Chipszeit: Morgen kommt der Gutachter. Kompletter Bremsenaustausch bei 45tkm?
Moin zusammen,
ja, lange habe ich nichts von mir hören lassen. Viel zu tun und Audi mackenlos, daher... Bis vor kurzem nun allerdings. Lehnt euch mal zurück und lest euch meine Geschichte durch. Es fing damit an, dass...
...vor zwei Wochen die Bremskontrollleuchte einen Verschleiß der Bremsbeläge anzeigte. Was mich missmutig stimmte: Kilometerstand aktuell ca. 45tkm, Beläge vorne jedoch erst März 2009 bei ca. 26tkm zusammen mit der Inspektion gewechselt. [Zur Notiz: Es handelt sich um einen A6 Limo 3.0 TDI Q TT, BJ 01/08, Zweikolben-17"-Bremsanlage.] Vielleicht erinnert sich der ein oder andere, ich hatte damals angefragt, ob dies im Rahmen ist, bei 26tkm bereits neue Beläge zu bekommen. Na gut, ich hingedüst zum Audiservice um die Ecke. Diagnose: Kabel der Verschleißanzeige vorne rechts direkt am Bremsbelag abgerissen! "Könnte ein Marder gewesen sein" war die Aussage. Es wurde dann der Kontakt überbrückt, da nach Aussage des Kundendienstlers die Beläge ja sonst noch wie neu wären.
Zwei Tage später: Kontrolleuchte geht wieder an! Anruf beim 🙂, dass es sich ausgebrückt hat. Vermutung wird geäußert, dass möglicherweise Wasser in die Überbrückung eingedrungen ist, ich solle mal einfach zwischendurch vorbeikommen. Gemacht, getan: Direkt in der Expressdiagnose stellt sich raus: Nu' ist auch links das Kabel ab! Wieder direkt plan ab am Belag. Ratlosigkeit machte sich breit. Da die Garantie auf den Belägen bereits vorüber war (>6 Monate, fast 20tkm gelaufen) wurde mir nahe gelegt, dass ich mich mit dem Betrieb auseinander setze, wo die Beläge letztes Jahr gewechselt wurden, möglicherweise wurde ein Einbaufehler begangen, so die Aussage. Denn man muss jetzt dazu wissen, dass der Betrieb, der letztes Jahr die Beläge gewechselt hat, ein anderer etwas weiter entfernter Betrieb ist, nämlich der 🙂, bei dem auch der Wagen geleast wurde.
Jetzt wird es spannend: Heute Mittag war ich bei diesem ausliefernden Betrieb, erzählte denen die Geschichte und die wollten sich selbst - verständlicherweise - davon ein Bild machen. Bin dann kurz mit Frau und Kind spazieren und shoppen gegangen. Zurück beim 🙂 traf mich dann der Schlag: Die komplette Bremse, also Bremssättel, Scheiben & Beläge müssten dringendst getauscht werden, die Bremssättel würden beide festsitzen, deshalb seien innen die Beläge komplett aufgebraucht, fast schon Metall auf Metall! Kosten ca. 1200€, Audi würde nach interner Kulanzanfrage 70% Materialkosten übernehmen. Bei meinem Glück ist das Auto seit zwei Monaten aus der Garantie. Ich könne ja über den Audikundendienst versuchen, mehr Kostenübernahme zu erreichen.
Ich hatte nun im ersten Moment einen riesen Hals auf den 🙂, der die Bremsbeläge überbrückt hat, aus zwei Gründen sogar: Ich hatte im Januar extra das Auto bei ihm, damit er checkt, ob evtl. Defekte vorlägen, die im Garantierahmen zu beheben wären. Das wurde verneint. Viel schlimmer finde ich aber, dass man mich mit nahezu defekten Bremsen wieder auf die Bahn schickte. Die hätten doch beim Überbrücken des Kabels die verschlissenen inneren Beläge erkennen müssen! Wenn ein Auto mit leuchtender Bremskontrollleuchte eingeliefert wird, ist dies doch das erste, was man macht!?
