Busspur für E-Autos und Carsharingfahrzeuge?

Hallo Zusammen,

ich habe in der aktuellen ADAC Motorwelt gelesen, dass ab Mitte 2015 die Fahrer von E-Autos und Carsharing-Teilnehmer Busspuren benutzen dürfen.
Gibt es dazu schon konkretere Infos? Dürfen da sämtliche Busspuren befahren werden oder wird es dafür eine explizite Beschilderung geben?

Das man Sonderregelungen auch in anderen Bereichen (Steuer, etc) für E-Fahrzeuge macht, ist ja nicht neu, aber warum auch für Carsharing? Das sind ja in der Regel ganz normale Standardfahrzeuge.

Gruß Martin

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Macht natürlich absolut Sinn, wenn man den bereits jetzt nicht vorhandenen Raum noch weiter für Randerscheinungen verknappt. Dagegen!

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Zitat:

@Gleiterfahrer schrieb am 8. Januar 2015 um 20:50:06 Uhr:



Zitat:

@Bernd_Clio_III schrieb am 8. Januar 2015 um 11:08:03 Uhr:


Als Spur für "mehr-als-ein-Insasse" kenn ich das aus anderen Ländern.

Soll das heissen, dass man beispielsweise nur seine Ehefrau einladen muss und dann die Busspur benutzen kann ?

Ist in den USA weit verbreitet. Je nachdem, wie angespannt die Verkehrssituation ist, gibt es Spuren für Fahrzeuge mit mehreren Insassen. In der Regel wohl ab 3 oder auch 4 aufwärts. Egal, ob da nun eine Familie drin sitzt oder Arbeitskollegen. Für letztere ist das meist gedacht, um Fahrgemeinschaften zu fördern, weil oft so gut wie keine öffentlichen Verkehrsmittel existieren und der Verkehr aus den Vororten (Schlafstädten) in die Großstadt von Pendlern, die allein im Auto sitzen, dominiert wird.

Macht natürlich absolut Sinn, wenn man den bereits jetzt nicht vorhandenen Raum noch weiter für Randerscheinungen verknappt. Dagegen!

Moin,

das man dem Verkehrshindernis Bus eine eigene Fahrspur gegeben hat,
geht voll in Ordnung!
Wenn jetzt noch eine Handvoll E-Mobile und Car-Sharing Fahrzeuge
sich hier tummeln dürfen, auch ok,
jedenfalls behindern sie sich dann selber.

schönen Gruß

In Oslo gibt es das schon - E-Autos dürfen Busspur benutzen - und da ist man damit wohl inzwischen nicht mehr so glücklich. Denn es ist genau das passiert, was testmal beschreibt - die ganzen Teslas, die da jetzt rumfahren behindern jetzt die Linienbusse. Das wollte man eigentlich nicht - denn ökologisch betrachtet ist die Bilanz des ÖPNV auf jeden Fall besser als die eines E-Autos, selbst dann, wenn 100% des norwegischen Stroms klimaneutral produziert würde.

Wobei in N, speziell in Oslo, die Bevorzugung der E-Autos schon sehr extrem ist - normale Autos kosten eine hohe Luxussteuer, von denen die E-Autos befreit sind, außerdem gibt es glaube ich sogar noch ne Extra-Subvention für E-Autos - im Endeffekt ist ein Tesla billiger als ein VW Golf. Da wundert es auch nicht, dass in N in manchen Monaten der Tesla das meistneuzugelassene Auto war.

Dazu kommt noch, dass Benzin teuerer als bei uns, Strom jedoch spottbillig ist. Speziell in Oslo haben die E-Autos auch noch weitere Vorteile, sie sind (wie in London übrigens auch) von der Citymaut befreit und auch beim Parken gibt es mW Vorteile.

Zum Thema: Busspuren für E-Autos, Fahrgemeinschaften oder Car-Sharing-Autos freigeben kann bestenfalls an ganz bestimmten Stellen sinnvoll sein. Grundsätzlich muss aber der ÖPNV Vorrang haben. Wo die E-Autos den ÖPNV behindern könnten, darf das nicht passieren. Aus dieser Forderung ergibt sich auch notwendigerweise, dass Busspuren nur für E-Autos freigegeben werden dürfen, solange ihr Anteil am Straßenverkehr sehr gering ist. Spätestens wo 10% oder mehr aller Autos E-Autos sind, da kann man den E-Autos diesen Vorteil nicht mehr geben, sonst leidet der ÖPNV so wie jetzt schon in Oslo. Wahrscheinlich sind 10% schon VIEL zu viel, und es dürften maximal 3 oder 4 Prozent sein.

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Zitat:

@HairyOtter schrieb am 8. Januar 2015 um 22:23:31 Uhr:


Macht natürlich absolut Sinn, wenn man den bereits jetzt nicht vorhandenen Raum noch weiter für Randerscheinungen verknappt. Dagegen!

Von einer Verknappung kann hier nicht die Rede sein. Hier wird vorhandener Raum (Busspur) besser ausgenutzt. Dafür!

Zitat:

@Drahkke schrieb am 10. Januar 2015 um 12:58:32 Uhr:



Von einer Verknappung kann hier nicht die Rede sein. Hier wird vorhandener Raum (Busspur) besser ausgenutzt. Dafür!

Das wird mit Sicherheit aber ganz schnell wieder abgeschafft, wenn der Anteil der Stromer zunimmt. Schliesslich wurden die Busspuren dafür geschaffen, dass der ÖPNV seinen Fahrplan einhalten kann.

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