C215, CL600 EZ 2000, Ölverlust vom Öl/Wasser-Wärmetauscher
Hallo zusammen,
ich musste Ölverlust am Öl/Wasser-Wärmetauscher feststellen.
Indirekter Beweis, weil man sieht ja nicht hin... Wo anders kanns aber aus dem V-Bereich kommend nicht herstammen.
Hat jemand das Teil schon mal gewechselt?
Man muss immerhin beide Zylinderköpfe abbauen. Dumm gelaufen.
Den Wärmetauscher kann man zerlegen, es sind Schrauben dran.
Die Dichtung zwischen den Gehäuseschalen, nicht die zum Motorblock hin, kann ich im EPC nicht finden. Das ist ein Hinweis darauf, dass ich das ganze Teil tauschen muss (ca. 600 Euro).
Hat schon jemand den WT selbst abgedichtet?
Ist schon riskant, wenn man die Vorarbeiten bedankt...
Aber wenn der alte undicht wurde, wird es der neue wohl auch.
Danke für Tipps,
Wolfgang
Beste Antwort im Thema
Hallo Interessierte,
erst mal entschuldige ich mich für die lange Pause. Ich hatte gar nicht gespannt, dass es Fragen gibt. Gerne werde ich meinen Kommentar dazu abgeben.
@ Wiesn Toni
Hey Alter, ich hab in Augsburg studiert. War super da. Viele Strafzettel allerdings. Das ist nicht so weit weg. Ich wohne in Schweitenkirchen an der A9. Also, wenn du mal vorbeifährst, kannst du gerne kommen.
@Bullethead
Das erste, was du brauchst, sind viele Spraydosen Bremsenreiniger. Die kosten fast nichts, wenn du 24 oder 48 Stück nimmst. Ich hatte die von Karamba. Das waren fast am billigsten und der jeweilige schwarze Kunststoffdeckel ist ohne Loch. Dadurch kann man die Deckel zum Anmischen von Kunstharz oder Farbe mit Härter oder zum Pinselreinigen verwenden, ohne dass man erst das Entlüftungslöchlein im Boden mit dem heißen Lötkolben zuschmelzen muss.
Nun zu deinem Problem: Das Öl muss voll weg sein. Dann Kunststoffteile entfernen. Wenn es sich anbietet, wie bei deiner Undichtigkeit, bei der ja sicher ein Dichtungswechsel angesagt ist, auch möglichst viel zerlegen und Silber drauf. Ich habe Felgensilber von - wenn ich mich recht erinnere - "Sprayla". Das hält erstaunlich gut, dafür, dass kein Härter drin ist - besser gesagt, dass es nur mit dem Luftsauerstoff härtet.
Die schwarzen Kunststoffteile werden sehr schön durch zuerst reinigen und dann Silikonspray drauf. Das Silikon ersetzt den denaturierten Teil des Kunststoffs, der die Oberfläche zusammengehalten hat und das matte Schwarz ergeben hat. Nach und nach wieder auffrischen, dann wird er wie neu.
@Gravitar
Überlegen wir mal logisch. Das Öl muss wo herkommen.
Vorschlag: Die Absaugstelle = vermutete Einleitung in den Lufttrakt an der Luftklappe abziehen und über einen durchsichtigen Schlauch wieder mit der Luftklappe verbinden. Unter der Motorhaube nach aussen eine Schlaufe vor der Windschutzscheibe umleiten und wieder verbinden. Jetzt siehst du während der Fahrt, ob da Öl kommt und wann.
Wenn ja, dann bleibt nur die Kurbelgehäuseentlüftung als Ölquelle. Nach meinem Verständnis wird der geringe Luftüberschuss (Undichtigkeit der Kolbenrinde, o. ä.) in den Ansaugtrakt eingesogen und vorher von Öl gereinigt. Das geschieht im "Siphon" des Wärmetauschers, da sich das Öl dort durch die Luftführung gut fängt und dann an der warmen Innenwand schnell nach unten ab-/zurückläuft. Wenn das Löchlein zu ist (Ablagerungen), dann können alle möglichen Szenarien ablaufen. Im Foto siehst du das Oberteil des Gehäuses. Das mittlere Rohr saugt ab, das andere kommt von der vorderen Entlüftung. Wenn also Öl in der Schlaufe auftaucht, kann es gut sein, dass das Ablaufloch im Sipon zu ist und sich da ein hoher Flüssigkeitsstand gebildet hat, von dem ein Teil bei starkem Unterdruck mit der Luft mitgeht. Ich fürchte, dann hast du die gleiche Reparatur vor dir, wie ich . Die Werkstatt baut natürlich einen neuen Wametauscher ein. Wenn du bezahlt hast, hast du das Gefühl, du hast ein kleines Grundstück gekauft.
