Berufskraftfahrer und.die damit verbundenen Probleme
Moin Jungs,
Sorry wenn es nicht hier hin passt, habe kein Unterforum dafür gefunden und in anderen Foren ist 0 los.
Ich erhoffe mir hier ein wenig Rat für meine aktuellen Gedanken.
Ich habe vergangene Woche eine Woche bei einem Betrieb gearbeitet als Hilfsarbeiter. Schrottplatz, Großschrotthandel. War angenehm, 60 Arbeiter - nette Leute und kenne auch einige dort. Und viele kennen mich noch von klein auf. Ich bin aktuell noch 18 Jahre alt. Habe zuvor noch nichts gearbeitet, war kurzzeitig auch in einem Tief durch den Tod meiner Mutter als ich 16 war.
Dort hätte ich ein Netto Gehalt von circa 1600€ gehabt. Ist ja nicht schlecht. Aber! Die Arbeit war nichts für mich. Ich komme von einem Bereich (nebenjob,..) der eigentlich nichts mit dem Schrott zutun hat. Ich Arbeite nebenher noch an Computern und co. Die Arbeit war quasi das ganze gegenteil. Der Muskelkater bei dieser Knochenarbeit war das kleinste Problem. Viel mehr hat mich das eintönige Arbeiten genervt. Man steht am Tisch, hinter einem ein Schrotthaufen voller Felgen und schlägt 8h am Stück die blei gewichte von den Felgen weg und die Plastik kappen. Man macht die ganze Zeit nichts anderes.
Mein Vater war natürlich alles andere als Begeistert aber gut. Letzten endes ist es mein Leben und ich brauche einfach was, woran ich wenigstens etwas Spaß habe!
Num zum eigentlichen Thema:
Ich Besitze keinen Schulabschluss und scheide somit auch für viele Jobs aus. Doch der Beruf, die Ausbildung zum LKW-Fahrer finde ich anisch nicht schlecht und wäre eventuell sogar noch Machbar (Schulmäßig). Nun stellen sich mir aber noch einige Fragen!
- Was Verdient man als Ausgebildeter LKW Fahrer im Durschnitt? Ich Wohne in Bayern nähe Neu-Ulm. Man ließt zwischen 1000-3900Brutto ?!
- Sollte ich in einem kleineren Betrieb mir eine Ausbildung suchen oder bei einer großen Firma?
- Ist die Ausbildung überhaupt Empfehlenswert oder sagt ihr "Tu dir das nicht an"?
- Wie sieht es mit dem Bezahlen des LKW Scheins aus? Übernimmt das die Firma, wie läuft das in etwa ab?
- Ich möchte im Nahverkehr Fahren
- ...
Hat sogar der ein oder andere eventuell Tipps wo ich bei mir in der direkten Umgebung anfragen sollte? Eventuell sind hier ja sogar ein Paar aus meiner Nähe.
und und und
Ich habe sicherlich nicht alles Aufgezählt was eventuell wichtig wäre. Dafür bin ich ja hier, um mir von Profis Infos einzuholen.
Was soll ich demnach noch Beachten????
Ich bin echt Ratlos
Grüße
Beste Antwort im Thema
Hallo und Willkommen im LKW Forum,
erstmal finde Ich es klasse das du mehr schreibst um einen Hintergrund der Situation zu bekommen, nun zu deinen Fragen:
Als Berufskraftfahrer verdient man je nach Bundesland zwischen 1600 und 3000 Brutto (hängt auch von der Erfahrung ab).
Ich würde dir empfehlen dich von einem kleinen und GUTEN Betrieb ausbilden zu lassen, da bekommst mehr mit als bei einer großen Firma, jedoch ist dein Arbeitsplatz unsicherer als bei einer großen Firma.
Das Unternehmen übernimmt üblicherweise sämtliche Kosten für C/CE Schein + Modulschulungen, Arzt und Passfotos + Führerscheine(Also das Ausstellen des Führerscheins) ist je nach dem anhängig, aber sollte auch übernommen werden.
