Car-Sharing brauchen oder Gebrauchtwagen kaufen zum Autofahren lernen?
Hallo Zusammen
Ich bin in der Situation, dass ich den Führerschein mache, aber meine Eltern nicht Auto fahren und auch sonst nur schwer Begleitfahrer finden kann. Jedoch kenne ich 2 Personen, die sich gerne Zeit nehmen mit mir zu fahren, aber kein eigenes Auto haben, sondern nur Car-Sharing Angebote nutzen. (Lebe in der Schweiz)
Und ich habe jetzt einmal ein Car-Sharing Angebot benützt zum privat fahren, doch es kostet doch noch "viel". Pro Stunde etwa 2,5 Euro und pro Kilometer 50 cent. So ist man wenn man 2 Stunden lang fährt schnell Mal bei über 50 Euros. (Bei durchschnittlich 50 kmh). Für Langstrecke ist es halt nicht geeignet.
Daneben hat es noch Abo Kosten von etwa 50 Euros für 6 Monate und noch eine Selbstbehaltreduzierung etc.
Jetzt habe ich überlegt, ob es vielleicht mehr Sinn macht einfach einen günstigen Gebrauchtwagen zu kaufen (unter 3000 Euro) und mit dem zu fahren. Grundsätzlich ist ja bis jetzt alles kalkulierbar:
Ab etwa 6000 Kilometer lohnt es sich. Natürlich brauche ich nicht 6000 Kilometer bis zum Führerschein, aber auch später könnte / würde ich gerne sporadisch Auto fahren und dann macht es ja Sinn schon jetzt für das eigene Auto zu zahlen anstatt es dem Car-Sharing Anbieter zu geben.
Meine grösste "Angst" und auch der unkalkulierbarste Faktor sind die Reparaturen, die anfallen könnten.
Ich habe mir jetzt zum Beispiel Honda Civics von etwa 2007/2008 ins Auge gefasst, die zu diesem Preis zu haben wären mit 100k - 150k km. Wenn sie frisch vom TÜV kommen und gerade beim Service waren, kann man davon ausgehen, dass sie min. die nächsten 2 Jahre fahren ohne grösserer Reparaturen? Da ich ein Autoneuling bin, würde ich vor dem Kauf auch noch einen Occasionstest machen lassen.
Wie hoch sind durchschnittliche Reparaturkosten pro Jahr für so ein Auto? Meine Angst ist es, dass es zum Beispiel nach einem halben Jahr einen Totalschaden hat, und ich kein Auto und kein Geld mehr habe.
Mir gefallen Honda Civics optisch, und auch bezüglich der Robustheit und der Wartungsärme habe ich viel gutes gehört. Gibt es sonstige Modelle in diesem Preisbereich, die zu empfehlen wären, was die Langlebigkeit angeht?
Beste Antwort im Thema
Ich weiß nicht wie es in der Schweiz ist aber Vermieter, egal ob Mietwagen oder Carsharing, wollen in der Regel eine gewisse Fahrpraxis oder ein Mindestalter des Fahrers. Mach Dich da erst einmal Schlau ob das bei Dir überhaubt klappt. Wenn jemand anders das Fahrzeug mietet und Du damit fährst ist das auch keine Lösung. Die Anforderungen gelten für den Fahrer und nicht für den Mieter. Fahrer müssen meist auch verbindlich angegeben werden.
17 Antworten
Für mich hört sich das ein bisschen wie die Suche nach dem "Genuss ohne Reue" an. CarSharing ja, wenn es nix kostet, Gebrauchtwagen wenn er billig ist - aber ja keine Folgekosten verursacht usw. Für den Gebrauchten soll das Forum dann auch noch die Glaskugel zücken und den Restwert nach zwei Jahren voraussagen....
Das alles ist ganz einfach zu lösen: mittels etwas Grips und eines Taschenrechners.
Prinzipiell solltest du eins bedenken: Wer billig kauft, kauft zweimal.
Ein Auto kostet immer, immer, immer Geld. Es ist ein Luxusgegenstand, den man sich leisten *möchte*.
Ich halte es nicht für Ratsam mit dem Car-Sharing-Auto deine Fahrpraxis zu verbessern. Wenn irgendeine Form von Unfall passiert, wird das abartig teuer. Zumal ich skeptisch bin, dass die begeistert sind einen Fahranfänger den Spaß nutzen zu lassen. Ich weiß zwar nicht was du alles angeben musst, aber anhand der Führerscheinnummer kann man bestimmt einsehen wie lange du den hast.
Wenn du einen Rat bezüglich Autos willst, wirst du nie eine objektive Meinung bekommen. Jeder hat Präferenzen und ganz eigene Erfahrungen gemacht.
Für 3000€ wirst du schon sehr geduldig suchen müssen. Bedenke auch, dass der TÜV keine Garantie ist, dass dein Auto definitiv 2 Jahre ohne den Anspruch an Reparaturen fährt. Ich durfte diese Erfahrung bereits mit viel Geld bezahlen.
Persönlich kann ich Japaner und Koreaner empfehlen. Deren Zuverlässigkeit ist unumstritten. Überstürze nichts mit dem Autokauf. Ein Schritt nach dem andern.
Alles eine Frage der Kalkulation: gehen wir mal von 4.000 km freizeitverkehr aus. Und sagen mal 400h mietest du den Wagen (von wegen mal am we wegfahren). Sind 2.000 + 1.000 = 3.000 chf p.a.
Vorteil: du hast mit sprit und Reparaturen nichts am. Hut.
Ok 40*7l*1.30 = 370 + kfz Steuer 130 + versicherung? 800 = 1.300. servicekosten und normaler Verschleiß (oelwechsel, Bremsen, etc) sind 700 €. Vignette fuer die Autobahn etc etc
Und ein Wagen der so wenig oft bewegt wird sollte eine garage haben.
Ergebnis: Auto kostest wirklich viel Geld, die Freiheit wann immer man will in sein Auto zu steigen kostet sehr viel. Wenn du nur wenig fährst lohnt es sich kaum.
Die Zahlen hab ich jetzt mal geschätzt, musst du mit deinen echtwerten befuellen