ForumVersicherung
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Versicherung
  5. Auto beschädigt, Fahrerflucht aber Kennzeichen notiert -> Rat weitere Vorgehensweise

Auto beschädigt, Fahrerflucht aber Kennzeichen notiert -> Rat weitere Vorgehensweise

Themenstarteram 2. Juli 2015 um 10:51

Guten Tag,

schade, dass man meist erst aus unerfreulichen Gründen auf ein Forum/Community aufmerksam wird.

Zum Thema;

Ich war mit Freundin und Kind unterwegs, als wir stehend auf der Abbiegespur von einem vorbeifahrenden LKW touchiert wurden. Dadurch wurden Spiegel, Kotflügel sowie Teile der Stoßstange (vorne) beschädigt wurden.

Ganz perplex haben wir natürlich keine Zeugen gesucht und sind dann später zur Polizei, die den Unfall aufgenommen hat. Auch unserer Versicherung haben wir den Schaden gemeldet.

Da die Werkstatt bei einer in Augenscheinnahme 3T€ angesetzt hat und dies auch so weitergemeldet wurde, fordert die Polizei nun etwas Schriftliches. Hier die erste Frage, dabei geht es wohl lediglich um ein mögliches Strafmaß des Verursachers, da der Schaden über 1T€ liegt, korrekt?

Das Auto ist Vollkasko versichert und ich möchte nun im weiteren natürlich die Kosten möglichst gering halten. Wie verfahre ich jetzt aber, damit weiterhin was geschieht, Anwalt? komplett aus eigener Tasche? oder doch über die VK? Ich würde ungern einen Kostenvoranschlag oder Gutachter aus eigener Tasche zahlen.

Danke für Tipps und Ratschläge, ist für mich der ersten Kontakt mit einer Versicherung überhaupt.

Beste Grüße

Ähnliche Themen
30 Antworten

Zitat:

@0ben0 schrieb am 2. Juli 2015 um 10:51:19 Uhr:

Das Auto ist Vollkasko versichert und ich möchte nun im weiteren natürlich die Kosten möglichst gering halten. Wie verfahre ich jetzt aber, damit weiterhin was geschieht, Anwalt? komplett aus eigener Tasche? oder doch über die VK?

Hä? Wenn du doch das Kennzeichen hast, würde ich erst mal bei der Versicherung des LKW anklopfen.

Je nachdme was die dir sagen, kannst du dann weiter nachdenken.

PS. Bei sowas würde ich dem LKW nachfahren und den anhalten (bei der nächsten Wäsche sind vermutlich alles Spuren beseitigt).

Gruß Metalhead

Den ersten Schritt zur Polizei hast du ja bereits gemacht. Der Unfall wurde aufgenommen und bestimmt eine Anzeige wegen Fahrerflucht gemacht.

Mit dem Kennzeichen kommst du an die gegnerische Versicherung ran und meldest dort deine Ansprüche an. Anwalt, Gutachten usw. muss die Versicherung vom Verursacher zahlen. Ich hoffe mal es war kein LKW aus dem Ausland z.B. aus dem Osten, dann könnte es schwer werden.

Aber dann hast du ja noch deine Vollkasko, die dann in Anspruch genommen werden kann. Aber du wirst dann Hochgestuft und zahlst höhere Prämien.

http://www.gdv-dl.de/zentralruf.html

Einen Fachanwalt für Verkehrsrecht und einen unabhängigen Kfz-Sachverständigen beauftragen.

Deine Freundin ist eine Zeugin.

Ich wäre vorsichtig hier voreilig weitere Kosten zu produzieren. Nicht, dass du am Schluß darauf sitzen bleibst.

Bei Rechtschutz kann evtl. ein Anwalt aber schon jetzt hilfreich sein.

Würde aber auch zuerst mal die gegn. Versicherung in die Pflicht nehmen.

Wenn das Probleme gibt kann man sich immer noch das weitere Vorgehen überlegen.