Nun zu der großen Frage, "soll ich mir das antun":
Das ist gar nicht so leicht zu sagen, du musst aus einem gewissen Holz geschnitzt sein.
Wenn dir die Einsamkeit/Ruhe, die wechselde Bewegung (z.B. 6 Stunden sitzen und dann Paletten laden) nichts ausmacht und du generell ein "guter" Fahrer bist dann kann man dir das an Herz legen.
Zu bedenken ist wirklich, das das Leben als Kraftfahrer nicht leicht ist, du körperlich und gesetzlich öfters an deine Grenzen kommst und das muss dir halt gefallen.
Ich sage dir nicht, lass es sein so wie es z.B. mein Onkel mir gesagt hat, aber Ich empfehle dir bevor du anfängst eine Ausbildung zu machen, mach mal ein Praktikum, auch wenn du nicht fährst bekommst du ein Gefühl von dem Arbeitsleben.
Sonnst fällt mir nichts ein, bei weiteren Fragen einfach schreiben 😁
MFG
Joey
130 Antworten
... hoffentlich gibts Ameisen-Kilometergeld... die Aldi Läger sind mir als ziemlich weitläufig in Erinnerung, Mann war das da immer ein Gerenne bis die 33 Paletten vom LKW runter und in der jeweiligen Entladespur standen.
Was mir bei all den Beiträgen irgendwie fehlt ist wenigstens ein kleiner Hinweis sich auch mal Gedanken zu Freizeit, Familienleben, Wochenenden "draußen", usw. zu machen. Die Chancen auf absolut nicht geregelte Arbeitszeiten sind in dem Job sehr hoch... wenn man für nen freien Feiertag zu Hause sprichwörtlich kämpfen muß, dann machts irgendwann keinen Spaß mehr. Da gibts dann auch so Geschichten... wenn beispielsweise am Heimatort Feiertag ist, jeder Depp hat frei und als Kraftfahrer fährste dann im benachbarten Bundesland ohne Feiertag rum.
Hab das etliche Male gehabt... z.B. Fronleichnam, Fahrverbot in BY... am Vorabend 22:00 Uhr Laden bei BMW in Rgbg, bis spätestens 24:00 Uhr rauf nach Hof und raus aus BY, am Feiertag in BY 6:00 Uhr bei BMW in Leipzig Entladen/Laden... Fahren bis maximal an die bayerische Grenze, dann Feiertag aufm LKW totschlagen und abwarten bis du ab 22:00 Uhr nach Hause fahren darfst... oder einfach fahren und Bußgeld (& damals noch Punkte) riskieren um wenigstens ein paar Stunden bei der Familie zu sein.
Das Fahren ist bei dem Job das kleinste Problem, das größere Problem ist, dass du als Fahrer in jeder Situation der bist der es ausbadet, wenn irgendetwas nicht paßt... wenn der Plan der Dispo nicht aufgeht, wenn es technische Probleme gibt, wenn Ladungen nicht fertig sind, wenn die Entladung nicht klappt, bei Verkehrsproblemen, bei schlechtem Wetter... usw. usw.... während alle anderen -Dispo, Büro oder die meisten Leute in anderen Berufen & anderen Branchen zum Feierabend alles stehen und liegen lassen, raus zum Auto gehen und nach Hause fahren bist du fern der Heimat in deiner LKW-Kabine gefangen und wirst praktisch genötigt alles zu tun und zu hoffen, dass alles glatt geht um rechtzeitig beispielsweise zum WE nach Hause zu kommen... da bin ich auch schon mal ne Stunde ohne Fahrerkarte gefahren um nicht erst Samstag Vormittag anzukommen.
Und die Abstellplätze/ Parkplätze für Pausen, Tagesruhezeiten, Wochenenden draußen sind auch nicht immer so toll wie z.B. hier (klick)... Sonntag Vormittag 1/2 10, Wochenende in Trelleborg (Schweden), Standheizung auf Vollgas mit Aussicht auf die Ostsee aber dafür ohne jegliche sanitäre Einrichtungen.
