Bremsfading bei flotter Fahrweise

Audi A3 8P

Hi, habe mir gestern einen 8P zugelegt und gleich mal an einer kurvigen und bergigen Strecke ausprobiert, testweise bin ich bergab mal voll in die Eisen gegangen (~120 auf 20) und daraufhin hat ein Bremsfading eingestetzt, die Bremse war für ein paar Sekunden nicht mehr zu gebrauchen! Habe mir mal die Klötze angesehen und da ist auch nicht mehr sonderlich viel Belag mehr drauf.
Kann das sein? Ich hatte davor einen Japaner und der liess sich so etwas ein paar mal hintereinander gefallen bevor eine Ueberhitzung aufgetreten ist.
Gibt es empfehlungen bez Tuning oder was man da machen kann?
Grüsse
Joe

12 Antworten

Wie alt ist denn deine Bremse ( km-Laufleistung) ???

Denn mit zunehmender Laufleistung bzw. Abnutzung kommt dieses Fading früher als bei einer " neuen " Bremse.

Als Alternative kann man die Zimmermänner empfehlen oder einfach die nächst größere Bremse verbauen auf der VA.

Desweiteren wenn sich deine Br.-scheiben jetzt so langsam verfärbt haben sollten ( richtung Blau ) dann ist es an der Zeit die Scheiben inkl. Beläge zu wechslen.

Bremsbeläge verglasen gerne nach solchen Bremsmanövern wenn sie schon älter sind. Dadurch braucht man mehr Bremsdruck der dann in noch mehr wärme umgesetzt wird. Eine reduzierung des Reibquoifizienten ist also die Folge.

Und nochwas, sollte die Bremsscheibe auch schon was älter sein, wirst du dies nur durch tauschen der Br-beläge auc net wegbekommen.

Wann ist die Bremsflüssigkeit zuletzt gewechselt worden?
Nicht das die zuviel Wasser hat.

eine gewisse besserung des fadings konnte ich damals durch das umrüsten auf stahlflexbremsschläuche bewirken, auch der bremspunkt wurde besser..
weiteres habe ich dazu in meinem bloge geschrieben

gruss andy

Scotty, welche Stahlflexleitungen hattest du denn verbaut?

Edit: Habs im Blog gelesen. 🙂

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Danke für die Tips mit der Bremsflüssigkeit, da werde ich gleich mal beim Haendler vorfahren, habe eh noch ein paar beanstandungen.

Das mit den Stahlflex Leitungen kenn ich nur von meiner Ducati, wusste gar nicht das dies beim A3 auch geht und womöglich
sogar Sinn macht.

Grüsse
Joe

Was ist mit neuen Scheiben a la "Powerdisk" die sind nicht arg viel teuerer als normale Scheiben!

Theoretisch könntest du sogar auf größere Scheiben wechseln, ohne großen Kostenaufwand.

Leonid

Bremsfading

Wiederholte starke Beanspruchung der Bremsen kann zu Bremsfading führen, wobei man zwei Varianten unterscheiden muß:

A) Wenn die zwischen Bremsklotz und -scheibe entstehende Temperatur die Wärmekapazität des Reibbelages überschreitet verliert dieser seine Reibeigenschaften. Das liegt hauptsächlich am Ausgasen der Klebstoffe des Belagmaterials. Das Bremspedal gibt nicht nach, das Auto wird aber auch nicht langsamer. Als erste Vorwarnung sollte ein eigenartiger und unangenehmer Geruch genügen, damit man es etwas gemächlicher angehen läßt.

B) Wenn die Bremsflüssigkeit in den Zylindern siedet, bilden sich Gasblasen. Das Bremspedal wird einfallen, weil sich das Gas beim Druck auf das Pedal komprimiert. Möglicherweise läßt sich das Auto mittels Pumpen der Bremse zum Stehen bringen aber dosieren läßt sich die Bremse nicht mehr. Dabei handelt es sich um einen langsamen Prozeß mit viel Vorwarnung.

Das uns allen bekannte "einfallende Bremspedal" tritt als Folge von Überhitzung der Bremsflüssigkeit und nicht der Beläge auf.

Quelle StopTech

Gruß

Zitat:

Original geschrieben von IDT_PD


Bremsfading

Wiederholte starke Beanspruchung der Bremsen kann zu Bremsfading führen, wobei man zwei Varianten unterscheiden muß:

A) Wenn die zwischen Bremsklotz und -scheibe entstehende Temperatur die Wärmekapazität des Reibbelages überschreitet verliert dieser seine Reibeigenschaften. Das liegt hauptsächlich am Ausgasen der Klebstoffe des Belagmaterials. Das Bremspedal gibt nicht nach, das Auto wird aber auch nicht langsamer. Als erste Vorwarnung sollte ein eigenartiger und unangenehmer Geruch genügen, damit man es etwas gemächlicher angehen läßt.