Das wichtigste ist zuerst war es ein Deutscher LkW? Denn dann hast du gute Chancen den Schaden ersetzt zu bekommen, aber nur wenn du schnell handelst. Dazu würde ich dir raten, den schon genannten Zentralruf zu nutzen und bei der gegnerischen Versicherung die Ansprüche geltend zu machen. Über die Versicherung erhältst du dann die Daten des Versicherers. Am besten nach dem du den Unfallbericht der Polizei hast und die Daten der gegnerischen Versicherung zum Gutachter deiner Wahl. Dieser wird dich dann fragen was passiert ist, das Gutachten fertigen und gut ist. Dieses schickt er zur Versicherung. Und unbedingt eine Kostenabtretung unterschreiben dann musst du das Gutachten nicht zahlen.

Du darfst dir selber den Gutachter aussuchen, und musst keinen der Versicherung nehmen.

und wer zahlt den Gutachter wenn die Versicherung sich Quer stellt?

edit: wenn du dann doch über die VK abrechnen willst hast du m.W. keine freie Gutachterwahl

Wieso sollte diese sich Querstellen?, wenn der Schaden über 750€ ist muss sie zahlen. Im Notfall holt man sich dann einen Anwalt den die gegnerische Versicherung auch noch zahlen darf, der wird dann schon dafür sorgen dass alles bezahlt wird.

Natürlich sollte man erst mit der Versicherung sprechen und schauen was diese sagt, aber niemals auf einen Gutachter den die sagen festhalten.

 

Wenn er über Vollkasko abrechnen will, ist der Thread eh unnütz.

Wenn der TE nicht beweisen kann dass der Schaden von diesem LKW stammt bleibt er möglicherweise auf Gutachter und Anwaltskosten sitzen. Hängt der Job des LKW Fahrers an der Sache, dann wird dieser nicht so leicht zugeben den Schaden verursacht zu haben.

Den Anwalt würde ich nur mit einer eigenen Rechtsschutz nehmen, wenn diese vorhanden ist dann aber als erstes :)

Ansonsten ist es evtl möglich den Schaden über die VK reparieren zu lassen (dann spielt auch der Gutachter eher eine untergeordnete Rolle sofern kein Totalschaden im Raum steht) und dann den Schaden quasi zurückzukaufen wenn die Schuld des LKW bewiesen oder zugegeben wurde.

Grüße

Steini

Nun in erster Linie muss ja z.B bei einen Unternehmen nicht der Fahrer zugeben das er es war, es reicht ja wenn der Gutachter den Schaden an dem LKW feststellt. Danach kann man nicht mehr sagen es war er nicht, dann muss der Chef sagen wer gefahren ist muss er ja wissen und gut ist. Man sollte sich dann nur ausrechnen was für einen sinnvoller ist.

Zitat:

@steini111 schrieb am 2. Juli 2015 um 14:31:32 Uhr:

Wenn der TE nicht beweisen kann dass der Schaden von diesem LKW stammt bleibt er möglicherweise auf Gutachter und Anwaltskosten sitzen.

Drum würde ich immer hinterherfahren, aber wenn noch ein Zeuge mit im Auto war würde ich das nicht so schwarz sehen.

Aber wie gesagt, erst mal bei der gegnerischen Versicherung melden.

Gruß Metalhead

Die wichtigste Information fehlt. Konnte der LKW-Halter ausfindig gemacht werden.

Hast DU das amtliche Kennzeichen oder zumindest einen Firmen-Logo vom LKW. Konnte die Polizei den Halter ausfindig machen.

Wenn Du keine Angaben zum Schadenverursacher hast und die Polizei den nicht ausfindig machen konnte, dann bleibt dir nichts anderes übrig, als den Schaden über Deine Vollkasko abzuwickeln. Und hier must Du nachfragen, was Dein Kaskoversicherer will.