Um nicht nur Negatives zu schreiben hier noch ein paar Eindrücke von den wohl coolsten Fahrten in den 5 Jahren meiner "Kraftfahrer-Karriere" als Querein- und Wiederaussteiger -solche Fahrten hab ich gemacht, wenn auf meiner Werksverkehrslinie Pause war-... https://www.youtube.com/watch?v=ZC6XiMvAS6E
PS:... brauchts unbedingt eine Ausbildung um nen LKW zu fahren? Meiner Meinung nach muß das nicht sein, in dem Job muß man einfach diszipliniert, flexibel, klever und ein "harter Knochen" sein... ich bin damals mit dem druckfrischen CE in der Tasche (selbst finanziert) und einer 3 wöchigen (guten) Ausbildung für den C1-Führerschein während des Wehrdienstes zur nächsten kleineren Spedition gegangen, nach 2 Wochen "Praktikum" (im Zweifahrerbetrieb) hatte ich die überzeugt, so dass ich zum nächsten 1. nen Vertrag gekriegt hab. Die anschließenden 2-3 Monate waren etwas hart, bis der ganze Palettenzirkus, das Papierchaos und so Sachen wie Tourplanung saßen... außerdem bin ich ein paarmal -als PKW-Selbstschrauber technisch nicht gerade unbegabt- Samstags in die Firma gefahren und hab mit LKWs repariert um mir die Technik etwas genauer anzusehen... letztendlich hatte ich in den 5 Jahren keine Situation, wo ich eine Ausbildung vermißt hab - ob man z.B. das http://up.picr.de/13547286xo.jpg , http://up.picr.de/13547287cf.jpg , http://up.picr.de/13547288qg.jpg (noch die Originalbeläge ab Werk nach knapp 2 Jahren! EZ Nov. 2011) mit Ausbildung besser hinkriegt?
Ich würde lieber in einem anderen Beruf eine Ausbildung machen. Den LKW-Schein kannste danach trotzdem noch machen und auch fahren... allerdings hast Du damit die Chance unabhängiger zu sein und kannst auch leichter wieder aussteigen... was ich in diesem Beruf für einen ganz wichtigen Punkt halte.
Genau wegen deinen negativen Eindrücken möchte der TE eine Fahrerausbildung bei Aldi Süd machen. Dabei geht es um das Verteilen von Waren vom Grosslager zu den Geschäftsstellen im Nahverkehr. Da kann man Arbeit haben bis zur Rente.
Mahlzeit
Auch auf die Gefahr hin , dass ich jetzt ein paar Leuten den Tag verderbe kann ich dir nur ein Tip geben :
LASS ES SEIN.
Denk an deine Zukunft . Der selbstfahrende Lkw ist schon im Test .
Was wird mit uns Fahrern wohl , wenn wir nicht mehr Fahren müssen?
So und jetzt noch ein schönen Tag
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... um in dem Job wenigstens nicht der allerletzte Depp vom Dienst zu sein ist es unbedingt wichtig unabhängig zu sein... ich war in der glücklichen Lage den Job ggf. auf die Stunde hinschmeißen zu können, das hat mir so manche Unverschämtheit, so manchen Scheißdreck erspart, den dann eben Fahrer gemacht haben, die keine anderen Perspektiven als den Fahrerjob hatten. Wenn dann noch ein Familie im Nacken sitzt und am besten noch so Sachen wie ein Kredit, etc. (z.B. Häuschen oder Wohnung gekauft) der bedient werden will, dann biste für jeden Spediteur der beste Fahrer... Leibeigen zum Sklavenjob verdonnert fährste dann auch noch brav die allerletzten Dreckstouren.
