Den Ölmultis gehts schlecht... die armen... da fühl ich mich schuldig als LPGler

Trotz der hohen Spritpreise fehlte den deutschen Tankstellen 2005 der Gewinn. Sechs Cent pro Liter - in Italien gab's doppelt soviel Marge.

Die Ölkonzerne haben 2005 im deutschen Tankstellengeschäft so schlecht verdient wie schon seit Jahren nicht mehr. So sanken die Margen im Benzin- und Dieselverkauf wegen des intensiven Preiswettbewerbs erstmals wieder seit vier Jahren.

Nach einer Analyse des Energie Informationsdienstes EID lag die Bruttomarge für Benzin (vor Unternehmenssteuern und anderen Kosten) 2005 bei sechs Cent je Liter verkauften Treibstoffs nach 7,5 Cent ein Jahr zuvor. Bei Diesel waren es 6,6 Cent im Vergleich zu 7,3 Cent im Vorjahr. Für die Ölkonzerne ist Deutschland der schwierigste Tankstellen-Markt in Europa. "Nirgends in Europa waren die Margen bei uns niedriger als in Deutschland", sagte Exxon-Deutschlandchef Gernot Kalkoffen. Nach den EID-Zahlen liegen 14 von 15 untersuchten Ländern über den Werten für Deutschland. In Italien oder Belgien sind die Margen doppelt so hoch.

Die Konzerne erwirtschafteten denn auch 2005 geringere Gewinne oder gar Verluste im reinen Tankstellengeschäft. Branchenkenner schätzen etwa, dass Exxon mit der Marke Esso kein Geld mit dem Benzin- und Dieselverkauf verdient hat. Esso verlor im vergangenen Jahr zudem Marktanteile. Laut EID-Berechnungen ging er von 9,5 auf neun Prozent zurück. Ebenso musste der Konkurrent Total Federn lassen. Der Marktanteil der Franzosen in Deutschland fiel von neun auf 8,5 Prozent.

Auch bei der Konkurrenz lief es nicht viel besser. So hat Marktführer Aral seine Ziele revidieren müssen. "Trotz des hohen Preisniveaus und der häufigen Preiserhöhungen konnte mit dem reinen Kraftstoffverkauf an der Tankstelle gerade mal eine schwarze Null geschrieben werden", sagte ein Firmensprecher.

Quelle:
http://www.gmx.net/.../1957318,cc=000000194100019573181eOiau.html

12 Antworten

Na, ob das wirklich stimmt...

Warum nicht. - Das die Ölmultis aber gerade im Raffineriegeschäft exorbitante Gewinne erwirtschaften konnten, wird wieder mal unter den Tisch fallen gelassen. Na ja, ist ja auch keine Quelle, auf die ich mich in einer Promotion berufen würde... lol

Den Ölmultis gehts schlecht...

oder wie sagt man?

Jammern auf höchstem Niveau! 😁

Gruß

Total gings letztes Jahr zum Beispiel so schlecht, dass sie zum Jahresende hin eine Zwischenividende zahlen mußten. Das Gefühl hätte ich auch gerne mal, nicht zu wissen wohin mit dem Geld... ;-)

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Mahlzeit Gemeinde,

das mit der geringen Marge auf Treibstoff ist in der Tat ein fakt. Der deutsche Staat erhebt horende Steuen auf den Treibstoff, so dass die Ölmultis nicht die voll bzw. übliche Marge aufschlagen können, so wie es in anderen Ländern der Fall ist. Deshalb kommt es ja bei jedem "Furz" (Tschuldigung) zu Erhöhungen um mehreren Cent, weil einfach kein Puffer vorhanden ist.

[sarkasmus an]
Eine wirklich traurige Geschichte. Um den Schaden für die Ölmultis zu minimieren bzw. um nicht Kraftstoff tanken zu müssen, der für den Erzeuger am Ende noch Verlust bringt, habe ich mich für eine LPG-Umrüstung entschieden. Hier stimmt die Marge noch, wie die letzten Preiserhöhungen gezeigt haben.

Deshalb hier meine Forderung: Zu jeder LPG Umrüstung sollte es von namhaften Ölmultis Aktienanteile geben, da durch das Fahren mit LPG Verluste minimiert und Gewinne nach oben geschraubt werden.
[sarkasmus aus]

G
simmu

Zitat:

Original geschrieben von A8Dirk


Den Ölmultis gehts schlecht...

oder wie sagt man?

