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ausgegangen und ausgeblieben... Yamaha NMAX 125 (2015)

Yamaha
Themenstarteram 31. Juli 2021 um 23:21

Hallo Freunde,

ich fahre einen NMAX 125 BJ. 2015. Ich habe ihn Ende letzten Jahres gebraucht gekauft mit ca. 15.000km. Der Erstbesitzer hatte stets alle Inspektionen etc. machen lassen.

Ich selbst bin in der Zeit in der ich ihn habe ca. 8 Tankfüllungen gefahren. Hauptsächlich für den täglichen Arbeitsweg.

Nun ist mir der NMAX letzte Woche bei Tempo 100 auf der Landstraße plötzlich ausgegangen. So, als hätte ich während der Fahrt den Zündschlüssen umgedreht. Ich habe ihn erstmal rollen lassen und bei Tempo 10km/h (hinter mir fuhr niemand) habe ich die Zündung aus, wieder an und den Startknopf gedrückt. Er fuhr dann erstmal 1,5km weiter als wäre nichts gewesen. Da ich nur noch einen Strich auf der Tankanzeige hatte, bin ich direkt (die besagten 1,5km) zur Tankstelle gefahren und habe den Tank voll gemacht. Nach dem Bezahlen sprang er tadellos und sofort an. Weitere ca. 2km Landstraße ging er wieder aus und auch nicht mehr an. Ich habe ein paar mal gerödelt, bis die Batterie dann in die Knie gegangen ist und mich von einem Arbeitskollegen noch schnell abholen lassen dass ich wenigstens pünktlich zur Schicht erscheine. Nach Feierabend wurde ich heim gefahren und habe den NMAX dann mit dem Hänger abgeholt.

Aktuell steht er in der Garage.

Die Batterie ist eine 12V 6Ah die ich über Nacht am Ladegerät hatte. Nachdem ich sie eingebaut hatte und starten wollte, war sie ziemlich schnell wieder platt. Nach einem weiteren 24h Ladevorgang habe ich sie wieder angehängt und gleichzeitig einen Multimeter dran gehabt.

Sobald ich den Startknopf betätige, quält sich die Batterie und fällt augenblicklich auf 5V ab.

Also dachte ich mir, dass es an der Batterie liegt (obwohl der Roller, so meine Annahme, wegen einer schwachen Batterie nicht während der Fahrt ausgehen dürfte).

Ich habe die selbe Batterie bei Polo bestellt und heute eingebaut.

Ergebnis: Der NMAX springt nach wie vor nicht an, aber die Batterie hat genug Power um Startvorgang einige Sekunden lang laufen zu lassen, nur springt er halt nicht an.

Zusätzlich habe ich heute folgendes erledigt/ausprobiert:

Neue Zündkerze eingebaut, die alte war etwas verschlissen, aber sonst trocken und eigentlich noch funktionstüchtig, was auch ein Ausbau und Check des Zündfunkens bestätigte. Auch mit der neuen Zündkerze keine Chance dass er anspringt, Zündfunke hier absolut einwandfrei und gleichmäßig.

#Zündkerzenstecker ausgebaut und mit dem Multimeter gemessen - Widerstand bei 4,86 Ohm.

#Zündspule ausgebaut und gemessen - Widerstand bei 11,03 Ohm.

#Mit dem Finger die Zündkerzenöffnung zugehalten - Kompression ist spürbar, auch am Auspuff wenn man den Startknopf gedrückt hält

#Das Einspritzerkabel abgeschraubt und Zündung betätigt - es tritt feiner Kraftstoffnebel aus und riecht danach

#Luftfilterkasten abgebaut, da war leichter Schmodder in einer Ecke drin, den ich abgewischt habe und den Luftfilter einen ganzen Tag lang in der Sonne liegen gehabt. NMAX sprang auch mit abmontiertem Luftfilter nicht an

Jetzt bin ich erstmal mit meinem Latein am Ende. Ich habe zwar gewisse Schrauber Skills, aber die beruhen eher auf meiner Jugend und da ganz besonders auf 2 Taktern.

Meine Frage an euch: Wie würdet ihr als nächstes vorgehen?

Ich habe gesehen, dass neben der CDI eine Art Wartungsstecker verbaut ist. Für diesen vierpoligen Stecker bräuchte ich dann wohl ein ODB 2 Diagnosegerät (für´s Auto) mit einem passenden Adapter Stecker für Yamaha Motorräder. Kann man damit an einem Roller überhaupt was auslesen und wäre so ein Auto ODB 2 Diagnosegerät kompatibel mit besagtem Adapterstecker?