Einer meiner ehemaligen Kollegen, ein gelernter Schreiner, der hatte damals -ich sag mal- ein paar Probleme, deshalb ist der überhaupt gefahren... da dachte der Speditionschef... ha, da hab ich ein Opfer, das am Heiligen Abend Nachmittag in den Abend rein die Linientour fährt. Der hat ihm damals an Weihnachten, am heiligen Abend den LKW Schlüssel auf den Schreibtisch geknallt und hat sich wieder einen anderen Job gesucht.
Ich wurde damals nicht einmal gefragt, ob ich fahren würde... haben sie sich wohl schon gedacht, was ich denen erzählt hätte.
Und von wegen bei Aldi gibts das nicht... der "Aldi-ich-schieb-ne-ruhige Kugel-Job" kann auch ganz schnell einmal vorbei sein und dann biste mit einem CE95 mit Ausbildung zum Berufskraftfahrer von den netten Leuten im Arbeitsamt ganz schnell auf irgendeinen LKW verräumt.
Ich habe das Berufkraftfahrerqualifikationsgesetz als Anlaß genutzt um wieder auszusteigen... ohne die Module darf ich nicht mehr gewerblich fahren und das ist gut so... in meinem derzeitigen Job (Hoch-/Tiefbau Unternehmen) fahre ich regulär überhaupt nicht mehr, nur wenn es sich mal ergibt z.B. ein Fahrer ausgefallen ist oder es aufm Hof was zu Rangieren gibt und kein anderer da ist der nen LKW fahren kann.
Zitat:
@rizzor schrieb am 15. September 2015 um 21:46:25 Uhr:
Moin Jungs,
Ich habe vergangene Woche eine Woche bei einem Betrieb gearbeitet als Hilfsarbeiter. Schrottplatz, Großschrotthandel. War angenehm, 60 Arbeiter - nette Leute und kenne auch einige dort. Und viele kennen mich noch von klein auf. Ich bin aktuell noch 18 Jahre alt. Habe zuvor noch nichts gearbeitet, war kurzzeitig auch in einem Tief durch den Tod meiner Mutter als ich 16 war.Dort hätte ich ein Netto Gehalt von circa 1600€ gehabt. Ist ja nicht schlecht. Aber! Die Arbeit war nichts für mich.
Hi,
in welcher Region wäre denn dieser Job? Hätte evtl. Interesse!
Es gibt auch Fahrerjobs mit einigermaßen geregelten Arbeitszeiten wo das Bett als Ablage dient. Singles Abenteurer und Leute mit Fernweh können ja gerne auf irgendwelchen Tank& Rastplätzen schlafen.
...klar gibts die, sogar vernünftig bezahlt. Letztens erst, beim Gespräch mit einem Fahrer einer größeren Baufirma, dass ich von der Baubranche, Baumaschinen, Werkzeug, Material Ahnung hab wußte er schon und als er hörte ich hab nen CE und bin ein paar Jahre im Fernverkehr gefahren - "fang doch bei uns an... Arbeitszeit 7:00 - 16:30 & Freitag Mittag gehts regulär ins WE" (="40-Std-Woche, wie sie dort z.B. auch die Mauerer, Betonbauer, Kanalbauer, Tiefbauer, usw. haben), außer wenn ein- zweimal im Jahr mal was Größeres ansteht wie z.B. letztens als am Sonntag Nachmittag wegen der örtlichen Situation außerhalb der Hauptverkehrszeit mal ein Obendreher gestellt und ballastiert werden mußte.
Wobei ich die Situation der Fahrer in dieser Firma kenne... die schieben da wirklich ne ruhige Kugel... wenn die am Tag mal 400km zusammen bringen, dann ist das schon Tagesgespräch und in Sachen Ladung, LaSi, usw. ein Traum... ich wünschte ich hätte damals im Fernverkehr die Hälfte von den Vorzügen & der Zeit gehabt. Nur so als Beispiel, die kriegen sogar echte Winterreifen auf ihre LKW und das wo der Winter in der Gegend wo die sich bewegen in den letzten Jahren bis auf wenige Tage, fast Stunden nur aus Regen bestanden hat... da kalkuliert die Dispo dann halt mal eben 1 normalen kompletten Arbeitstag zum Reifenwechseln für ne 6x4 SZM mit Tieflader ein, wo das Fahrzeug nicht zur Verfügung steht. Nicht, wie ich das von Speditionen kenne, am Samstag oder mal eben zwischendurch in der Tagesruhezeit des Fahrers.
