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Autokauf und Schadstoffklassen

Themenstarteram 9. April 2020 um 19:14

Hallo,

ich habe mich hier angemeldet weil ich kurz vor dem Kauf eines Gebrauchtwagens stehe und ich hoffe dass mir hier weitergeholfen werden kann.

Weil es hier nicht um das Fahrzeug an sich gehen soll, möchte ich es in diesem Thema auch nicht weiter thematisieren, es soll aber ein schöner Jahreswagen (Benziner) werden.

Jetzt habe ich mir auch schon einige Fahrzeuge vor Ort angesehen und meine Entscheidung ist eigentlich gefallen, das Auto hat die Schadstoffklasse Euro 6c. Persönlich habe ich mir eigentlich keine Gedanken darüber gemacht aber ein Freund von mir meinte, dass ich doch lieber nach einem Euro 6d schauen sollte. In der Tat wäre dies wahrscheinlich etwas günstiger in der KfZ Steuer, das Fahrzeug bekomme ich aber nicht mit Euro 6d.

Eine etwaige Steuerersparnis wäre natürlich schön, im Endeffekt wäre die Ersparnis vermutlich aber nicht sehr groß, es ist mir eigentlich egal. Worüber ich mir jetzt mehr Gedanken mache sind (bitte nicht lachen) potentielle Fahrverbote in der Zukunft. Angeregt durch den Einwand meines Freundes habe ich nämlich mal etwas im Internet gelesen und hier bin ich zum Teil auf ganz schöne „Horrorartikel“ gestoßen. Da habe ich Dinge gelesen wie beispielsweise, dass in Berlin angedacht sei, bzw. diskutiert werde, dass bis zum Jahr 2035 keine!! Verbrennungsmotoren mehr in Berlin fahren dürfen. Oder dass die Umweltdezernentin in Mainz Fahrverbote für Benziner in bestimmten Bereichen durchsetzen möchte (das jetzt unabhängig von 2035).

Vor dem Hintergrund der Fahrverbote für bestimmte Dieselfahrzeuge, also dass dies ja tatsächlich so hart durchgezogen wurde, habe ich jetzt ein richtig komisches Gefühl bekommen. Es geht mir jetzt im Prinzip nicht um Steuerersparnis sondern darum, dass ich ein Auto was ich jetzt für viel Geld kaufen würde in ein paar Jahren gegebenenfalls nutzlos oder nichts mehr wert wäre.

Natürlich weiß ich nicht, wie lange ich das Auto überhaupt fahren würde oder was in 10 Jahren ist aber irgendwie hat es mir so ein bisschen den Spaß am Autokauf verdorben. Vorher habe ich mich gefreut, ich dachte dass ich mir jetzt mal endlich ein richtig schönes Auto zulege aber mittlerweile hat sich das alles in Sorgen entwickelt, ich denke nur noch daran was vielleicht passieren könnte und dass ich bloß nichts falsch machen möchte. Die Vorfreude ist in Sorgen umgeschlagen.

Meine Frage ist deshalb, mache ich mich hier einfach nur unnötig verrückt? Wenn ich jetzt einen Euro 6c Benziner kaufe, werde ich den dann auch noch die nächsten 10 Jahre oder länger bedenkenlos und ohne Sorgen fahren können? Für mich wäre es fatal wenn es z.B in 6-7 Jahren heißt, dass ich nicht mehr in bestimmte Innenstädte fahren könnte, ich bin auf das Auto angewiesen um zur Arbeit zu kommen.

Weiterhin wäre es doch generell ein wirtschaftliches Fiasko, nicht nur für die Autohersteller sondern auch für alle Autohändler, private Fahrer und eigentlich für alles und jeden, kein Taxi Unternehmen könnte das überstehen, Firmen, Konzerne müssten quasi den ganzen Fuhrpark austauschen usw. und daher glaube ich eigentlich nicht dass dieser Umweltwahn soweit gehen könnte.

Ich hoffe hier auf Antworten von Leuten die mehr Ahnung als ich haben und natürlich auch dass ich dadurch wieder etwas mehr Vorfreude bekomme und das beste wäre natürlich wenn ich mir hier einfach nur viel zu viele, falsche Gedanken mache und meine Sorgen unbegründet sind.

Wenn es wirklich so wäre könnte man sich ja eigentlich nur noch irgendeine „Rostlaube“ kaufen, die noch ein paar Jahre durchhält und man von A nach B kommt. Ein Auto mit Fahrspaß wäre bei solch einer Entwicklung ja nur noch der wirtschaftliche Wahnsinn.

Wie seht ihr das ?