Motorleuchte auf dem Display oder ähnliches ist nicht zu sehen. Nur diese ABS Leuchte die ja nach einigen Metern immer ausgeht.

Es scheint alles in Ordnung zu sein und dennoch springt die Gute nicht an.

Wäre cool wenn jemand was weiß und mich vielleicht auf die richtige Spur bringt. Und ich hoffe, dass es keine defekte CDI ist, die kostet nämlich fast ein Drittel vom Kaufpreises des Rollers...

Danke für´s Lesen dieses langen Textes!

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15 Antworten

Mit dem richtigen Tool lässt sich das Fahrzeug auslesen ,allerdings scheint kein Fehler anzuliegen da die Motorkontrollleuchte nicht aufleuchtet/blinkt.

Ist schon merkwürdig das die ABS Leuchte nicht sofort ausgeht,aber mit dem Motor selbst hat das nichts zu tun.

Das Fahrzeug hat ne ECU (Steuergerät) .Um kommenden Missverständnissen aus dem Weg zu gehen.

Hörst du denn die Benzinpumpe wenn die Zündung geschaltet wird?

Die AbS Leuchte geht ab 6 km/h aus.

Grüße Kurti

Bei der Kompression...

Kannst du auch dagegenhalten? Oder ist die so stark das es dir den finger rauspustet?

 

Wenns ersteres ist würd ich mal inne werkstatt einen kompressionstest machen. Wenns zweiteres ist sollte er normal anspringen.

 

Insofern alles den Motor erreicht was den Motor erreichen sollte ;)

 

Grüße

Aber beim Tanken hast du den richtigen Zapfhahn genommen, nicht etwa Diesel ... (kein Scherz, das passiert gelegentlich auch Autofahrern)?

Themenstarteram 1. August 2021 um 16:02

Zitat:

@Roadrunner-07 schrieb am 1. August 2021 um 15:52:14 Uhr:

Aber beim Tanken hast du den richtigen Zapfhahn genommen, nicht etwa Diesel ... (kein Scherz, das passiert gelegentlich auch Autofahrern)?

Keine Sorge, ja, es war Benzin. Der Roller ging ja wie oben bereits geschrieben, schon vor dem Tankvorgang auf dieser Fahrt zur Arbeit zum ersten Mal aus.

 

Themenstarteram 1. August 2021 um 16:08

Jetzt ist mir noch was aufgefallen, was mir Sorgen bereitet:

Beim Messen des Ölstandes, ist dieser noch gut auf der Hälfte. Allerdings ist mir aufgefallen, dass das "Öl" sehr hell und milchig ist. Geht Farbton mäßig leicht in Richtung Milchkaffe. Dies deutet ja auf Fremdflüssigkeiten wie Kraftstoff oder eher noch Wasser im Öl hin :(

Ein erster Hinweis auf einen Motorschaden beziehungsweise undichten Zylinderkopfdichtung o.ä.

Teurer Gebrauchtrollerkauf, wenn sich das bewahrheiten sollte.

Denn den Schmodder den ich aus der Ecke des Luftfilterkastens gewischt habe, sah ähnlich schmierig hellbraun aus.

Ich werde berichten, wie es weiter geht und in den kommenden Tagen erstmal einen Ölwechsel durchführen wenn ich weiß welches Öl ich brauche und wieviel davon reingehört. Im Yamaha Handbuch wird ja überall da wo es interessant wird, immer auf einen Yamaha Händler Besuch hingewiesen, so dass man bloß nichts selbst machen kann.

Was für eine Kacke...

Au weia :mad:

So hat das Motoröl in meinem Honda Civic Motor auch ausgesehen,

nachdem meine Frau Kühlerflüsigkeit in die Öleifüllöffnung geschüttet hat;

Wie Milchkaffee :eek:

(Damals leckte das Kühlsystem und es musste regelmässig nachgefüllt werden)

Der Motor blieb unterwegs einfach stehen und sprang auch nicht mehr an.

Nach einer Spülung und Füllung mit neuem Motoröl lief der Motor mit

gewohnter Leistung noch viele tausende km ohne "bleibenden Schaden" :)

Das sollte Dir Hoffnung geben ;)

Das hat bei mir bei den damaligen Honda-Motoren einen bleibenden und

guten Eindruck hinterlassen :)

Der Roller ist noch nicht so alt, die Laufleistung moderat, und offenbar mit jährlicher Wartung - da wäre so ein kapitaler Schaden schon ziemliches Pech bzw. auch nicht allzu wahrscheinlich.

