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Auto gekauft vom Händler Bremsen runter

Themenstarteram 16. Juli 2018 um 10:41

Moin,

Ich habe vor 2 Wochen meinen neuen Gebrauchten gekauft. Der Händler (kein fachhändler der Marke) hat mir versichert, dass das Auto nicht zum Service muss, sondern erst im nächsten Jahr. Als ich ihn darauf ansprach, dass der Intervall fällig ist, meinte er es sei nicht so und es müsste erst nächstes Jahr hin. In diesen 2 Wochen bin ich etwa 1.000tkm gefahren. Zum Glück ist nichts passiert. Die Bremsen haben immer gequietscht, wenn ich mit 15-20kmg gebremst habe.

Jedenfalls habe ich einen Termin beim Service ausgemacht, da der Ölwechsel sowieso hätte gemacht werden müssen. Jetzt hat sich herausgestellt, dass die Bremsen vorn komplett runter seien und ich damit eigl gar nicht hätte fahren dürfen. Kostenpunkt 1300€ + Arbeitskosten.

Ich mein es sind Verschleißteile irgendwann sind die sowieso fällig. Mich ärgert nur, dass es verheimlicht wurde und ich wohl noch mehr als ein halbes Jahr damit rumgefahren wäre, wenn ich nicht zum Ölwechsel wäre. Zudem ist der Zweitschlüssel ebenfalls kaputt. Ich werde nochmal mit dem Händler sprechen, wollte mich nur ein bisschen grob informieren wie die Aussichtschancen sind.

Handelt sich um einen Subaru WRX STI BJ 10/2014 mit 66tkm.

Danke im Voraus

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@epichalt schrieb am 17. Juli 2018 um 19:11:53 Uhr:

 

Habe mit dem Händler nochmals gesprochen und dieser ist bereit 100€ von den 260€ für den Ersatzschlüssel zu übernehmen. Ist jetzt nicht die Welt, aber schon mal besser als nichts.

Dich möchten bestimmt viele Händler als Kunden haben, so wie du dich über den Tisch ziehen lässt.

Sorry, aber das musste jetzt sein. :(

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Hat das Auto die HU neu bekommen?

Dann hätte es auch dem Prüfer auffallen dürfen.

Zitat:

@epichalt schrieb am 17. Juli 2018 um 19:11:53 Uhr:

Zitat:

@der_Nordmann schrieb am 17. Juli 2018 um 14:30:51 Uhr:

 

Zieh von den 1300 den Service ab, sind es "nur" noch 1000€.

Nehme die 280€ Teilekosten und hau den üblichen Händlerbonus von mind. 100% rauf, ist es "nur" noch doppelt so teuer und nicht fünffach.

Nun der Service war da nicht inklusive. Händler meinte Material 1300+Einbaukosten+ Inspektion - wäre bei ~1800@ gelandet.

Habe mit dem Händler nochmals gesprochen und dieser ist bereit 100€ von den 260€ für den Ersatzschlüssel zu übernehmen. Ist jetzt nicht die Welt, aber schon mal besser als nichts.

Das hat sich im ersten Post anders für mich dargestellt.

Da lese ich nichts von 1800€.

Aber gut. Für die Bremsen suchst Du dir halt ne andere Werkstatt.

Zitat:

@Matsches schrieb am 18. Juli 2018 um 06:49:48 Uhr:

Zitat:

@der_Nordmann schrieb am 17. Juli 2018 um 14:30:51 Uhr:

 

Zieh von den 1300 den Service ab, sind es "nur" noch 1000€.

Nehme die 280€ Teilekosten und hau den üblichen Händlerbonus von mind. 100% rauf, ist es "nur" noch doppelt so teuer und nicht fünffach.

Nee nee, es hieß ja 1300€ + Arbeitskosten

In meiner Rechnung ist der Arbeitslohn auch noch nicht inkludiert.

Zitat:

@Jazzbluegolf schrieb am 18. Juli 2018 um 09:11:48 Uhr:

Hat das Auto die HU neu bekommen?

Dann hätte es auch dem Prüfer auffallen dürfen.

Die Frage ist gut und eine Antwort vom TE wäre sehr interessant.

Zum Service:

Gibt es kein Serviceheft? Hast du nicht zumindest den Ölzettel im Motorraum kontrolliert? Hat das Fahrzeug eventuell sogar eine Serviceanzeige?