Lg

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52 Antworten

Rechne dir die Mehr- oder Wenigerkosten mal monatlich runter und überleg dir mal nen Gegenwert dazu

Irgendwann gibt es vielleicht mal Einschränkungen,die hab ich auch schon ne Weile aufm Radar

Meine Autos haben E 2 ,Euro 2 und D3

Aktuell darf ich nicht nach Paris einfahren,liegt aber auch nicht am der Schadstoffeinstufung,sondern schlicht am Fahrzeugalter

Macht nix,fahr ich mit Bus und Bahn dahin,muss ich mich auch nicht um nen Parkplatz kümmern :)

 

Mit den Sätzen nach Schadstoffausstoss is dann eh alles Käs,dann musst dann noch genauer hinschauen

1. ist deein heutiges Auto 2035 eh nix mehr wert. Egal ob’s nach Berlin fahren darf oder nicht.

2. ansonsten kann keiner zuverlässig sagen, wann welche Fahrverbote kommen

3. kann die alte Rostlaube noch früher von Fahrverboten heimgesucht werden

4. ist nix risikofrei.

Kauf Dir Dein 6c Auto und freu Dich dran. Aber eine sichere Planung auf 8-15 Jahre kann Dir bezüglich der Entwicklung von Fahrverboten niemand geben.

Moment ich hole die Glaskugel, dann kann ich mehr sagen.

OK, Scherz beiseite.

Um unten den Roman zusammenzufassen.

Ich habe keine Ahnung welche Abgasnorm wann wie abgestraft wird. Dennoch würde ich mir da nicht den Kopf zu sehr zerbrechen.

Natürlich kann man evtl. auch auf ein E-Auto schielen. Wenn das Fahrprofil passt.

Derzeit würde ich als Erstwagen vermutlich nach dem 2er BMW PlugIn-Hybrid sehen. Neu oder relativ neu gekauft. Aber das ist nur meine Meinung, ganz ohne auf die Euro-Norm zu achten.

Aber erst einmal den 3008 unten bis zum Ende fahren. Oder zumindest noch ein halbes Jahr.

 

Hier kommt dann meine Geschichte mit dem aktuellen....

Ich hatte 2014 einen Euro5 3008 Diesel Hybrid gekauft.

Dann kam der Dieselskandal.

Dann dürfen erst mal die Euro4 nicht mehr in alle Innenstädte. Jetzt darf meiner auch nicht mehr auf jede Straße in Stuttgart. Es gibt auch schon Gerede über alle bis inkl. Euro6c.

Die Euro 6dtemp galten immer als sicher, weil es noch keine Euro6d ohne temp gab....

Und nach Straßburg und einige andere französische Städte sollen irgendwann gar keine Diesel mehr rein.

Moderne Downsizing Benzin Motoren gelten in einigen Kreisen auch nicht als so sauber.

Themenstarteram 9. April 2020 um 19:59

Eigentlich finde ich, dass das ein Skandal ist. Wie kann es sein, dass der Staat den Verkauf von Fahrzeugen zulässt, bei denen von staatlicher Seite nichtmal garantiert werden kann, bzw. garantiert wird dass man diese bis Datum Xy fahren kann.

Wie kann es sein dass es hierzu keine gesetzliche Regelung gibt und bspw. ein Gesetz verabschiedet wird, was garantiert dass Fahrzeuge bestimmte Kriterien erfüllen müssen und dann bis Datum xy (z.B 2045) garantiert immer und überall fahren dürfen?

Entweder der Staat untersagt es von vornherein und sagt diese und jene Antriebsarten werden ab dann und dann verboten oder er regelt dass zumindest bis zu einem bestimmten Datum gewährleistet!! ist, dass man ein Fahrzeug auch nutzen kann.

Im Endeffekt ist immer der (private) Käufer der Dumme, der überhaupt keine Sicherheit hat und das Risiko trägt. Im Fall der Fälle hat man halt „Pech“ gehabt. Man ist dem ausgesetzt was sich der Staat vielleicht von heute auf Morgen überlegt (überspitzt gesagt) und das ist für mich ein Skandal. Für viele Leute ist ein Auto eine große finanzielle Investition und dann wird man im Stich gelassen.

Sorry aber darüber rege ich mich einfach auf. Entweder man schafft klare Regeln und bietet dem Verbraucher Sicherheit oder man muss schauen wie man diese Leute entschädigt. So sehe ich das zumindest. Ich bin gerade wirklich aufgebracht und überlege ob ich mir das Auto überhaupt noch anschaffen soll.

