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Bedeutung / Relevanz der Verschleißgrenze bei Bremstrommeln

Themenstarteram 4. April 2020 um 12:42

Hallo!

 

Wie ist die Verschleißgrenze bei Bremstrommeln zu interpretieren?

 

Bedeutet sie „Solange diese Grenze beim Einbau neuer Beläge noch nicht erreicht ist, darf man die Bremstrommeln noch mal wieder verwenden.“. Oder „Wenn neue Bremsbeläge montiert werden, darf diese Grenze auch während der Lebensdauer der neuen Beläge nicht überschritten werden, sodass man austauschen soll, wenn man bereits nah an der Grenze ist.“?

 

Beispiel:

Innendurchmesser neu: 203 mm

Vom Hersteller angegebenes max. Ausdrehmaß: 204,5 mm

 

Man misst beim Austausch der Bremsbeläge bei den gebrauchten Trommeln 204,3 mm, Grenze also fast erreicht.

 

Kann man dann die Trommeln noch mal einen Satz Trommelbrems-Beläge verwenden oder sollte man sie austauschen?

 

Was kann passieren, wenn man die Trommeln verwendet und die Verschleißgrenze überschritten wurde?

 

Ich bin gespannt auf eure Antworten.

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@beppy schrieb am 4. April 2020 um 14:41:11 Uhr:

..... Sicherheit geht vor.....

Durch das vorzeitige Erneuern der Scheiben bzw. Trommeln erzielt man keinerlei Sicherheitszuwachs.

Das Argument "Sicherheit geht vor" ist also in diesem Zusammenhang Bullshit.

DoMi

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Zitat:

@techman122 schrieb am 4. April 2020 um 12:42:04 Uhr:

Hallo!

Wie ist die Verschleißgrenze bei Bremstrommeln zu interpretieren?

Bedeutet sie „Solange diese Grenze beim Einbau neuer Beläge noch nicht erreicht ist, darf man die Bremstrommeln noch mal wieder verwenden.“. Oder „Wenn neue Bremsbeläge montiert werden, darf diese Grenze auch während der Lebensdauer der neuen Beläge nicht überschritten werden, sodass man austauschen soll, wenn man bereits nah an der Grenze ist.“?

Beispiel:

Innendurchmesser neu: 203 mm

Vom Hersteller angegebenes max. Ausdrehmaß: 204,5 mm

Man misst beim Austausch der Bremsbeläge bei den gebrauchten Trommeln 204,3 mm, Grenze also fast erreicht.

Kann man dann die Trommeln noch mal einen Satz Trommelbrems-Beläge verwenden oder sollte man sie austauschen?

Was kann passieren, wenn man die Trommeln verwendet und die Verschleißgrenze überschritten wurde?

Ich bin gespannt auf eure Antworten.

Recherchiere mal: Deine Verschleißgrenze.

Max. Ausdrehmaß bedeutet, wenn ich die Bremstrommel ausdrehen würde, wegen Korrosion, Riefen, ... dann wären diese 24,5 mm das maximale Maß nach dieser Arbeit.Dann wäre die Trommel noch weiter verwendbar. Die Verschließgrenze dieser Bremstrommel wäre vermutlich bei 25,0 +x? mm

Sicherheitsgedanken hin oder her, aber Unwissenheit macht falsche Statements nicht besser!

Themenstarteram 5. April 2020 um 16:52

Zitat:

Recherchiere mal: Deine Verschleißgrenze.

Dazu finde ich leider nirgendwo eine Angabe.

Als Faustregel, die sich über Jahrzehnte und unterschiedlichste FZge hinweg immer wieder bestätigt, kann man bei normalen Fahr- und Bremsgewohnheiten sowohl Trommeln als auch Scheiben etwa die doppelte Lebenserwartung von Belägen attestieren. Bei krassem Missmatching, Billigstmaterial einerseits oder besonders sorgfältiger Wartung andererseits kann's davon Ausreißer nach unten oder oben geben, im Normalfall gehen die aber eher aufs Konto von Materialverzug, Verglasung, Hydrauliklecks etc. als von 'normalem' Verschleiß.

Daten für das o.g. Fahrzeug stehen mir nicht zur Verfügung. Wenn ich z.B. Bremsscheiben (vermutlich ebenso bei Trommelbremsen) sandstrahle, werden derartige Daten immer lesbar. Evtl. sind diese Daten auch beim Onlinehändler auf der Angebotsseite erkennbar.

hy Sonntagsschrauber, toller Beitrag !!

