Besitz der Zulassungsbescheinigung Teil II
Hallo zusammen,
Ich weiss nicht ob es eine Verkaufsberatung gibt, falls doch könnte man mich ja dorthin verschieben.
Ich möchte mein Auto verkaufen, lebe in NRW eine potenzielle Käuferin kommt aus dem Raum München.
Sie möchte das Auto von einem Unternehmen abholen lassen und die Zahlung wie folgt abwickeln:
Kaufbetrag 5000€
1) Blitzüberweisung von 50% des Kaufpreises auf mein Konto.
2) Ich soll ihr dann per Express-Versand die Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) zukommen lassen.
3) Bei Erhalt der Bescheinigung kommt der Rest per Blitzüberweisung.
4) Auto wird dann abgemeldet von besagtem Unternehmen abgeholt, dabei erfolgt die Schlüsselübergabe und alle anderen Dokumente.
Meine Frage dazu:
Welches Risiko gehe ich damit ein? Ist sie die Besitzerin des Fahrzeugs sobald die Zulassungsbescheinigung Teil II in ihren Händen ist? Habe ich das Auto dann im schlimmsten Fall für 2500€ verkauft?
Bin ich rechtlich auf der günstigeren Seite sollte es zu einem Steitfall kommen?
Beste Antwort im Thema
Absolut dubios.
Von der Nichtzahlung des Restbetrages
über die Nichtabmeldung des KFZ,
Hardcore Preisdrueckerei bei Übergabe
gibts genug Fallstricke.
Nur Bares ist Wares!!
Komplette Kohle gegen Auto plus Papiere,
nix anderes!
39 Antworten
Zitat:
@fitimo19 schrieb am 21. März 2018 um 21:49:17 Uhr:
...Hat denn jemand eine Alternative?
ja:
Auto auf mobile.de oder autoscout24.de inserieren - 3 oder 4 Interessenten aus der näheren Umgebung (die von Wortwahl, Kommunikationsverhalten und den Fragen, die sie vorab haben, den Eindruck erwecken, für sich selbst zu suchen) zur Probefahrt kommen lassen - und dann gegen bar auf Kralle verkaufen!
Was ein Zufall ich habe neben dem Deutschen auch einen Mazedonischen Ausweis.
So ich habe ihr grade deutlich gemacht, dass ich kein Risiko eingehe und das Fahrzeug mit allen Dokumenten nach Erhalt der vollen Summe hergebe. Wenn sie möchte auch an ein dubioses Speditionsunternehmen, wenn es weg kommt ist es nicht mein Bier.
Sie möchte jetzt jemanden aus ihrem Bekanntenkreis organisieren, der bei mir die ZB II abholt und mir die gesamte Summe da lässt, damit der Spediteur nicht alle Dokumente mit sich führt.
Komisch, dass sie da nichtmal dem Spediteur vertraut..
Zitat:
@taurus1 schrieb am 21. März 2018 um 21:29:04 Uhr:
Ich würde was anderes vorschlagen, wo du meines erachtens auf der sicheren Seite bist:
Entweder:
10% Anzahlung per Überweisung, ihr macht einen Termin für die Abholung. Du meldest ab und die Spedition bekommt Auto und Papiere im Austausch gegen die Restzahlung.
Oder:
10% Anzahlung, ihr macht einen Termin für die Übergabe, du meldest ab, die Käuferin setzt sich in den Zug zum nächstgelegenen Bahnhof. Du holst sie ab, und bei einer Tasse Kaffe dann der Austausch Papiere und Auto gegen Restzahlung.Das ganze natürlich vorher entsprechend per Kaufvertrag regeln.
Leider muss man heute oft vom schlechten ausgehen, bei der vom Käufer vorgeschlagenen Vorgehensweise gibst du das Besitzdokument vor der vollständigen Bezahlung aus der Hand. Ich hätte da die Befürchtung, das bei Abholung nochmal versucht wird, den Preis zu drücken.
Ist eine Abmeldung ohne Brief überhaupt möglich? Der wird doch normalerweise dann eingezogen bzw. entwertet, oder verwechsel ich grad irgendwas?
Ja, du verwechselst was. Für das Fahrzeug ist eine Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II ausgestellt. Für die Abmeldung brauchst du nur Teil I - dort wird die Abmeldung dann registriert und die Schilder entwertet.
