Die Suche geht weiter: Zwei Tage mit dem Range Rover Sport

Volvo XC60 D

Hallo Volvofreunde,

Die Suche nach einem Nachfolger für unseren Q7 3,0TDI S-Line geht weiter.

Nachdem der 5er GT von BMW absolut nicht überzeugen konnte, hatte ich diese Woche zwei Tage Zeit mir ein Bild vom Range Rover Sport 3,0 TDV6 zu machen.

Anzumerken ist, dass ich die restliche SUV-Konkurrenz sehr gut kenne (X5, X6, ML, Touareg, Q5, XC60, XC90) und entsprechend in meine Beurteilung mit einfließen lasse.

Leider hatte es der erste Land Rover Händler in Crailsheim es nicht für nötig empfunden mich als Kunde zu gewinnen (die seit Ende November versprochene Probefahrt kam nie zustande, ich wurde nie zurückgerufen,..usw.).

Bei der Schwabengarage in Heilbronn wurde ich vorzüglich bedient, ein Testwagen war sofort verfügbar, und zur „Überbrückung“ bis zum Probefahrttermin wurde mir unaufgefordert ein ganzes Packet an Prospekte zugesendet.

Objekt:

Range Rover Sport HSE TDV6

Testeinrücke:

• Optik außen:

Wie immer Geschmackssache, mir gefallen schon immer die Fahrzeuge von Range Rover. Der Testwagen war weiß, und sah wirklich imposant aus, und sorgte des Öfteren für verdrehte Männerhälse.
Ein „no go“ ist die Heckschürze, die nur notdürftig die billig anmutende Auspuffanlage, sowie das Ersatzrad abdeckt.

• Optik / Qualität innen

Der RRS war mit einer dunklen Softlederausstattung versehen, dazu die weißen Nähte, das belederte Armaturenbrett, das dunkle Holz und die Alueinfassungen – das machte alles einen auf den ersten Blick sehr hochwertigen und gelungen Eindruck.

Beim zweiten Blick stellt man fest, dass der RRS auch unter dem Rotstift (wie auch der 5er GT) leiden muss:
Rückenlehnentaschen aus allerbilligsten Kunstleder, hier und dort billig wirkendes Hartplastik, Fußmatten die „lappriger“ und dünner sind wie billige Baumarktfußmatten, Blinkerhebel die aus einer Baumaschine stammen könnten…

Hinzufügen möchte ich aber, dass auch inzwischen die deutschen Premiumhersteller am Material sparen (siehe Test 5er GT), und z.B. Volvo bei den aktuellen Modellen in der Qualitätsanmutung nicht mehr nachsteht (Ausnahme die großen Modelle von Audi).

• Karosserie

Wenn man in den RRS einsteigt kommt man sich im ersten Augenblick ein wenig beengt vor.

Aufschluss gibt der Meterstab der sagt, dass man im RRS knapp 10cm weniger Innenbreit gg. dem XC90 hat.
Durch den breiten Mitteltunnel bleiben dem Fahrer 57cm „Ellenbogenfreiheit“, der XC90 bietet da 66cm.

Mir hat das gefallen, da ich relativ schlank bin (184cm und 76Kg), aber es gibt ja auch Männer mit Bauch und Schulter. Für mich hat er gepasst wie der sprichwörtliche Maßanzug.

Man sitzt sehr aufrecht – also eher „ auf“ dem Auto als „im“ Auto – und geniest die tolle Übersicht nach vorne und hinten - das erste SUV wo man sich das Rentnerradar sparen kann.

Leider kommt man wegen der Enge sehr schlecht an die el. Sitzverstellung heran.

Die Sitze sind sehr bequem, haben guten Seitenhalt (das vermiss e ich so im XC90).

Auf der Rücksitzbank geht es auch deutlich beengter zu als wie im XC90 oder ML usw.

Da man die Füße sehr gut unter die Vordersitze stellen kann ist die Sitzposition zu zweit trotz der Platzverhältnisse bequem. Probleme gibt es wenn 3 Personen hinten reisen wollen.

Meine Kinder waren begeistert vom RRS, trotzdem maulten sie über die engen Platzverhältnisse.