Und jetzt festhalten, das Ganze gibts zu einem Stundenlohn von 18,- EUR.
Wobei man halt erstmal an solche Jobs kommen muß - insgesamt würde ich dem TE raten erstmal eine Ausbildung in einem anderen oder einem für den Fahrerjob brauchbaren Beruf zu machen. Zum Fahren braucht man meiner Meinung nach keine mehrjährige Ausbildung, da reicht bei der Situation in der Branche ein Führerschein, inzwischen Grundquali und ein wenig Cleverness ... eine Ausbildung ist vergeudete Zeit und dazu für einen selbst eher hinderlich, da man sich das Spektrum möglicher auszuübender Jobs sinnlos auf den Beruf des Kraftfahrers einschränkt.
Moin Jungs,
Da schau ich ein paar Tage mal nicht rein und ich hab wieder viele Antworten. Ich Danke euch für die Aktive Hilfe und Infos die ich von euch bekomme.
Das mit Aldi Süd hat sich leider erstmal erledigt. Wurde nicht genommen. Ich war angeblich "zu spät", guter Witz...
Momentan hab ich noch die Chance bei DACHSER reinzukommen, diese suchen bei mir in der direkten Umgebung 4 Personen.
Ich Lese hier oft vom Fernverkehr und deren Probleme. Klar, eventuell stelle ich mir das ganze doch nicht "so krass" vor wie es oft von manchen Beschrieben wird oder ich sehe das ganze etwas anderst. Im Fernverkehr würde ich aber dennoch nicht auf Dauer Fahren wollen. Nah wäre mir da am Liebsten. Aber ob ich mir das Aussuchen kann - keine Ahnung, habt ihr Infos?
Zum Thema ich soll keine Ausbildung machen und mir den Lappen selbst dann holen (wäre wohlgemerkt mit 21 erst möglich as far as i know) gibts 2 Dinge:
Mir wurde zumindest gesagt das Personen, die eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer erfolgreich Abgeschlossen haben erhöhte Chancen bzw ein "höheres" Ansehen genießen im Sinne von "er ist Ausgebildet". Ob das vollkommender Bullshit ist oder nicht, weiß ich nicht.
Zum einen habe ich die Chance durch eine Ausbildung meinen Abschluss nachzumachen "gleichzeitig". Je nachdem wie ich mich gemacht habe sogar die Mittlere Reife. Somit wäre es Dumm wenn ich meine Schule nachmache und dann ggf. eine Ausbildung. Klar könnte ich auch mit 21 meinen Lappen machen und "Fahren".
Ich bin ganz Ehrlich zu euch. Ich habe in meiner Vergangenheit bzw der Schulzeit extremen Müll gebaut und war Zeitweise auch auf einer Schiene Unterwegs worauf ich überhaupt nicht Stolz bin. Drogen und co waren auch keine Seltenheit. Dadurch habe ich es geschafft 2x Durchzufallen. Somit habe ich wirklich total versagt.
Es war eine extreme Dummheit von mir. Ebenso brachte der Tod meiner Mutter mir auch noch ein kleines Tief.
Dennoch muss ich Sagen kann ich mir aktuell keinen anderen Beruf Vorstellen als zu Fahren. Das einzige interessante vor dem LKW wäre eine Ausbildung in der IT Branche. Doch dort werde ich ohne Abitur oder Real mehr als wenig Chancen haben.
Jeder hat letzten endes eine andere Meinung zum Beruf. Aber eins steht fest: MAN MUSS ES (!!) mögen, dass lese ich mittlerweile überall wo ich Schaue und stimmt definitv wie ich Denke.
