Bremsleitungen bewusst nicht repariert

Hallo Zusammen,

erstmal zu meiner Person da ich ja neu hier bin. Ich heiße Sebastian und bin 18 Jahre alt und fahre seit nun knapp einem Jahr ein Ford Mondeo Kombi. Bisher hat mich mein Auto sogut wie noch nie im Stich gelassen und bin auch eigentlich damit sehr zufrieden.

Jetzt zu meinem Problem:

Erstmal hoffe ich dass ich hier im Sicherheitsforum richtig bin, wenn nicht korrigiert mich bitte 😉

Letzte Woche habe ich bei FORD komplett neue Bremsen bekommen. Auf meinen Hinweis, dass noch weitere komische Geräuche am Auto seien kam nur die Aussage, dass sie keinen weiteren Fehler als abgefahrene Bremsen finden könnten.

Also wurden die Bremsen komplett neu gemacht.

Außerdem musste ich noch eine neue Zylinderkopfdichtung machen lassen. Dafür habe ich mir aber eine andere Werkstatt meines Vertrauens gesucht, da diese weit aus günstiger war als die Ford-Werkstatt.

Dann passierte es: Als ich auf dem Weg zur Werkstatt war, versagten auf einmal ALLE Bremsen. :-O

Zum Glück ging es grade Berg-auf sodass ich mich ausrollen lassen konnte.

Zum Glück waren es nurnoch knapp 1km bis zur Werkstatt wodurch ich den Wagen abstellen konnte und zufuß weiter gehen konnte. Diese haben dann den Wagen abgeschleppt. (Hatte zum Glück noch Keile vom Anhänger im Kofferaum um das Auto abstellen zu können).

Nachdem der Wagen auf der Hebebühne war kam das Grauen: ALLE Bremsleitungen waren angerissen, verrostet und porös:-O

Meine Frage: Das hätte Ford doch auf jedenfall sehen müssen als die Bremsen gemacht worden sind, oder nicht? Wenn ja, welche rechtlichen Schritte kann ich gegen Ford einleiten, da in meinen Augen es eine bewusste Handlung von Ford war und dazu noch sehr fahrlässig mich mit diesem Auto nach Hause zu schicken. Wäre ich in die andere Richtung gefahren, würde ich warscheinlich jetzt nicht mehr hier schreiben.

Würde mich über eure Hilfe sehr freuen.

Mit lieben Grüßen

Sebastian

Beste Antwort im Thema

Zitat:

es gehört schlicht nicht zur Aufgabe

Naja aber wenn ich denen sagen die sollen die komplette Bremsanlage checken, sollten die das eigentlich schon machen.

Zitat:

ie Bremsleitungen sind meist dick mit Gammel voll

Dann wundert es mich, dass die andere Werkstatt das direkt gesehen hat.

Zitat:

wozu also die Keile?

Sicher ist Sicher...

Zitat:

Oder meintest du, dass alle Leitungen entweder gerissen, prös oder verrostet waren?

Ja genau so

Zitat:

Das ist wohl kein Neuwagen mehr und da muss man sich als Halter ab und an mal SELBST drum kümmern.

Ne der wagen ist 12 Jahre alt. Selbst drum kümmern? Dafür fahre ich doch in eine Werkstatt (in dem Fall sogar Ford selbst) und sage denen dass die das Checken sollen. Ich bin absolut kein KFZ Mechaniker und habe auch nicht die Mittel so etwas selbst zu machen. Dafür gibt es ja eine Werkstatt.

Wenn dann aber von Ford die Aussage kommt: ,,alles bestens, haben alles kontrolliert und ist alles wieder in Ordnung" dann frag ich mich persönlich wer da wohl mein Auto repariert hat.

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Zitat:

Original geschrieben von TROMSOE


wenn dem so sein sollte würde ich aber der werkstatt schon nen vorwurf machen, da das "anlegen" der beläge einfach dazu gehört

Wir sind heute einfach nur verwöhnt.

Einen Kurz-Check der wichtigsten Grundfunktionen vor dem Losfahren mach' ich seit Jahrzehnten vollautomatisch - das ist in Fleisch und Blut übergegangen. Dazu gehört auch "Bremse pumpen" zum Test ob sich der Pedalweg ändert.