Jammern auf höchstem Niveau! 😁

Gruß

Wer nicht erst groß jammert, hat später auch keine Begründung dafür die Preise drastisch zu erhöhen 😉

Da wird es diesen Sommer an der Zapfsäule mal richtig knallen.

Eins machen die Multis mit Sicherheit nicht: etwas verschenken

P.S. Nur weil Preisabsprachen nie nachgewiesen wurden, bedeutet es nicht das es sie nicht gibt...

Zitat:

Original geschrieben von Mad-Oxygen


Wer nicht erst groß jammert, hat später auch keine Begründung dafür die Preise drastisch zu erhöhen 😉

Da wird es diesen Sommer an der Zapfsäule mal richtig knallen.

Eins machen die Multis mit Sicherheit nicht: etwas verschenken

P.S. Nur weil Preisabsprachen nie nachgewiesen wurden, bedeutet es nicht das es sie nicht gibt...

Hier müssen nicht einmal Preisabsprachen stattfinden, da der Markt ja aufgeteilt ist. Wenn der eine erhöht. ziehen die andern eben umgehend nach. Man kannte das ja auch von andern Sparten, wo es früher in Deutschland nur 2 Anbieter gab, die bis auf kurze Zeitspannen immer diesselben Preise hatten. Jetzt aber gibt es viel mehr Anbieter als früher und somit sind die Preise auf dem Gebiet heute vie günstiger als noch vor 15 Jahren.

Zitat:

Original geschrieben von Kokos


 

Hier müssen nicht einmal Preisabsprachen stattfinden, da der Markt ja aufgeteilt ist.

Auffallend ist daß dieses ewige rauf und runter vom letzen Jahr aufgehört hat..letztes Jahr hatten wir ja fast Tagespreise!. Die Benzinpreise sind fast so stabil wie die Gaspreise...nur höher🙂

Haha die änder jetzt das Gesetz , von EICHEN der Zapfanlagen.

Bis Oktober 2006 soll eine neue EU-Richtlinie für Tankstellen greifen.

Bisher durften die geeichten Zapfsäulen um 0,2 Prozent abweichen, d.h. 0,2 Liter auf 100 Liter durften beim Tanken höchstens fehlen.

Diese Differenz darf sich nun einfach mal so verfünffachen.
Also 1,0 Prozent

Hintergrund ist der , dass alle europäischen Hersteller von Zapfanlagen ihre Produkte in ganz Europa anbieten können. Da anscheinend nicht alle so genau produzieren wie in Deutschland, dürfen die Eichämter ab Herbst diesen Jahres eine Zapfsäule nur noch bemängeln, wenn sie bei der Abgabe von 100 Liter Sprit um mehr als einen Liter besch.....t!

Bei ca. 100.000.000.000 (Milliarden) Liter verkauften Treibstoffs in Deutschland summiert sich der mögliche zusätzliche Gewinn für die Mineralölkonzerne plasma.gif auf über 660.000.000 (Millionen) Euro.

Auch der Staat thread.gif hat was davon, schließlich muss der Bürger ja entsprechend mehr tanken.

Für den einzelnen Bürger, der tanken muss und evtl. Heizöl cold.gif benötigt beläuft sich die Mehrausgabe jährlich auf ca. 70 Euro.
Wie immer bei solchen Dingen, nicht viel, aber es summiert sich halt.

Quelle:

Magazin Kontraste

Was will man denn anderes von unserem Staat erwarten,wir sind halt eben Bankrott!! :-)

ja, ich muß auch mal mitheulen.
da tummeln sich die ölmultis im bevölkerungsreichsten land europas und machen dort nicht jährlich +10% gewinn mit spritverkauf. sollen sie doch ihren sprit in monaco und gibraltar verkaufen und sich freuen, das dort die margen 5mal höher sind. die sollen mal locker bleiben und sich mit den marktgegebenheiten arrangieren, wir müssen es ja auch -🙂

schlimmer ist doch, dass der tankstellenpächter (und der tut mir wirklich leid) sein einkommen nur noch aus cola, bier, bockwurst und zeitungen bestreiten kann und diesen gewinnfreien und risikobehafteten kostenbatzen des spritverkaufes am bein hat.

entspannte nachtwache!

Neben den genannten Punkten dürfte klar sein, dass die Ölmultis Ihre Gewinne aus der Kette Ölförderung - Raffinerie - Produktverkauf (=Tanke) nicht unbedingt am ende der kette erzielen müssen und nur sehr ungern in Deutschland versteuern. 😉

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