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Bremsen abgefahren?

Themenstarteram 8. Februar 2021 um 0:46

Hallo,

Ich hoffe ich bin hier im richtigen Unterforum gelandet.

Ich habe Ende letzten Jahres das Auto von meinem Opa übernommen. Das Auto hat vorne Scheibenbremsen und hinten Trommelbremsen. Ich habe keine Ahnung, wann mein Opa zuletzt die Bremsen erneuert hat. Direkt am Anfang ist mir aufgefallen, dass beim Treten der Bremse es sich stark danach anhört, als würde Metall aufeinander reiben. Besonders wenn es regnet, fällt dieses Geräusch beim Bremsen stark auf. Mein erster Gedanke war:"Die Bremsen sind völlig runter"

Im Januar musste das Auto dann sowieso regulär zum TÜV und ich habe schon fest damit gerechnet, dass die Bremsen erneuert werden müssen. Der TÜV hat an dem Auto aber keine Mängel festgestellt. Ein Bremstest wurde durchgeführt und offenbar funktioniert alles so wie es soll.

Schaut der TÜV sich die Bremsen denn auch genau an? Ich meine wie die Bremsscheiben und Bremsbeläge usw. aussehen und ob die schon arg runtergefahren sind? Oder machen die nur den Funktionstest der Bremse? Der Prüfer müsste doch auch dieses Geräusch gehört haben beim Bremsen.

Ich überlege nochmal zur Werkstatt zu fahren und die Bremsen nochmal genau kontrollieren zu lassen, weil mir dieses Geräusch beim Bremsen immer ein unsicheres Gefühl gibt. Gerade wenn ich mal Autobahn fahren möchte, wäre es ein komisches Gefühl im Hinterkopf zu haben, dass mit dem Bremsen etwas nicht stimmen könnte.

Macht es Sinn da nochmal zur Werkstatt zu fahren oder kann ich mich darauf verlassen nach der gerade durchgeführten TÜV-Prüfung, dass die Bremsen völlig in Ordnung sind?

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34 Antworten

Verlass ist letztlich nur darauf, dass die Bremse auf dem HU-Prüfstand korrekt funktioniert und der Prüfer bei Sichtkontrolle keine Auffälligkeiten an Scheiben und Belägen moniert hat.

Da ein zweiter Blick auf 'ne wie auch immer verdächtige Bremsanlage nie schaden, bei einäugig profitorientierten Werrkstätten aber rasch teuer ausfallen kann, ist leider gesunde Umsicht bei der Werkstattwahl geboten. Insbesondere bestimmte Filialketten sind berüchtigt für systematisch betriebenen 'Bremsenschwindel'.

Davon abgesehen ist echtes metallisches Kreischen selbstverständlich ein allerletztes Alarmzeichen vor drohendem Bremsausfall. Andererseits kann bereits etwas vermehrter Oberflächenrost bei ersten Bremsungen nach evtl. längerer Standzeit oder ein verbogenes Leitblech für eine vernehmliche Geräuschkulisse sorgen, die ein erfahrener TÜV Prüfer durchaus als harmlos einstuft, Laien aber evtl. nicht auf Anhieb vom bedenklichen Metall auf Metall-Kreischen restlos abgefahrener Beläge unterscheiden können.

ich weiss ja nicht um welches Auto es geht, aber bei mir ist an den Klötzen ein Blech dran welches Geräusche entwickelt wenn die Bremsklötze gewechselt werden müssen. Das könnte bei dir auch so sein. Dann bremst er noch aber die Klötze sind reif. Ich würde das auf alle Fälle überprüfen lassen wenn du selber nicht weisst wo du schauen musst. Und bleib von der Kette mit den 3 Buchstaben weg den meine Vorschreiber schon erwähnt hat. Und ...Grundsätzlich nur mit Kostenvoranschlag.

Moin, das Blech zeigt die Verschleißgrenze an und wenn die Belege schon soweit runter sind hätte der TÜV auch reagiert.

Wie lange hat denn das Auto gestanden?

Vermutlich waren bei dir die Bremsscheiben, verrostet das macht dann dieses Geräusch. In der Regel sind die irgendwann wieder glatt. Wenn es so ist, hat der TÜV das auch gesehen und kein Mangel aufgeschrieben.

Wenn du keine Ferntouren vorhast würde ich sagen weiterfahren und beobachten und solange das Auto beim bremsen nicht nach rechts oder links zieht, sehe ich hier keine Gefahr.

Wenn du ganz unsicher bist , dann fahre doch mal zu diesem TÜV onkel und nur zu dem , denn der will dir garantiert unnötigerweise keinen neuen Bremsen verkaufen.

Mich würde interessieren wie alt das Fahrzeug ist und ob Opa Aufzeichnungen hatte wie Rechnungen. 25 Jahre mit den ersten Bremsklötzen ist jetzt nicht der Brüller = keine tolle Sache. Obendrein steht zu befürchten, dass die Bremsflüssigkeit ähnlich alt ist. Und das wäre viel gefährlicher. Das prüft der Tüv auch nicht.

Gibt es denn keine Fotos von Rad = Bremse welche man einstellen kann?