Was noch wichtig ist: Die Gummiteile sind eine Katastrophe. NBR-Kautschuck. In Viton wären die ein paar Euro teurer gewesen, allerdings dünnwandiger, weil von Haus aus etwas härter. Jetzt sind sie durch die andauernde Hitze richtig hart, spröde, und eigentlich viel zu teuer, weil es so viele Teilstücke sind. Ich habe ein Kupferrohr gebogen und gelötet und brauchte nur noch die Anschlussstücke neu kaufen. Das System muss echt dicht sein, sonst zieht der Motor hinter der Luftklappe Falschluft, und die Elektronik weiß ab einer gewissen Menge nur einen Rat: Fehlermeldung. Also: Sauberen Schlauch am abgezogenen Teil von der Luftklappe anschließen und mit dem Mund ansaugen und prüfen, ob der Unterdruck eine Weile anhält.
Glaub mir bitte nicht alles. Ich versuche nur zu denken. Ausprobiert habe ich die Vorschläge selbst nicht. Ich würde jedenfalls so an die Sache herangehen. Vielleicht können ja andere mehr dazu sagen. Ich wünsche dir Glück bei der weiteren Diagnose und Reparatur und würde mich freuen, wenn du uns über den neuesten Stand informierst. Ich finde Motorreparatur ohne die Routine eines Meisters ist eine ziemlich spannende Denksport-Aufgabe.
Grüße
Wolfgang
50 Antworten
Poaaah Hut ab echt bin von den socken so wie du es hin bekommen hast will ich mich gleich sofort an den Motor machen 😁 mein Problem ist das bei mir das komplette Motoröl im Wasserbehälter landet und ein teil im kühlbehälter??
Der Mercedes Benz Mechaniker meinte das es am Ölkühler liegt und ich habe auch den M137 Motor drinn.
Wenn ich die Zylinderköpfe runter hab muss ich ja sicherlich auch den kompletten dichtungssatz für die köpfe kaufen oder?
Ist die halteklammer notwendig oder langt auch Farbmarkierungen?
Muss ich sonstiges beachten beim austauschen der Dichtungen?
Hallo CL600er,
danke für das Lob. Aber denken wir mal kurz nach: Wie glaubst du, dass das Öl von dem Ölwärmetauscher (Ölkühler ist komplett falsch, eher Ölwärmer) in das Kühlwasser gelangen kann? Wenn ich mich erinnere, dann ist das Kühlwasser unterhalb des Alu-Bodenteils. Und das ist ohne direkte Dichtung zwischen Öl und Wasser. Es müsste also der Boden gebrochen sein - extrem unwahrscheinlich.
Ich meine, das Öl kann eigentlich nur aus der Öl-beaufschlagten oberen Hälfte des Teils ins Freie gedrückt werden und am Motorblock herunterlaufen. Und das tut es eigentlich bevorzugt dann, wenn die Bohrung von dem Siphon in der kleineren Kammer fast schon zu ist - z. B. bei sehr schlechter Öl-Qualität. Dann nämlich dürfte tendenziell kein Unterdruck mehr in der Ölnebel-Absaugung herrschen, sondern pulsierender Überdruck. Schlag mich tot, wenn ich daneben liege, aber so sieht mein aktuelles Verständnis aus. Ich denke aber auch nicht weiter darüber nach, weil bei mir voll die Ruhe herrscht auf dem Gebiet. Toitoitoi!
Wäre eine Verbindung zwischen Kühlwasser und Öl-Bereich, wie es dein Mechaniker vermutet, dann würde es, glaube ich, eher das Wasser ins Öl drücken, denn im Wasserkreislauf herrscht ziemlich Überdruck. Nimm das nur als Impuls, noch mal selber scharf nachzudenken, oder mit deinem Mechaniker zu reden.