Aber das ist doch ein alter Hut und nicht neu, dass Fahrzeuge aufgrund ihrer Schadstoffklassen „entwertet“ wurden. Die ersten Diskussionen gab es dazu doch schon vor etlichen Jahren.

Zitat:

@CivicTourer schrieb am 9. April 2020 um 20:21:59 Uhr:

Aber das ist doch ein alter Hut und nicht neu, dass Fahrzeuge aufgrund ihrer Schadstoffklassen „entwertet“ wurden. Die ersten Diskussionen gab es dazu doch schon vor etlichen Jahren.

Ja, aber in den 80ern gab es noch kein Internet für die Kat/kein Kat Diskussion.

Was willst Du eigentlich? Kommunismuß? da wußte man auf 5 Jahre im Voraius was passieren wird. Deswegen mußte man ja auch "nur" 15 Jahre auf nen Trabbi warten...

Wenn der Staat (korrekterweise der Bundestag) ein Gesetz macht, kann er es genauso gut auch wieder rückgängig machen.

Ob das Auto nun Schadstoffklasse 6A, B, C oder X hat ist für solche Überlegungen irrelevant. Wenn es Fahrverbote gibt dann für die Schadstoffklasse 4 oder 5 und nicht für 5 a und B nicht oder sowas.

Dazu kommt noch: Kein Auto muß innerhalb weniger Wochen abgeschafft werden wegen irgendwelcher Verschärfungen. Das ist absoluter Quatsch. Es gilt in Deutschland immer noch sowas wie Bestandsschutz. Schau mal wie viele Autos mit Euro 1 oder 2 rum fahren.

Wenn Du Dir wirklich darüber gedanken machst, dann solltest Du Dir überlegen ein E-Auto oder eins mit Brennstoffzelle zu kaufen (das meine ich ernst) die werden bestimmt nie von Umweltfahrverboten betroffen werden.

Und nochwas: 2035 sind noch 15 Jahre. Ich glaube bis dahin hast Du das jetzt neu gekaufte Auto längst nicht mehr.

Kurz gesagt: Freue Dich über das neue Auto mit 6C und zahl die 20 € Steuer zusätzlich im jahr. Mehr wird es nämlich nicht sein. Übrigens: Es gibt sogar Einzelfälle da ist zwar die Steuer günstiger aber der Verbrauch geht nach oben aufgrund der schärferen Abgaswerte. Dann zahlst Du sogar noch drauf.

Themenstarteram 9. April 2020 um 21:07

Nein, natürlich möchte ich keinen Kommunismus und es sollte auch nicht populistisch rüberkommen.

Das Problem ist halt, dass ich gern eine gewisse Sicherheit hätte wenn ich hier verhältnismäßig viel Geld in die Hand nehme und mir etwas schönes kaufen möchte. Das was mich stört ist eben, dass dann plötzlich der Staat kommt und sagt „jetzt ist Schluss.“ Wenn ich mir ein Haus kaufe kann ja auch niemand kommen und sagen ab heute ist Schluss und jetzt wohnt hier keiner mehr.

Es wäre ja schon ausreichend wenn man wüsste, dass man einen Anspruch darauf hätte, dass ein Fahrzeug sowas wie eine Garantie bekäme wenn es bestimmte Kriterien erfüllt. Also dass sichergestellt ist, dass dieses Fahrzeug dann bis Datum xy gefahren werden darf.

Bei den Elektroautos ist es doch ähnlich, da weiß man auch nicht wie es in 20 Jahren aussieht. Setzt es sich durch, gibt es eventuell noch alternative Antriebe die möglicherweise besser sind oder was kommt noch? Hier ist aber der Unterschied, dass es nicht vom Staat vorgeschrieben wird sondern dass man beim Kauf eben weiß worauf man sich einlässt. Benziner oder auch Diesel haben sich über so viele Jahre bewährt und plötzlich sei alles schlecht, wegen der Umwelt usw...

Natürlich ist die Umwelt wichtig und wichtig ist auch, dass man Motoren entwickelt die möglichst Schadstoffarm sind. Trotzdem sollte man nicht vergessen dass es so ganz ohne Umweltbelastung halt neunmal nicht geht.

Sorry dass ich so von meiner ursprünglichen Frage abgekommen bin. Aber jetzt mal wirklich, wenn ich heute ein Fahrzeug mit Schadstoffklasse 6c kaufe, wie realistisch ist es, dass ich das Fahrzeug auch in 10 Jahren noch fahren kann/ darf? Das ist es eigentlich was mich interessiert. Ich investiere doch nicht mehrere zehntausend Euro und in 10 Jahren sagt man mir dass jetzt Schluss ist. Das ist es, was mich stört.

