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Aus der Sicht eines BMW-Verkäufers! Preise verhandeln.... bitte lesen!

Themenstarteram 29. März 2007 um 14:45

Zum Thema Preise verhandeln:

Die Berichterstattung in den Median erweckt den Eindruck, dass die Preise aller Waren und Dienstleitungen frei verhandelt werden können. Handelt doch zuerst einmal die Rundfunkgebühren sowie den Preis Eurer Tageszeitung runter. Denn das sind die Medien, die Ihr als Verbaucher zum "Preise verhandeln" ermuntert.

Mal ein kleines Beispiel: In der Eckkneipe kann man ein Schnitzel essen, das in einem guten Restaurant vielleicht das doppelte kostet. Dieses kann man beliebig vortführen.

Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgendjemand ein weniger schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.

Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Du zu viel bezahlst, verlierst Du etwas Geld. Das ist alles. Wenn Du dagegen zu wenig bezahlst, verlierst Du manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die Ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.

Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehme das niedrigste Angebot an, mußt Du für das Risiko, das Du eingehst, etwas hinzurechnen. Und wenn Du das tust, dann hast Du auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.

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78 Antworten

Aaaah, ja. Na und? :confused:

Sicher sollte man nicht nur auf den Preis gucken, aber warum sollte man für ein und dasselbe Produkt mehr bezahlen als nötig?

Gruß

Alf

@Alf320i

Weil ich (gerade im Bezug auf Fahrzeuge) nicht nur das Produkt, sondern auch eine Dienstleistung einkaufe.

Ich zahle einen angemessenen Preis und erhalte dafür nicht nur das Produkt, sondern auch einen Service, weit über den Kaufvorgang hinaus.

PS: Ein Geschäft sollte immer eine Win-Win-Situation sein.

Das ist natürlich nur meinen Sicht der Dinge.

 

@PhilX27

Ich wäre ja bereit bei BMW einen angemessenen Preis zu zahlen, doch leider hat es mein Ortsansässiger Händler nicht nötig Fahrzeuge zu verkaufen. Zumindest kann ich mir den angekündigten und bis heute ausgebliebenen Rückruf bezüglich Wunsch nach einem Termin zur Probefahrt "Nein, ich wollte kein Cabrio oder M-Modell übers Wochenende :-) " nicht anders erklären.

Zitat:

Original geschrieben von goedefeld

[BWeil ich (gerade im Bezug auf Fahrzeuge) nicht nur das Produkt, sondern auch eine Dienstleistung einkaufe.

Ich zahle einen angemessenen Preis und erhalte dafür nicht nur das Produkt, sondern auch einen Service, weit über den Kaufvorgang hinaus.

Eben nicht.

Diesen Zusammenhang gibt es (leider) immer weniger.

Man liest dies zuhauf in Foren von ciao und dooyoo.

Und das

Zitat:

Original geschrieben von goedefeld

[B@PhilX27

Ich wäre ja bereit bei BMW einen angemessenen Preis zu zahlen, doch leider hat es mein Ortsansässiger Händler nicht nötig Fahrzeuge zu verkaufen. Zumindest kann ich mir den angekündigten und bis heute ausgebliebenen Rückruf bezüglich Wunsch nach einem Termin zur Probefahrt "Nein, ich wollte kein Cabrio oder M-Modell übers Wochenende :-) " nicht anders erklären.

ist genauso ein Beispiel.

~

Hallo PhilX27,

dafür, dass es bei den Autohändlern hier 8% dort 12% und beim dritten 16% + einen Satz Winterreifen gibt, kann doch der Kunde nichts. Dieses ganze Rabattgetöse haben doch die Händler aufgemacht. Hör dir doch mal die Werbung im Radio an. Da ist kaum ein Produkt was nicht auch über den Preis interessant gemacht wird.

Unsere Kaufleute, die zum größten Teil Krämer sind, wollten oberschlau sein ("Geiz ist geil" und "ich bin doch nicht blöd") und jetzt sind die Kunden so schön konditioniert, dass sie ohne Nachlass das Portemonaie kaum noch aus der Tasche bekommen.

Das ist so bestellt worden. Das wird jetzt geliefert.

Hättest die Quelle deines Beitrags -John Ruskin (1819-1900)- ruhig nennen können. Er erklärt eigentlich den Unterschied zwischen billig und preiswert.

Michael

PS: Wie heißt es doch: Für Billiges bin ich nicht reich genug

Themenstarteram 29. März 2007 um 17:43

Hallo Neckarwelle,

auch eine interessante Ansicht.

"Eben nicht" ist nicht sehr umfangreich. Damit ziehst Du alle guten Servicebetriebe über einen Kamm. Du hast aber Recht. Leider stirbt der Service in Deutschland. Aber man trifft häufiger gute als schlechte Servicebetriebe. Da bin ich mir sicher.

Foren nehme ich gar nicht für voll. Wir haben rund 12000 Autohäuser in Deutschland. Nehmen wir an pro Tag hat jedes Haus 10 Kunden. Das macht im Monat ca. 2,4 Millionen Werkstattkunden. Das in den 2,4 Millionen auch unzufriedene Kunden gibt ist klar. Ich glaube kaum das Ciao oder andere Foren rund 2,4 Millionen Beschwerden über Autohäuser aufgelistet haben. (das im Monat) Einzelfälle gibt es immer wieder. Ich nehme gerne Kritik persönlich und sachlich entgegen von Kunden. Kein Thema! Bin ja auch nur ein Mensch und mache Fehler. Doch gleich Druck machen mit dem Medium Internet, ist doch eher langweilig und nix neues.