Bei Wiederzulassung legst du dann Teil II und den alten (entwerteten Teil I) vor, dir wird in Teil II der neue Eigentümer eingetragen und es wird ein neuer Teil I ausgestellt. Der alte Teil I wird eingezogen.
Früher wurde die Abmeldung im Brief eingetragen und der Schein eingezogen.
Für mich klingt das ganze sehr dubios.
Wie hast Du den Ausweis geprüft? Viele der Sicherheitsmerkmale kann man nur prüfen wenn man den Ausweis in Händen hält! Da gibt es z.B. Stellen, die man nur unter UV-Licht sieht.
Dass die Käuferin jetzt neben dem Spediteur auch noch parallel einen Bekannten los schickt, klingt mir auch komisch und nur als Argument, um Dich zu beruhigen.
Wer sagt Dir denn im Ernstfall überhaupt, ob das Geld echt ist? Auch hier gibt es Fallstricke. Wenn Du möglicherweise später Falschgeld bei der Bank einzahlst, dann ist nicht nur die Kohle futsch sondern Du hast auch noch ein Ermittlungsverfahren am Hals. Wenn überhaupt, dann lass diesen Bekannten das Geld bei Deiner Bank direkt selber auf Dein Konto einzahlen.
Andernfalls hast Du am Ende nach Erhalt von Falschgeld Teil I und II und das Auto heraus gegeben und hast nichts in der Hand. Hast Du überhaupt einen unterschriebenen Kaufvertrag von der Dame?
Und auch wenn Du dann im Recht bist, ist das Auto weg und Du müsstest im schlimmsten Fall erst einmal beweisen dass das Auto überhaupt Dir gehört...
Ne ne, Finger weg! Die ganze Sache stinkt zum Himmel.
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Zitat:
@gast356 schrieb am 21. März 2018 um 21:19:27 Uhr:
Zitat:
@fitimo19 schrieb am 21. März 2018 um 21:09:09 Uhr:
...Zur Not melde ich die als gestohlen und lasse mir gegen eine Gebühr eine neue ausstellen.Das würde ich besser nicht machen... da gibt Straftatbestände, wie "falsche Verdächtigung", "Vortäuschen einer Straftat" und so, die diesem Vorgehen entgegenstehen.
Genau so ist es. Das Fahrzeug wurde ja nicht gestohlen, sondern dem Spediteur freiwillig übergeben.
Was dann kommt ist alles Zivilrecht und das dauert.
Jetzt bin ich echt neugierig was hinter so einer Vorgehensweise stecken könnte, und wo Ludmilla.den Haken ansetzt, die TE über den Tisch zu ziehen. Wir hatten so etwas auch mal,da wollte der Fahrer der den Wagen abholen sollte nachverhandeln.
Haben ihm dann verklickert dass die Anzahlung der ReservierungsGebühr entspricht und er abtraben kann.
Der Wagen war genau wie beschrieben und der Abholer suchte nach Gründen den vollen Preis nicht zu zahlen.
Vorteilhaft wenn man sich mit solchen Leuten lieber nicht auf dem eigenen Grundstück trifft.
Der Typ der vorab die Anzahlung und die Telefonate getätigt hatte fungierte hier nur als Mittelsmann,tatsächlicher Käufer war der Spediteur, der das Teil gleich östlich der Oder verbringen wollte und sich dachte die dummen Krauls ziehe ich noch mal ab. Von Vorteil ist es auch wenn man nicht gezwungen ist,dass Auto abzugeben. Bleibt er halt noch stehen,bis der nächste mit Bargeld kommt
Gruß m
So kleines Update: Ein Treffen wurde vereinbart, zu dem der Spediteur, ein Bekannter aus der Umgebung und ich kommen. Der Bekannte zahlt mit mir zusammen das Geld auf mein Konto ein, erhält dann die Dokumente. Der Spediteur lädt das Auto auf. Der Kaufvertrag besteht dann bereits, in dem wird das auch alles so festgehalten.
Ich hoffe ich hab jetzt keine Sicherheitslücke übersehen. Preisverhandlungen sind durch da der Vertrag ja so steht.