Und: Ja, Kopfdichtungen sind zwingend "one way". Nur bei den Schrauben und den Dichtungen der Ansaugbrücke kann man "sparsamer" sein, wenn man nicht allzu fest angezogen hat. Und die Sichtkontrolle nicht dagegen steht. Obwohl diese Dichtungen nicht wirklich teuer sind.
Es ist eigentlich schon lächerlich, wenn man wegen solchen Bagatellen die eigene Arbeit unterminiert.
Ich empfinde die Fehlersuche meistens als Qual, weil ich weiß, wie wichtig und mächtig richtig oder falsch sein können. Wahrscheinlich bin ich einfach zu scharf drauf, die Reparatur zu beginnengen. Wenn einem die Sonne in die geöffnete Garage scheint, man Zeit hat und weiß, dass richtig ist und Geld spart, was man macht, kann einen das sehr befriedigen.
Viel Glück bei deinen Entscheidungen und Aktionen.
Wolfgang
Hey, danke erstmal für die rasche Antwort.
Also, soviel ich weiss ist es doch eigentlich eher umgekehrt? Das der öldruck wesentlich mehr druck ausübt, so zwischen 4-5 bar oder? Und der Wasserdruck liegt um die 1,5 bar? Meine Theorie wäre so -> Da der Öldruck höher liegt und evtl. die Dichtung brüchig geworden ist, das das Öl in die Wasserkammer gedrückt wird und somit in den Kühlkreislauf gelangt. Vielleicht liege ich mit meiner Theorie ganz daneben, nur ich weiss selbst echt nicht mehr weiter. Habe soviele Foren durchgekämmt, google durchgekämmt, ergebniss 0..
Wie gesagt, weiss selber nicht ob ich dem Mechaniker (Meister) trauen kann.
Mir fällt auch im moment nichts anderes mehr ein ausser die Zylinderkopfdichtung und die Dichtung vom Wärmetauscher. Bei so einer riesen Menge von Öl muss es schon eine grössere Fläche sein wo beschädigt ist (Dichtungen, Risse). Wenn der Behälter leer ist und ich 2-3 Liter Öl in den Motor kippe, ist das ganze Öl in unter 20-30 Sekunden Komplett im Ausgleichsbehälter und läuft über. 🙁
Der Öldruck ist höher als der Wasserdruck. Den höchsten Druck haben die Gase im Brennraum. Wenn der Motor abgestellt wird, ist der Wasserdruck höher.
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Hallo Bullethead,
natürlich hast du recht. Aber an dem Siphon herrscht nicht der Öldruck, der die Schmierung vornimmt, sondern der "Druck", der oberhalb des Ölraums unten im Motor herrscht, also bevor die Öldruckpumpe es mit Druck durch die Lager schiebt. Und überlagert wird diese Atmosphäre von dem Unterdruck im Saugrohr. Denn dort wird der Ölnebel abgesaugt, "eingeatmet" und im Motor verbrannt. Hier herrscht also eher Unterdruck mit der Pulsation der Zylinderbewegungen.
Achso, was ich vergessen habe noch dazu zu erwähnen wenn der Motor läuft, läuft mir auch das öl vorne am Motor nach unten aus (Auto in leichter Keil position wegen dem Platz wo er steht). Das könnte doch sein das es am Ölkühler austritt? Leider sehe ich nicht viel da mir noch alles die Sicht versperrt. Ansonsten werde ich echt alles auseinander nehmen müssen und alle fraglichen Teile durchchecken. Das dauert mir dann aber auch viel zu lange 😁
Bitte entscheide dich, in welchem Thread über dein Problem diskutiert werden soll. 2 Threads sind unübersichtlich und die Informationen sind nicht zentral verfügbar.
