Autobahn: Geschwindigkeitsbeschränkung (80Km/h) einhalten lebensgefährlich?
Beinahe täglich auf dem Weg zur Arbeit passiert mir folgendes: Auf der A96 Lindau Richtung München sind einige Geschwindigkeitsbegrenzungen (80Km/h)wegen Tunnels. Viele werden die sicherlich kennen. Wenn ich nun schon mit etwa 90 bis 95 fahre, dann überholt mich beinahe jeder PKW. Das ist mir jedoch völlig egal. Was mich beunruhigt sind Sattelschlepper, die bis auf etwa 50 cm auffahren und sich auch teilweise mit Lichthupe und "Nebelhorn" bemerkbar machen. Was bleibt mir übrig? Drauf aufs Gas und die Flucht nach vorne antreten und dabei hoffen, dass es keiner merkt...? Was kann man da tun? Augen zu und durch? Schneller fahren als erlaubt? Oder anzeigen?
Noch zum Schluss: Nein, ich überhole die LKWs nicht kurz vor dem Tunnel um dann vor ihnen einzuscheren.
Noch ganz zum Schluss: Nein, mein Tacho geht nicht falsch. Hab ich überprüfen lassen, weil mir der Gedanke auch schon kam. (Fehler etwa 5Km/h) also ist meine Geschwindigkeit mindestens 90 Km/h im Tunnel)
Viele Grüße
Juergen
105 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von quattro-pit
Das System kann erst gar nicht funktionieren, weil sich kaum einer an die vernünftigen Limits hält
ja weil es auch kaum ein vernünftiges limit gibt. wenn die 120 machen weil die auffahrt unna kommt hätte ich damit kein problem. aber kurz vorher aufzuheben und dann nachher wieder beschränken - das is echt zum ko**en
Zitat:
Original geschrieben von quattro-pit
Beispiel "Ruhschleichweg" von 60 – 120 (kennst Du wahrscheinlich, wegen Wohnort an A44) ist da stellenweise drin. Bei gebotenen 60 zur Stauvermeidung oder –Abschwächung wird von den meisten was gefahren .... ? .... und bei dann gebotenen 120 ....? … so kann das erst gar nicht richtig laufen.
fahr ich leider zu selten um mir da ein urteil bilden zu können. auf der A44 halten sich die meisten allerdings in gewissen rahmen dran. unbelehrbare gibt es ja leider immer....
was mich interessiert - können überhaupt bei solchen variablen beschränken geschwindigkeitskontrollen gemacht werden? kann ja keiner 100% sicherstellen, dass das gerät zu dem zeitpunkt wo man es sehen kann, die geschwindigkeit anzeigt
Zitat:
Original geschrieben von Bucklew2
was mich interessiert - können überhaupt bei solchen variablen beschränken geschwindigkeitskontrollen gemacht werden? kann ja keiner 100% sicherstellen, dass das gerät zu dem zeitpunkt wo man es sehen kann, die geschwindigkeit anzeigt
Interessante Frage ... vielleicht was ja jemand näheres dazu. Die fest installierten Starenkästen im Essener Teil des "Schleichwegs" blitzen zwar bei Übertretungen über 100 ... doch manchmal ist dort auch nur 80 erlaubt.
Q
Und selbst variable Blitzer können unmöglich genau sagen, wie lange du von der letzten Geschwindigkeitsanzeige zum Blitzer gebraucht hast. Wenn aus Unbegrenzt kurz vor Passieren also 120 wird, kann man das eigentlich getrost ignorieren. Die Toleranz müsste ja soweit gehen, dass jemand mit 80-90 kurz vor Umschalten dran vorbeifahren kann (also von Unbegrenzt ausgeht) und kurz vorm Blitzer Vollgas fahren kann.
Ähnliche Themen
Auch das ließe sich technisch abbilden - richte den variablen Blitzer mit einer Verzögerung ein. Sagen wir mal, das Tempolimit gilt ab jetzt, der Blitzer steht 10 m hinter dem variablen Tempolimitschild. Und der Blitzer blitzt ab jetzt plus 1 Minute.
Somit hat jeder der geblitzt wird zweifelsfrei und vorsätzlich das Tempolimit nicht eingehalten.