Der entscheidende Unterschied ist zwischen 6b und 6c, von 6c zu 6d ist der Unterschied (gerade für Benziner) deutlich geringer, also Benziner mit 6c ist gut genug, 6b wäre viel schlechter.

Zitat:

@TheWhiteRussian schrieb am 9. April 2020 um 19:14:56 Uhr:

In der Tat wäre dies wahrscheinlich etwas günstiger in der KfZ Steuer, das Fahrzeug bekomme ich aber nicht mit Euro 6d.

Seit 2009 hat die Schadstoffklasse keinen direkten Einfluss mehr auf die Höhe der KFZ-Steuer.

Zitat:

@TheWhiteRussian schrieb am 9. April 2020 um 19:14:56 Uhr:

Ich hoffe hier auf Antworten von Leuten die mehr Ahnung als ich haben und natürlich auch dass ich dadurch wieder etwas mehr Vorfreude bekomme und das beste wäre natürlich wenn ich mir hier einfach nur viel zu viele, falsche Gedanken mache und meine Sorgen unbegründet sind.

Weil es zu dem Thema wenig konkretes gibt, gibt es leider unheimlich viel Spekulation und teilweise völlig absurde Berichte.

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 9. April 2020 um 19:40:10 Uhr:

Dann kam der Dieselskandal.

Dann dürfen erst mal die Euro4 nicht mehr in alle Innenstädte. Jetzt darf meiner auch nicht mehr auf jede Straße in Stuttgart. Es gibt auch schon Gerede über alle bis inkl. Euro6c.

Bitte bei der Wahrheit bleiben und nicht übertreiben. Diese Beschränkungen kann man an einer Hand abzählen: Euro 4 = Stuttgart, Euro 5 = 8 Straßenabschnitte in Berlin, 4 Straßenabschnitte in Stuttgart, 2 Straßenabschnitte in Darmstadt und 1 Straßenabschnitt in Hamburg.

Kann man hier (Durchfahrtsbeschränkungen) nachlesen:

http://gis.uba.de/website/umweltzonen/index.php

Ansonsten sollte man nicht viel auf Gerede geben. Es zählt, was offiziell beschlossen wurde.

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 9. April 2020 um 19:40:10 Uhr:

Und nach Straßburg und einige andere französische Städte sollen irgendwann gar keine Diesel mehr rein.

In Straßburg soll dies ab 2025 gelten. Das ist die aktuelle Planung. Ob dies tatsächlich so kommt, muss man abwarten.

Wenn man in der KFZ-steuer Regelung schaut, ist eine Grenze vom 30.7.2007 drin. Ab dem datum wurde schon eine Neuregelung eingeführt. Diesel wurden bis dahin niedriger eingestuft bei der Steuer als danach.

ich kenne nur eine Änderung zum 30.06.2009, aber danach kostete beispielsweise ein regulärer 1er BMW als 118d mit 143 PS und 119g CO2-Ausstoß weniger.

EZL 30.06.2009 = 308 EUR

EZL 01.07.2009 = 190 EUR

An den TE: du willst wissen wie wahrscheinlich es ist das du dein 6c auto in 10 jahren noch fahren darfst? Ich lehne mich mal nicht so weit aus dem Fenster und behaupte mal 100% ! Verboten wird es nicht sein. Es kann sein das es sehr teuer oder mit Auflagen verbunden wird aber verboten nicht.

Es ist schwierig eine kurze Antwort zum Thema KFZ-Steuer in DE zu geben. Hier ein Versuch der zeitlichen Änderungen (immer bezogen auf die Erstzulassung):

  • bis 04.11.2008: Besteuerung nach dem sog. Hubraummodell
  • 05.11.2008 bis 30.06.2009: Günstigerregelung (hier wird berechnet, ob die Besteuerung nach dem Hubraummodell oder nach CO2 günstiger ist)
  • 01.07.2009 bis 31.12.2011: Umstellung auf die Besteuerung nach CO2 mit einem CO2 Freibetrag von 120g CO2
  • 01.01.2011 bis 31.12.2013: Besteuerung nach CO2 mit einem CO2 Freibetrag von 110g CO2
  • ab 01.01.2014: Besteuerung nach CO2 mit einem CO2 Freibetrag von 95g CO2
  • ab 01.09.2018: Umstellung auf die Besteuerung nach WLTP

Unabhängig davon mussten Diesel ohne Partikelfilter von 01.04.2007 bis 31.03.2011 zusätzlich 1,20€ pro 100ccm zahlen.

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