhr:


Auch bei den nassen DSG Getrieben ist die Kupplung irgendwann verschlissen - das geht nunmal nicht anders. Sie halten nur länger und manch ein Auto könnte es eventuell schaffen, dass es vor Grenze der Kupplung aus anderen Gründen das zeitliche Segnet.

Das ist richtig. Die große Frage, auf was ist sie ausgelegt. Auch die Kupplungen in einem Wandler verschleissen, nur werden diese nicht zum Anfahren verwendet, sondern nur zum Durchschalten der Gänge. Hierbei werden sie durchaus ebenfalls mit dem Motordrehmoment belastet und es gibt kurze Schleifvorgänge.

Aus sehr sicherer Quelle (Mitarbeiter aus der Qualitätssicherung bei Magna, die Getrag 2015 übernommen haben) weis ich, das das 6DCT450 in meinem S-MAX auf 300.000km ausgelegt und kein Kupplungstausch vorgesehen ist.

Der Mondeo eines Arbeitskollegen hat mit demselben Getriebe 270.000km ohne Probleme runtergespult. Wichtig ist nur der Ölwechsel alle 60.000km, aber das wurde eh schon gesagt.

Zitat:

@Bloedbaer schrieb am 13. Januar 2020 um 09:45:50 Uhr:


Edit: Die mitunter geäußerte Kritik am Schaltkomfort kann ich hingegen NICHT nachvollziehen. Schaltrucke habe ich kaum bemerkt. Von den Leuten die ich kenne und deren diesbezügliche Kritik am DSG ich nachprüfen konnte, kann ich eindeutig sagen dass es an ihren Erwartungen und fehlender Erfahrung lag (und manchmal auch an ihrer Unfähigkeit).

Diesbezüglich kann ich mich ebenfalls nicht beschweren. Das Getriebe schaltet butterweich, ich könnte es von einem 6-Gang-Wandler anhand des Schaltverhaltens nicht unterscheiden. Das 8- oder 9-Gang-Wandler nochmal feiner gestuft sind, liegt auf der Hand.

Aaaaber: Das Anfahren bereitete mir ein halbes Jahr lang Probleme. Da ruckte es immer, bzw. der Wagen sprang ungewollt und für mich nicht nachvollziehbar. Ich muß aber gestehen, das war einzig und allein mein Fehler. Ich habe mich mit dem Gaspedal "zuviel" in die Belange des Getriebes eingemischt. Ich wollte, so wie ich es von meinen Wandlern gewohnt war (Honda Accord & Subaru Outback, beides alte 4-Gang-Wandler) mit relativ langsamen Gasgeben den Anfahrruck minimieren (beim Wandler hervorgerufen durch die Drehmomentüberhöhung). Kombiniert mit dem kleinen 2l-Turbomotor eine Katastrophe. Der Motor kam gerade so auf Touren, das Getriebe versuchte einzukuppeln, der Motor fiel wieder aus dem Turbobereich und der Wagen stottert los...

Ich hab' vieles probiert, bis ich durch Zufall auf die einfachste aller Möglichkeiten gekommen bin: Lass Motor und Getriebe einfach tun!

Jetzt gebe ich von Anfang an soviel Gas wie ich zur gewollten Beschleunigung brauche und sieh da: Die Elektronik kuppelt perfekt ein, hält den Motor bei Laune und der Wagen setzt sich ruckfrei und absolut angenehm in Bewegung.

Und die Moral vor der Geschicht': Der Fehler lag bei mir, da ein DKG doch sehr anders tun kann als ein alter Wandler.

Grüße,
Zeph

Zitat:

@Volvorin71 schrieb am 12. Januar 2020 um 21:50:27 Uhr:


Ich will hier keine Panik verbreiten,aber den Kupplungswechsel sollte man schon mit einplanen,wenn man das Auto länger fahren will.

Nein, das bracht man nicht einplanen.
Gerade Nasslaufende Kupplungen halten ewig und drei Tage, Verschleiß iegt im Bereich der Messungenauigkeit.
Kupplungen (in Form von Bremsbändern (heute sind das Lamellemkupplungen) zur Wandlerüberbrückung sowie zum Ändern der Gangstufen) haben Wandlergetriebe im übrigen auch.
Hier besteht kein Unterschied.

Zitat:

@JB_1985 schrieb am 12. Januar 2020 um 22:04:42 Uhr:


Wie oben schon beschrieben, ist der Verschleiß beim Doppelkuplungsgetriebe höher.

Beim trockenen vielleicht, beim nassen nicht.

Zitat:

@Matsches schrieb am 13. Januar 2020 um 12:05:42 Uhr:


Gerade Nasslaufende Kupplungen halten ewig und drei Tage, Verschleiß iegt im Bereich der Messungenauigkeit.

Nur aus Interresse, woher hast du das? Meine Beobachtungen decken sich mit deiner Aussage, aber vielleicht hast du da genauere Quellen. Kein Link oder was. Vielleicht bist du ja Konstrukteur/Getriebespezialist etc. und hast persönliche Erfahrungen damit. Bin nur neugierig.

Grüße,
Zeph

Moin,

Die Aussage ausgelegt für 300tkm kann ich schwer glauben - also ohne jegliche Erläuterung. Aus dem Grund allein - dass 300tkm Autobahn und Stadt schon etwas sehr unterschiedliches sind. Normalerweise würde da schon bei gesagt, was für ein Fahrprofil angelegt ist oder ob es eine mittlere Erlebensdauer ist.