Der Kofferraum ist ok, solange man nicht allzu viel mitnehmen möchte.
Unser Ausflug mit dem RRS zu Ikea ist diesmal (glücklicherweise) deutlich günstiger ausgefallen wie die sonstigen Besuche
Allein die Grundfläche (Breite an der breitesten Stelle 122cm, Länge 99cm – XC90 Breite 139cm, Länge 119cm) zeigt dass der RRS von den Platzverhältnissen eine Klasse unter dem XC90 ist und sogar vom X5 geschlagen wird.

• Motor / Getriebe

Nun komme ich zum wirklichen Sahnestück des RRS.
Die Motor /Getriebekombination würde ich sogar noch vor dem X5 und Q7 stellen (wir hatten/haben beide ).

Der Motor beeindruckt durch sein schon ab 1300u/min zur Verfügung stehendes Drehmoment (600NM bei 2000). Er dreht sauber und gleichmäßig ohne jegliches Turboloch oder Gedenksekunde durch.
Der Punsch fehlt, und über 3500 u/min braucht dieser Motor gar nicht gedreht werden.
Gerade im Vergleich zu unserem Q7 ist auffällig, dass der Q7 unten heraus weniger Dampf hat, jedoch ab 3000 u/min noch kraftvoller hochdreht.

Der Motor ist im Standgas doch sehr zu vernehmen (wie übrigens der 3,0D im X5 auch), jedoch schon ab 1.200 u/min kaum oder gar nicht mehr zu hören ist. Sehr beeindruckend!

Der RRS zieht kräftig bis 200km/h (Tacho) durch, dann wird er leider durch den Begrenzer kastriert. Für mich ein „no go“ , aber bestimmt gibt es schon Tuner die das aufheben (Volvo macht ja auch immer diesen Unsinn und kastriert viele der Fahrzeuge auf 210km/h!!!).

Das 6-Gangautomatikgetriebe ist das erste Automatikgetriebe bei der ich nicht selbst eingreifen wollte.
Der Automat hatte immer die richtige Übersetzung parat und nutzte wie keine Andere das bullige Drehmoment.
Die von mir erst kürzlich gefahrene 8-Gangautomatik von BMW ist meiner Meinung nach weniger gut, und nervt durch das nervöse hin- und hergeschalte.
Selbst manuelle Eingriffe werden sehr spontan umgesetzt.

Der Spritverbrauch pendelte sich bei mir bei knapp 13 Liter (ziemlich gleich wie Q7 und 1 Liter mehr wie X5) ein und war ca. 1,5 Liter günstiger wie bei meinem getunten XC90 (255PS).
Da merkt man das sehr hohe Gewicht des RRS an (von mir selbst gewogene 2560KG).

• Fahrwerk / Fahrkomfort / Fahrdynamik /Lenkung

Es ist verblüffend wie behände sich diese 2600Kg um die Kurven werfen lassen.

Seitenneigung ist kaum vorhanden, und die Karosserie bleibt selbst bei schlechter Fahrbahn absolut steif.
Das Fahrwerk/Achsteile/Aufhängungen machen einen sehr sehr soliden Eindruck – deutlich besser wie im XC90 und auch besser als wie im Q7.

Leider ist diese Dynamik mit einer unangemessenen Härte des Fahrwerks erkauft. Ich fand schon unsere X5 als viel zu hart, aber der RRS ist noch härter gefedert.

Das Fahrzeug ist schon bei mittlerer Fahrbahnqualität ständig in Unruhe. Schachtdeckel lassen die Zähne klappern. Querfugen auf der Autobahn schlagen bis in den Sitz durch.
Schade – es passt einfach nicht zum Fahrzeug.

Die Lenkung ist absolut frei von Antriebseinflüsse und lässt sich auch durch schlechte Straßen nicht beeindrucken. Jedoch ist sie so direkt abgestimmt, dass sie auf der Autobahn kein entspanntes Cruisen zulässt.
Man ist ständig am korrigieren und muss sehr aufmerksam Fahren und Lenken um nicht die Ideallinie zu verlassen.
Auf schnell gefahrenen Landstraßen mit entsprechenden Kurven macht sie sehr viel Spaß – aber wie oft kann man denn so unterwegs sein.

