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Bremsbelag- Verschleißanzeige vorne nur auf einer Seite?

Mercedes S-Klasse W221
Themenstarteram 10. Juni 2021 um 23:08

Hallo zusammen, habe bei meinem W221 die vorderen Brermsen (Scheiben 335 mm) erneuert und meine Augen erstaunt gerieben, da eine Verschleißanzeige nur fahrerseitig verbaut war. Beifahrerseitig NIX, gar nix!

Wäre bloß der Kontakt weg, hätte ich eine Erklärung - hier hab ich aber keine!

Ist das so, oder wurde die entfernt? Was mir noch aufgefallen ist, die Scheiben sind unglaublich schwer ("ungefederte Massen!") .....

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10 Antworten

Jap gibt's nur auf einer Seite und ja die Scheiben sind schwer ist auch ein schweres Auto das zum Stehen gebracht werden will. Die Vorarbeit beim Scheiben Tausch ist auch wichtig weil wenn die bremsscheibe nicht gut auf der radnabe aufliegt kanns Vibrationen erzeugen. Deswegen die radnabe mit Vlies oder so einen Topf fürn Schlagschrauber reinigen das die Fläche wieder plan ist wenn sie leicht korrodiert war.

Bsp hazet https://m.youtube.com/watch?v=HprIesCV3AY

Ja, MB hat da gespart. An meinem ehemaligen Audi S8 hatte ich noch vier Verschleißanzeigen - für jedes Rad ein Kontakt.

Solange die Bremse funktioniert wie sie soll, genügt ein Kontakt pro Achse.

Problematisch wird es, wenn mal etwas nicht stimmt, wie klemmender in der Führung schwergängiger Bremsklotz, oder schwergängiger Bremskolben.

Dann gibt es einseitig stark erhöhten Verschleiß, den man ja nicht unbedingt genau an dem Belag mit Sensorkontakt haben muss.

MB sagt dazu: "Dafür kommen die Kunden ja einmal im Jahr zum Service" - hehe - selbsterfüllende Prophezeiung... "wir sparen und kompensieren das in dem wir den Kunden häufiger zur Kasse bitten"

Bremsscheiben: Ja, die sind schon schwer. Deshalb gibt es ja auch beim Nachfolger BR 222 als Sonderausstattung verstärkte Bremsen mit größerem Durchmesser und Alu-Töpfen. Nachteile: Sehr viel teurer und empfindlich bei Radmontage (Aufsetzen der Felgeninnenseite auf den Rand des Reibringes kann zu Unwucht und Bremsenrubbeln führen).

Vorteile: Sehr viel standfester auch bei scharfen Bremsungen aus hoher Geschwindigkeit (viel weniger Schirmung* / Wärmeverzug) und längere Standzeit.

 

*vgl. entsprechende Fachliteratur

..ja das stimmt. Die Hauptmotivation für die gebauten Bremsscheiben am W/V222 war in der Tat die Reduzierung der ungefederten Maße in Verbindung mit besserer Wärmeableitung. Leider eine sehr teure Lösung-aber Top!

Genauer gesagt ist die Wärmeableitung bei schwimmend gelagerten Reibringen sogar schlechter.

Aber der Vorteil überwiegt, dass die Reibringe sich ungehindert thermisch ausdehnen können, ohne innen „aufzuwerfen“ und somit sich zu verziehen.

Dadurch bleibt auch bei heißem Reibring (innerhalb der vorgesehenen Arbeitsparameter) die Fläche der Reibringe stets parallel zu den Bremsklötzen.

Themenstarteram 11. Juni 2021 um 11:42

Vielen Dank für die Informationen, das beruhigt mich einerseits, wenngleich ich nur den Kopf schütteln kann- das ist doch kein Dacia!

 

Tatsächlich war es so, daß ein Klotz von vieren festsaß, die Scheiben rubbelten (Standschaden), alles fest war, so daß ich die Stifte kaum herausschlagen konnte - und dies trotz permanenter Mercedes Wartung (allerdings in GB ;-) ).

