Bußgeld-Paradies Deutschland
Hej zusammen,
in Deutschland gibt es ja anscheinend Pläne zur Erhöhung der Bußgelder für vorsätzliche Verkehrsdelikte. In dem verlinkten Artikel wird erwähnt, dass es sich bei Deutschland um ein Bußgeld-Paradies handele.
Das kann ich seit kurzem auch bestätigen. Ich wurde vor wenigen Wochen hier in den USA aus dem Verkehr gezogen, weil ich angeblich eine rote Ampel überfahren habe. War zwar in meinen Augen ein Grenzfall, aber im Land der unbegrenzten Freiheit legt man sich besser nicht mit einem Verkehrs-Cop an. Jedenfalls kostet einen der Spaß 140$.
Und auch sonst sind die Strafen hier nicht von Pappe. In der konkreten Stadt fangen die Kosten für Geschwindigkeitsübertretungen bei 130$ an. Die billigste Strafe für einen Autofahrer ist Nicht-Anschnallen für 110$.
Hier nun die Frage:
* Sind die Strafen in Deutschland zu niedrig?
* Sollten die Strafen erhöht werden?
* Was sollte mit dem Geld aus den Bußgeldzahlungen angestellt werden?
53 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von [Emkay]
Wer mehr arbeitet wird (auch hier mal wieder 🙄 ) mehr bestraft !?
Einkommen hat doch nicht unbedingt was mit Arbeit zu tun 😉
Ciao,
Eric
Hm - aber fast immer - geborener Geldadel ist statistisch irrelevant .....
Dezenter Hinweis in den subventionierten Osten vom eMkay 😉
Zitat:
Original geschrieben von [Emkay]
Dezenter Hinweis in den subventionierten Osten vom eMkay 😉
mir wäre es ganz lieb, wenn es eine Möglicjkeit gäbe deine Zahlungen einzustellen, dann müsste ich mir nicht immer das Gejammer anhören 😛 😉 😉 😁
Zitat:
Original geschrieben von Eric L.
mir wäre es ganz lieb, wenn es eine Möglicjkeit gäbe deine Zahlungen einzustellen, dann müsste ich mir nicht immer das Gejammer anhören
Unterstütze diesen Ansatz !!
eMkay, der da sicher für ganz viele Andere noch mitspricht .. 😉 🙂
PS Bin für gleiches Bußgeld in Ost & West .... 😛
Ähnliche Themen
Hier ist die Begründung, warum wir nicht arbeiten sondern Elchtreiber sein sollen:
"In der Bibel ist die Arbeit die Strafe Gottes für den Sündenfall. Gott verflucht die Menschheit: Mit Mühsal sollst du dich nähren ein Leben lang... In Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen.
In der Antike galt Arbeit als unwürdig für einen freien Menschen. Auf der Werteordnung der Tätigkeiten standen Philosophie und Politik oben, der freie Handwerker unten und das allerletzte waren die Sklaven. Arbeit wurde verachtet, weil sie Körper und Geist verrohe. Sklaverei wurde damit gerechtfertigt, daß sie nötig sei, um die Bürger von notwendiger Arbeit freizusetzen.
Im Mittelalter verstanden die Mönche die Arbeit unter der Formel "ora et labora" als Sündenabtragung. Neben diesem religiösen Makel war die Arbeit auch mit sozialer Schande behaftet: manuelle Arbeit wurde nur von den unteren Gesellschaftschichten verrichtet."
(Quelle: http://www.umwaelzung.de/workno.html)
Die Strafe Gottes trifft jetzt also voll den arbeitenden Osten Deutschlands 😁
Ich GEHE jetzt zur Bank, die Strafzettel- und Verwarnungszettel-Überweisungen der letzten Tage einwerfen.
Alles OHNE Punkte 🙂
Zitat:
Original geschrieben von [Emkay]
Und was die Staffelung nach Einkommen angeht : ich kann diesen unbedingten Sozialreflex nicht mehr sehen 😠 !
Zu schnell ist zu schnell, oder wollen wir im Ernst Sozialtarife einführen ? Wer mehr arbeitet wird (auch hier mal wieder 🙄 ) mehr bestraft !? Und die ALGII & HarzIV-Community heizt für lau, bzw die Kosten werden von dem Staat übernommen .. 🙄 !?
Ich mag das auch nicht, aber was für den einen einen gestrichenen urlaub bedeutet ist für den anderen ein griff in die Portokasse. Darum sind tagessätze bei schweren Delikten mE OK, das gibts ja auch ei anderen Delikten Eine Strafe sollte schon fühlbar sein.
Als alternative bietet sich eine gefängnisstrafe an, so wie in der schweiz. Da kann dann jeder den gleichen tarif bekommen .
Rapace
Zitat:
D.h. die Begrenzungen müssten eigentlich flexibler sein
wie wuerde der verwaltungsaufwand bei so einem "gerechten" und individualisierten system aussehen? 😉
lieb gruss
oli
Zitat:
Original geschrieben von rapace
Kusi, es gibt hier auch die die Strafzettel wg falsch parken mit der satten Buße von..... 5 euro!!!.