Der RRS ist ein sehr sehr leises Auto. Der Motor ist kaum zu hören, jedoch ändert sich das bei hohen Autobahngeschwindigkeiten (ab ca. 170km/h). Ab dann nehmen die Windgeräusche (vor allem im oberen Bereich der A-Säule) stark zu und übertönen da eindeutig meinen XC90.

• Bedienung / Alltagstauglichkeit / Sonstiges

Auf den ersten Blick macht das Cockpit einen sehr aufgeräumten Eindruck. Nach zwei Tagen Fahrt im RRS muss ich aber bemerken, dass die Bedienung alles andere als Intuitiv und Ablenkungsfrei gelingt.

Z.B ist die Lichtbedieneinheit nicht einzusehen – sie wird komplett vom Lenkrad verdeckt.

Des Weiteren hab ich selten einen so umständlich zu bedienenden Bordcomputer erlebt.

Auch wenn jetzt einige den Kopf schütteln werden, aber die Navibedienung im Volvo ist immer noch unübertroffen. Das Touchscreennavi im RRS lässt eine super schnelle Adresseingabe zu, das war es aber schon.
Der Rechner rechnet nicht schneller als im Q7 oder XC90, die Bildschirmübersicht ist eine Zumutung.

Es gibt für das Radio keine Sendertasten, bei Navigebrauch werden nicht einmal die Sender angezeigt (auch keine Senderliste).
Das Hifisystem ist klanglich ok, jedoch hätte ich mir da mehr erwartet.

Der Trockner der Klimaanlage scheint deutlich unterdimensioniert zu sein, da ich bei Regenwetter und 4 Personen im RRS die Scheiben nicht beschlagfrei bekommen habe (ohne Scheibenheizung). Im XC90 oder unseren anderen SUV hatte ich damit noch nie Probleme.

Leider fällt die Heckklappe mit einem lauten „Scheppern“ ins Schloss, zudem ist sie sehr schwergängig, deswegen ist eine Servoschließung ein Muss.
Mehrmals reagierte die el. Zuziehhilfe nicht.

Gut ist, dass die Seitenschweller mit in den Türen integriert sind - somit bekommt man beim Einsteigen nie schmutzige Hosenbeine.

Fazit:
Für mich ein sehr sehr sympathisches Auto, leider mit einigen Schwächen die ich trotz aller Liebe auf Dauer nervig finden würde.
Die Platzverhältnisse, aber vor allem das überharte Fahrwerk und die teilweise umständliche Bedienung waren mehr als nur ein Haar in der ansonsten sehr guten Suppe.

Mein Traum:
Die Motor -Getriebekombination vom RRS in einem überarbeiteten Volvo XC90

Gruß aus Schwäbisch Hall

Daniel

Dsc03481-2
Dsc03487-2
Beste Antwort im Thema

Hallo Volvofreunde,

Die Suche nach einem Nachfolger für unseren Q7 3,0TDI S-Line geht weiter.

Nachdem der 5er GT von BMW absolut nicht überzeugen konnte, hatte ich diese Woche zwei Tage Zeit mir ein Bild vom Range Rover Sport 3,0 TDV6 zu machen.

Anzumerken ist, dass ich die restliche SUV-Konkurrenz sehr gut kenne (X5, X6, ML, Touareg, Q5, XC60, XC90) und entsprechend in meine Beurteilung mit einfließen lasse.

Leider hatte es der erste Land Rover Händler in Crailsheim es nicht für nötig empfunden mich als Kunde zu gewinnen (die seit Ende November versprochene Probefahrt kam nie zustande, ich wurde nie zurückgerufen,..usw.).

Bei der Schwabengarage in Heilbronn wurde ich vorzüglich bedient, ein Testwagen war sofort verfügbar, und zur „Überbrückung“ bis zum Probefahrttermin wurde mir unaufgefordert ein ganzes Packet an Prospekte zugesendet.

Objekt:

Range Rover Sport HSE TDV6

Testeinrücke:

• Optik außen:

Wie immer Geschmackssache, mir gefallen schon immer die Fahrzeuge von Range Rover. Der Testwagen war weiß, und sah wirklich imposant aus, und sorgte des Öfteren für verdrehte Männerhälse.
Ein „no go“ ist die Heckschürze, die nur notdürftig die billig anmutende Auspuffanlage, sowie das Ersatzrad abdeckt.

