BAB-Raserei mit NSL - (k)ein Kavaliersdelikt?

Hi,

seit ich berufsbedingt viel auf deutschen Autobahnen unterwegs bin, fällt mir auf, daß die überwiegende Anzahl der Zeitgenossen, welche trotz ausreichender Sicht die Nebelschlußleuchte eingeschaltet haben, sich nicht an die dann zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h halten, sondern diese teilweise um bis zu 120 km/h überschreiten.

Gleichzeitig fällt mir auf, daß diese Geschwindigkeitsübertretungen scheinbar recht selten geahndet werden.

Welche Erfahrungen habt ihr diesbezüglich gemacht?

46 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von Drahkke


Dies sollte in der Tat kein Problem darstellen. Alternativ habe ich mal in einem früheren Beitrag den Vorschlag gelesen, mit dem Einschalten der NSL gleichzeitig eine Motordrossel zu aktivieren. Der technische Aufwand hierfür wäre aber ungleich höher.

Bei einem modernen auto, dessen Steuergeräte eh alle per CAN Bus vernetzt sind, wäre das eine reine 08/15 Softwarefrage, eine handvoll Zeilen in der Firmware des Motorsteuergeräts.

Mein TDI hat was ähnliches sowieso schon eingebaut: auch wenn man nur gaaanz leicht die Bremse antippt, regelt die Motorelektronik SOFORT die Leistung massiv runter, bis man wieder von der Bremse geht.

WHILE bremslicht=EIN DO Schubabschaltung

Genauso könnte man programmieren:

WHILE Nebelschlußleuchte=EIN DO Tempomat(50)

Der "Tempomat" ist bei aktuellen Fahrzeugen sowieso schon in der Motorsteuergerätesoftware drin, auch wenn das Auto scheinbar keinen hat. Eine "Tempomatnachrüstung" in klassischer Form (also daß eine Steuereinheit nachgerüstet wird) gibt es nämlich nicht mehr.

Dank e-Gas (und beim Diesel sowieso) gibt es keinerlei direkte Kopplung mehr zwischen z.B. Gaspedal und Drosselklappe, sondern es sitzt überall Software und Stellmotoren dazwischen.
Daher besteht die "Nachrüstung" lediglich darin, das Bedienteil einzubauen und die entsprechende Softwarefunktion im Motorsteuergerät zu aktivieren.

Der Aufwand wäre minimal, allenfalls müßte man bei Fahrzeugen, die noch eine mechanisch geschaltete NSL haben, einen Sensor vorsehen. Da aber praktisch jede Neuentwicklung (OK, Lada und Landwind lassen wir mal jetzt außen vor) inzwischen mit einem Lampensteuergerät kommt, d.h. der Lichtschalter gibt nicht direkt Strom auf Rückleuchten, NSL, Scheinwerfer etc., sondern nur ein Kommando ans Steuergerät, wäre der zusätzliche Hardwareaufwand sowieso NULL, und es müßten wirklich nur ein paar bytes an der Software gedreht werden.

Ebenso könnte man dann auch die momentan "nur" per Bedienvorschrift verbotene, von einigen Lichtproleten wohl als besonders c001 empfundene Kombination von Nebelscheinwerfern mit Fernlicht oder das in-der-Dämmerung-Herumgurken mit Standlicht (besonders beliebt bei Fahrern von BMW 5ern und 3ern mit dem ach so hippen Ring-Standlicht) damit endlich mal wirksam unterbinden:

Interessant: in den 80ern hatte ich bei gar nicht mal wenigen Autos schon die "Ausschlußschaltung" von Nebelscheinwerfer+Fernlicht bemerkt (fernlicht geht nicht bei eingeschalteten NSW bzw. Schalter rastet nicht ein, so daß nur "Lichthupe" geht, oder es wird beim Einschalten des Fernlichts einfach den NSW der Saft weggenommen).
Bei aktuellen Fahrzeugen ist mir das aber nicht mehr utnergekommen, meiner Meinung nach ein klarer Rückschritt!

Hm, hier wird die ganze Zeit erzählt, dass NSL blenden... ich hab das noch nie beobachtet. Auch eine Unterscheidung Bremslicht <--> NSL war mir bisher immer problemlos möglich (ok, mal abgesehen von älteren Mercedes-Modellen, wo die Leuchten sehr dumm angeordnet sind)

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