Bremsbeläge hinten schmieren ohne VCDS oder Laptop bei elektr. Parkbremse

Audi A6 C6/4F

Hi!

Beim Rückwärtsfahren und anschließendem betätigen des Bremspedals, quietschen meine Bremsen am A6 Avant Bj 07, 2,7TDI Automatik!

Meine Idee wäre nun, da ich den Hobel verkaufen möchte, die Bremsbeläge im Sattel mit Kupferpaste zu beschmieren und evtl anzufassen.

Kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich die Beläge ausbaue, bzw die Zylinder zurückdrücke? oder kann ich einfach so demontieren, da ich ja keine neuen Beläge einbaue!?

Vielen Dank

Beste Antwort im Thema

Ich habe heute zum zweiten Mal bei meinem A6 4F (2,0 TDI, Bj 2005 mit elektronischer Parkbremse) die hinteren Bremsklötze - und diesmal auch die Bremsscheiben - gewechselt, beide male ohne Diagnosegerät und ohne Komplikationen:

 

Was man braucht ist eine 12 V Autobatterie, und zwei Kabel mit passenden Klemmen für den Stecker der elektronischen Parkbremse:

 

Ablauf ist ganz einfach:

 

Fahrzeug auf ebener Fläche abstellen, gegen Abrollen sichern, elektronische Parkbremse lösen, dann Zündung aus. Fahrzeug mit Wagenheber hinten aufbocken und sichern. Rad abnehmen. Stecker zwischen Fahrzeug und elektronische Parkbremse lösen (Vorsichtig, ist ein ziemlich filigranes Teil und kann leicht beschädigt werden). Danach mit der 12 V Batterie und den Kabelklemmen die Parkbremse betätigen. Wenn die Bremse zufährt, einfach die Pole wechseln und dann fährt die Bremse auf.

Danach die Bressattelschrauben (13er) lösen, mit 15er dagegenhalten, dann Bressattel abnehmen. Mit passender Schraubenklemme Bremskolben zurückdrücken, gegebenenfalls mit der 12V Batterie nochmals die Parkbremse weiter auffahren und Bremsskolben bis in die Endstellung zurückdrücken, geht relativ leicht, kein großer Druck erforderlich. Danach Bremsklötzeführungen reinigen bzw. austauschen und neuen Bremsklötze einsetzen. Bremssattel wieder draufstecken und mit neuen Schrauben fixieren. Stecker zur elektrischen Parkbrese wieder dranmachen. Rad draufschrauben.

 

Das gleiche in der gleichen Reihenfolge mit der anderen Seite.

Wenn beide Seiten fertig, Zündung an, Parkbremse 1-2x zu und wieder auf, dann ist die Sache erledigt. Man braucht weder ein Diagnosegerät noch besteht die Gefahr, wie in vielen Blogs beschrieben, dass das Bressteuergerät beschädigt wird, da während dem ganzen Reparaturvorgang der fahrzeugseitige Stecker zur Parkbremse abgesteckt ist, und die Fahrzeugelektronik daher nicht involviert ist. Die ganze Prozedur dauerte bei mir ca. 2 Stunden, beim nächsten Mal gehts vermutlich in der Hälfte der Zeit.

lG Longtommy

Zitat:

Original geschrieben von malloc100


Danke Senti!

Mit

Zitat:

Original geschrieben von malloc100



Zitat:

Backen zurückdrücken (das geht nur wenn der Motor der EPB AUF gefahren ist)

meinst Du vermutlich, das Öffnen der EPB durch ranhalten von 12 Volt an die Motoren?

---------------------

Das alles zeigt mir nur noch mehr, die Klötze ohne Tester (VCDS) zu wechseln ist quatsch. Weil die EPB selbst mit ranhalten von 12 Volt zu öffnen, für einen der damit keine Erfahrung hat, ist kaum zu empfehlen.

