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Auswuchten mit Hunter sinnvoll (hoher Preis)

Themenstarteram 7. März 2017 um 7:42

Hallo zusammen,

ich habe schon länger Probleme mit Unwucht. Kontinuierlich ab ca. 100km/h, je nach Fahrbahn mal mehr oder weniger. Ich muss dazu sagen, dass ich recht empfindlich bin. Mitfahrer spüren nichts, erst wenn ich sie drauf anspreche.

Fahrzeug ist ein Mercedes CLS C219 Bj. 2005. Die Probleme hatte ich schon mit AMG Felgen, original Mercedes und Carlsson. Alle wurden auf einer herkömmlichen Wuchtmaschine ausgewuchtet.

Das Fahrwerk habe ich letztes Jahr bei 2 Werkstätten checken lassen. Es wurde nichts auffälliges gefunden. Das Auto hat 135.000km.

 

Eigentlich wollte ich die Räder mal mit einer Hunter Auswuchtmaschine wuchten lassen. So eine Maschine hat ein BMW Händler in der Gegend. Der verlangt fürs Auswuchten und ggf. matchen aber ca. 200€! :eek::confused:

Jetzt weiß ich echt nicht ob das Sinn macht. Eigentlich hats ja eine herkömmliche Auswuchtmaschine auch immer getan. Würde ich damit eher die Symptome anstatt die Ursache bekämpfen?

Soll ich das Geld lieber nochmal in die Fehlersuche stecken? Aber wie, wo... :rolleyes:

 

Gruß

Tomekk S.

Beste Antwort im Thema
am 17. Juni 2019 um 11:12

Es geht hier -wenn man es jetzt recht betrachtet- um die Hunter selbst, sondern um das, was damit gemacht wird. Ja, eine Hunter hat tolle Features, die aber im Tagesgeschäft niemals richtig genutzt werden können, weil es die Montagepreise gar nicht hergäben.

Ich habe mir bei jeder Neuanschaffung auch immer wieder die Hunter auf die Liste der Kandidaten gesetzt, dies aber immer wieder verworfen. Warum? Die Maschinen kosten ein Heidengeld, das man so nie wieder reinholen wird, ja, vielleicht ist es bis zum Ende der Abschreibung tatsächlich amortisiert, aber ein echter Mehrwert entsteht hier nicht, weil auch eine gute Hofmann, Ravaglioli, Beissbarth usw. gute Arbeit leistet, wenn damit jemand arbeitet, der weiß, was er tut. Ein guter Monteur holt m. E. sogar aus einer Chinakiste genausoviel raus wie ein "Amateur" an einer Topmaschine, das Equipment unterstützt hier natürlich entsprechend besser, aber am Ende steht eben ein gut ausgewuchteter Reifen. Wir hatten bis vor kurzem einen Chinesen (TwinBusch) in der Ecke stehen, um damit in Stoßzeiten die Abläufe zu glätten. Niemand hat damit gerne gearbeitet, aber wenn, dann hat auch das funktioniert.

Wenn man nun eine Hunter nutzt, um Reklamationen anstoßen zu können, dann hat auch das mehrere Facetten. Mach ich das mit einem Produkt von Conti, Dunlop, Michelin oder eben anderer hier am Markt renommierten Marken, dann muss ich nichts huntern, sondern reklamiere die Reifen und die Hersteller kümmern sich darum. Das mag bei Wanli & Co. anders aussehen, aber hier noch riesen Aufwände zu betreiben, um am Ende des Tages zu wissen, dass das Müll ist, halte ich an der Stelle wirklich für überzogen, vor allem wird niemand, der einen Reifen für fast kein Geld gekauft hat, hinterher umso mehr Geld ausgeben, um sich die Bestätigung zu holen, dass er Müll gekauft hat, das geht einfach an der Realität vorbei, vor allem dann, wenn der Chinese einem ein nettes Lächeln dafür zeigt und sich aber gar nicht für mein Problem interessiert.

Rechne ich mal einen Wanli in 225/40-18, dann kostet das Ding 50EUR im Verkauf und ist damit vielleicht 20 EUR billiger als ein Reifen vom rettenden Ufer der Mittelklasse (z.B. Vredestein). Jetzt haben wir also 80 EUR weniger ausgegeben und dafür vielleicht ein Qualitätsproblem an der Backe. Jetzt nehme ich die 80 EUR und suche mir jemanden, der mir das Problem genau analysiert, meinetwegen mit einer Hunter, vielleicht finde ich auch einen, der das im Rahmen des Budgets hinkriegt, danach habe ich die Gewissheit, dass es für wenig Geld bessere Reifen gegeben hätte. Und nun? Nebenbei kommt dann noch vielleicht die Erkenntnis, dass die Hunter auch keinen besseren Reifen daraus macht und die Teile eben einfach nur Müll sind....

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Welche Reifen sind drauf und wie alt sind sie.