• Optik / Qualität innen

Der RRS war mit einer dunklen Softlederausstattung versehen, dazu die weißen Nähte, das belederte Armaturenbrett, das dunkle Holz und die Alueinfassungen – das machte alles einen auf den ersten Blick sehr hochwertigen und gelungen Eindruck.

Beim zweiten Blick stellt man fest, dass der RRS auch unter dem Rotstift (wie auch der 5er GT) leiden muss:
Rückenlehnentaschen aus allerbilligsten Kunstleder, hier und dort billig wirkendes Hartplastik, Fußmatten die „lappriger“ und dünner sind wie billige Baumarktfußmatten, Blinkerhebel die aus einer Baumaschine stammen könnten…

Hinzufügen möchte ich aber, dass auch inzwischen die deutschen Premiumhersteller am Material sparen (siehe Test 5er GT), und z.B. Volvo bei den aktuellen Modellen in der Qualitätsanmutung nicht mehr nachsteht (Ausnahme die großen Modelle von Audi).

• Karosserie

Wenn man in den RRS einsteigt kommt man sich im ersten Augenblick ein wenig beengt vor.

Aufschluss gibt der Meterstab der sagt, dass man im RRS knapp 10cm weniger Innenbreit gg. dem XC90 hat.
Durch den breiten Mitteltunnel bleiben dem Fahrer 57cm „Ellenbogenfreiheit“, der XC90 bietet da 66cm.

Mir hat das gefallen, da ich relativ schlank bin (184cm und 76Kg), aber es gibt ja auch Männer mit Bauch und Schulter. Für mich hat er gepasst wie der sprichwörtliche Maßanzug.

Man sitzt sehr aufrecht – also eher „ auf“ dem Auto als „im“ Auto – und geniest die tolle Übersicht nach vorne und hinten - das erste SUV wo man sich das Rentnerradar sparen kann.

Leider kommt man wegen der Enge sehr schlecht an die el. Sitzverstellung heran.

Die Sitze sind sehr bequem, haben guten Seitenhalt (das vermiss e ich so im XC90).

Auf der Rücksitzbank geht es auch deutlich beengter zu als wie im XC90 oder ML usw.

Da man die Füße sehr gut unter die Vordersitze stellen kann ist die Sitzposition zu zweit trotz der Platzverhältnisse bequem. Probleme gibt es wenn 3 Personen hinten reisen wollen.

Meine Kinder waren begeistert vom RRS, trotzdem maulten sie über die engen Platzverhältnisse.

Der Kofferraum ist ok, solange man nicht allzu viel mitnehmen möchte.
Unser Ausflug mit dem RRS zu Ikea ist diesmal (glücklicherweise) deutlich günstiger ausgefallen wie die sonstigen Besuche
Allein die Grundfläche (Breite an der breitesten Stelle 122cm, Länge 99cm – XC90 Breite 139cm, Länge 119cm) zeigt dass der RRS von den Platzverhältnissen eine Klasse unter dem XC90 ist und sogar vom X5 geschlagen wird.

• Motor / Getriebe

Nun komme ich zum wirklichen Sahnestück des RRS.
Die Motor /Getriebekombination würde ich sogar noch vor dem X5 und Q7 stellen (wir hatten/haben beide ).

Der Motor beeindruckt durch sein schon ab 1300u/min zur Verfügung stehendes Drehmoment (600NM bei 2000). Er dreht sauber und gleichmäßig ohne jegliches Turboloch oder Gedenksekunde durch.
Der Punsch fehlt, und über 3500 u/min braucht dieser Motor gar nicht gedreht werden.
Gerade im Vergleich zu unserem Q7 ist auffällig, dass der Q7 unten heraus weniger Dampf hat, jedoch ab 3000 u/min noch kraftvoller hochdreht.

Der Motor ist im Standgas doch sehr zu vernehmen (wie übrigens der 3,0D im X5 auch), jedoch schon ab 1.200 u/min kaum oder gar nicht mehr zu hören ist. Sehr beeindruckend!

