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CTEK MXS 5.0 normal Modus für AGM Batterie?

Themenstarteram 18. Dezember 2021 um 12:52

Hallo zusammen,

ich habe ein kleines Problem mit meinem CTEK MXS 5.0 Ladegerät.

Benutze das Gerät seit vielen Jahren für verschiedene Autos und es hat bisher nie Probleme gegeben.

Mein Cabrio (noch nie mit dem Ctek geladen) wollte ich heute nach ca. 2 Monaten Standzeit mal ans Ladegerät hängen und habe dabei festgestellt, daß der Mode Taster am CTEK wohl leider nicht mehr funktioniert.

Normalerweise lässt sich damit ja zwischen Motorrad, KFZ, Motorrad + AGM, KFZ + AGM und Recond umschalten.

Es zeigt beim drücken aber keinerlei Funktion und hängt im "normalen" Kfz Modus fest, sodass ich nicht die AGM Option dazu wählen kann.

Nach etwas googlen scheint dieses Problem wohl bei älteren CTEKs wohl öfter aufzutreten da der Taster sich verabschiedet. (mein CTEK ist so 6 Jahre alt und ca. 1 Jahr aus der Garantie).

Jetzt meine Frage, schadet es meiner AGM Fahrzeug Batterie wenn ich diese nur im Kfz Modus ohne die zusätzliche AGM Option lade?

Vielen Dank und ein schönes Wochenende

SLKler

PS: Das Ladegerät hängt nicht direkt an der Batterie, sondern an den fürs Laden und Starthilfe geben vorgesehen Punkten im Motorraum.

Oder kann es evtl. daran liegen, daß die Steuerung des CTEK das nicht richtig erkennt und mir somit nicht die Möglichkeit gibt den Modus umzuschalten?

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21 Antworten

Meines Erachtens nicht. Siehe Bedienungsanleitung. AGM-Ladung ist ja eine Option.

Themenstarteram 18. Dezember 2021 um 13:08

Danke für deine Antwort :)

Aus der Anleitung geht leider nur hervor das man bei einer AGM Batterie den entsprechenden AGM Modus verwenden soll, aber leider nicht was passiert wenn man eine AGM Batterie ohne diesen Modus lädt :-/

Der normale Modus ist kein Problem. Der wesentliche Unterschied zum AGM-Modus ist, dass die Ladeschlussspannung beim normalen Modus geringer ist (findest du auch im Bildchen auf Seite 11 oder der Tabelle auf Seite 10 der BA). Somit kann der AGM-Batterie nichts passieren, sie wird nur nicht ganz vollgeladen.

 

Gruß

Uwe

AGM ist die robuste Version der SLI Batterie :)

Zitat:

@Uwe Mettmann schrieb am 18. Dezember 2021 um 13:20:03 Uhr:

..Somit kann der AGM-Batterie nichts passieren, sie wird nur nicht ganz vollgeladen..

Doch, aber es dauert halt etwas länger.

Exakt.

Wie weit darf man dann mit der Ladeschlussspannung runtergehen und die Batterie wird immer noch vollgeladen?

 

Gruß

Uwe

Du kannst auch mit 13.6V die Batterie voll bekommen, dauert halt länger.

So sollte ein AGM Akku geladen werden,

http://www.batteriedienst24.de/downloads/ladekennlinie-varta-agm.pdf

Wird die, gegenüber Blei Akkus, leicht erhöhte Ladeschlussspannung dauerhaft nicht eingehalten schädigt das den Akku.

Weiter ist das Laden mit IUoU Kennlinie wichtig,

- Damit wird zu Beginn der Ladung mit einem durch die Kennlinie im Ladegerät begrenztem, aber konstantem Strom. ( das „I“ in der IUoU)

(Bei Spannungs geregelten Ladekennlinien würde sich sonst ein weit höherer Strom einstellen)

- Nach erreichen der Ladeschlussspannung (AGM ca.14,8V / Blei ca 14,2V) schaltet das Ladegerät auf einen konstanten, erhöhten Spannungswert ( 14,8V) um, der Strom sinkt jetzt im weiteren Ladeverlauf kontinuierlich ab. (das „Uo“ für „over Voltage“)

- wird ein bestimmter Stromwert dann unterschritten, gilt der Akku als „voll“ und es wird auf Spannungsgeregelte „Erhaltungsladung“ ( ca 13,5 V ) umgeschaltet. ( das letzte „U“)

Ein seltenes Laden von AGM Akkus ohne diese Kennlinie wird wohl keinen Schaden anrichten, häufiges Laden nimmt ein AGM Akku dann wohl doch irgendwann übel.

Wenn das so wäre, würden sämtliche AGM Akkus wohl defekt gehen, speziell in Fahrzeugen, die ab Werk normale Nassakkus hatten. Nicht jedes Auto lädt die AGM mit 14,8 V Ladeschlussspannung.