Genau, die Frage ist: ist die Substanz den Aufwand überhaupt noch wert? Bei ungenügender Restprofiltiefe und ungleichförmigem Abrieb, würde ich Abstand davon nehmen.

Themenstarteram 7. März 2017 um 9:19

Soweit ich es im Kopf habe...

Aktuell sind 18 Zoll Winterreifen Michelin drauf. 5 oder 6 Jahre alt. Gleichmäßig abgefahren. Profil ca. 5mm. Könnte ich auf jeden Fall noch 2 Winter fahren, da ich wenig fahre.

Im Sommer kommen 19 Zoll Continental drauf. 3-4 Jahre alt. Profiltiefe weiß ich nicht genau, wären aber auch noch für 2 Sommer gut

Anfang letzten Sommer hatte ich Kumho 19 Zoll drauf, waren 2,5 Jahre alt.

Es geht doch nichts über 7-8 Jahre alte Winterreifen auf einem Hecktriebler....

Michelin hat die Lamellen sehr tief geschnitten, also kann man sie auch tief runter fahren. Gar kein problem, aber das Alter...?!?

Für mich persönlich ist ein 5 jähriger Winterreifen nicht mehr Wintertauglich, "meine ansicht", keine Diskusion bitte!

20161231-081403
20170104-123521
Themenstarteram 7. März 2017 um 13:34

Ich wollte jetzt eigentlich keine Diskussion wegen dem Reifenalter... Denn wie gesagt letzten Sommer hatte ich zuerst 2-3 Jahre alte Kumhos und dann 3 Jahre alte Contis.

Hast du das Problem nur kurz nach dem Losfahren bei kalten Reifen oder immer - also auch nach längerer Fahrtstrecke?

ghm

Themenstarteram 7. März 2017 um 14:17

Dauerhaft. Standplatten können es demnach nicht sein.

Ich könnte jetzt natürlich nochmal neue Reifen kaufen für den Sommer, aber das ist teures rumprobieren

Lass die Räder auf der Hunter checken.

Ist zwar ne Stange Geld, aber danach hast du Gewissheit, schwaz auf weiß in Papierform.

Wir haben in der Arbeit die GSP9700.

Ob der Preis gerechtfertigt ist kann ich nicht beurteilen. Fakt ist, das man da bei nem problematischen Radsatz auch mal locker 2 Stunden verbringen kann bis alles vermessen und evtl. gematcht ist. Ist eben ne Maschine für Problemfälle.

Ich persönlich würde das nur für einen neuen Satz Reifen machen und nicht für einen Satz der schon halb und mehr runter gefahren ist.

Für sechsjährige Winterreifen, die bereits etwa zwei Druttel ihrer nutzbaren Profiltiefe verloren haben, halte ich das Procedere für unwirtschaftlich, zumal es keinerlei Erfolgsgarantie gibt.

Erfolgsgarantie gibts schon, meiner Meinung nach...

Wenn der Radsatz sch...se ist, und auch durch matchen kein vernünftiges Ergebins erzielt werden kann, hat er Gewissheit worans liegt.

Dann sind die 200€ flöten und ein neuer Satz Gummis oder evtl. auch Felgen zusätzlich.

Wenns matchbar ist, sind nur die 200 T€uros weg und er kann seine Alten schluffen weiter fahren, darf ja jeder machen wie er möchte.

Themenstarteram 7. März 2017 um 19:27

Der BMW Händler hat mich vorhin angerufen und gesagt, dass sie es gar nicht machen können, weil sie keine Adapter für Mercedes Felgen haben.

Beim Porsche Zentrum habe ich gefragt, die nehmen keine Fremdfabrikate. Ansonsten haben hier in der Gegend nur noch ein Audi Autohaus, Bentley und Logistiker so eine Maschine, aber keine freie Werkstatt oder ein Reifenhändler

Zitat:

@Tomekk S. schrieb am 7. März 2017 um 09:19:55 Uhr:

... Winterreifen Michelin drauf. 5 oder 6 Jahre alt ... Profil ca. 5mm. Könnte ich auf jeden Fall noch 2 Winter fahren, da ich wenig fahre.

Im Sommer kommen 19 Zoll Continental drauf. 3-4 Jahre alt.

Mercedes CLS fahren und unterhalten, aber bei Reifen sparen?

5mm im Winter und das Alter bringen dir nichts

Auch die Sommerreifen wären fällig... bei mir hielten Reifen nie länger als 3 Jahre.

Reifen sind Verschleißteile, sie sind gebaut, um ein lebenlang am Auto zu verbleiben.

Ich würde 2 neue Reifensätze kaufen und die mit der Hunter auswuchten... vielleicht gibt es ja weitere Händler, mit einer Hunter Wuchtmaschine.

Ich habe mal bei einem Händler in meiner Nähe angefragt und es war ein Aufpreis von 10€, ob sich der Aufpreis pro Satz oder pro Reifen bezieht, entzieht meiner Kenntnis

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