Dennoch Vertraue ich auch ein wenig meinem großen Cousin der nun mehr als 15 Jahre bei Dachser im Nahverkehr fährt. Es sei eine gute Firma, man kennt sie und ich solle es ruhig machen.
Dennoch muss ich aber sagen das der Fernverkehr für mich auf Dauer nichts wäre. Dies muss ich zugeben.
Grüße euch!
Über Dachser kann man nix großartig schlechtes sagen, die sind auch bei mir in der nähe...zahlen "normale" Löhne und lassen dich auch normal fahren, du fährst dann wahrscheinlich Wechselbrücke, ist ansich ganz gut, kann aber auch mal vorkommen das du öfters stehst als dir lieb ist, was aber im Fernverkehr selten vorkommt.
Thema Ausbildung ist immer so ein Ding, ich bin der Meinung jeder der des machen will Hauptberuflich soll ne Ausbildung dazu machen, die beschleunigte Grundqualifizierungsmüll ist wie gesagt Müll...des lohnt sich nur für Menschen wie mich, die schon fahren können und halt noch kein Deckel haben, aber die meisten die da raus kommen können eben ned gescheid fahren da Sie zu wenig Zeit hatten.
Ja das "Ansehen" ist schon ein anderes, da man ja weiß du hast länger dich damit befasst und draus folgert das du besser und efficienter fahren kannst(außer du bist nein Nagel Fahrer 😁, kleiner Spaß^^).
Gehaltstechnisch ändert sich am Anfang nix, egal ob beschleunig oder ausgebildet, du bist Anfänger und bekommst dem entsprechend Anfängergehalt.
Klar ist dies blöd wenn man in der Vergangenheit scheiße gebaut hat, aber selbst wenn du 10 Einträge im Führungszeugnis hast wird sich früher oder später ein Spediteur finden lassen der dir eine Chance gibt.
Menschen ändern sich, manche stärker manche schwächer aber irgendwie ändert sich jeder und wenn du deine "veränderung" nach außen trägst dann wirst du bestimmt erfolg haben.
Zudem suchen die Fahrer wie sonst was, du darfst halt bloß keine Scheiße mehr bauen ^^.
Ja den Führerschein kann man zu privaten Zwecken(Wohnmobil oder großer Traktor) erst ab 21 Jahren machen, wenn du eine Ausbildung machst oder die beschleunigte dann schon ab 18.
Zudem kommt halt bei dem Thema der kostenpunkt ins Spiel, also wenn du kein Bildungsgutschein von der Arge hast oder freiwillig ca 5000€(je mach dem kann weniger oder mehr sein) über hast zum ausgeben dann mach ne Ausbildung.
MFG
Joey
Nahverkehr... das ist in mancher Beziehung noch ätzender als Fernverkehr... bei uns damals in der Spedition sind se mit zwei 12 Tonnern für TNT gefahren und haben gerwerbliche Kunden mit meist Palettenware beliefert. Auf den Autos war fliegender Fahrerwechsel, so schnell konnten se die Fahrer nicht einstellen, wie se weggelaufen sind. Ein Kollege ausm Fernverkehr, der sich hat breitschlagen lassen diesen Affenzirkus mal ein paar Wochen zu machen hat dem Chef nach 14 Tagen mit Kündigung gedroht, wenn er nicht sofort wieder seinen Fernverkehrszug zurück bekommt.
Und gerade das Zeug was Dachser, Kraftverkehr Nagel, und wie sie alle heißen im Nahverkehr fährt... da haun se Dir die Kiste voll und anschließend kannste Dich in allen möglichen Zentrallägern aller möglichen Supermarktketten erstmal schikanieren lassen -Kaufland Unterkaka oder MGL in Hermsdorf waren legendär, mit all den Hausfrauen, die ihren Frust an den Fahrern ausgelassen haben oder auch gut war das REWE Lager in Eching bei München-, anschließend darfste dort den Deppen spielen und als "bin ich Lagerist oder was" den Krempel entladen, in die Spuren stellen und das Highlight ist dann, wenn Du Dich mit all den anderen Fahrern um die paar halbwegs tauglichen Paletten aus dem Brennholzhaufen schlagen darfst.