Mit dem Service kannst du nichts mehr beim Händler ereichen, außer eim Kaufvertrag würde z.B. Service neu stehen oder eine Zeit-/Kilometerangabe bis zum nächsten Service.

Bei den Bremsen könntest du vielleicht was erreichen, wenn der Verkäufer eine frische HU gemacht hat.

Themenstarteram 19. Juli 2018 um 1:06

HU wurde 09/17 neu gemacht, also vom Vorbesitzer.

Serviceheft ist vorhanden. Ölwechsel Intervalle sind alle 15tkm. 51.500 war der letzte Service. Gekauft mit 65.500.

Händler angesprochen, dass das Auto zum Service muss. Dann wohl zu leicht abkochen lassen von dem Typen.

Im Serviceheft steht halt immer 15tkm oder 1 Jahr. Das Auto wurde anfangs nicht viel bewegt also war der erste Service bei 5tkm. Dadurch hat sich das Ganze etwas verschoben. Der 4. Service wurde bei 51.500 gemacht, obwohl er bei 60 fällig gewesen wäre.

Er meinte halt ständig, er hätte sich informiert und das Auto muss ganz sicher erst nächstes Jahr zum Service. Da bin ich wohl einfach selber Schuld, dass ich dem Händler geglaubt habe. Im Nachhinein ist man halt immer schlauer.

Naja, von 09/17 bis jetzt kann viel mit der Bremse passiert sein.

Sind immerhin 10 Monate.

Muss nicht zwangsläufig beim TÜV auffällig gewesen sein.

am 19. Juli 2018 um 11:09

je nach Fahrstil schrubbt man da schon ein paar mm Belag weg ... und einen WRX fährt man gewöhnlich nicht opi...

am 22. Juli 2018 um 22:45

Was für ein Werkzeug benutzt ihr, um den Bremszylindr zurückzubekommen? Wenn ich die Klötze wechsel,habe ich das immer mit einer Schraubzwinge gemacht. Das ist echt mistig.

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BGS Bremskolbenrücksteller

Zitat:

@Leclatcestmoi schrieb am 22. Juli 2018 um 22:45:58 Uhr:

Was für ein Werkzeug benutzt ihr, um den Bremszylindr zurückzubekommen? Wenn ich die Klötze wechsel,habe ich das immer mit einer Schraubzwinge gemacht. Das ist echt mistig.

Hab ich hier irgendwad verpasst? :confused:

Zitat:

@Schubbie schrieb am 22. Juli 2018 um 23:15:49 Uhr:

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BGS Bremskolbenrücksteller

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Gab's vor Weihnachten für 9,99€ als Blitzangebot.

Gruß Metalhead

am 23. Juli 2018 um 16:58

Danke. Ich brauche das für einen Renault. Hoffe da sind alle Adapter mit bei.

Ich bin der Meinung, dass man hier die Autohändler zu schnell aus der Verantwortung nimmt, wenn man pauschal argumentiert, dass man sich ein Auto doch selbst anschaut, bevor man es kauft.

Wo sollte man die Grenze ziehen, was für einen völlig Ahnungslosen oder Laien gut und locker überprüfbar ist ? Bremsen kontrollieren ? Federn und Dämpfer überprüfen ? Fehlerspeicher selbst auslesen ? Tachomanipulationen erkennen ? Defekte am Fahrgestell ? Keilriemen ? Dieselpartikelfilter ? Und und und ...

Natürlich kann man immer jemandem zum Autokauf mitnehmen, der mehr Ahnung hat und natürlich kann man den Händler fragen, ob man den Wagen beim TÜV durchchecken lassen kann, aber das ändert doch nichts daran, dass der Autohändler gewisse Pflichten hat (ich bin auch der Meinung, dass ein Händler der gewerblich Autos verkauft, viel genauere Angaben über diverse Bereiche des zu verkaufenden Fahrzeuges per Gesetz machen sollte).