Solch "alte Weisheiten" erlangen heute übrigens in leicht veränderter Form wieder an Bedeutung.
Wer nach der Waschanlage seine Keramikanlage nicht "sauber bremst", erlebt an der nächsten Kreuzung eine Überraschung.

mfg, Tom

Zitat:

Original geschrieben von Tom_444


BTW: Funktionierte die Bremse nachdem Du bei Ford vom Hof gefahren bist?
Oder war oben beschriebenes Szenario die erste Bremsung mit den neuen Belägen? (wenn ja: RTFM)

mfg, Tom

Wenn bei einer Markenwerkstatt die Bremsscheiben und/oder Bremsklötze gewechselt wurden, dann ist es doch selbstverständlich, dass die Werkstatt anschließend eine Bremsenprüfung (Prüfstand oder Testfahrt) duchführt. Dies ist Teil der Reparatur.

O.

Zitat:

Original geschrieben von go-4-golf


Wenn bei einer Markenwerkstatt die Bremsscheiben und/oder Bremsklötze gewechselt wurden, dann ist es doch selbstverständlich, dass die Werkstatt anschließend eine Bremsenprüfung (Prüfstand oder Testfahrt) duchführt. Dies ist Teil der Reparatur.

Wo lebst Du denn?

Der "moderne Kunde" möchte Beläge zum eBay-Preis, die in 15 Minuten (Ein Viertel Stundensatz) gewechselt werden. Da ist weder Zeit noch Geld für irgendwelche zusätzlichen Arbeiten.

Die Mehrheit der Kunden will "Geiz ist geil" und die Anbieter liefern genau das, was der Kunde haben will: Minimalismus.

mfg, Tom

Zitat:

Original geschrieben von Tom_444



Zitat:

Original geschrieben von go-4-golf


Wenn bei einer Markenwerkstatt die Bremsscheiben und/oder Bremsklötze gewechselt wurden, dann ist es doch selbstverständlich, dass die Werkstatt anschließend eine Bremsenprüfung (Prüfstand oder Testfahrt) duchführt. Dies ist Teil der Reparatur.
Wo lebst Du denn?
Der "moderne Kunde" möchte Beläge zum eBay-Preis, die in 15 Minuten (Ein Viertel Stundensatz) gewechselt werden. Da ist weder Zeit noch Geld für irgendwelche zusätzlichen Arbeiten.

Die Mehrheit der Kunden will "Geiz ist geil" und die Anbieter liefern genau das, was der Kunde haben will: Minimalismus.

mfg, Tom

also eine "testfahrt" oder einen bremsentest aufm stand erwarte ich von meiner werkstatt schon, auch ein nachziehen der handbremse und kontrollieren der flüssigkeit sollte machbar sein.

alles eine frage der kommunikation, wenn man öfters zu der werkstatt fährt, also meinetwegen auch die hu/au dort machen lässt, so kommt man doch schnell ins gespräch und kann gut vermitteln, was man sich von der werkstatt in punkto leistung/qualität verspricht.

ob das jetzt soviel mehr kostet kommt denk ich mal auf die werkstatt/-bindung an, wennse dich schon kennen und man sich versteht, solltes da keine groben probleme geben.

besonders bei solchen sicherheitsrelevanten teilen würde ich gut zwischen preis und qualität abwägen, meist ist das mittelmaß (gute freie werkstatt plus originalteile) keine schlechte wahl, zumindest wars bisher bei mir der fall.
ansonsten kann man sich ja besser ne anleitung ausm netz ziehen und die beläge selber wechseln, so schwer ist das dann auch nicht und weiter kontrollieren kann man dann ja eh nicht.

grüße

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Zitat:

Original geschrieben von Tom_444



Zitat:

Original geschrieben von go-4-golf


Wenn bei einer Markenwerkstatt die Bremsscheiben und/oder Bremsklötze gewechselt wurden, dann ist es doch selbstverständlich, dass die Werkstatt anschließend eine Bremsenprüfung (Prüfstand oder Testfahrt) duchführt. Dies ist Teil der Reparatur.
Wo lebst Du denn?
Der "moderne Kunde" möchte Beläge zum eBay-Preis, die in 15 Minuten (Ein Viertel Stundensatz) gewechselt werden. Da ist weder Zeit noch Geld für irgendwelche zusätzlichen Arbeiten.