Das dicke Ende kommst dann zurück zu Hause im eigenen Palettenlager, wenn Du Dich dort mit dem eigenen Lageristen rumschlagen kannst, dass er die von Dir eingesammelten Retourepaletten annimmt.
Apropos Ausbildung... als Fahrer biste in allen Belangen der Depp vom Dienst und mit Ausbildung haste das dann sogar schriftlich, so hab ich das mal von einem älteren Kollegen gehört, der vor Jahren selbst die Ausbildung gemacht hat.
Eine Ausbildung in diesem Beruf ist nichts als Zeitverschwendung und bringt Dir im Endeffekt gar nichts... weder mehr Geld, noch Ansehen oder sonst irgendetwas. Die einzigen die Ansehen hatten waren die, die einen anständigen Beruf gelernt hatten und sich damit von den sonst üblichen / normalen Fahrern abgehoben haben.
So wie die Tendenz aussieht wird die komplette Branche von den ausländischen Fahrern zu möglichst niedrigen Löhnen übernommen werden... erst der normale Fernverkehr, selbst Nischen wie Schwerlast, Volumentransporte, ADR, usw. die bisher aufgrund der erforderlichen Kenntnisse noch in deutscher Hand lagen werden zusehends übernommen. Und selbst wenn zur Zeit der Nahverkehr überwiegend noch in der Hand deutscher Fahrer sein mag... langfristig werden auch hier die Niedriglöhner auf dem Vormarsch sein.
Da werden dann auch Firmen, wie Dachser, die zugegeben bisher noch auf einem höheren Niveau logieren gezwungen sein, sich dem allgemeinen Druck anzupassen... z.B. bei der anderen großen Kühlerspedition sieht man ja wie das läuft, wenn die Subs die dort ne längere Tour wollen zwischen deren Außenlägern, usw. hin und her geschickt werden um sich ihre Ladung zusammenzusammeln und indirekt deren Werks-/Nahverkehr kostenlos fahren, indem se neben ihrer eingen Ladung immer auch ein paar Paletten, die fürs andere Lager bestimmt sind mitnehmen müssen. Am Ende rennste dann als Fahrer mit einem riesigen Stapel Papier rum -die Transporte zwischen den Außenlägern werden zwar schön sauber im System verbucht, aber dem Subi halt einfach nicht bezahlt... diesen Zirkus haben wir ein...zweimal mitgemacht, dann ist unser Chef ausgeflippt, als er begriffen hat was da läuft und hat ab dem Zeitpunkt keine Ladungen mehr von denen angenommen.
Mein dringender Rat -ist mein letzter Hinweis, überleg Dir gut was Du machst... ich zumindest hab das Gefühl, Du bist wie ich anfangs auch geil aufs Fahren, willst es Dir dazu möglichst leicht machen und schlitterst da in etwas rein was du spätestens langfristig gesehen bereuen wirst.
Du hast zur Zeit paradiesische Verhältnisse, was den Lehrstellenmarkt angeht... jeder sucht händeringend nach Lehrlingen und zwar auch in Berufen mit Zukunft & Aufstiegschancen. Nutz diese Chance, den meisten Betrieben -such Dir eher eine kleinere bis mittlere Firma- ist Deine Vorgeschichte egal, frag nach einer Lehrstelle, mach von Dir aus den Vorschlag Dir das in zwei oder drei Wochen Praktikum mal anzusehen und zeig, dass Du motiviert und daran interessiert bist die Lehre durchzuziehen und aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hast... und zieh es durch... -egal ob Maurer, Betonbauer, Zimmerer, Dachdecker, Schreiner, Elektriker, Mechaniker,... oder was auch immer- selbst mit so einem Gesellenbrief hast Du die Chance auf Stundenlöhne, von welchen Berufskraftfahrern nur träumen können.