Sollte das über die Kasko laufen, und der Schädiger später gefunden werden, so holen die sich das Geld von dem anderen Versicherer und Du kannst dann beim anderen Versicherer weitere Kosten geltendmachen (Nutzungsausfall, Leihwagen, Wertminderung, Selbstbeteiligung, usw.). Das ganze geht aber nur, wenn der Halter ausfindig gemacht wird. Ein Rechtsanwalt hilft erst, wenn der Halter ausfindig gemacht wurde. Vorher zahlst Du den ohne Verkehrsrechtschutz selbst. :(

Ich schreibe Dir mal aus eigener Erfahrung:

Anzeige bei der Polizei ist ja erfolgt. Unfallflucht ist eine Strafsache und wird somit behördlich verfolgt. Darauf hast Du keinerlei Einfluss. Somit ermittelt die Polizei Halter und Fahrer des Fahrzeugs. Üblicherweise wird das unfallverursachende Fahrzeug von den Beamten in Augenschein genommen und mögliche Beweise gesichert. In Deinme Fall müssten die Spuren schon deutlich zu sehen sein. Ein Sachverständiger wird von den Behörden eher selten eingeschaltet. Ein eigener zusätzlicher Gutachter wäre auch sinnlos, weil der Halter die Besichtigung ohne behördliche Anordnung verweigern darf und auch wird.

Die Höhe des Schadens nimmt Einfluss auf das weitere Geschehen. Weil die wenigsten Polizisten die Schadenhöhe realistisch einschätzen können (obwohl nicht bindend), benötigen sie richtigerweise Unterstützung von Fachleuten.

Bei "Bagatellen" kümmert sich Anwaltschaft, bei Schäden über 1.500 Euro der Staatsanwalt drum. Daher fordert die Polizei eine entsprechende Auskunft. Dies muss kein vom Sachverständigen auf Cent und Euro berechneter KV sein, eine Bestätigung des Autohauses über voraussichtliche Reparaturkosten von rund 3.000 Euro genügt bereits.

Den richtigen Kostenvoranschlag benötigst Du erst, wenn die Schuld zugewiesen ist. Hier liegt der Fallstrick: gibt der Unfallverursacher seine Schuld zu, reguliert die Versicherung des Halters auf Basis des Gutachters, der Dein Auto in Augenschein nimmt. Du kannst auch ein weiteres Gutachten anfertigen lassen, in der Regel nimmt sich das aber nichts.

Weist der Kontrahent die Schuld von sich, reguliert die Versicherung erst nach Schuldspruch bzw. bei Freispruch durch das Gericht gar nicht. Wenn sich das ein Jahr hinzieht (wie in meinem Fall), musst Du entweder den Schaden so belassen oder auf Deine Kosten instand setzen lassen und hinterher mit der Versicherung abrechnen.

Konkret heißt es ganz realistisch: Bescheinigung des Hauses bei der Polizei abliefern, die Ermittlung der Polizei abwarten und dann bei der gegnerischen Versicherung den Schaden geltend machen. Den Anwalt kannst Du Dir (zumindest vorläufig) schenken, denn der kann auch nichts tun außer abwarten, lässt sich´s halt nur bezahlen.

Und immer dran denken: im Fernseher ermitteln Detektiv Matula und Konsorten, auch schon mal in Nacht- und Nebelaktionen. Da gibt es die tollsten Versicherungsdetektive, die sogar reparierte Schäden noch bis auf den kleinster Kratzer nachvollziehen können. Leider sind wir aber in der Realität und der Schaden ist zwar sehr ärgerlich, aber im Verhältnis nicht so groß. D. h. auch die damit verbundenen Tätigkeiten sind in der Regel angemessen.

Zitat:

@GustavSturm schrieb am 2. Juli 2015 um 16:34:16 Uhr:

Hast DU das amtliche Kennzeichen oder zumindest einen Firmen-Logo vom LKW?

Dem Threadtitel nach zu urteilen: Ja ;)

Gruß Metalhead

Wenn man so viel Angst davor hat, dass u. U. Kosten auf einen zukommen könnten, obwohl die Ausgangslage, mit bekanntem Kennzeichen und Zeugin, gut ist, dann hat man entweder versäumt vorher eine RS abzuschließen, oder man muss jetzt eben mit geringeren Ansprüchen und Selbstkosten leben.

Ich wüsste, was ich täte.

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Versicherung
  5. Auto beschädigt, Fahrerflucht aber Kennzeichen notiert -> Rat weitere Vorgehensweise