Na dann, such dir einen belebten Ort und mach das nicht alleine ....😉
😰
Zitat:
"
Polizeimeldung vom 20.03.2018
Berlin-Spandau
Nr. 0616
In der vergangenen Nacht raubten Unbekannte einen Mercedes in Siemensstadt. Nach den bisherigen Erkenntnissen traf sich ein 20-Jähriger mit potenziellen Käufern zu einem Verkaufsgespräch gegen 23 Uhr am Saatwinkler Damm. Im weiteren Verlauf und nach Übergabe der Fahrzeugpapiere an die zwei Interessenten, bedrohte einer der Beiden den 20-Jährigen mit einer Schusswaffe. Den Aussagen des Beraubten zufolge, sollen sie anschließend unerkannt mit dem Fahrzeug in Richtung A 111 geflüchtet sein. Ein Raubkommissariat der Polizeidirektion 2 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
"
Zitat:
@tartra schrieb am 22. März 2018 um 09:32:37 Uhr:
Na dann, such dir einen belebten Ort und mach das nicht alleine ....😉😰
Zitat:"
Polizeimeldung vom 20.03.2018
Berlin-SpandauNr. 0616
In der vergangenen Nacht raubten Unbekannte einen Mercedes in Siemensstadt. Nach den bisherigen Erkenntnissen traf sich ein 20-Jähriger mit potenziellen Käufern zu einem Verkaufsgespräch gegen 23 Uhr am Saatwinkler Damm. Im weiteren Verlauf und nach Übergabe der Fahrzeugpapiere an die zwei Interessenten, bedrohte einer der Beiden den 20-Jährigen mit einer Schusswaffe. Den Aussagen des Beraubten zufolge, sollen sie anschließend unerkannt mit dem Fahrzeug in Richtung A 111 geflüchtet sein. Ein Raubkommissariat der Polizeidirektion 2 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
"
Ist traurig,dass man mittlerweile so misstrauisch sein muss, aber die Erfahrungen geben einem ja Recht.
Bei uns in der Gegend wurde einem interessierten Käufer bei der Probefahrt das Fahrzeug samt der Roten Händlerkennzeichen hochgezogen,als der interessierte Käufer an einer Tankstelle angehalten hat,um was zu trinken zu kaufen.
Die Vermutung liegt nahe,dass es sich hier um eine Masche handelt und das KaufInteresse vorgeschoben war,um ein Probefahrt zu bekommen.
Gruß m
Auf jeden Fall vor Übergabe der Papiere, Schlüssel, Fahrzeug das Geld eingezahlt haben.
Wer so einen Hick Hack macht um ein stink normales Fahrzeug zu erwerben,da muss ja fast irgendwas krumm dran sein.
PS.
Den Mercedes aus dem Polizeibericht finden se eh nicht wieder. Und die Täter vermutlich auch nicht, Personalausweise wird sich der 20 jährige Verkäufer vorab nicht hat zeigen lassen und das Kennzeichen mit dem die Interessenten vorgefahren sind hat er sicherlich auch nicht notiert. Oder die waren so clever und sind mit S Bahn oder Taxi angereist.
Krasse Nummer,am besten man baut sich eine Tränengasanlage mit Fernbedienung ein,oder ne FernZündung für die Airbags.
Man darf sich nicht verrückt machen lasse, ich meine täglich wechseln 1000de Wagen problemlos den Besitzer, Betrug gab es schon immer.
Trotzdem sollte man ein paar Grundregeln beachten, erst recht wenn ein "vermeintlicher" Käufer wegen einem Massenwagen so einen Aufwand betreibt ...😉
Hast Du Recht,aber ich wäre ungern der eine von 1000,den sie abziehen.
Posten die eigentlich auch Ergebnisse zu dem Polizeibericht,wenn man die Täter fasst? Meinst hört man dann ja nichts mehr dazu
Gruß Martin
Ich denke nicht, da kaum "öffentliches Interesse" besteht...
Wenn bei dem Berliner Raub nicht Kommisar Zufall zuschlägt, ist der Benz und Täter wohl weg, kann mir auch nicht vorstellen, das da nun extra Sondergruppen zur Ermittlung gegründet werden..
Aber es zeigt auch klar, zum Betrug gehören immer Zwei ...
Was macht ein 20 jähriger sowas auch Nachts alleine an einer praktisch menschenleeren, teilweise am Kanal/Wald liegenden Zufahrtsstraße zu einer Autobahn.😕😕
"Gier frisst Hirn" gilt nicht nur beim Kauf, sondern auch Verkauf, da haben die Täter evtl. viel und sofort geboten, aber ok, das sind nur meine Vermutungen....