Außerdem -hast ja selbst was von weitermachen, Aufstiegschancen, etc. geschrieben- wenn es paßt kannst in ein paar Jahren noch den Meister dranhängen, dann stehste besser da als so mancher Akademiker.
Moin Joey, moin Gast!
Danke für euere Antworten wieder. Super geschrieben und ich freue mich echt extrem dass ihr euch Teils so viel Zeit nehmt um mir was zu Schreiben =).
Ich weiß das ich als BKF nicht allzugroße Aufstiegschancen habe, dennoch finde ich es einfach Interessant und ich möchte es wirklich Probieren. Wie gesagt, als Kind bin ich schon mitgefahren und fand es einfach super.
Ich möchte zwar im Fernverkehr wegen gewissen dingen NICHT fahren, eigentlich. Aber Grundsätzlich wäre das für eine gewisse Zeit dennoch okay. Ich bin erst 19 (grad erst geworden) und habe noch die Zeit. Was ich zudem Liebe sind andere Länder. Hineinfahren und einfach schauen wie es dort so Läuft. Ich liebe u.A auch die Urlaubsfahren durch Slowenien, Rumänien, Blugarien bis nach Kroatien, ...
Die einzigen Probleme die ich eventuell mit dem Fernfahren habe stehen wie gesagt oben. Zudem würde halt in nen paar Jahren oder lass es 10 sein sicher auch mal Familie kommen. Aktuell und die nächsten Jahre hätte ich damit aber kein Problem.
Ich habe mir wirklich lange Überlegt was ich machen will. Aber ich möchte nicht jeden Tag das gleiche machen, jeden Tag in meine Firma rein und Arbeiten. Ich finde es einfach klasse wenn man auf seinem LKW sitzt und fährt. Man sieht immer was anderes und es ist einfach klasse. Das könnt ihr mir nicht Abschlagen ;-)
Und ja, ich kenne die negativen Dinge eines Fahrers. Aber ich glaube das wäre es mir dennoch Wert.
Extra nochmal an dich @gast356 :
Ja ich weiß das es aktuell wirklich viele Lehrstellen gibt. Aber ich bin ehrlich zu dir: Mir sagt NICHTS zu. Ich weiß nicht wieso, aber es ist einfach so. Und wenn ich diese Einstellung habe ist das denke ein Zeichen, dass ich diesen Weg gehen sollte.
Grüße!
Vielleicht bist du ja doch zum fahren geboren, die nötige Leidenschaft bringst du ja schon mal mit.
Am besten gefällt mir am Fahrerberuf, wenn man sich an einer Be- oder Entladestelle über jemanden ärgert, weiß man genau, in überschaubarer Zeit ist man wieder weg und sieht diesen Menschen mit etwas Glück niemals wieder.
Zum Thema Fernverkehr: unter 21. wirst du eh nicht in den Fernverkehr geschickt bzw. denn dann nur mit Doppelbesatzung("ätz"😉.
Ich wollte auch lange Zeit fahren, ich liebe es auch zu fahren, weit und viel mit meinem Auto aber ich habe erkannt, fahren gerne aber nicht hauptberuflich. Da Ich ja Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik studieren will...ggf. eigene Firma aufmachen kann ich in den Urlauben der Fahrer oder wenn diese Krank werden einspringen.
Fahren allgemein ist schon nice, aber am liebsten Fahr ich Nachts, da hat mein seine Ruhe, die Kollegen wo auf der Straße sind kennen meist ihr handwerk und verhalten sich auch so, da mach das fahren spaß aber wenn ich in einem stau steh weil 2 idioten zu dumm waren zu fahren bekomm ich einen koller.
Naya Ich wünsch dir aufjeden Fall glück bei der ganzen Sache 😁 Falls ich irgendwann wirklich ne Spedi auf mach schreib ich dich nochmals an 😁