Ja, so ginge das natürlich. Allerdings würde ich aus den 10m mal lieber 500 machen. Es wird kaum im Interesse der Rennleitung sein, wenn jemand bei Erblicken der Begrenzung und des dahinter befindlichen Blitzers mal eben von 250 auf 120 runterbremst. Ein bisschen "Auslaufzone" ist bestimmt nicht verkehrt.
Zitat:
Original geschrieben von jein
Somit hat jeder der geblitzt wird zweifelsfrei und vorsätzlich das Tempolimit nicht eingehalten.
Nicht vorsätzlich. Bei Geschwindigkeitsverstößen (wie überhaupt bei Verkehrsverstößen) wird immer Fahrlässigkeit angenommen, wenn es keine Anzeichen für Vorsatz gibt.
Zitat:
Original geschrieben von jein
Auch das ließe sich technisch abbilden - richte den variablen Blitzer mit einer Verzögerung ein. Sagen wir mal, das Tempolimit gilt ab jetzt, der Blitzer steht 10 m hinter dem variablen Tempolimitschild. Und der Blitzer blitzt ab jetzt plus 1 Minute.
Somit hat jeder der geblitzt wird zweifelsfrei und vorsätzlich das Tempolimit nicht eingehalten.
was ist wenn man zwischendrin eine reifenpanne hat und den reifen wechselt? zugegeben: konstruiert, aber wie wollen sie einem das gegenteil beweisen?
um zum ursprünglichen topic zurückzukommen:
meinen meinung:
-egal wo & wann JA es ist lebensgefährlich sich an die geschwindigkeitsbegrenzung (+10km/h schneller) zu halten, ob es auf der rechten, der mittleren oder einfach nur der linken spur ist... irgendeiner muss immer schneller fahren...
Zitat:
Original geschrieben von Bucklew2
was ist wenn man zwischendrin eine reifenpanne hat und den reifen wechselt? zugegeben: konstruiert, aber wie wollen sie einem das gegenteil beweisen?
...dann braucht man für die Strecke länger, kann also nicht wirkich zu schnell gewesen sein.... 😉
Grüße
Schreddi
Zitat:
Original geschrieben von Schreddi
...dann braucht man für die Strecke länger, kann also nicht wirkich zu schnell gewesen sein.... 😉
Grüße
Schreddi
??? Versteh ich nicht. Da wird an dem Blitzer doch net die Durchschnittsgeschwindigkeit sondern die Momentangeschwindigkeit gemessen. Da ist es doch egal wie lang ich für die Strecke davor gebraucht hab. wenn ich davor 100km mit 80km/h gefahren bin und dann uaf 200 beschleunige machts trotzdem Blitz obwohl ich im Durchschnitt evtl. unter 120 war...
Erklärung:
an der Maut-Schilderbrücke -1- bei KM 99,4 wird das Fahrzeug zum erstn Mal erfaßt: Datum, Uhrzeit
an der nächsten Maut-Schilderbrücke -2- bei KM 125,7 wird das fragliche Fahrzeug erneut gescannt: Datum, Uhrzeit
ein Computer ermittelt nun aus dem Datenpaar die gefahrene Geschwindigkeit - ja, Computer können das
ein zusätzlicher Blitzer ist nur erforderlich, um ein Lichtbild des Fahrers für die spätere Verhandlung aufzunehmen
nebenbei: sollte das Fahrzeug an der 2. Maut-Brücke nicht auftauchen, dann wird 12 Stunden später ein Helikopter auf den Weg geschickt, um den Vermißten zu suchen
in der Schweiz machen das Bernhardiner
Ich finde es ist nicht lebensgefährlich sich an die Geschwindigkeitsbeschränkung zu halten bzw. sich daran zu orientieren.
Wenn das wirklich so wäre würden auf Dauer nur noch diejenigen leben, die die Regeln nicht einhalten und wir hätten ein hübsches Chaos auf der Straße.
Ich denke es ist ein Wahrnehmungsproblem - zu denken, daß man persönlich der einzige Doofe ist, der sich an die Regeln hält und irgendwann daran sterben wird.