Die Mehrheit der Kunden will "Geiz ist geil" und die Anbieter liefern genau das, was der Kunde haben will: Minimalismus.

mfg, Tom

Lies Dir mal meinen Beitrag genau durch.

Ich habe von einer Reparatur in einer Markenhersteller (Z.B. Ford) gesprochen so wie es der TE auch gemacht hat.

ATU Pitstop oder dgl. ist etwas anderes.

O.

Zitat:

Original geschrieben von go-4-golf


Lies Dir mal meinen Beitrag genau durch.
Ich habe von einer Reparatur in einer Markenhersteller (Z.B. Ford) gesprochen so wie es der TE auch gemacht hat.

auch dort ist eine fahrt auf den bremsenprüfstand NICHT üblich! außer vom kunden explizit gewünscht und damit gesondert in rechnung gestellt.......

Zitat:

Original geschrieben von MagirusDeutzUlm



Zitat:

Original geschrieben von go-4-golf


Lies Dir mal meinen Beitrag genau durch.
Ich habe von einer Reparatur in einer Markenhersteller (Z.B. Ford) gesprochen so wie es der TE auch gemacht hat.
auch dort ist eine fahrt auf den bremsenprüfstand NICHT üblich! außer vom kunden explizit gewünscht und damit gesondert in rechnung gestellt.......

Überprüfung der Bremsen nach Reparatur ist eine Qualitätssicherungsmaßnahme. Dafür soll ich explizit zahlen? Welche Markenwerkstätten verfahren so?

O.

Zitat:

Original geschrieben von MagirusDeutzUlm



auch dort ist eine fahrt auf den bremsenprüfstand NICHT üblich! außer vom kunden explizit gewünscht und damit gesondert in rechnung gestellt.......

Mumpitz. Kein Mensch redet von einem Test auf dem Prüfstand, wohl aber von einer Probefahrt nach Beendigung aller Arbeiten. Und diese ist in jeder ordentlichen Werkstatt selbstverständlich.

🙄

mfg

invisible_ghost

Zitat:

Wo lebst Du denn?

Der "moderne Kunde" möchte Beläge zum eBay-Preis, die in 15 Minuten (Ein Viertel Stundensatz) gewechselt werden. Da ist weder Zeit noch Geld für irgendwelche zusätzlichen Arbeiten.

 

Die Mehrheit der Kunden will "Geiz ist geil" und die Anbieter liefern genau das, was der Kunde haben will: Minimalismus.

Für das, was mir Werkstätten anbieten, ist die Wertschöpfung einfach zu gering. 200€ für Bremsbeläge wechseln und 20min Arbeit ist eine Frechheit, dafür müssen manche eine Woche arbeiten gehen. Wer bei den aktuellen Preisen noch von Geiz redet, muß wohl weder rechnen oder will es nicht. Leistung und Gegenleistung stimmen schon lange nicht mehr.

dann versuch du doch mal eine Werkstatt mit Personal ohne entsprechend einkommendes Geld zu halten. 🙄
Schon mal drüber nachgedacht was der ganze Schei. kostet den du und andere als "hat man doch eh" voraus setzt

dafür müsste mancher .... naja nicht jeder Hanselpups der Heute Auto fährt müsste und sollte das auch, erst recht, wenn er für Wartungen nicht wirklich Geld hat.

Hat dein 94 mit deinem Baujahr zu tun? Wenn ja, dann werd erst mal erwachsen und erfahre noch so einiges in Wirtschaft und Leben

Zitat:

Original geschrieben von der-schrittmacher


dann versuch du doch mal eine Werkstatt mit Personal ohne entsprechend einkommendes Geld zu halten. 🙄
Schon mal drüber nachgedacht was der ganze Schei. kostet den du und andere als "hat man doch eh" voraus setzt

dafür müsste mancher .... naja nicht jeder Hanselpups der Heute Auto fährt müsste und sollte das auch, erst recht, wenn er für Wartungen nicht wirklich Geld hat.

Hat dein 94 mit deinem Baujahr zu tun? Wenn ja, dann werd erst mal erwachsen und erfahre noch so einiges in Wirtschaft und Leben

Die Personalkosten heutiger Unternehmen in Deutschland belaufen sich auf etwa 1/3 je nach Unternehmensart. Gleichzeitig sind diese Kosten seit 1997 um etwa 30-50% je nach Branche gestiegen. Folglich sind die Verbraucherpreise (Durchschnitt) um 25% gestiegen. All das wird von den Unternehmen an den Kunden weitergereicht.