Der RRS zieht kräftig bis 200km/h (Tacho) durch, dann wird er leider durch den Begrenzer kastriert. Für mich ein „no go“ , aber bestimmt gibt es schon Tuner die das aufheben (Volvo macht ja auch immer diesen Unsinn und kastriert viele der Fahrzeuge auf 210km/h!!!).

Das 6-Gangautomatikgetriebe ist das erste Automatikgetriebe bei der ich nicht selbst eingreifen wollte.
Der Automat hatte immer die richtige Übersetzung parat und nutzte wie keine Andere das bullige Drehmoment.
Die von mir erst kürzlich gefahrene 8-Gangautomatik von BMW ist meiner Meinung nach weniger gut, und nervt durch das nervöse hin- und hergeschalte.
Selbst manuelle Eingriffe werden sehr spontan umgesetzt.

Der Spritverbrauch pendelte sich bei mir bei knapp 13 Liter (ziemlich gleich wie Q7 und 1 Liter mehr wie X5) ein und war ca. 1,5 Liter günstiger wie bei meinem getunten XC90 (255PS).
Da merkt man das sehr hohe Gewicht des RRS an (von mir selbst gewogene 2560KG).

• Fahrwerk / Fahrkomfort / Fahrdynamik /Lenkung

Es ist verblüffend wie behände sich diese 2600Kg um die Kurven werfen lassen.

Seitenneigung ist kaum vorhanden, und die Karosserie bleibt selbst bei schlechter Fahrbahn absolut steif.
Das Fahrwerk/Achsteile/Aufhängungen machen einen sehr sehr soliden Eindruck – deutlich besser wie im XC90 und auch besser als wie im Q7.

Leider ist diese Dynamik mit einer unangemessenen Härte des Fahrwerks erkauft. Ich fand schon unsere X5 als viel zu hart, aber der RRS ist noch härter gefedert.

Das Fahrzeug ist schon bei mittlerer Fahrbahnqualität ständig in Unruhe. Schachtdeckel lassen die Zähne klappern. Querfugen auf der Autobahn schlagen bis in den Sitz durch.
Schade – es passt einfach nicht zum Fahrzeug.

Die Lenkung ist absolut frei von Antriebseinflüsse und lässt sich auch durch schlechte Straßen nicht beeindrucken. Jedoch ist sie so direkt abgestimmt, dass sie auf der Autobahn kein entspanntes Cruisen zulässt.
Man ist ständig am korrigieren und muss sehr aufmerksam Fahren und Lenken um nicht die Ideallinie zu verlassen.
Auf schnell gefahrenen Landstraßen mit entsprechenden Kurven macht sie sehr viel Spaß – aber wie oft kann man denn so unterwegs sein.

Der RRS ist ein sehr sehr leises Auto. Der Motor ist kaum zu hören, jedoch ändert sich das bei hohen Autobahngeschwindigkeiten (ab ca. 170km/h). Ab dann nehmen die Windgeräusche (vor allem im oberen Bereich der A-Säule) stark zu und übertönen da eindeutig meinen XC90.

• Bedienung / Alltagstauglichkeit / Sonstiges

Auf den ersten Blick macht das Cockpit einen sehr aufgeräumten Eindruck. Nach zwei Tagen Fahrt im RRS muss ich aber bemerken, dass die Bedienung alles andere als Intuitiv und Ablenkungsfrei gelingt.

Z.B ist die Lichtbedieneinheit nicht einzusehen – sie wird komplett vom Lenkrad verdeckt.

Des Weiteren hab ich selten einen so umständlich zu bedienenden Bordcomputer erlebt.

Auch wenn jetzt einige den Kopf schütteln werden, aber die Navibedienung im Volvo ist immer noch unübertroffen. Das Touchscreennavi im RRS lässt eine super schnelle Adresseingabe zu, das war es aber schon.
Der Rechner rechnet nicht schneller als im Q7 oder XC90, die Bildschirmübersicht ist eine Zumutung.

Es gibt für das Radio keine Sendertasten, bei Navigebrauch werden nicht einmal die Sender angezeigt (auch keine Senderliste).
Das Hifisystem ist klanglich ok, jedoch hätte ich mir da mehr erwartet.