In meiner private Werkstatt meinte der Inhaber (Meister) zu seinem Mitarbeiter (auch Meister) man könne das im Notfall auch ohne Tester (wie oben beschrieben) machen. Der Mitarbeiter-Meister fing nämlich mit der Arbeit an (Wagen auf die Bühne und hochfahren) ohne vorher einen Tester anzuschliessen. Ich sagte dem Mitarbeiter-Meister, er möge meinem Dicken doch bitte vorher Bescheid geben, dass er nun neue Klötze bekomme 😁

Der schaute mich etwas ungläubig an, erhielt dann Aufklärung von dem Inhaber-Meister, holte den Tester. Es dauerte etwas, bis er dem Bosch-Tester die entsprechende Diagnosefunktion abringen konnte, da dieser, wegen falsch eingestelltem Fahrzeug, die geführte Funktion "Bremsklötze tauschen" erst nicht anbot.

Nachdem ich dann bei der Auswahl des Fahrzeuges assistiert hatte, gab es auch die gewünschte Funktion und der Dicke fing an die Backen zu spreizen 😉

Dieses Forum ist schon sehr hilfreich 🙂

Ich frage mich wie es sonst läuft... der Planlose tauscht die Klötze mit Drücken und Pressen. Der Kunde fährt los und stellt eine Woche später fest: Meine EPB ist defekt. Wieder zur Werkstatt, die das bestätigen und spontan mal ein Angebot zum reparieren der EPB machen.... Kann ja die Werkstatt nix dafür, für so einen unglücklichen "Zufall"...

maLLoc

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Zitat:

Original geschrieben von mv_kuc


Nur eines ist mir nicht klar, nämlich warum die VCDS-Prozedur den Neigungswinkelsensor des Fahrzeuges neu kalibriert. Das geht natürlich händisch nicht- ist nach meinem Verständnis aber auch nicht notwendig.

Die EPB stellt den festen Stand des Fahrzeuges nur bis zu einem bestimmten Neigungswinkel sicher. Wenn ich mich recht entsinnen beim 4F bis zu einer Steigung/Gefälle von 30%. Der entsprechende Winkel wird vom Neigungswinkelsensor registriert und beim Überschreiten der 30% ein Warnhinweis gegeben, dass das Fahrzeug beim Abstellen zusätzlich gesichert werden muss.

Weiterhin arbeitet auch die Anfahrhilfe mit den Daten des Neigungswinkelsensor.

Ein nicht korrekt kalibrierter Sensor führt also zu falschen IST-Daten.

M.

Zitat:

@ladadens schrieb am 16. September 2014 um 03:51:24 Uhr:


Nur Rad zu entlüften ist pfusch,wie der Rest der Aktion auch.Nur weil du etwas nicht verstehst heißt das noch lange nicht das es unnötig ist .denkst du das du schlauer bist wie die Audi Ingenieure und bremsebentwickler .das eure Methode geht ist klar aber des so pfusch ist steht auch fest.

... und abgasbetrüger😛

wer kann da schon mithalten?

Hallo,
jedes mal das gleiche Thema....
Wenn ich so eine Unfug lese... Kabel an einer Batterie... das alles 1. mal ohne Sicherung dazwischen, schon mal elektrotechnisch eine Nullnummer.
2. Wer sich mal angeschaut hat was bei einem Test der Parkbremse mit VSDS so passiert (vergleich der Stromstärken bei normalem betätigen der Parkbremse und bei dem Test) der würde spätestens dann einlenken, das es mit einer Batterie und 2-3 mal Parkbremse betätigen nicht getan ist...

Zitat:

@mv_kuc schrieb am 16. September 2014 um 12:50:33 Uhr:


