Diesel bei PKW - Anfällig, dreckig, steuerbegünstigt
Über das Thema wurde schon oft drüber geredet, aber soweit ich weiß noch nicht als eigener Thread. Ich frage mich wirklich, warum viele noch Dieselfans sind und warum die deutsche Auto-Industrie sich krampfhaft daran festklammert, wenn es folgende Informationen zum Diesel gibt:
Euro 6 Diesel sind im Realbetrieb reihenweise dreckiger als LKWs.
Diesel ist momentan gegenüber Benzin steuerlich begünstigt. Da Diesel einen höheren Energiegehalt als Benzin hat, wäre es umgekehrt sinnvoll.
Klar, Diesel ist wegen der Steuerbegünstigung billiger und er hat viel Drehmoment. Wiegt das aber die o.g. Nachteile auf?
Beste Antwort im Thema
Ich kann,s nicht mehr lesen immer auf Dieselfahrzeuge schimpfen.
1 Kreuzfahrt Passagierschiff hat soviel Schadstoff Ausstoß wie 5 Millionen PKW,s.geh mal dagegen an.
Und das was ich lese muß nicht die Wahrheit sein. LKW sauberer als PKW, das halt ich für ne Mogelpackung ?
Glaub nicht alles was man uns gezielt vorsetzt als lesestoff.
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Zitat:
@GaryK schrieb am 6. April 2017 um 20:39:13 Uhr:
Und mein Motorrad bei etwa 13.000 RPM. Was sagt uns das? Nichts. Die RPM alleine sagen genau GAR NICHTSEin Diesel dreht ohne Tricks übrigens keine 6000, da ist der Zündverzug vor. Was bedeutet, der kann seine Leistung nur übers Drehmoment bekommen und das geht nur über Aufladung. Was wiederum die Turbocharakteristik von der Leistungsentfaltung her "interessant" macht.
Gibt nen Grund wieso ich meinen V6 im höchsten Gang zwischen 30 und 250 fahren kann.
Ach ne, wirklich?
Welcher Brot und Butter Motor in einem Auto dreht über 7k? Hauptsache Klugscheißern.
PKW Motoren sind allesamt langhubig ausgelegt, im Vergleich zu Motorrädern. Kein Mensch will mit so einer Krüppelmaschine 1,5Tonnen bewegen.
Daher sind die Drehzahlen begrenzt, und wenn ich dann sage ich fahre ein Benziner in meinem Auto, kommt kein Mensch (zumindest kein schlauer) auf die Idee, das Ding dreht über 10.000. Technisch machbar schon (S2000 z.B.), sinnvoll nein.
Hauptsache irgendwie dagegenwettern und mal was gesagt haben.
Zitat:
@IncOtto schrieb am 7. April 2017 um 07:42:04 Uhr:
Zitat:
@GaryK schrieb am 6. April 2017 um 20:39:13 Uhr:
Und mein Motorrad bei etwa 13.000 RPM. Was sagt uns das? Nichts. Die RPM alleine sagen genau GAR NICHTSEin Diesel dreht ohne Tricks übrigens keine 6000, da ist der Zündverzug vor. Was bedeutet, der kann seine Leistung nur übers Drehmoment bekommen und das geht nur über Aufladung. Was wiederum die Turbocharakteristik von der Leistungsentfaltung her "interessant" macht.
Gibt nen Grund wieso ich meinen V6 im höchsten Gang zwischen 30 und 250 fahren kann.
Ach ne, wirklich?
Welcher Brot und Butter Motor in einem Auto dreht über 7k? Hauptsache Klugscheißern.
Es geht nicht um hoch hinaus, sondern eher um tief runter.
Mein Mazda 323 macht 30 im höchsten Gang auch locker mit, dabei dreht er dann zwischen 700 und 750/min. Und rechnerisch reicht der Gang eben bis über 300, da der Motor bis 7300 drehen kann. Vmax sind damit ca. 210 km/h in einem Gang, der ab Tempo 23 geht.
Ein Sechszylinder kann von der Drehzahl her eher noch tiefer runter als (m)ein Vierzylinder.Brüderchens inzwischen ehemaliger BMW 323i ging bis knapp 600/min runter und konnte da auch ohne Ruckeln rausbeschleunigen.
Das ist vor allem eine Sache der Motorelektronik.
Mein 4Zyl kann von 650-1000RPM im Leerlauf laufen, je nachdem was ich mittels VCDS einstelle.
Ob Ölpumpe und andere Aggregate für die Drehzahl dann gemacht sind, ist eine andere Frage. Aber rund läuft der immer, obwohl keine Ausgleichswelle und kein ZMS.
Den Beitrag von Herrn Tiegs lese ich auch immer wieder gerne. Bestätigt er doch alles woran Dieselfahrer glauben.
Gerade das Diagramm auf Seite 6 zeigt sehr schön, dass der Diesel (obwohl nominell 20PS schwächer) in den für Dieselfahrer relevanten Bereichen deutlich mehr Kraft am Rad hat. Der Benziner kann dann vor allem im Hochgeschwindigkeitsbereich punkten. Das sei ihm gegönnt.
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Zitat:
Natürlich ist es subjektiv.
Aber wenn ich gelegentliich mit einem Firmenfahzeug unterwegs bin und das ist dann immer ein Diesel, ich empfinde meinen Benziner nachher immer als angenehmer, entspannender, selbst wenn der Diesel deutlich stärker war.
Gut, wie gesagt etwas subjektives Empfinden.
