D4 VEA Kostenlawine zum 6. Geburtstag
Ich darf meinem V70 - 8 Gang Automatik bei einem Kilometerstand von knapp unter 150.000km folgende Geschenke machen:
- AGR-Kühler neu nach Aufleuchten der orangen Warnleuchte
- Ventildeckel neu nach Öl im Ölwanne
- Zahnriemenwechsel samt Wasserpumpe aufgrund Kilometerstand
Die Themen sind im Zuge des Jahresservice aufgetaucht. Die Volvo-Werkstätte versucht in Kulanz über den Hersteller eine Kostenbeteiligung der beiden ersten Positionen zu erreichen.
Trotzdem rechne ich für mich mit Kosten von 2-3 TEUR 😮.
Ich habe diese Motor- Getriebekombination bisher als sprintstark, kostengünstig und auch komfortabel wahrgenommen. Der Aufwand für Jahresservices, zum Teil auch mit Ersatz von Verschließteilen z.B. Bremsen, lag meist im dreistelligen EUR-Bereich 😁. Es gab also keinen Grund, sich nach Alternativen umzusehen.
Was habe ich in den nächsten Jahren von Motor/Getriebe bei diesem KM-Stand kostenseitig noch zu erwarten?
Auf Basis eurer Rückmeldungen sehe ich für mich drei mögliche Wege:
- das Fahrzeug noch ein oder zwei Jahre behalten
- Wechsel auf einen neuen/jüngeren Volvo Diesel (Hybrid von Volvo liegt nicht in meinem Budgetrahmen)
- Wechsel auf anderen Hersteller mit Hybrid oder Elektroantrieb
Würde mich über eure Infos / Kommentare sehr freuen!
47 Antworten
Nicht zu vergessen den V50 von 2010 bis 2012 mit 5-Zyl. D3 150 PS (siehe Wikipedia). Kann mich aber auch erinnern, hatte ich mal in der Auswahl.
Ist aber hier alles nicht das Thema, oder?
D4 VEA hat 4-Zyl, 2l und 181PS. Bis auf den AGR Fehler und die Undichtigkeiten der VDD/Nockenwelle ist’s ja eher Wartung. Kann man auch getrennt machen lassen....und nicht alles auf einmal. Kostenlawine wurde ich’s auch nicht nennen, sondern kumulierte Wartungskosten ...dafür dürfte vorher nicht viel angefallen sein.
Jetzt verkaufen bringt’s imho nicht. Alles andere ist eher noch teurer.
Eher etwas recherchieren und so kosten sparen und nicht zur teuren VolvoWerkstatt gehen. Dann geht’s u.U. auch für due Hälfte.
Letztlich bleibt´s bei der Frage:
Will man sich den Kauf eines Neuen/Gebrauchten schönreden, was ich durchaus nachvollziehen kann?
Denn warum sollte man Geld in ein Auto stecken, dass man sowieso nicht mehr so richtig will.
Oder man betrachtet wirklich die Kosten, dann kann man eigentlich nur beim "Alten" bleiben...
Dem ist nichts hinzuzufügen.
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Zitat:
@mg-extra schrieb am 16. April 2021 um 08:00:58 Uhr:
Denn warum sollte man Geld in ein Auto stecken, dass man sowieso nicht mehr so richtig will.
Wer bei 150TKm kein Geld mehr für einen Standardservice investieren möchte/kann, sollte sich Fragen, ob die Marke (der Typ) den wirklich zu einem passt! 6 Jahre wurde der Wagen nun gefahren, ohne relevantes Geld investiert zu haben. Dann kann eigentlich der einzige Tipp nur lauten: VERKAUFEN!
Brain
Zitat:
@brainworx schrieb am 16. Apr. 2021 um 10:28:07 Uhr:
Wer bei 150TKm kein Geld mehr für einen Standardservice investieren möchte/kann, sollte sich Fragen, ob die Marke (der Typ) den wirklich zu einem passt!
Das trifft aber grundsätzlich auf alle Marken zu. Ein ZR-Wechsel kostet nun mal Geld + Wartung sind da schnell 1.000+€ zusammen.
Zitat:
@volvohondasaab schrieb am 16. April 2021 um 10:30:36 Uhr:
AGR-Kühler und Ventildeckel neu ist Standardservice? Komische Unterstellung an den TE.