hallo Leute, eine sehr interessante Seite, bin schon seid meinen 18 Lebensjahr jetzt 52 absoluter Mercedes Liebhaber und bin so fast alles gefahren was Mercedes so her gibt, seid 3 Wochen habe ich mir einen cl 600 zugelegt aus 2000 mit 118000 km und schon geht de ärger los. da ich sehr penibel bin habe ich erstmals alle Öl Zündkerzen Filter und bremsen komplett neu machen lassen dabei sind auch noch die beiden Stoßdämpfer vorne gemacht worden alles zusammen Schweine teuer aber egal wenn 600 dann auch richtig. jetzt habe ich auch noch das Problem mit dem Wärmetauscher leckt extrem und wird gerade gemacht. meine Frage an euch, kann es auch der Simmer Ring zum Getriebe sein wo das Öl rauskommt man kann es ja nicht richtig sehen und vor allen wo muss man unbedingt beim zusammen bauen drauf achten. danke an alle grüß Jürgen
Hi Leute
Ihr schreibt von "leckt extrem" und "das Auto sifft dass es nicht mehr lustig ist" u.s.w. Was heisst das bei Euch? Das wird wohl nicht ein Tropfen oder 2-3 Tropfen sein oder? Könnt Ihr mir genauere Angaben machen?
Und wo kommt das Öl genau runter?
Vielen Dank
Hallo Joschi,
erst mal mein Mitgefühl für die vielen teuren Reparaturen.
Nun zum Wärmetauscher. Wenn du es machen lässt, dann wird wohl der Macher schon wissen, was er zu tun hat.
Wenn jetzt ich dir das erzähle und du es dann dem weiter erzählst, dann kommt vielleicht etwas leicht Verändertes heraus. Also Vorsicht!
Grundsätzlich bedeutet der Tausch des WT , dass die beiden Zylinderköpfe runter müssen. Das ist schon eine Hausnummer. Ich würde also darauf achten, dass die nicht noch mal herunter müssen. Es macht sehr viel Sinn, die Gummiteile von der Ölnebenabsaugung zu erneuern, da diese wegen der hohen Temperaturen schon nach wenigen Jahren verspröden. Das ist eigentlich eine Fehlkonstruktion. Ich habe die Verbindung von den Kombiventilen (vorne rechts unter der Plastikabdeckung) zum Siphon des WT, die sich ursprünglich in der Mitte mit vielen zusammengesteckten Teilen durchschlängelt, aus 15 mm Kupferrohr zusammengelötet außen herum geführt und mit einem weicheren Gummischlauch-Bogen und Schlauchschelle angebunden. Da entstehen leicht Undichtigkeiten. Dann wird Falschluft angesaugt, und die kann die Ursache für einen Such-Marathon werden. Die Dichtung zur Abdichtung des WT zwischen den beiden Halbschalen ist leider im Originalzustand aus EPDM und verträgt die hohen Temperaturen nur eine gewisse Zeit, dann wird sie brüchig wie angefaultes Holz. Deshalb die Reparatur. Für den Rest des Autolebens hast du aber dann Ruhe. Obwohl: Man kann den WT auch zerlegen, reinigen und mit einer 3 mm Viton-Schnurdichtung besser ausstatten. Problem: Das Original ist 3,5 mm dick und Viton gibt es nur in 3 oder 4 mm. Das bedeutet: Dichtrand mit der Rillenseite um einige Zehntel dünner schleifen. Die Dichtschnur muss ca 25% gepresst werden, damit sie wie vorgesehen abdichtet. Aber das kostet zu viele Arbeitsstunden und was nützt es, wenn dieses Teil den Rest ewig überlebt...
Die Herkunft des Öls kannst du sicher beobachten, wenn du den Mittelteil der Schottwand zum Scheibenwischerbereich abnimmst und richtig reinleuchtest. Dann siehst du die Sauerei ganz gut. Der Simmerring zum Getriebe würde eher das rötliche Getriebeöl rauslassen. Das sieht man schon ganz gut, wenn man es auf einen weißen Untergrund streicht und daneben etwas aktuelles Motoröl. Oder mit einem Wattestäbchen aufnimmt. Auch liefern die Simmerringe nicht so schnell solche Unmengen an Öl. Ich habe auch immer diese Simmerringe in Verdacht, aber mein auf Vorrat gekaufter verstaubt seit vielen Jahren in der Schublade. Selbst bei einem Motorwechsel habe ich nichts ersetzt.