Siehst Du, und den meisten Dieselfahrern geht es so, dass wenn sie mal einen Benziner fahren müssen, sie das Gefühl haben, der Motor sei defekt, da er nicht "aus dem Quark" kommt.
Das mit dem Fahrempfinden ist subjetv.
Das mit dem aus dem Quark kommen kann man sich einreden.
Bei 0 auf 100 sind meist die Benziner besser bei gleichem Fahrzeug und gleicher Leistung.
Bei 80 bis 120 im 4. Gang sind meist die Diesel besser, weil sie durch Übersetzung zu niedrigeren Geschwindigkeiten dort größerenteils ihren Drehmomentberg haben. Das ist aber auch alles.
Und das etwas lautere Geräusch wird auch oft als Drehmoment empfunden. das ist es aber nicht.
Zitat:
@gla schrieb am 7. April 2017 um 10:55:31 Uhr:
Das mit dem aus dem Quark kommen kann man sich einreden.
Bei 0 auf 100 sind meist die Benziner besser bei gleichem Fahrzeug und gleicher Leistung.
Naja, als Dieselfahrer beschleunigt man eben meist von vielleicht 1500 1/min bis knapp über 2000 1/min und wenn man das dann gewohnheitsmäßig beim Benziner auch so macht, dann kommt der eben oft nicht aus dem Quark. Wo es moderne aufgeladene Benziner es schon ganz gut hinbekommen.
Bei einem Turbomotor hat ein Benziner keinen Nachteil.
Und dass man bei den Dieselmotoren viel früher zu Turbomotoren übergegangen ist hat einnen einzigen Grund:
Die Saugdiesel haben mit den Saugbenzinern hinten und vorn nicht mithalten können. Mehr Hubraum nöitg (und von daher kommt das größere notwendige Drehmoment) und wegen des höheren Zünddruck mehr Festigkeit auch. Aslo ist der Diesel schwerer. Darüber hiaus größeres Schwungrad und daher behäbiger.
Die Turbos haben dann in den 90 zigern die Sauger im unteren Dehzahlbereich überholt und hatten da einen Vorteil.
Als die Benziner auch zunehmend Turbos wurden war dieser Vorteil auch wieder dahin. Alles andere ist Legende.
Zitat:
@gla schrieb am 7. April 2017 um 13:56:19 Uhr:
Bei einem Turbomotor hat ein Benziner keinen Nachteil.
Ein Benziner kommt in dem Bereich im Normalfall nicht auf das Drehmoment, also auch nicht auf die Leistung eines vergleichbaren Diesels. Auch nicht mit Turbolader.
Gleiche Drehzahlen zu vergleichen macht keinen Sinn, denn dann vergleiche einmal Drehmoment und Leistung bei 6000 U/min.
Du hast ja eine dementsprechend andere Übersetzung.
Denn würdest du z.B. einen Diesel mit 4000 U/min Nenndrehzahl in einem 5 Gang gleich übersetzen wie einen Benziner mit 6000 U/min dann hättest du, wenn du den Benzinner auf 180 km/h übersetzt, beim Diesel 120 km/h im 5. Gang. Würde nicht viel Sinn machen. Und nur dann könntest du Motordrehzahl und Drehmoment direkt vergleichen.
Der direkte Verleich von Motordrehzahl und Motordrehmoment sagt überhaupt nichts.
Guten alle zusammen,
ich höre von allen Seiten, dass die Steuer auf die Dieselfahrzeuge steigen soll und im schlimmsten Fall ganz verboten.
Was glaubt ihr?
Sowas kann Deutschland doch nicht machen!
Ich möchte meinen 3 Liter nicht verkaufen.
Gruß
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Diesel Steuererhöhung und Fahrverbot' überführt.]
Ich hatte es doch schon erwähnt, das der Fiesta 1.0 Ecoboost (100PS) auf der Landstraße bergauf deutlich mehr Gaspedalweg benötigte, als der Fiesta 1.5 TDCi (75PS). Beides im 5.Gang, etwa gleiches Drehzahlniveau (so um die 1700U/min).
Naja, das sind einfach Potis die du bewegst, die kann dir jeder tunen wie er will. Davon würde ich nichts ableiten.
Zitat:
die kann dir jeder tunen wie er will
Ja, ja, beides Neuwagen, der eine zur Probefahrt, der andere das eigene Fahrzeug.
Der kleine 1.0 Ecoboost Motor braucht schlichtweg mehr Gaspedalstellung, damit ihn der Turbolader auch mit ausreichend Leistung/Drehmoment aufpumpen kann.
Der um 50% größere Diesel hat da unten von Natur aus schon mehr Drehmoment, weshalb er bei dieser, noch moderaten, Leistungsanforderung mit deutlich weniger Turbohilfe auskommt und demzufolge auch deutlich weniger Gaspedalstellung benötigt.
Auf ebener Strecke gab es da, beim entpannten Criusen im 5.Gang, keine spürbaren Unterschiede.
Deshalb fährt sich der Diesel auch angenehmer, weil man auf hügligen Streckenabschnitten, über Land, mit merkbar weniger Gaspedalarbeit das Tempo problemlos konstant halten kann, wärend man beim Mini-Turbobenziner bei 4 bis 5%igen Anstiegen das Pedal fast doppelt soweit durchtreten muss.
Du weißt nicht wie in der Entwicklung das Kennfeld für das E-Gas abgelegt wurde, d.h. ist die Aussagefähigkeit gegen Null.
Da Diesel meist von anderen Teams entwickelt werden wie Ottos müssen die gar nichts gemein haben.
Schau dir an was die Pedal Boxen mache.