Ich kann den Unmut schon verstehen, insbesondere weil bei Kauf der ZR erst bei 240TKm in der Kalkulation war. Der Kühler ist so gut wie bei jeder Diesel-Marke um 6A-C ein Standardtauschobjekt und die VDD leider beim VEA ebenfalls. Ich habe o.g. Motor, bereits das zweiten AGR incl. Kühler verbaut und die VDD wurde ebenfalls 2x getauscht, incl. Nockenwellenlagerblöcken und den ganzen Artikeln drumherum. Wenn ich hier so im Forum lese, würde ich mal sagen: Das ist der Standard :-) Gut, wenn der TE es geschickt angeht, sind die beiden letzteren Dinge mit 0€ auf der Rechnung wiederzufinden und dann bleibt der ZR als einzige Position übrig. Wenn die Werkstatt sich dann noch dumm anstellt, gibt es sogar ne neuen Rumpfmotor on top. Dann würde ich sogar von einem ausserordentlichen Schnäppchen sprechen!
In diesem Sinne, immer munter bleiben, es gibt Schlimmeres.
Brain
Ich bin jetzt bei 8 Jahren mit meinem V60, natürlich muss man Geld für Verschleißteile in die Hand nehmen, aber das ist immer günstiger als ein neues Auto. Ich bin immer noch sehr zufrieden mit der Kaufentscheidung. Allerdings drifte ich langsam in Richtung E-Fahrzeuge, da wird es wohl nächstes Jahr ein neues Auto bei mir geben 🙂, und da entfällt dann das ganze Gedöns mit Ölwechsel- und Bremsenservice, AGR, Turbo, Auspuff, usw., ein paar Kleinigkeiten werden aber immer bleiben.
Naja, auch ein E-Auto muss mal Bremsen, auch wenn da viel über die Rekuperation passiert. Und Kostenexplosionen sehe ich bei einem elektrisch angetriebenen Fahrzeug auch vor mir auftauchen, spätestens wenn die Batterie den Geist aufgibt oder das zentrale Lademanagment mal nicht mehr möchte. Was eventuell dort entfällt, ist ne Diskussion über größere Reparaturen nach 6 oder 7 Jahren. Dann ist die Karre nämlich keinen Pfifferling mehr wert, weil die Batterieentwicklung mittlerweile 3 Generationen weiter ist :-). Versteht mich nicht falsch. Ich bin ein sehr großer Freund von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen, dass die jedoch nur ne' Appel und ne' Ei in der Unterhaltung kosten, halte ich für ein Gerücht.
D4 01/2017 Haarriss am Motor ca. 5mm ( zwischen Automatikgetriebe und Motorblock).
Bekam neuen Motor ca.6000€ hatte noch rest Garantie .
Bei einer Laufleistung 124000 km
Scheckheft bei Volvo.
Supi
Meiner Meinung sind die Wartungsintervalle von 30000km zu lang. Das führt zu Turboschäden , verkoklung und defekten AGRs
Zitat:
@Ratep schrieb am 20. Dezember 2022 um 15:50:36 Uhr:
Meiner Meinung sind die Wartungsintervalle von 30000km zu lang. Das führt zu Turboschäden , verkoklung und defekten AGRs
Verkokung und defekte/verklemmte AGR-Ventile resultieren eher aus der Verbrennung und dem entstehenden Ruß. Nichtsdestotrotz sind Ölwechselintervalle von 30.000 km auch meiner Ansicht nach zu lang.
Ich denke auch das Ölwechselintervalle von 30tkm zu lang sind. Das Öl ist einfach fertig nach der Laufleistung. 20tkm sind meiner Meinung das höchste der Gefühle. Besser wäre nach 15tkm wechseln.
Allerdings kommen dann einige von uns hier, und da gehöre ich auch zu, nicht mehr mit 1x jährlich Ölwechsel hin. Da muss dann unter Umständen schon nach 9-10 Monaten gewechselt werden.
Ich schmeiss das Öl nach 15 tkm raus . Optisch könnte man gar nicht sagen , ob das Öl 30tkm oder 15 tkm gelaufen ist . 5,2 Liter Öl + Ölfilter + Kraftstofffilter für 80€ tut nicht weh