Wenn beim Bremsen "metallische Geräusche" auftreten, und man keine Ahnung hat, fährt man nicht mehr Wochen damit rum sondern lässt das in der Werkstatt prüfen.

Räder ab, Trommeln runter, gucken. Und weil das wahrscheinlich ein älterer Kleinwagen ist, kostet ein Komplettset Scheiben, Beläge und Trommeln für beide Achsen üblicherweise unter 200 €.

Da lässt man das 1x vernünftig reparieren, die Bremsflüssigkeit wechseln, vielleicht sogar die Bremsschläuche (plus 60 €) und hat dann viele Jahre Ruhe.

Und wenn man Glück hat, beteiligt sich Opa noch an den Reparaturkosten.

Poste doch einfach mal ein Bild davon. :rolleyes:

Zitat:

@jof schrieb am 8. Februar 2021 um 08:01:23 Uhr:

Wenn beim Bremsen "metallische Geräusche" auftreten, und man keine Ahnung hat, fährt man nicht mehr Wochen damit rum sondern lässt das in der Werkstatt prüfen.

Räder ab, Trommeln runter, gucken. Und weil das wahrscheinlich ein älterer Kleinwagen ist, kostet ein Komplettset Scheiben, Beläge und Trommeln für beide Achsen üblicherweise unter 200 €.

Da lässt man das 1x vernünftig reparieren, die Bremsflüssigkeit wechseln, vielleicht sogar die Bremsschläuche (plus 60 €) und hat dann viele Jahre Ruhe.

Und wenn man Glück hat, beteiligt sich Opa noch an den Reparaturkosten.

So ein Quatsch denkst du der TÜV ist blöd? Mach die Pferde nicht scheu. Wenn die bremsschläuche porös wären, hätte der TÜV kein ok geben. Bei Bremsflüssigkeit sieht das natürlich anders aus aber das ist hier nicht die Ursache.

Zitat:

@Genie21 schrieb am 8. Februar 2021 um 07:29:26 Uhr:

Obendrein steht zu befürchten, dass die Bremsflüssigkeit ähnlich alt ist. Und das wäre viel gefährlicher. Das prüft der Tüv auch nicht.

Das ist aber jetzt nicht dein Ernst?? :confused:

Also ich habe bis heute noch keinen TÜV- Prüfer erlebt, der den Siedepunkt der Bremsflüssigkeit nicht gemessen hat.

Das wäre ja auch grob Fahrlässig vom Prüfer!

Zitat:

@eachi schrieb am 8. Februar 2021 um 15:06:41 Uhr:

 

Das ist aber jetzt nicht dein Ernst?? :confused:

Also ich habe bis heute noch keinen TÜV- Prüfer erlebt, der den Siedepunkt der Bremsflüssigkeit nicht gemessen hat.

Das wäre ja auch grob Fahrlässig vom Prüfer!

In meinen 40 Jahren Erfahrung mit der HU, habe ich es bisher auch nicht erlebt, dass da jemals einer den Sidepunkt gemessen hätte. Letztlich bringt die Messung im Vorratsbehälter eh kein reales Messergebnis. Tüv Rheinland, KÜS u. Dekra.

Das wird in Österreich in jeder Werkstätte geprüft der Siedepunkt von der Bremsflüssigkeit

Wir sind aber hier in de.

Wenn man das bei den Ösis so macht, sollte man das einfach dazu schreiben, dann gibt es diese Missverständnisse nicht.

In Österreich muss man 1x pro Jahr zur Überprüfung gemäß §57a, umgangssprachlich auch "Pickerl" (Klebeplakette) genannt. Und bei dieser Überprüfung wird nicht nur die Stärke der Bremsscheiben und der Beläge kontrolliert, sondern auch der Siedepunkt der Bremsflüssigkeit uvm.

Zitat:

@Golfschlosser schrieb am 8. Februar 2021 um 17:40:16 Uhr:

Wir sind aber hier in de.

Wenn man das bei den Ösis so macht, sollte man das einfach dazu schreiben, dann gibt es diese Missverständnisse nicht.

Deshalb habe ich Österreich geschrieben (AUSTRIA ) Bei uns wird auch Jährlich geprüft nur zur Info

Zitat:

@Golfschlosser schrieb am 8. Februar 2021 um 17:21:59 Uhr:

Zitat:

@eachi schrieb am 8. Februar 2021 um 15:06:41 Uhr:

 

Das ist aber jetzt nicht dein Ernst?? :confused:

Also ich habe bis heute noch keinen TÜV- Prüfer erlebt, der den Siedepunkt der Bremsflüssigkeit nicht gemessen hat.

Das wäre ja auch grob Fahrlässig vom Prüfer!

In meinen 40 Jahren Erfahrung mit der HU, habe ich es bisher auch nicht erlebt, dass da jemals einer den Sidepunkt gemessen hätte. Letztlich bringt die Messung im Vorratsbehälter eh kein reales Messergebnis. Tüv Rheinland, KÜS u. Dekra.

Dem kann ich mich voll anschließen. Seit 48 Jahren nie erlebt.

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