Zitat:

@kasemattenede schrieb am 18. Dezember 2021 um 17:50:58 Uhr:

..Wird die, gegenüber Blei Akkus, leicht erhöhte Ladeschlussspannung dauerhaft nicht eingehalten schädigt das den Akku. Weiter ist das Laden mit IUoU Kennlinie wichtig..

1. Jedes gute Automatik-Ladegerät verwendet doch IUoU.

2. Eine AGM verträgt zwar eine höhere Ladespannung, braucht sie aber nicht.

Mit einer höheren Ladeendspannung wird sie allerdings schneller voll.

Zitat:

@benprettig schrieb am 19. Dezember 2021 um 09:53:39 Uhr:

Wenn das so wäre, würden sämtliche AGM Akkus wohl defekt gehen

Tun sie auch. Alle Akkus unterliegen einer Alterung und gehen „irgendwann defekt“ Die Frage ist nur wie lange man das durch geeignete Maßnahem verzögern kann.

Zitat:

speziell in Fahrzeugen, die ab Werk normale Nassakkus hatten.

Stimmt genau……AGM Akkus in solche Fahrzeuge zu verbauen ( meist in der Hoffnung auf eine längere Lebensdauer als der konv. Bleiakku) ist nicht klug. Der vorh. Laderegler wird dem AGM Akku nicht gerecht. Natürlich wird der AGM Akku nicht kurzfristig kaputt gehen, aber die mögliche längere Lebensdauer und höhere Startfestigkeit gegenüber dem Bleiakku, wird man dann nicht erreichen. Man zahlt für einen AGM Akku deutlich mehr ohne die Gegenleistung nutzen zu können. Einzig durch die höhere Vibrationsfestigkeit verzögert man die Bleischlammbildung am Boden des Akkus vielleicht etwas.

Zitat:

Nicht jedes Auto lädt die AGM mit 14,8 V Ladeschlussspannung.

Nein, aber die Laderegelegung moderner Fahrzeuge mit Start/Stop/Rekuperations-Systemen

bietet für die dort eingesetzten AGM Akkus eben dann doch geeignetere Ladekennlinien als ältere Systeme.

Beispielsweise wird während der Rekuperationsphase die Klemmenspannung des Generators erhöht um möglichst viel Energie in dieser Phase in den Akku zu speichern. Dieses Verhalten kommt dann der erhöhten Ladeschlussspannung eines AGM Akkus entgegen, verzögert die Sulfatierung etwas und bringt in Summe einen durchschnittlich höheren Ladezustand.

Übrigens…..es macht auch „anders herum“ Sinn, beim Beschleunigen wird der Generator entlastet, in dem man die Generatorspannung kurzzeitig absenkt um den Motor zu entlasten.

(Ob DAS was bringt sei aber mal dahingestellt:D)

Prinzipiell wird ein Fahrzeug in dem AGM Akkus vorgesehen sind, sich mit einem Bleiakku nicht unmittelbar selbst zerstören und anders herum natürlich auch nicht. Aber man reduziert die mögliche Lebensdauer der jeweiligen „falsch“ verbauten Akkus.

Also warum so etwas tun?

Gleiches gilt dann für „externes“ Laden der Akkus…klug ist es ein jeweils geeignetes Ladegerät/Ladeverfahren zu nutzen um den Eigenschaften des jeweiligen Akkutyps genüge zu tun. Gelegentliche Abweichungen sind sicher tolerabel, wenn sie nicht zu arg von der Norm abweichen.

Zitat:

@4Takt schrieb am 19. Dezember 2021 um 10:43:05 Uhr:

Zitat:

@kasemattenede schrieb am 18. Dezember 2021 um 17:50:58 Uhr:

..Wird die, gegenüber Blei Akkus, leicht erhöhte Ladeschlussspannung dauerhaft nicht eingehalten schädigt das den Akku. Weiter ist das Laden mit IUoU Kennlinie wichtig..

1. Jedes gute Automatik-Ladegerät verwendet doch IUoU.

2. Eine AGM verträgt zwar eine höhere Ladespannung, braucht sie aber nicht.

Mit einer höheren Ladeendspannung wird sie allerdings schneller voll.

Stimme ich dir völlig zu.

AGM Akkus sollte man sinnvollerweise mit der dafür geeigneter Kennlinie eines modernen Ladegeräts laden.

Hier war oben die Frage nach einer möglichst kleinen Ladeschlussspannung gestellt und das macht eben besonders an AGM Akkus keinen großen Sinn und wird durch „IUoU-Laden“ verhindert.

Zitat:

@benprettig schrieb am 19. Dezember 2021 um 09:53:39 Uhr:

Wenn das so wäre, würden sämtliche AGM Akkus wohl defekt gehen, speziell in Fahrzeugen, die ab Werk normale Nassakkus hatten. Nicht jedes Auto lädt die AGM mit 14,8 V Ladeschlussspannung.

Wer baut auch eine AGM Batterie in ein Fahrzeug ein, das auf Standardakkus ausgelegt ist? Und wenn, ist der geänderte Batterietyp im Fahrzeug "anzumelden".

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