 

Da ich dummerweise 350er Scheiben bestellt hatte anstatt der 335er, nichtwissend, daß es verschiedene Größen gibt ("AMG"), habe ich die Scheiben abgeschliffen, die Belüftungsbohrungen freigebohrt und nur die Klötze ersetzt - und natürlich die Nabe blankgeschliffen, genau wie die Scheiben innen - jetzt bremst er wieder - und zwei der vier Klötze waren absolut am Limit, um gut 7 mm abgenutzt! So kam man sowohl in GB durch die MOT als auch hier durch den TÜV fürs Gutachten ...

Einzelne fest korrodierte Bremskolben sind bei den frühen 221 ein bekanntes Problem.

Bremsscheiben sollte man - sofern erforderlich und oberhalb Mindestmaß - abdrehen.

Auf keinen Fall sollte man Korund Schleifpapier nehmen. Korund ist zwar extrem hart, aber es gibt wie beim Einfahren der Beläge einen Materialübergang der Reibpartner in die bearbeitete Stahloberfläche.

Das kann (nicht muss) später nach dem Einbremsen zu ungleichmäßigen Reibwerten auf dem Reibring führen, was dann im Verlaufe des späteren Betriebes auch nach vielen hundert oder tausend km erst erneutes Heiß-Rubbeln bei höherer Geschwindigkeit und starkem Bremsen führen kann.

Bei langsam fahrenden Baumaschinen und LKW sowie Bremstrommeln ist Korund weniger ein Problem.

Themenstarteram 11. Juni 2021 um 14:02

Zitat:

@kappa9 schrieb am 11. Juni 2021 um 12:19:40 Uhr:

Einzelne fest korrodierte Bremskolben sind bei den frühen 221 ein bekanntes Problem.

Bremsscheiben sollte man - sofern erforderlich und oberhalb Mindestmaß - abdrehen.

Auf keinen Fall sollte man Korund Schleifpapier nehmen. Korund ist zwar extrem hart, aber es gibt wie beim Einfahren der Beläge einen Materialübergang der Reibpartner in die bearbeitete Stahloberfläche.

Das kann (nicht muss) später nach dem Einbremsen zu ungleichmäßigen Reibwerten auf dem Reibring führen, was dann im Verlaufe des späteren Betriebes auch nach vielen hundert oder tausend km erst erneutes Heiß-Rubbeln bei höherer Geschwindigkeit und starkem Bremsen führen kann.

Bei langsam fahrenden Baumaschinen und LKW sowie Bremstrommeln ist Korund weniger ein Problem.

Hallo kappa9, bist du Berufskollege? Keine Angst, da passiert nix! Scheiben haben noch knapp 31 mm Stärke, zum Abdrehen wenig - aber ich werde sie ohnehin nachträglich ersetzen, wenn ich die neuen habe. Kolben war keiner fest, alles bestens - nur die Montage der Klötze war offensichtlich mehr als fragwürdig. Keine "deutsche Wertarbeit" eben!

nee, nur seit einigen Jahrzehnten Hobbyschrauber mit Interesse an technischen Hintergründen ;-)

Mindestmaß 30mm!!! Steht auf meiner.

Werde aber auch nur Belege erneuern, da ca. 31,xxx noch drauf und neue 32mm sind???

Jedoch hinten sind zusätzlich die Scheiben fällig.

Zeug liegt schon in der Garage, nur ich noch nicht.

Der zweite Satz Klötze hält eh nicht so lange wie der erste auf neuen Scheiben.

Mache ich auch immer so. Den zweiten Satz Klötze fahre ich dann nicht ganz runter, dann sind die Reibringe ebenfalls fertig.

Beim 222 mit den verstärkten Bremsen werde ich das wohl machen lassen. Da steht im KI-Servicemenü irgendwas von "Bremsbeläge wechseln" - da muss vermutlich irgend etwas vorbereitet und per Xentry / SD aktiviert werden.

Habe es mir noch nicht durchgelesen.

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