Wie ist denn der Kühlmittelstand?

Wenn Wasser im Öl wäre, muss es ja im Kühlsystem fehlen.

Der Behälter ist unter dem rechten Trittbrett versteckt.

Öl bekommt er 10W40, API SG, JASO MA oder MG,

Menge 0,9 Liter.

Steht im Handbuch unter technische Daten.

Das hört sich leider sehr nach durchgebrannter Kopfdichtung an. Im besten Fall. Du hast definitiv Kühlwasser im Öl. Da kann man sich einen Druckverlusttest am Kühlsystem schon fast sparen. Dass so was bei flotterer Fahrt passiert, ist auch nicht unwahrscheinlich. Ich drücke Dir beide Daumen, vielleicht ist da ja doch noch was zu retten. Würde aber echt mal kurz Kompression messen, bevor Du da noch groß Öl wechselst, die Messgeräte sind ja günstig und dann hast Du schon mal eine Einschätzung.

Themenstarteram 10. August 2021 um 14:16

UPDATE:

Ich werde den Thread hier immer weiter führen. Mit Frau, Kindern, Schichtarbeit und Hunden + den ganzen Rest komme ich nur sehr selten dazu, was am Roller zu machen. Bis dahin werde ich wohl wieder die täglich 30km mit dem E-Bike zur Arbeit müssen...

Naja, jedenfalls ist heute das bei Amazon bestellte Kompressionsmessgerät angekommen.

Mit juckeln über den E-Starter bin ich auf 2,5 Bar gekommen. Ich könnte heulen. Mir fehlt aktuell auch die Kohle, den Roller einfach in eine Werkstatt zu geben und werde wohl so lange selbst daran herum schrauben müssen, bis er wieder läuft oder als Teilespender endet. Ich könnte kotzen und heulen zugleich.

Es gibt auch noch was neues: Das was das Öl so verdünnt und hell gemacht hat, ist kein Wasser, sondern Benzin. Jedenfalls stinkt der Ölmessstab ordentlich danach wenn ich ihn direkt an die Nase halte.

Kühlwasserstand war und ist voll, also war mein erster Tipp mit Wasser im Öl falsch, es handelt sich um Benzin.

Danke für die bisherigen Tipps. Den Ölwechsel spare ich mir jetzt wirklich und werde mich nach und nach vor arbeiten.

Ich bin halt leider nur Hobbyschrauber mit technischem Verständnis aber weit entfernt von Profi und bin auf Foren und Videos angewiesen.

Vielleicht hat jemand ein paar grobe Tipps wie ich jetzt voran gehe...

Zitat:

@Valium schrieb am 10. August 2021 um 14:16:44 Uhr:

...

Vielleicht hat jemand ein paar grobe Tipps wie ich jetzt voran gehe...

@Valium

Hier habe ich das Prozedere eines Druckverlusttests beschrieben.

Gruß Wolfi

Nachtrag: Zum Fixieren der Kurbelwelle bietet sich bspw. ein Blockiertool fürs Lüfterrad (Variomatik) an. Derartige Tools gibt's in verschiedensten Ausführungen käuflich zu erwerben, oder man benutzt ein universelles Haltewerkzeug. Ein solches Haltewerkzeug benötigt man als Rollerschrauber immer mal.

Geht es nur um das Festhalten der Kurbelwelle für einen Druckverlusttest, so genügt auch ein Ringschlüssel oder ein Knebel mit Nuss, welcher an der Variomutter angesetzt wird.

Knebel 1/2“
Themenstarteram 10. August 2021 um 15:09

Danke Wolfi, gute Hinweise um die Undichtigkeit zu lokalisieren.

Eine Frage zu deiner Ausführung:

"Die Kurbelwelle muß dazu ungefähr im Bereich des Verdichtungs-OT (beide Ventile sind geschlossen) fixiert sein, damit sich der Kolben durch den Überdruck nicht wegbewegt."

Wie fixiere ich die Kurbelwelle beim NMAX oder allgemein bei einem 4-Takter?

@Valium

Eine Kompression von 2.5 bar... Ach du...

 

 

Ja da musst den Zylinderkopf oder am besten den ganzen zylinder tauschen. Wenn du es dir zutraust kannst auf youtube sehen wie sowas montiert wird... Bei 2 Taktern leichter da die keine Steuerkette haben.

 

Tut mir echt leid für dich :/

 

LG

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