Da wir 90% importieren und der Wechselkurs von Dollar zu Euro mit 1,25-1,35 USD recht hoch liegt, hätten die Importpreise in den letzten Jahren sinken müssen. 2002-2003 war der Kurs bei ca. 0,75 USD, Importe waren also teuer.

Was mich aufregt ist, daß grundsätzlich Preiserhöhungen weitergereicht werden, Preissenkungen aber unter den Tisch fallen.

Wenn du so einiges in "Wirtschaft und Leben erfahren" hättest, würdest du bemerken, daß die Zahl 94 schon rein rechnerisch nicht mit dem Besitzen einer Fahrerlaubnis zusammenfallen kann.

Weitere Klugscheißereien würdige ich keiner Antwort.

Zitat:

Für das, was mir Werkstätten anbieten, ist die Wertschöpfung einfach zu gering. 200€ für Bremsbeläge wechseln und 20min Arbeit ist eine Frechheit, dafür müssen manche eine Woche arbeiten gehen.

Wieviel von den 200€ "streicht" denn die Werkstatt tatsächlich ein??

200€ - 19% MwSt = 168,07€

darin enthalten sind Materialkosten (je nach Modell ~20€ vordere Beläge + 20€ hintere Beläge Einkaufskosten)

168,07 - 40€ = 128,07€

Zusätzlich müssen noch bezahlt werden: Werkzeug u. Arbeitsgeräte, Grundstück(Pacht, Miete, Instandhaltung), Grundsteuer, Gewerbesteuer, Strom, Wasser, Gas.

Dazu kommen dann noch Arbeitslohn für einen Mitarbeiter (Bruttolohn, Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungen, Unfallversicherung etc.).

Bremsen vorne u. hinten wechseln kann auch je nach Alter des Fahrzeugs und Fahrzeugtyp locker mal ne halbe Stunde dauern. Gibt Modelle wo man eine halbe Stunde für vorne und eine halbe Stunde für hinten braucht...

So und was meint ihr Experten wieviel von den ~200€ sich die "gierige Werkstatt" wirklich als Gewinn einstreichen kann?? Peanuts!

Ist ja nicht so das die Werkstatt "schuld" daran hat dass von den 200€ das meiset für Sozialkosten, Lohnkosten, Steuerabgaben usw. drauf geht.

Zitat:

Original geschrieben von downforze94



Für das, was mir Werkstätten anbieten, ist die Wertschöpfung einfach zu gering.

Hallo,

könntest du das mal näher erläutern?
Wertschöpfung findet doch eigentlich überwiegend in der Produktion/ durch bearbeiten statt?

Werkstätten bieten doch eher eine Dienstleistung an?

MfG Günter

Zitat:

Original geschrieben von zxcoupe



Zitat:

Für das, was mir Werkstätten anbieten, ist die Wertschöpfung einfach zu gering. 200€ für Bremsbeläge wechseln und 20min Arbeit ist eine Frechheit, dafür müssen manche eine Woche arbeiten gehen.

Wieviel von den 200€ "streicht" denn die Werkstatt tatsächlich ein??

200€ - 19% MwSt = 168,07€

darin enthalten sind Materialkosten (je nach Modell ~20€ vordere Beläge + 20€ hintere Beläge Einkaufskosten)

168,07 - 40€ = 128,07€

Zusätzlich müssen noch bezahlt werden: Werkzeug u. Arbeitsgeräte, Grundstück(Pacht, Miete, Instandhaltung), Grundsteuer, Gewerbesteuer, Strom, Wasser, Gas.

Dazu kommen dann noch Arbeitslohn für einen Mitarbeiter (Bruttolohn, Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungen, Unfallversicherung etc.).

Bremsen vorne u. hinten wechseln kann auch je nach Alter des Fahrzeugs und Fahrzeugtyp locker mal ne halbe Stunde dauern. Gibt Modelle wo man eine halbe Stunde für vorne und eine halbe Stunde für hinten braucht...

So und was meint ihr Experten wieviel von den ~200€ sich die "gierige Werkstatt" wirklich als Gewinn einstreichen kann?? Peanuts!