Nun bin ich Nachmittags direkt zum vorgenannten 🙂 zurück, um ihn zur Rede zu stellen. Lange Rede, kurzer Sinn: Nach direkter Untersuchung in der Expressdiagnose, Hinzuziehung des Meisters, Weiterführung in die Werkstatthalle und Hinzuziehung des Autohaus-Besitzers (!!) hat man mich nicht weiterfahren lassen und einen Gutachter für morgen bestellt: Die Bremsbeläge innen sind nur noch zu ca. 1mm vorhanden (Äußere Beläge sozusagen im Neuzustand), die Scheiben ebenfalls innen extrem eingelaufen und die Verschleißkabel wurden quasi von den Riefen der Scheibe abgetrennt! Ich konnte mir selbst ein Bild davon machen.
Nun fahre ich zur Zeit T5 und bekomme Nachricht bis Donnerstag.
Und nun seid ihr an der Reihe... 🙄
Schönen Abend,
der Markus
17 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von CaptainDickei
hallo 😉wenn ich das wüsste. ist ein fullleasing. also sprit, wagenwäsche, öl etc. ist alles mit im preis inbegriffen.
Hochinteressant. Mir wurde das auch damals angeboten, soweit ich mich entsinne, ich habe das aber für reine Abzocke gehalten. Wenn die allerdings tatsächlich so freizügig mit den Erstattungen sind, ist es womöglich die Investition wert bei einem Auto mit solchen Problemen wie bei dir. Aber davon geht man doch bei einem neuen Auto nicht aus, insofern ist dies wohl eine Frage der persönlichen Risikobereitschaft. Denn man müsste jetzt mal exakt gegenrechnen, was ihr genau an Aufpreis für den Fullservice jeden Monat bezahlt. Möglicherweise soviel, dass die Leasingbank tatsächlich nicht kneift, wenn sie hier und da mal eine Reparatur bezahlen muss.
Gruß
Markus
Update: Habe mein Baby endlich wieder. Nach der Einbremsphase bin ich mal gespannt, ob die Bremsen jetzt wieder fühlbar kräftiger zugreifen.
Weder ich noch der 🙂 hat seit Donnerstag weiteres Feedback von Audi bekommen. Bin mal gespannt, wer jetzt den Restbetrag der Rechnung übernehmen wird.
Uch ich bin noch wegen etwas anderem gespannt: Der Gutachter hat verlauten lassen, dass es früher mal Probleme mit dem ABS-Modul gab und dieses falsche Bremsdrücke an die Sättel geliefert hatte, wodurch sich diese ungleichmäßig an die Bremsscheibe drückten. Er konnte aber nicht sagen, ob es das Problem bei mir ist/war. Das stimmt mich nicht gerade munter, wer weiß, ob ich nach den nächsten 15tkm wieder neue Bremsen brauche. Denn das Modul wurde ja nicht getauscht... Habt ihr sowas schonmal gehört?
Schönes Restwochenende
Markus
Moin. Ich bin sauer. Audi hat reagiert. Sie übernehmen 100% Anteil an den Bremssätteln und 100% Lohn. Zusätzlich übernimmt das Autohaus nochmal 150€, somit bleiben für mich 270€ übriig, da Audi keinerlei Kulanz an den Verschleißteilen übernimmt.
D.h. ich habe nun auf 45tkm bereits den dritten Satz Bremsbeläge und den zweiten Satz Bremsscheiben, während andere hier ihre Beläge bei 70tkm gerademal zur Hälfte aufgebraucht haben (Übrigens auch 3.0TDI.)
Schon alleine, dass Audi 100% vom Rest übernimmt, zeigt doch, dass sie sich hier einer Schuld bewusst sind, also kann man doch davon ausgehen, dass die Verschleißteil aufgrund des Fehlers vorzeitig verschlissen sind... Und wer sagt mir, dass in 15tkm nicht wieder neue Scheiben und Bremsen notwendig werden?