Der Trockner der Klimaanlage scheint deutlich unterdimensioniert zu sein, da ich bei Regenwetter und 4 Personen im RRS die Scheiben nicht beschlagfrei bekommen habe (ohne Scheibenheizung). Im XC90 oder unseren anderen SUV hatte ich damit noch nie Probleme.

Leider fällt die Heckklappe mit einem lauten „Scheppern“ ins Schloss, zudem ist sie sehr schwergängig, deswegen ist eine Servoschließung ein Muss.
Mehrmals reagierte die el. Zuziehhilfe nicht.

Gut ist, dass die Seitenschweller mit in den Türen integriert sind - somit bekommt man beim Einsteigen nie schmutzige Hosenbeine.

Fazit:
Für mich ein sehr sehr sympathisches Auto, leider mit einigen Schwächen die ich trotz aller Liebe auf Dauer nervig finden würde.
Die Platzverhältnisse, aber vor allem das überharte Fahrwerk und die teilweise umständliche Bedienung waren mehr als nur ein Haar in der ansonsten sehr guten Suppe.

Mein Traum:
Die Motor -Getriebekombination vom RRS in einem überarbeiteten Volvo XC90

Gruß aus Schwäbisch Hall

Daniel

Dsc03481-2
Dsc03487-2
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22 Antworten

Zitat:

Habe ich mich auch gerade gefragt. Es soll ein Nachfolger für den Q7 werden und hier werden ein RRS und ein BMW vorgestellt, kann man das nicht verschieben?

😉frag mich nur wenn es hier nicht reinpasst warum dann so viele das in der Überschrift eindeutig beschriebene Thema bewusst anclicken😕

Warum im Volvoforum? Da ich da "zu Hause" bin und der XC60 genauso ein Kandidat für die Nachfolge sein kann - und der Beitrag evtl. "Suchende" zwischen den Klassen (so wie mir) weiterhilft. Zudem hatten wir im Volvoforum schon öfters den RRS im Gespräch...aber das kann man nach 40 Beiträgen in 5 Jahren ja nicht wissen😉

Nichts für ungut, ich freue mich wenn ich Beiträge anderer Volvofahrer über andere Fahrzeugmarken lesen kann (wie z.B. Thema Q5).

Gruß Daniel

Ich finds hier auch genau richtig. Hab mich auch ziemlich lange mit diesen Überlegungen rumgeschlagen.

Gruß Daniel

Zitat:

Original geschrieben von daniel bullinge



Zitat:

Habe ich mich auch gerade gefragt. Es soll ein Nachfolger für den Q7 werden und hier werden ein RRS und ein BMW vorgestellt, kann man das nicht verschieben?

😉frag mich nur wenn es hier nicht reinpasst warum dann so viele das in der Überschrift eindeutig beschriebene Thema bewusst anclicken😕

Warum im Volvoforum? Da ich da "zu Hause" bin und der XC60 genauso ein Kandidat für die Nachfolge sein kann - und der Beitrag evtl. "Suchende" zwischen den Klassen (so wie mir) weiterhilft. Zudem hatten wir im Volvoforum schon öfters den RRS im Gespräch...aber das kann man nach 40 Beiträgen in 5 Jahren ja nicht wissen😉

Nichts für ungut, ich freue mich wenn ich Beiträge anderer Volvofahrer über andere Fahrzeugmarken lesen kann (wie z.B. Thema Q5).

Gruß Daniel

Naja, gseum hat einen Nachfolger für den XC90 gesucht und ich habe in der Hoffnung das Thema angeklickt einen Vergleich mit dem XC90 oder XC60 zu lesen, stattdessen wird mir etwas präsentiert das eher ins Audi-Forum passt. Das Thema ist fast komplett unabhängig von Volvo, von daher scheint mir der Einwand schon gerechtfertigt. Eventuell kannst du ja auch einen Blog schreiben, dann ist es für noch mehr User zugängig. Ist ja auch egal, viel Spaß mit den Wagen.