Und ich will einfach glauben, dass ein Autohändler (bei dem ich davon ausgehe, dass er sich entweder selbst mit Autos auskennt oder er sogar eine Werkstatt angeschlossen hat bzw. damit zusammenarbeitet), den Zustand der Bremsanlage einschätzen kann und bei totalem Verschleiß derselbigen auch ohne Nachfragen des Interessenten die entsprechende Auskunft darüber geben muss. Von mir aus auch gerne spätestens nach der konkreten Nachfrage, wann das Auto das nächste mal gecheckt werden müsste. Und Aussagen des Händlers wie `erst irgendwann im nächsten Jahr´ suggerieren, dass es aktuell keinen Bedarf gibt, irgendwelche Verschleißteile wechseln lassen zu müssen.

Ich will mich auch gerne damit zufrieden geben, dass ein Händler offiziell das ´Siegel der Ahnungslosen´ tragen und pauschal sagen darf ´Ich habe keine Ahnung, in welchem Zustand das Fahrzeug ist. Bitte lassen sie es vor dem Kauf von jemandem prüfen, der sich mit Autos auskennt. Es könnte alles kaputt, aber auch alles total bingo sein. Bitte bedenken sie dies vor dem Kauf !´

Klar, das sind alles Wunschvorstellungen, die auf einer gewissen Logik und einem bestimmten Menschenbild basieren, aber ich denke trotzdem, dass ein gewerblicher Händler, der Gewährleistung auf seine verkauften Fahrzeuge gibt/geben muss, eine verschlissene Bremsanlage nicht so ohne weiteres unter den Teppich kehren darf.

Und somit wäre auch ich für ´arglistige Täuschung´ (eben durch das ausdrückliche Versichern, es sei alles für die nächsten Monate in Ordnung), die nicht unbestraft bleiben darf - völlig unabhängig davon, wie gut der Käufer vorher selbst nachgesehen hat.

Es gibt an so einem Auto schon genügend Teile, in denen man nicht steckt und die nach wenigen Kilometern riesige Reparaturen nach sich ziehen - ohne dass da jemand vorher arglistig getäuscht hätte.

Tasnal

P.S.: Eine entsprechende Händler-Bewertung auf den entsprechenden Internetportalen zum Schutz anderer würde ich unbedingt in Erwägung ziehen.

am 25. Juli 2018 um 14:47

der Händler ist hier nicht aus der Verantwortung, aber ein gewisses Maß an Eigenverantwortung besteht seitens des Käufers ebenso. Ich kann/darf nicht blind darauf vertrauen, dass mir ein Händler ein technisch einwandfreies Auto verkauft. Bremsen sind nunmal die Art Verschleissteile, deren "Exitus" schleichend kommt und nicht wie z.B. Klimaanlage tot oder Auspuff röhrt von jetzt auf gleich.

Ein bisschen selber gucken muss man schon und kann man das nicht, nimmt man jemanden mit, der es kann. Die Leier findet man zum Thema Autokauf in allen Medien hundertfach...

Zitat:

@cocker schrieb am 25. Juli 2018 um 14:47:04 Uhr:

Ich kann/darf nicht blind darauf vertrauen, dass mir ein Händler ein technisch einwandfreies Auto verkauft.

Aber warum kann/darf ich das nicht, wenn der Händler mir doch auf genaues Nachfragen exakt dies zusichert ?

Mir ist bewusst, dass es Händler gibt, die lügen und betrügen bis sich die Balken biegen, aber genau dagegen sollte es eine rechtliche Absicherung geben, so dass ich auf solche Aussagen vertrauen kann und im Fall des Nichtzutreffens der Händler per Gesetz an den Kronjuwelen gepackt werden kann.

Wenigstens dann, wenn eine unabhängige Stelle eine runtergewirtschaftete Bremsanlage feststellt, die dem Käufer als erstmal wartungsfrei verkauft worden ist.

Da interessiert mich als mögliches nächstes ´Opfer´ erstmal nur zweitrangig die Erweiterung meines Freundeskreises durch KFZ-Sachverständige, sondern in erster Linie Maßnahmen, die mir und jedem anderen Interessenten garantieren, dass sich solche Händler ihre Aussagen mindestens zweimal überlegen.

Denn schließlich will ich ja auch nicht mit der Brötchenanalyse-Maschine in die nächste Bäckerei, sondern darauf vertrauen, dass hier noch mit Mehl und nicht mit Baustaub gebacken wird (man schmeckt den Unterschied heuzutage ja nicht mehr wirklich).

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