😰 ...iss ja nich wahr?? Essen kostet weniger, Bussen sind lächerlich.. Soll bloss niemand mehr sagen, wir :ch: verdienen zuviel!
Gruss Kusi, ....5 Euro... 🙄
Zitat:
Original geschrieben von T5-Kusi
😰 ...iss ja nich wahr?? Essen kostet weniger, Bussen sind lächerlich.. Soll bloss niemand mehr sagen, wir :ch: verdienen zuviel!
Gruss Kusi, ....5 Euro...
...und manche suchen wegen den 5 Euro noch anwaltlichen Rat
http://www.motor-talk.de/t1036329/f52/s/thread.html
😁 😁
@Emkay
mit dem gesparten Soli kannst Du dann endlich deine Einfahrt verbreitern und dir ein richtiges Auto kaufen
😁
Ciao,
Eric
😉
wir haben hier in der brd 2 probleme...
1. zu geringe kontrolldichte
2. IMMER sind die ANDEREN dran schuld
zu 1.:
wie oft wurdet ihr kontrolliert bzw geblitzt (auf km bezogen)?!
würde man öfters kontrollieren, sodass auch der "gelegenheitsraser" mal zahlen darf, würden auch die bußgelder ausreichen um "abschreckend" zu wirken....
zu 2.:
wer kennt nicht threads alá "ich war 21km/h zu schnell -> punkte, wie kann ich rechtlich dagegen vorgehen sodass ich nur 19km/h zu schnell war".....oder..."wurde geblitzt, kann ich das auf einen anderen schieben"...und auch sehr beliebt "der vor mir war mindestens noch 10km/h schneller als ich"....
desweiteren sind ja auch IMMER die schilder (die ja NUR zur abzocke aufgestellt werden) daran schuld, das einige die tempolimits nicht einhalten....und die ampel ist eh "kirschgrün" oder "bullen halten mich wegen nicht eingetragenen felgen an -> die strafe ist mir zu hoch...sonst ist aber ALLES eingetragen"
*lol*
solange es ein solches denken gibt & wir unter "mangelndem unrechtsbewusstsein" leiden, bringen auch höhere strafen nix....höchstens gehaltsabhängig oder längere führerscheinsperre...
oder wie in den usa, das man mit vorgehaltener waffe aussm auto auffn boden gezerrt wird (selbst schon als zsuchauer erlebt)....
Zitat:
Original geschrieben von MagirusDeutzUlm
zu 1.:
wie oft wurdet ihr kontrolliert bzw geblitzt (auf km bezogen)?!
würde man öfters kontrollieren, sodass auch der "gelegenheitsraser" mal zahlen darf, würden auch die bußgelder ausreichen um "abschreckend" zu wirken....
Wenn ich die stationären Kontrollen weglasse vielleicht alle 6 Monate. ich fahr allerdings auch 95%AB.
Leider ist die Polizei recht teilnahmslos. Neulich, in der AB-baustelle war 80 erlaubt. Die Polizei fuhr vor mir mit hundert und wurde von einem mit mind 120 überholt. Reaktion: keine. Klar, die wollen keinen papierkram. Aber so eine kleine Fahrzeug und Personenkontrolle als Denkzettel wäre auch möglich gewesen.
Rapace
Zitat:
Original geschrieben von Eric L.
@Emkay
mit dem gesparten Soli kannst Du dann endlich deine Einfahrt verbreitern und dir ein richtiges Auto kaufen😁
Ciao,
Eric
Dem Projektansatz stimme ich sofort zu... !! 🙂
eMkay - immernoch bekennender Volvo-Symphatisant 😁
Was ein schräger Fred. Nach halbwegs aufmerksamen Bishierhinlesen warte ich - scheints vergeblich - immer noch auf jemanden, der fragt: Was wäre, wenn es keine Bußgelder gäbe? Wenn alle Penunze-Kataloge abgeschafft und die Einhaltung der Verkehrsregeln dem - mündigen und besonnenen - Bürger überlassen wäre?
Hand aufs Herz: Wie würdet Ihr fahren? Immer feste druff? Kost ja nix... Oder super-vorsichtig und immer schön langsam im Gewimmel tausend blinder Vollgas-Irrer? 😉
Oder würden wir alle genauso fahren wie sonst auch? Würde mich brennend interessieren...
Zitat:
Original geschrieben von MagirusDeutzUlm
wir haben hier in der brd 2 probleme...
1. zu geringe kontrolldichte
2. IMMER sind die ANDEREN dran schuld
zu 1.
ich bin viel Nachts unterwegs, vor allem Bundesstraßen, Landstr. und Grenznähe. Wie oft ich in den letzten 10 Jahren kontrolliert wurde, kann ich an meinen vorhandenen Fingern 🙂 abzählen.