Ist ja nicht so das die Werkstatt "schuld" daran hat dass von den 200€ das meiset für Sozialkosten, Lohnkosten, Steuerabgaben usw. drauf geht.

Man muß sich ja immer fragen, welche Kosten fallen wirklich an? Entsteht beim Beläge wechseln Verschleiß durch Verwenden vom Akkuschrauber oder Schraubenzieher? Wohl eher nicht. Mal abgesehen davon, daß im Gewerbe Geräte abgeschrieben werden können, entweder linear oder prozentual. Wer schnell Geld sparen will, nimmt die prozentuale Abschreibung . Findige Unternehmen wissen schon, wie man den Gewinn auf dem Blatt reduzieren kann. Wasser und Gas fallen auch nicht an.

Meine Beläge haben im Einkauf übrigens 2 x 8€ gekostet. Haben wollte man dann 45€.

Der gemeine Arbeiter kostet dem Arbeitgeber ca. Lohn x 2.

Die Grundsteuer für eine Werkstatt mit einem Eigentumswert von 1 Mio kostet 12000€ in den höchsten Fällen. Rechnet man das auf jeden einzelnen Kunden (ich gehe mal von 20 Kunden pro Tag aus und 200 Arbeitstagen) um, kommt man auf 3€ pro Kunde Aufschlag. Ist eine Werkstatt gemietet zahlt man für 300 - 400 m² Nutzfläche auf einem ca. 800 m² Grundstück ca. 2000€ Warmmiete. Macht pro Kunde etwa 5€ Aufschlag.

Gewerbesteuer bei einem Ertrag von 1,2 Mio € (ich gehe von 20 Kunden * 200 Tage * 300€ pro Autrag aus) beträgt 18514€ (Freibetrag miteingerechnet bei einem Hebesatz von 450%). Pro Kunde also 4,62€.

Die Anschaffungskosten der Geräte kann ich nicht mit einrechnen, dafür lasse ich auch die degressive Abschreibung raus.

Rechnen wir mal durch:
200€ - 200*0,19 (USt) - 2 x 3,33€ ( Lohn für 20min + Abgaben) - 16€ (Material) - 3 € (Grundsteuer) - 5€ (Miete) - 4,62€ (GwSt)
_____________________________________________
Gewinn ohne Verschleiß: 126€ !

Und dann sag mir noch einer, daß die Preise angemessen sind.

Zitat:

könntest du das mal näher erläutern?

Wertschöpfung findet doch eigentlich überwiegend in der Produktion/ durch bearbeiten statt?

 

Werkstätten bieten doch eher eine Dienstleistung an?

Wertschöpfung ist eigentlich durch die Erzeugung eines Mehrwertes gekennzeichnet wie Roh-Öl in Motoröl umwandeln. In der Werkstatt wird auch ein Mehrwert erzeugt, indem der Wert des Fahrzeuges durch die Reparatur steigt, bzw. ein Mehrwert bei der Bremse entsteht.

Wie kommst du bei einem Gewerbeertrag von 1,2 Mio auf 18.000€ GewSt? Da kommt bei mir das 10-Fache raus. Allerdings zahlt man GewSt auf den um Hinzurechnungen und Kürzungen korrigierten Gewinn - deine überschlägige Berechnung sieht mir eher nach Umsatz aus. Wenn du aber GewSt als Kosten berücksichtigst, solltest du auch die Einkommensteuer des Unternehmers mit berücksichtigen (die muss ja genauso bezahlt werden). Gewerbesteuer dann aber wieder nicht mehr, da die bei einem Einzelunternehmer bei der Einkommensteuer zu einer pauschalierten Ermäßigung führt.
Grundsteuer kannst du nur einrechnen, wenn du keine Miete berücksichtigst - denn die zahlt man nur auf Eigentum. Wenn du aber Miete berücksichtigst, dann erhöht sich die GewSt wieder um die Hinzurechnung für den Mietaufwand.
Und jetzt erklär mir noch, warum Abschreibungen (z.B. auf den von dir angeführten Akkuschrauber) auf einmal keine Kosten mehr darstellen, nur weil man sie bei der Steuer geltend machen kann?

Fazit: Ein Unternehmen kalkuliert man nicht am Stammtisch durch - und erst Recht nich in einem Forenbeitrag. 😉

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