Auf dem ersten Bild siehst du den WT, der zwischen den Zylinderköpfen eingekeilt ist. Keine Chance, ohne "beide" Köpfe abzunehmen dran zu kommen. Auf dem zweiten Bild siehst du meine Kupfer-Umleitung. Da schwitzt nichts mehr wie früher und ich brauchte dringend den Platz in der Mitte für mein Gasinjektoren.
Und noch was: Wahrscheinlich wirst du auch die beiden Kunststoffrohre und den Verteilerblock hinter der Drosselklappe auf der Ansauggruppe abnehmen. Es ist Pflicht, die vier Gummidichtungen zu erneuern und - wenn du sicher sein willst, dass dir kein Öl aus der Ölnebel-Absaugung, das ja die Innenwände permanentbenetzt, durch die Dichtung kommt ganz allmählich in die Zündmodule läuft - klebe die Gummis mit Epoxi-Kleber (z. B. J-Weld) auf den Alu-Körper und streiche die Rohrmuffen vor dem Zusammenstecken mit Dichtungsmittel ein. Zum Epoxi: Wenn du die Oberflächen vorher mit Bremsenreiniger abschrubbst, klebt das so gut, dass du beim Ablösen den Gummi zerlegen würdest. Mehr wollten wir eigentlich nicht...
Das fällt mir so spontan ein.
Ich wünsche dir viel Erfolg und viel Freude an deinem neuen Spielzeug.
Sind die Kabel zur Fahrertür schon gebrochen? Da hätte man eigentlich feinere Litze verwenden müssen.
Grüße
Wolfgang
Zitat:
@ferri schrieb am 22. Oktober 2015 um 16:44:18 Uhr:
Hi LeuteIhr schreibt von "leckt extrem" und "das Auto sifft dass es nicht mehr lustig ist" u.s.w. Was heisst das bei Euch? Das wird wohl nicht ein Tropfen oder 2-3 Tropfen sein oder? Könnt Ihr mir genauere Angaben machen?
Und wo kommt das Öl genau runter?Vielen Dank
Kann das ein betroffener kurz beantworten? Würde mich interessieren...
Vielen Dank
Zitat:
@wg-design schrieb am 22. Oktober 2015 um 18:26:51 Uhr:
Hallo Joschi,erst mal mein Mitgefühl für die vielen teuren Reparaturen.
Nun zum Wärmetauscher. Wenn du es machen lässt, dann wird wohl der Macher schon wissen, was er zu tun hat.
Wenn jetzt ich dir das erzähle und du es dann dem weiter erzählst, dann kommt vielleicht etwas leicht Verändertes heraus. Also Vorsicht!Grundsätzlich bedeutet der Tausch des WT , dass die beiden Zylinderköpfe runter müssen. Das ist schon eine Hausnummer. Ich würde also darauf achten, dass die nicht noch mal herunter müssen. Es macht sehr viel Sinn, die Gummiteile von der Ölnebenabsaugung zu erneuern, da diese wegen der hohen Temperaturen schon nach wenigen Jahren verspröden. Das ist eigentlich eine Fehlkonstruktion. Ich habe die Verbindung von den Kombiventilen (vorne rechts unter der Plastikabdeckung) zum Siphon des WT, die sich ursprünglich in der Mitte mit vielen zusammengesteckten Teilen durchschlängelt, aus 15 mm Kupferrohr zusammengelötet außen herum geführt und mit einem weicheren Gummischlauch-Bogen und Schlauchschelle angebunden. Da entstehen leicht Undichtigkeiten. Dann wird Falschluft angesaugt, und die kann die Ursache für einen Such-Marathon werden. Die Dichtung zur Abdichtung des WT zwischen den beiden Halbschalen ist leider im Originalzustand aus EPDM und verträgt die hohen Temperaturen nur eine gewisse Zeit, dann wird sie brüchig wie angefaultes Holz. Deshalb die Reparatur. Für den Rest des Autolebens hast du aber dann Ruhe. Obwohl: Man kann den WT auch zerlegen, reinigen und mit einer 3 mm Viton-Schnurdichtung besser ausstatten. Problem: Das Original ist 3,5 mm dick und Viton gibt es nur in 3 oder 4 mm. Das bedeutet: Dichtrand mit der Rillenseite um einige Zehntel dünner schleifen. Die Dichtschnur muss ca 25% gepresst werden, damit sie wie vorgesehen abdichtet. Aber das kostet zu viele Arbeitsstunden und was nützt es, wenn dieses Teil den Rest ewig überlebt...