Bei geschätzten knapp 700.000 km (dienstl. und privat) habe ich ca. 100 Euro an Verwarngeldern wegen überhöhter Geschwindigkeit gezahlt. Und ich war immer selber daran Schuld. Hätte mich ja an die vorgeschriebenen Vorgaben halten können. Im übrigen wird mich auch so schnell keiner dabei erwischen, dass ich vor Kindereinrichtungen, in Wohngebieten etc. zu schnell fahre.
Und trotzdem bin ich der Meinung, dass wir keine zu geringe Kontrolldichte haben. Ich will nicht !! noch mehr durch den Staat überwacht werden.
Meiner Meinung nach müssten die Kontrollen effizienter gestaltet werden. Des weiteren sollten die "Strafen" abschreckend sein. Da kann der Staat argumentieren wie er will, dass z.B. das Verwarngeld um ca. 66 % (innerorts) steigt, wenn ich zwischen 9 und 15 km/h schneller fahre als erlaubt. Das Verwarngeld steigt von 15.- E auf 25.- E. Dafür wird der Bremsweg ca. 12 Meter länger (im verhältnis zu einer gefahrenen Geschwindigkeit von ca. 50 km/h). Wer 20 km/h schneller fährt als erlaubt, weiß das er 20 km/h schneller fährt. Dazu muss er nicht erst auf den Tacho schauen um festzustellen: "Huch, ich bin ja zu schnell!".
Ich will natürlich nicht "Heiliger sein als der Papst". Es gibt verschiedene Modelle, die man einsetzen könnte. Und es wird immer Leute geben, die 500.- Euro Bußgeld lächelnd an den Staat überweisen. Aber die größte Mehrheit, der Drängler, Raser usw. wird es abschrecken bzw. diese werden mehr auf Einhaltungen der Vorschriften achten.
In diesem zusammenhang fand ich die in der "DDR" geführte "Stempelkarte" gar nicht so schlecht. Ich konnte immer sehen wann ich mir den nächsten groben "Schnitzer" leisten konnte (ich will jetzt hier aber nicht über Datenschutz diskutieren - so am Rande dazu mal das der Staat ganze 2 Jahre benötigte um das "2. Terrorgesetzt" gegen seine eigene Bevölkerung einzusetzen, es bedarf der Regelanfrage ohne Verdachtsgrund um Konten und Kontobewegungen einzusehen). Das "Punktekonto" in Flensburg ist so schön Anonym. Und es dauert meist längere Zeit dieses Aufzufüllen um mit Wirksamen Maßnahmen rechnen zu müssen.
zu 2.
Will ich mich gar nicht äußern. das liegt in der Natur des Menschen.
Im übrigen: Alle reden vom Straßenverkehr - nur keiner getraut sich!
Zitat:
Original geschrieben von rapace
Klar, die wollen keinen papierkram.
Rapace
Nur mal ganz kurz dazu:
Sogenannte Nachfahrten, sind in der BRD streng reklemtiert.
Bei einer Messung mit Nachfahrt sind von der am Tacho abgelesenen Geschwindigkeit nachfolgende Werte abzuziehen:
1. 10% des höchsten (nicht des tatsächlich abgelesenen) Tachowertes
2. weitere 7 km/h als Tachotoleranz des bei der Nachfahrt abgelesenen Tachowertes (bei Minus des 1. Punktes)
3. weitere 3 % als Meßtoleranz nach StVO (Außerorts)
Summe:
1.
10% von 240 km/h als höchster Tachowert ergibt 24 km/h
120 km/h - 24 km/h ergibt 96 km/h
2.
Weitere 7 km/h als Tachotoleranz von 96 km/h
96 km/h - 7 km/h ergibt 89 km/h
3.
weitere 3% Meßtoleranz nach StVO von 89 km/h
89 km/h - 3% Meßtoleranz (gerundet 3 km/h) ergibt 86 km/h gemessene Geschwindigkeit = 10 Euro Verwarngeld.
Nicht einberechnet sind die geforderten Meter die durch die Polizei nachgefahren werden muss bei gleichbleibender Geschwindigkeit und !gleichbleibenden! Abstand.
Des weiteren gilt dies nicht für "ProViDa". Außerdem können die angegebenen Werte leicht abweichen (bin da nicht mehr auf dem neusten Stand). Vor allem bei den 7km/h Tachotoleranz, dass könnten auch 7% Toleranz gewesen sein.
Ich glaube ncht das der zu schnell war. Und du sollst nicht auf der Autobahn bummeln. Wenn ich bei dir die Geschwindigkeitstoleranzen abziehe, bekommst du ein Verwarngeld wegen Behinderung des fließenden Verkehrs 😉 🙂.
Aus diesem Grund darf in das Grundrecht des Fahrzeuglenkers nicht wegen überhöhter Geschwindigkeit eingegriffen werden (wogegen eine sogenannte allgemeine Verkehrskontrolle hätte durchgeführt werden können, ohne das ihm aber der Geschwindigkeitsverstoßt hätte vorgeworfen werden können).