B) Wenn die Bremsflüssigkeit in den Zylindern siedet, bilden sich Gasblasen. Das Bremspedal wird einfallen, weil sich das Gas beim Druck auf das Pedal komprimiert. Möglicherweise läßt sich das Auto mittels Pumpen der Bremse zum Stehen bringen aber dosieren läßt sich die Bremse nicht mehr. Dabei handelt es sich um einen langsamen Prozeß mit viel Vorwarnung.

Das uns allen bekannte "einfallende Bremspedal" tritt als Folge von Überhitzung der Bremsflüssigkeit und nicht der Beläge auf.

Quelle StopTech

Gruß

Alles schön und gut....aber wenn die Scheiben langsamer auf Temperatur kommen kocht auch die Bremsflüssigkeit langsamer hoch oder nicht??

Klar! Er könnte ja auch eine 8-Kolbenbremsanlage einbauen und dann Wasser statt Bremsflüssigkeit einfüllen 🙄
Wird sicher auch nicht so schnell heiß...

Unbedingt Bremsflüssigkeit wechseln!

Zitat:

Original geschrieben von Leonid_



Zitat:

Original geschrieben von IDT_PD


Bremsfading

Wiederholte starke Beanspruchung der Bremsen kann zu Bremsfading führen, wobei man zwei Varianten unterscheiden muß:

A) Wenn die zwischen Bremsklotz und -scheibe entstehende Temperatur die Wärmekapazität des Reibbelages überschreitet verliert dieser seine Reibeigenschaften. Das liegt hauptsächlich am Ausgasen der Klebstoffe des Belagmaterials. Das Bremspedal gibt nicht nach, das Auto wird aber auch nicht langsamer. Als erste Vorwarnung sollte ein eigenartiger und unangenehmer Geruch genügen, damit man es etwas gemächlicher angehen läßt.

B) Wenn die Bremsflüssigkeit in den Zylindern siedet, bilden sich Gasblasen. Das Bremspedal wird einfallen, weil sich das Gas beim Druck auf das Pedal komprimiert. Möglicherweise läßt sich das Auto mittels Pumpen der Bremse zum Stehen bringen aber dosieren läßt sich die Bremse nicht mehr. Dabei handelt es sich um einen langsamen Prozeß mit viel Vorwarnung.

Das uns allen bekannte "einfallende Bremspedal" tritt als Folge von Überhitzung der Bremsflüssigkeit und nicht der Beläge auf.

Quelle StopTech

Gruß

Alles schön und gut....aber wenn die Scheiben langsamer auf Temperatur kommen kocht auch die Bremsflüssigkeit langsamer hoch oder nicht??

Bremsscheiben sollen sehr schnell die Bremsenergie (Wärme) aufnehmen. Das sind bei Langzeitbremsungen ca 85%! Nun kommt die Scheibengröße und Scheibenstärke/-dicke ins Spiel. Je mehr Material, desto größer das Wärmeaufnahmevermögen.

Die Bremsflüssigkeit wird durch die Hitze im Bremszylinder zum kochen gebracht. Diese Hitze kommt von den Belägen.

Gruß

Zitat:

Original geschrieben von Desmo 748


Unbedingt Bremsflüssigkeit wechseln!

der wassergehalt in bremsfluessigkeit ist im normalen alltagsbetrieb voellig overrated. wer ernsthaft davon ausgeht, dass ein system mit zwei jahre alter bremsfluessigkeit zufriedenstellend bremst, waehrend eine fuenf jahre alte befuellung bei zwei- oder drei gefahrenbremsungen ernsthaft kapituliert, ist auf dem holzweg.

@te

scheiben inspizieren (keine riefen/risse, keine anlauffarben, keine hitzeinseln im material, verschleissgrenze nicht erreicht), wenn noch gut neue kloetze verbauen, ansonsten den kompletten rundumschlag. nach dem wechsel einfahren nicht vergessen (bei scheiben und kloetzen ruhig mal 250km normalen fahrbetrieb rechnen) und nicht adhoc wieder mit bremsquaelenden testmanoevern anfangen.

gruesse vom doc

Zitat:

Original geschrieben von TKrunner


Als Alternative kann man die Zimmermänner empfehlen oder einfach die nächst größere Bremse verbauen auf der VA.

zimmermann kann man bestenfalls als einsteigerqualitaet bezeichnen. sie liegen qualitativ nicht siginifikant ueber denen der erstausruestung. ate-powerdisc geniessen einen recht guten ruf und waeren ein versuch wert. abhaengig von der fahrweise kriegt man allerdings alle (serien)bremsanlagen hingerichtet, da diese einfach zu wenig reserven in fahrzeugen von der stange aufweisen.

gruesse vom doc

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