Wenn es eine 300tkm mittlere Erlebensdauer ist (ist einfach das wahrscheinlichste), dann wird es bei sportlichen Fahrern mit hohem Stadtanteil ab 175tkm interessant.

Der Rest ist dann Mathematik und Statistik. Im Taxibetrieb geht man bei den früheren 6G DSG Getrieben übrigens mittlerweile von 200-250tkm aus. Den meisten Menschen sollte das reichen und wenn wir in Verbrauchtfenster angekommen sind - ist eh wurscht, ob die Kupplung, der Zahnriemen oder sonstwas dafür sorgt, dass der Wagen nicht mehr repariert wird.

LG Kester

Zitat:

@Zephyroth schrieb am 13. Januar 2020 um 11:42:07 Uhr:



Kombiniert mit dem kleinen 2l-Turbomotor eine Katastrophe. Der Motor kam gerade so auf Touren, das Getriebe versuchte einzukuppeln, der Motor fiel wieder aus dem Turbobereich und der Wagen stottert los...

Ich hab' vieles probiert, bis ich durch Zufall auf die einfachste aller Möglichkeiten gekommen bin: Lass Motor und Getriebe einfach tun!

Jetzt gebe ich von Anfang an soviel Gas wie ich zur gewollten Beschleunigung brauche und sieh da: Die Elektronik kuppelt perfekt ein, hält den Motor bei Laune und der Wagen setzt sich ruckfrei und absolut angenehm in Bewegung.

Dein "kleiner" Turbomotor hat 2 l Hubraum und 340 Nm Drehmoment.

Ich fahre im Volvo den 1.6 Ecoboost mit 180 PS und 240 Nm Drehmoment und kann deiner Aussage nur teilweise zustimmen.

Vorsichtiges Anfahren gelingt noch ganz gut. I. V. m. moderatem Gaspedaleinsatz dreht der Motor bis knapp 3.000 U/min schnell und flüssig, bis der nächste Gang eingelegt wird. Das ganze dann problemlos bis Landstraßentempo. Die Gangwechsel sind dabei kaum wahrnehmbar. Toll!!!. Auch das Runterschalten beim Bremsen geschieht fast ruckfrei.

Schnelles einfädeln in den laufenden Verkehr geschieht wie folgt: Der Wagen setzt sich in Bewegung, kommt aber nicht schnell genug vom Fleck. Also mehr Gas geben. Turboschub setzt ein, die Räder drehen durch, während schon der nächste Gang reingeknallt wird. Nicht schön 🙁. Auch bei wechselnden Geschwindigkeiten (erst Bremsen, dann sofort wieder beschleunigen) kommt große Unruhe ins Getriebe.

Daher mein Fazit: Wenn das Fahrprofil passt, ein ökonomisches und ruckfreies Getriebe (bis auf die regelmäßigen Ölwechsel). Meinen Volvo habe ich mit 78.000 km gekauft. Bei 86.000 km wurde das Getriebe aufgrund großer Probleme auf Kosten der Garantieversicherung für 5.500 € ausgetauscht. Jetzt bin ich bei 155.000 km und mache mir schon wieder Sorgen. Ich habe Bauchschmerzen bei DKG´s.

Zitat:

@Zephyroth schrieb am 13. Januar 2020 um 12:15:26 Uhr:



Nur aus Interresse, woher hast du das? Meine Beobachtungen decken sich mit deiner Aussage, aber vielleicht hast du da genauere Quellen. Kein Link oder was. Vielleicht bist du ja Konstrukteur/Getriebespezialist etc. und hast persönliche Erfahrungen damit. Bin nur neugierig.

Grüße,
Zeph

PN

Zitat:

@Rotherbach schrieb am 13. Januar 2020 um 12:17:41 Uhr:


Moin,

Die Aussage ausgelegt für 300tkm kann ich schwer glauben - also ohne jegliche Erläuterung. Aus dem Grund allein - dass 300tkm Autobahn und Stadt schon etwas sehr unterschiedliches sind.

Dieser Problematik bin ich mir bewusst. Leider weis ich auch nicht mehr. Ich gehe davon aus, das ein durchschnittlicher Fahrzyklus (wie auch immer der geartet ist) für die Auslegung herangezogen wird.

Grüße,
Zeph

Die meisten DSG (abgesehen von den anfänglichen Schwierigkeiten ) , egal ob trocken oder nass, laufen auch heute noch mit über 150 tkm noch mit den ersten Kupplungen. Habe noch nirgends etwas von massenhaft verschlissenen Kupplungen gehört oder gelesen. Habe noch nirgends gebrauchte gesehen wo massenhaft eine bereits gewechselt Kupplung erwähnt wurde (was ja für den Verkauf sehr positiv wäre )

Warum sollte ein DSG auch mehr verschleißen als ein Schaltgetriebe?

Übrigens meint ZF selbst ein Wandler braucht DEFINITIV regelmäßig Ölwechsel, was BMW aber ignoriert. 150-200 tkm halten die schon irgendwie und danach winkt bmw sowieso aufgrund der Laufleistung und alter ab. Obwohl die oft auch das nicht halten. Wenn man sich im Forum einliest, scheint das ZF Getriebe doch nicht so gut zu sein wie es hier gerne vermarktet wird. Gerade im 5er forum, wo der Anteil an Automatik hoch ist, gibt es viele negative Erfahrungen.

DSG Ölwechsel 250-350 Euro
Wandler Ölwechsel bei BMW Wandler 600-700 Euro

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