Hallo,

die Notwendigkeit den Bremssattel zu entlüften, ergab sich daraus, dass dieser versehentlich zu weit zu gefahren ist. Hab das nur geschrieben um aufzuzeigen, auf was zu achten ist.
Und wenn im Bremssystem Luft ist, egal warum, die Ursache dafür beseitigt ist- ist es kein Pfusch, sondern technisch notwendig, die Luft wieder rauszubringen. Normalerweise passiert das ja auch nicht.
Der grundsätzliche Wechsel ist denke ich so kein Pfusch, da VCDS auch nichts anderes macht, als die Motoren in Grundstellung, sprich ganz auf zu fahren. Genau das ist der springende Punkt, dass man nicht versucht, mit Gewalt das Ding zurückzudrücken. Da ein Anlernen nicht stattfindet, die Motoren haben keine Positionssensoren o.ä. sondern bei jedem Schliessen über Stromanstieg der Endpunkt ermittelt wird, muss das im Endeffekt genau so gut sein wie mit VCDS.
Im übrigen hat mir die Aktion ca. 300.- gespaart und ich sage ja auch nicht, dass das jeder machen soll. Aber hier im Forum sind ja auch Leute, die Interesse und auch Fertigkeiten in diese Richtung haben und dankbar sind, dazu Erfahrungen anderer lesen zu können. Den anderen sage ich, geht in die Werkstatt.
Die menügeführten VCDS-Prozeduren sind natürlich für die Mechaniker in den Werkstätten eine grosse Hilfe, möglichst fehlerfrei, immer in der gleichen Weise eine Aktion zu machen. Der Nachteil solcher Abläufe ist aber auch, dass es selbst für die KFZ-Mechaniker nicht mehr transparent ist, wie genau die Sache funktioniert.

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Gut erklärt.... Beifall.....weiter so

Zitat:

@liebesmichili schrieb am 17. Februar 2017 um 22:04:40 Uhr:


Gut erklärt.... Beifall.....weiter so

Scheinst auch nicht so viel Ahnung zu haben ???... dann besser ruhig sein !!

(Forum: 0 Themen erstellt

3 Antworten gegeben )

denn:

Zitat:

..ergab sich daraus, dass dieser versehentlich zu weit zu gefahren ist.

KANN schon mal nicht passieren wenn man es richtig macht ! 😉
Die EPB kann nicht zu weit zu fahren wenn die richtigen Steine verbaut und der Sattel montiert ist... ERGO: Pfusch gemacht !!
Dann hier Hinweise für andere geben ? ...na Mahlzeit..

Dazu ist das VCDS ja zB da... um nicht zu viel falsch zu machen... 😉

Ich habe ja dieses vcds....habe aber noch nicht damit gearbeitet..... habe die Beläge befeilt und gangbar gemacht und mit Kupferpaste eingeschmiert ,werde es jetzt weiterhin beobachten ob leichtgängig ist.....

Hallo Senti ... ich habe es vor 3 Wochen auch mit der Notlösung Batterie +/- gemacht! Wenn man es überhaupt Notlösung nennen kann ;-)!
Funktionierte ohne Probleme .. danach 3-4 mal die Feststellbremse benutzt und gut ist!

Also mir hat dein Tipp von damals geholfen ... ??

Zitat:

@derSentinel schrieb am 26. Januar 2014 um 14:24:31 Uhr:


Der Motor muss AUF GEFAHREN sein .... sonst bekommt man keine neuen Steine rein.
Wie das jeder selber macht soll mir egal sein. ... RICHTIG ist es aber nur mit dem Tester (VCDS, VAS, Auto DIA 101 und andere) da hinterher auch der Funktionstest gemacht werden sollte. Ohne Tester geht das nicht !

anscheinend geht das auch ohne Tester!
finde ich nicht richtig was hier in den Video beworben wird und sollte so nicht gemacht werden
https://www.youtube.com/watch?v=edyuPLuaqG0

Achtet auf jeden Fall darauf ein Ladegerät an zu schließen... Kann sonst böse ausgehen. Das Steuergerät ist das sehr empfindlich !

Ich glaube das auch das angegebene Drehmoment mit 75nM von der M12 Schraube nicht richtig ist!
Das die Schrauben auch erneuert werden sollen wird auch unter den Tisch gekehrt

Zitat:

@Kasperl 145 schrieb am 14. Dezember 2020 um 15:17:29 Uhr:


Ich glaube das auch das angegebene Drehmoment mit 75nM von der M12 Schraube nicht richtig ist!
Das die Schrauben auch erneuert werden sollen wird auch unter den Tisch gekehrt

Sollen oder müssen erneuert werden ?
An mitgelieferten ist Locktide dran...das kann man auch selber wieder dran machen,
75 NM hält sie wohl mehrmals aus... ist ja keine Dehnschraube.
Leider kommt es auf den Absender an ob neue Bleche und neue Schrauben dabei sind.
Beides nicht vorhanden- kein Problem !

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