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Das Auto als Zeuge der Anklage

Themenstarteram 11. August 2016 um 16:51

Ich habe gerade einen interessanten Bericht im Deutschlandfunk gehört.

Mit Hilfe der gespeicherten Daten aus einem Mietwagen wurde ein Student zu 33 Monaten verurteilt, da er einen Fahrradfahrer bei einem Unfall tödlich verletzt hat. Rechtlich noch Neuland, aber nicht mehr unmöglich.

Das eigene Auto hat als Zeuge ausgesagt.

Auf Grund der Tatsache, das gerade nach Unfällen viel gelogen, betrogen und verschleiert wird, die Wahrheit oft schwer zu beweisen ist und im Dunklen bleibt, Opfer auf ihren materiellen oder gar körperlichen Schäden sitzen bleiben, finde ich das ein Weg in die richtige Richtung.

Wie seht ihr das in Bezug auf die Verkehrssicherheit, wenn solche Daten vor Gericht offiziell zugelassen werden ?

Hier noch, Dank Kai R. , der richtige Link zum angesprochen Fall.

Beste Antwort im Thema

Spätestens an dem Tag, an dem eure Frauen auslesen können, wie und wo ihr die letzten drei Überstunden verbracht habt und wieso das Auto dabei gewackelt hat, werdet ihr euch etwas Datenschutz zurückwünschen.

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Zitat:

@MvM schrieb am 11. August 2016 um 19:19:01 Uhr:

Zitat:

@berlin-paul schrieb am 11. August 2016 um 18:57:12 Uhr:

Und für den Regelfall (Fahrer=Halter=Eigentümer). Woher weiß der von der Datenerhebung und Speicherung der Fahrzeugsysteme? Unter Allgemeinwissen würde ich das nicht verbuchen.

Das steht in der regel immer irgendwo im Handbuch des Fahrzeugs...

Das steht natürlich NICHT in irgendeinem Handbuch des Fahrzeugs! Das sind Datensammler, die über die Sensoren im Fahrzeug bewegungsrelevante Daten erfassen. Meistens durch Versicherungen gefordert oder zur Lokalisierung für bestimmte Dienste des Car-Sharing-Betreibers.

Ich hätte nichts dagegen, wenn das überall so gemacht würde. Dann würden sich die Rowdies im Straßenverkehr mehrmals überlegen, was sie tun.

 

Zitat:

@Lagebernd schrieb am 11. August 2016 um 20:27:35 Uhr:

Zitat:

@MvM schrieb am 11. August 2016 um 19:19:01 Uhr:

 

Das steht in der regel immer irgendwo im Handbuch des Fahrzeugs...

Ich hätte nichts dagegen, wenn das überall so gemacht würde. Dann würden sich die Rowdies im Straßenverkehr mehrmals überlegen, was sie tun.

Diesen großen Bruder wird sich wohl niemand außer dir wünschen.

Aber nach richterlichem Beschluss bei schweren Straftaten halte ich es für idiotisch, mögliche Beweissicherungen und Fahndungswerkzeuge nicht zu nutzen (wie das angeblich beim LKW Mautsystem gehandhabt wird).

Zitat:

@PeterBH schrieb am 11. August 2016 um 17:49:09 Uhr:

Das war es dann wohl mit zwei Grundrechten des "Rechtsstaates" - sich selbst nicht belasten zu müssen und das Selbstbestimmungsrecht bzgl. der eigenen Daten. Zukunft, mir graust vor dir.

Beide Grundrechte werden von der hier diskutierten Technologie nicht berührt.

Mit Big Data werden schon heute Milliarden verdient. Jeder der googelt ist eine Datenquelle, mit den Apps auf den Smartphones und den Geräten selbst werden Daten gesaugt, und mit den Smartwatches gehts momentan munter weiter. Scheint den Leuten nichts auszumachen dass sie nicht Nutzer sondern zur W a r e geworden sind. Mit den Fahrzeugdaten wird die nächste Runde eröffnet. Es ist nicht der Staat der mir Sorgen macht, solange er sich an die demokratischen Regeln hält: es ist die unkontrollierte Weitergabe von Daten die uns Sorgen machen muss. das es irgenwo Dunkelmänner gibt die durch Zusammenführung von Daten dein Profil erstellen können. Leute die du nicht kennst und die keiner kontrolliert und die mehr über dich wissen als du dir denken kannst. Hast du eine Kundenkarte beim Supermarkt? ja? Kaufst du da Bier oder Wein? Wieviel? Deine Krankenkasse könnte das bei einer Lebererkrankung durchaus interessieren. Lungenkrebs? Ah ja der hat jeden Tag ne Schachtel verqualmt.

Wie gesagt: der Staat ist nicht die gefährliche Krake, es sind die Datenhändler. Solange meine Daten bei BMW sind ist mir nicht sehr bange.