Themenstarteram 7. April 2020 um 21:00

Zitat:

@1.4571 schrieb am 6. April 2020 um 20:13:14 Uhr:

Daten für das o.g. Fahrzeug stehen mir nicht zur Verfügung. Wenn ich z.B. Bremsscheiben (vermutlich ebenso bei Trommelbremsen) sandstrahle, werden derartige Daten immer lesbar. Evtl. sind diese Daten auch beim Onlinehändler auf der Angebotsseite erkennbar.

Habe schon an mehreren Stellen nachgeschaut (online bei versch. Bremsenherstellern), bevor ich hier meinen Beitrag erstellt habe. Konnte leider wirklich überall nur Angaben finden wie "DIA-Max" oder "Max.Br.Tr.ausdrehmaß [mm]".

Nochmal zurück zum Beispiel:

Innendurchmesser neu: 203 mm

Vom Hersteller angegebenes max. Ausdrehmaß: 204,5 mm

Man misst beim Austausch der Bremsbeläge bei den gebrauchten Trommeln 204,3 mm, Grenze also fast erreicht.

Kann man die Trommeln noch mal verwenden? Da das Fahrzeug dem Ende der Lebensdauer schon sehr nah ist, müssen sie nur noch vielleicht allerhöchstens 30-40.000 km halten - aber eben sicher sein.

Zitat:

@techman122 schrieb am 07. Apr. 2020 um 21:0:23 Uhr:

Kann man die Trommeln noch mal verwenden?

JA!

Wurde doch jetzt schon mehrfach geschrieben, es entsteht kein Performance- oder Sicherheitsgewinn durch den Verbau neuer Trommeln

Ein derartig verunstalteter Ring wird kein vernünftiges Signal an das ABS senden. Also austauschen!!

Evtl hilft einer der wenigen Schrottplätze mit zwei gebrauchten Trommeln.

Bremstrommeln gehören auf die Drehbank und nicht unter die Flex.

Das größere Problem wird sein, daß eine gleichmäßige Bremswirkung nur mit dem Austausch beider Trommeln erreicht wird.

Wenn man das Störsignal des ABS ignorieren kann, und kein TÜV droht kann man evtl mit der bisherigen Trommel weiterfahren. Früher hatte man auch kein ABS.

schrauber

Kommt drauf an, wie die Bremskraftverteilung an der Hinterachse gestaltet ist. Wenn die komplette Hinterachse kein Signal mehr liefert, kann's passieren, dass die Hinterachse überbremst...

lieber Techmann, jetzt hast du schon 3 themen zu deiner Bremse gemacht,

ich rate dir jetzt neue Trommeln und Beläge zu verbauen, und nicht mehr mit dem alten

Mist Rumzupfuschen

Geht es um den 188er Punto?

Schau mal, eine Trommel keine 14 €, d.h. beide und Versand biste bei etwas über 30 €.

https://www.daparto.de/.../14675510?categoryId=1565&kbaTypeId=12882

Brembo Teil! Musst aber gegenprüfen ob es das richtige ist, die Seite selbst ist klasse. Enorme Auswahl an Lieferanten.

Gibt auch günstigere Trommeln, Bosch z.b. für etwas um die 12 €, sogar für unter 10 €... typisch, wenn die Autos alt sind und die Teile massig vorhanden sind... und da das Auto ja laut deinen Angaben nur noch eine TÜV-Periode halten soll.... wäre das auch überlegenswert. JP Group z.B. ist auch nur ein Einkäufer und Weiterverscherbler...

Und das mit der Verschleissgrenze einer Bremstrommel erledigt sich doch

eigentlich auch automatisch?

Wem das grösstmögliche, unverlierbar in die Trommel eingenagelte Mass,

komplett am Arsch vorbei geht, den erinnert die automatische Nachstellvorrichtung

daran.

Dann sind halt die Keile, z.B beim Polo, in der Praxis bei neuen Backen schon

ganz unten, also voll nachgestellt.

Mehr geht nicht, und man siehts sehr häufig.

Alles kein Problem.....

Bei Gewindestangen würde ich mich nicht drauf verlassen.

murks wird durch pfusch erst schön...

Nur so - ich habe bisher bei keiner Trommel den für den Verschleiß bestimmten Bereich durchgeschliffen.

Was ich aber schon mehrmals erlebt habe war, dass einfach am Rand der Trommel, da wo sie zum Ankerblech hin abschließt, hier und da ein Stückchen ausbricht (Rost nach 10 oder 15 Jahren) und das dann unschöne Geräusche macht.

....dann gibts eben ne neue.

Will sagen, beim herkömmlichen PKW mit überschaubarer Leistung (sonst hätt er keine Trommel) und normaler Nutzung schadet der Rost über die Jahre der Bremstrommel oft mehr als der Verschleiß.

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