Zitat:
@tartra schrieb am 22. März 2018 um 10:58:37 Uhr:
"Gier frisst Hirn" gilt nicht nur beim Kauf, sondern auch Verkauf, da haben die Täter evtl. viel und sofort geboten, aber ok, das sind nur meine Vermutungen....
Sehe ich genau so. Da kann er zufrieden sein,dass sie ihn nicht im Kanal versenkt haben.
Die Telefonnummer von den KaufInteressenten gehört sicherlich zu einer Prepaid Karte,die nicht zurückzuverfolgen ist.
Kann man nur hoffen,dass die TK trotzdem voll bezahlt.
Gruß m
Die einziug wirklich sichere Möglichkeit ist:
1. Käufer persönlich treffen und Probefahrt und anschließende Einigung.
2. kaufvertrag schriftlich ausstellen.
3. Zahlung unbedingt gegen BAR. Am besten noch Echtheit Prüfen.
4. Dann Schlüssel udn Papiere Übergabe.
Alles Andere ist teilweise sehr fraglich.
Lass dir definitiv vorab die Daten des "Bekannten" geben. Nicht das ihr lediglich einen Termin ausmacht, kurz vorher der Bekannte auftaucht, alles über die Bühne geht und hinterher der zweite Bekannte vorbeikommt, der ebenfalls das Auto haben will ...
... da das Kind wohl schon in den Brunnen gefallen ist. Würdest du als Käufer für einen 0815-Wagen, den man überall findet, ungesehen ein paar tausend € hinblättern? Noch dazu, wenn du nicht bei der Übergabe dabei bist? Ich jedenfalls nicht.
Moin,
Klar - es besteht die Möglichkeit, dass da jemand wirklich dieses Auto kaufen will. Aber (!) die Verfügbarkeit von BMW in München ist mutmaßlich nicht schlecht - und wenn du dein Auto nicht massiv unter Wert angeboten hast (d.h. du warst bei gleichen Fahrzeugdaten der billigste in DE, dir wurde die Bude eingerannt und du hättest 5 Autos verkaufen können), du ein ganz schrecklich spezielles Modell hast (z.B. nen CSL, irgendein extrem seltenes Sondermodell, extrem seltene Lackierung) gibt es keinen wirklichen Grund ein Auto in 500km Entfernung zu kaufen. Heißt - wo ist die Motivation?
Schonmal telefoniert oder nur geschrieben?
In den meisten Fällen ist sowas in dieser Form ein Betrugsversuch. Eigentlich sogar schon ein relativ klassischer oder ein recht moderner. Du bekommst das Geld überwiesen, das bleibt auch bei dir. Der Abholer nimmt das Auto auch an (manchmal wird gehandelt, manchmal nicht) und dann wird er dir einen Scheck oder ähnliches geben. Dabei fällt dann auf, der Scheck ist auf 3500, 4000 oder sogar mehr ausgestellt. Eventuell schreibst/telefonierst du mit der Verkäuferin oder der Abholer sagt dir, dass er schon wegen des Irrtums angerufen worden ist. Man bittet dich, das Geld eben auszuzahlen, wegen deiner Mühe bekommst du eben noch 500€ dazu. Abholer und Auto fahren mit Geld weg, du löst Scheck ein (oder auch Western Union usw. Pp.) Aber die sind nicht gedeckt - Auto und Geld weg. Da das Auto dann meistens geschlachtet wird - kann man meist auch niemanden mehr ermitteln (vielleicht ne Omi oder so, die tatsächlich auch Opfer ist).
Zweite Möglichkeit - man schickt dir noch was zum Ausfüllen oder nen Link für ne Internetseite zu. Du füllst das aus, Abholer kommt - schaut sich sachen an und fängt dann an - Unfallwagen, km stimmen nicht, Ausstattung stimmt nicht usw.pp. und zeigt das alles auf dem "Kaufvertrag", den er ausgedruckt mitgebracht hat. Dann wird mit Polizei, Anzeige und Anwalt gedroht - aber du könntest das Auto ja auch für sagen wir 3500 verkaufen, damit würde man dir ja noch einen Gefallen tun usw.pp. und man verzichtet auf Anzeige und Fahrtkosten, Schadensersatz usw.
Wahrscheinlichkeit für eine ehrliche Käuferin - 10-20%; Wahrscheinlichkeit für Betrug/Abzocke - 80-90%.
Die ehrliche Käuferin kommt auf deine Anregung persönlich vorbei und bezahlt alles vor Ort. Punkt/Aus/Ende.
LG Kestet