Die Herkunft des Öls kannst du sicher beobachten, wenn du den Mittelteil der Schottwand zum Scheibenwischerbereich abnimmst und richtig reinleuchtest. Dann siehst du die Sauerei ganz gut. Der Simmerring zum Getriebe würde eher das rötliche Getriebeöl rauslassen. Das sieht man schon ganz gut, wenn man es auf einen weißen Untergrund streicht und daneben etwas aktuelles Motoröl. Oder mit einem Wattestäbchen aufnimmt. Auch liefern die Simmerringe nicht so schnell solche Unmengen an Öl. Ich habe auch immer diese Simmerringe in Verdacht, aber mein auf Vorrat gekaufter verstaubt seit vielen Jahren in der Schublade. Selbst bei einem Motorwechsel habe ich nichts ersetzt.
Auf dem ersten Bild siehst du den WT, der zwischen den Zylinderköpfen eingekeilt ist. Keine Chance, ohne "beide" Köpfe abzunehmen dran zu kommen. Auf dem zweiten Bild siehst du meine Kupfer-Umleitung. Da schwitzt nichts mehr wie früher und ich brauchte dringend den Platz in der Mitte für mein Gasinjektoren.
Und noch was: Wahrscheinlich wirst du auch die beiden Kunststoffrohre und den Verteilerblock hinter der Drosselklappe auf der Ansauggruppe abnehmen. Es ist Pflicht, die vier Gummidichtungen zu erneuern und - wenn du sicher sein willst, dass dir kein Öl aus der Ölnebel-Absaugung, das ja die Innenwände permanentbenetzt, durch die Dichtung kommt ganz allmählich in die Zündmodule läuft - klebe die Gummis mit Epoxi-Kleber (z. B. J-Weld) auf den Alu-Körper und streiche die Rohrmuffen vor dem Zusammenstecken mit Dichtungsmittel ein. Zum Epoxi: Wenn du die Oberflächen vorher mit Bremsenreiniger abschrubbst, klebt das so gut, dass du beim Ablösen den Gummi zerlegen würdest. Mehr wollten wir eigentlich nicht...
Das fällt mir so spontan ein.
Ich wünsche dir viel Erfolg und viel Freude an deinem neuen Spielzeug.
Sind die Kabel zur Fahrertür schon gebrochen? Da hätte man eigentlich feinere Litze verwenden müssen.Grüße
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
erst mal tausend dank für deine Antwort, werde es 1zu1 an meinen Mechaniker weitergeben.
Zum Glück muss ich das nicht selber machen zum anderen wird es wohl sehr viel Geld kosten, dass war mir aber schon klar als ich mir den Wagen gekauft habe. Finde es richtig klasse, dass es noch Menschen gibt mit den man seine Erfahrungen austauschen kann. Danke und bis zum nächsten mal (hoffe es dauert sehr lange) Gruß Jürgen
Hallo, endlich ist mein Cl600 fertig, wie schon gesagt es hat sehr viel Geld gekostet aber das war es mir wert. Das einzigartige Fahrgefühl will ich einfach nicht missen. Habe hier im Ruhgebiet eine Werkstatt wo der Meister bei MB arbeitet hat, der gute Mann ist sein Geld wert und er macht keine halben Sachen, sollte mal jemand Hilfe gebrauchen kann ich Ihn nur empfehlen. Er arbeitet sehr gewisser Haft und die Preise halten sich in Grenzen einfach TOP. Jetzt hoffe ich, dass ich erstmals ruhe habe und den Wagen genießen kann. Sollte jemand mal die Adresse benötigen schreibt mich einfach an joschi63@web.de helfe euch gerne. Gruß Jürgen
... moin moin,
ich bekomme den Zylinderkopf auf der Fahrerseite beim CL 600 nicht runter, der hängt vermutlich an den Gleitschinen der Steuerkette.
Wie bekomme ich den da lose?
Bitte um eure Hilfe....