Daniel, vielleicht vergleichst du einfach ein bisschen stärker mit deinem XC90 und schon passts hier hin (obwohl ich die Beiträge auch so sehr gerne lese, genauso wie im Q5-Thema). 🙂

Ich kenne den 35d nur aus dem 5er, und da ist er eine Wucht. Der Touring, mit dem ich ein paar mal mitgefahren bin und den ich auch selbst mal fahren durfte, hat mit dem M-Fahrwek wahnsinnige Fahreigenschaften. Leistung satt in jedem Geschwindigkeitsbereich, eine erstaunlich niedrige Geräuschkulisse und ein verhältnismäßig komforables Fahrwerk, trotz RF-Reifen, das aber ziemlich hohe Kurvengeschwindigkeiten zulässt.

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Hallo!

Danke Dir Daniel für den interessanten Bericht.

Ich sehe mich ja auch immer mal nach einem potentiellen Nachfolger für meinen mittlerweile ja fast schon antiken XC 90 um, aber ich finde nichts, was in meinen Augen das Geld wert wäre. Ich befinde mich in der unglücklichen Lage, das Auto privat anschaffen zu müssen.

Der BMW X5 mit seiner, nun ja, agressiven Optik kommt nicht in Frage.
Der Audi Q7 wegen der in meinen Augen extrem hässlichen Optik auch nicht.
Der Range Rover ist innen auf dem Niveau eines Audi Q5 und allein schon das Ford Mondeo Lenkrad und die 80er-Jahre Ersatzradbefestigung halten mich davon ab, das Auto in die engere Wahl zu ziehen.
Der Mercedes ML ist ganz nett und wird aktuell auch zu guten preisen offeriert. Meine Schwester hat gerade einen gekauft. Ich finde ihn nicht schlecht.

Aber allesamt kommen bzgl. der Variabilität und des Stauraumes nicht an den XC 90 ran. Ein Neukauf käme in Frage, wenn es einen 6-Zylinder-Diesel bei Volvo gäbe.

Mittlerweile ändern sich meine privaten Interessen eher hin zu einem Van, somit werde ich mich wohl bald hier verabschieden.
Mal sehen.

Ich würde jedenfalls den XC 90 guten Gewissens Weiterempfehlen, wenngleich im Durchschnitt 1000 Eur pro Inspektion auch für ein großes Auto teuer sind. Da das aber bei den anderen Herstellern anscheinend nicht besser ist, hat man eh keine Wahl...

Gruß,
M.

Habt Ihr schon den neuen Porsche Cayenne gesehen?

Sieht der wirklich ganz akzeptabel aus, oder verzerrt nur das bisherige "Staubsauger-Design" die Wahrnehmung?

Zitat:

Original geschrieben von tplus


Habt Ihr schon den neuen Porsche Cayenne gesehen?

Sieht der wirklich ganz akzeptabel aus, oder verzerrt nur das bisherige "Staubsauger-Design" die Wahrnehmung?

Sorry, weil OT! Den bisherigen fand ich alles andere als ansehnlich und mit der Bezeichnung "Konsensdesign" findet man im Hause Porsche auch eine Begründung für das Kia-Heck. Gepaart mit einem Audi Diesel und unzähligen Knöpfen im Innenraum (bestimmt mehr als ein XC90 und Q7 zusammen) ist der Wagen IMHO nicht ernsthaft für unseren Markt gemacht, oder?

Gruß

Stefan
(Und das ncht mit Audi-Brille)

Als ehemaliger RRS V6-Diesel Fahrer melde ich mich mal auch zu Wort. Der Bericht stimmt so in etwa mit meinen Erfahrungen überein. Ich nehme an, dass das Fahrzeug die 20 Zoll Räder montiert hatte und deshalb etwas nervös und hart war. 19 Zöller sind wohl der beste Kompromiss. Die Sitze sind sehr weit aussen am Fahrzeug, das hat den Vorteil der Übersichtlichkeit im Gelände, wenn man mal rausschauen muss und ist auch nur durch die steile Seitenscheibe möglich. Daraus ergibt sich auch der beste Einstieg bei den SUVs.
Momentan fahre ich einen BMW 335d Touring und muss sagen, dass ich die Entscheidung absolut nicht bereue! Einfach brutaler bumms, sparsam, leise, sportlich und unaufdringlich. Da kann ich gerne auf die hohe Sitzposition und den Allrad verzichten.

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