Tja, Pech gehabt. Die Wahrheit, wie etwas objektiv passiert ist, muß aufgedeckt werden!

Nur so kommen Unschuldige zu ihrem Recht! Und wenn dein Auto gegen dich aussagt: Eben Pech gehabt! Im übrigen ist das im Flugverkehr, Piloten und Lotsen bereits lange so. Man muß zu dem stehen was man getan hat, so einfach ist das.

rzz

Zitat:

@PeterBH schrieb am 11. August 2016 um 17:49:09 Uhr:

Das war es dann wohl mit zwei Grundrechten des "Rechtsstaates" - sich selbst nicht belasten zu müssen und das Selbstbestimmungsrecht bzgl. der eigenen Daten. Zukunft, mir graust vor dir.

.....im übrigen kannst du als Straftäter in D vor dem Richter immer noch die Mitleidstour mit der schweren Kindheit abziehen, das klappt in D immer noch um auf Bewährung rauszukommen.....

rzz

Da wirst Du sicherlich auf deinen Erfahrungsschatz zurückgegriffen haben. Bist halt ein Glückspilz ;)

Ich weiß nicht so richtig, was hier abgeht.

Die Möglichkeit, auch bei ganz normalen PKWs massiert Telemetriedaten zu speichern, ist relativ neu. Die Folgen - im Guten wie im Schlechten - muss die Gesellschaft erst erkunden und ihre Regeln entsprechend anpassen. Bis dahin wird es auch Ängste, Wildwuchs, Missbrauch geben.

Ist doch alles gaaaanz einfach: Kauft euch Old-oder Youngtimer. Da ist nix mit schnüffeln, höchstens am Auspuff ohne Kat :D.

Zitat:

@rockyzoomzoom schrieb am 11. August 2016 um 22:40:15 Uhr:

Tja, Pech gehabt. Die Wahrheit, wie etwas objektiv passiert ist, muß aufgedeckt werden!

Nur so kommen Unschuldige zu ihrem Recht! Und wenn dein Auto gegen dich aussagt: Eben Pech gehabt! Im übrigen ist das im Flugverkehr, Piloten und Lotsen bereits lange so. Man muß zu dem stehen was man getan hat, so einfach ist das.

rzz

Korrekt!

Interesse an Verschleierung kann genau genommen auch nur derjenige haben, der sich wissentlich im Unrecht befindet oder zumindest ein schlechtes Gewissen hinsichtlich der Fehlerfreiheit seines Handelns hat.

Zitat:

@Bikerleo66 schrieb am 12. August 2016 um 10:06:02 Uhr:

Korrekt!

Interesse an Verschleierung kann genau genommen auch nur derjenige haben, der sich wissentlich im Unrecht befindet oder zumindest ein schlechtes Gewissen hinsichtlich der Fehlerfreiheit seines Handelns hat.

ganz sicher nicht korrekt. Es ist nun mal ein Grundrecht, dass sich niemand selbst belasten muss. Dazu gehört auch, dass man nicht die Mittel zur Verfügung stellen muss, um sich zu belasten. Das ist kein Unrecht sondern ein vollkommen legitimes Interesse. Es ist völlig naiv, sich hinzustellen und zu postulieren, dass man wegen eines guten Gewissens an der eigenen Bestrafung gefälligst mitzuwirken habe, so funktioniert es einfach nicht.

Würdest Du auch so sehen, wenn Du mal der Urheber eines Fehlers bist.

Solche Daten können selbstverstänlich nicht nur "Zeugen der Anklage" sein, sondern ebenso ggf. Indizien der Anklage entkräften und Aussagen von "Zeugen der Anklage" widerlegen.

Es geht ja auch nicht um Belegung "von Fehlern", sondern darum, wer die Schuld am Tod eines Menschen trägt oder Vergleichbares.

denk das doch einfach mal zu Ende, dann kommst Du zu einem Auto, welches selbständig der Bußgeldstelle meldet, wenn der Fahrer die erlaubte Höchstgeschwindigkeit überschreitet. Technisch überhaupt kein Problem. Aber: wollen wir das?

Darum geht es aber überhaupt nicht. Ich kenne jedenfalls niemanden, der so etwas denkt (am Stammtisch schon, aber das ist ja nicht relevant).

Zitat:

@Kai R. schrieb am 12. August 2016 um 11:30:32 Uhr:

denk das doch einfach mal zu Ende, dann kommst Du zu einem Auto, welches selbständig der Bußgeldstelle meldet, wenn der Fahrer die erlaubte Höchstgeschwindigkeit überschreitet. Technisch überhaupt kein Problem. Aber: wollen wir das?

Diese Frage wird garnicht erst gestellt, das wird kommen!

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