Viele Grüße, PhilX27

Das hast du falsch verstanden.

Mit "eben nicht" wollte ich genau der Verallgemeinerung "teuer ist gleich gut" widersprechen. Natürlich gibt es viele (und das ist wohl auch die Mehrzahl) guter Servicebetriebe, die mehr kosten als andere mit schlechterem Service, unbestritten. Und dass in Foren meistens eher die Meckerer schreiben als die zufriedenen Kunden, ist auch klar.

Aber das "wenn ich viel bezahle, bekomme ich mit Sicherheit auch einen besseren Service" ist leider zu blauäugig - um es positiv zu sehen: die Zahl von günstigen und trotzdem guten Betrieben/Händlern nimmt auch wohl eher zu... man muss sich halt informieren.

~

Re: Aus der Sicht eines BMW-Verkäufers! Preise verhandeln.... bitte lesen!

 

Zitat:

Original geschrieben von PhilX27

Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgendjemand ein weniger schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte

Ich verstehe ja Deine Sichtweise. Aber obiges Zitat lässt für mich nur die Frage zu, ob BMW (Mercedes,..) auf anderen Märkten (USA) nur minderwertigen Schrott (übertrieben!) absetzt. Vielmehr gilt, dass der Markt zu einem gewissen Maß die Preise regelt und in der Realität hat sich dieser Markt in Dtld. verändert. Den steigenden Steuern und der Inflation standen z. T. nicht entsprechende Lohnsteigerungen (nicht den Einzelnen betrachten) entgegen. In der Folge sind imho ein Teil der Verbraucher für den Preis sensibilisiert.

Und gerade beim BMW E90 frage ich mich, welche Beachtung die 10-20% private, nicht leasende/nicht select finanzierende Neuwagenkunden* bei der Preisgestaltung fanden. Wohl nur eine sehr geringe. Als ich 2005 einen Ersatz für meinen E46 suchte, empfand ich die Listenpreise bzw. das mir unterbreitete Angebot für das Fzg. als nicht gerechtfertigt. Allerdings feilschte ich auch nicht, nachdem ich das Angebot sah, sondern wechselte einfach die Marke, weil ich auch kein Freund der Basarmentalität bin.

Schöne Grüße, der Uhu

* Geschätzt, Falls grundlegend falsch, erbitte ich eine Korrektur.

Zitat:

Original geschrieben von michael60

...dafür, dass es bei den Autohändlern hier 8% dort 12% und beim dritten 16% + einen Satz Winterreifen gibt, kann doch der Kunde nichts. Dieses ganze Rabattgetöse haben doch die Händler aufgemacht.

Eben.

Wenn die Listenpreise nicht so maßlos überzogen wären, könnte man auf die Rabatte im Grunde genommen ganz verzichten.

Gegenthese:

egal wie billig oder teuer: man würde immer handeln wollen.

Der Umkehrschluß: man mache das Produkt möglichst teuer - solange der Kunde seine 15% bekommt, ist er zufrieden und kauft.

Millionenfach bewiesen, dieses Phänomen.

~

Zitat:

Original geschrieben von Neckarwelle

Der Umkehrschluß: man mache das Produkt möglichst teuer - solange der Kunde seine 15% bekommt, ist er zufrieden und kauft. Millionenfach bewiesen, dieses Phänomen.

Mangels wirklicher Alternative beim Neuwagenkauf läßt sich diese These im Moment hier schlecht widerlegen...;)

Zitat:

Original geschrieben von michael60

dafür, dass es bei den Autohändlern hier 8% dort 12% und beim dritten 16% + einen Satz Winterreifen gibt, kann doch der Kunde nichts. Dieses ganze Rabattgetöse haben doch die Händler aufgemacht. Hör dir doch mal die Werbung im Radio an. Da ist kaum ein Produkt was nicht auch über den Preis interessant gemacht wird.

Unsere Kaufleute, die zum größten Teil Krämer sind, wollten oberschlau sein ("Geiz ist geil" und "ich bin doch nicht blöd") und jetzt sind die Kunden so schön konditioniert, dass sie ohne Nachlass das Portemonaie kaum noch aus der Tasche bekommen.

Das ist so bestellt worden. Das wird jetzt geliefert.

Hättest die Quelle deines Beitrags -John Ruskin (1819-1900)- ruhig nennen können. Er erklärt eigentlich den Unterschied zwischen billig und preiswert.

Jetzt die ganzen Sprüche nicht mit Produkten, sondern mit Arbeitskräften.

Funktioniert genauso erschütternd.

Man kommt dann halt zu dem Ergebnis, dass die Kaufleute für die Arbeitsplätze in China Nichts können.

Der weltweite Wettbewerb und der neokapitalistische Kunde zwingt einen dazu.

Schlußendlich macht man das noch mit der Staatsverschuldung und den ruinierten Sozialkassen.

Daran sind nicht der Politiker, sondern die Wähler Schuld.

Ruiniert hat am Ende Kunde, Arbeitgeber und Politiker die jeweils eigene Charakterlosigkeit.

Jede Gesellschaft bekommt was sie verdient.

Re: Aus der Sicht eines BMW-Verkäufers! Preise verhandeln.... bitte lesen!

 

Zitat:

Original geschrieben von PhilX27

Zum Thema Preise verhandeln:

[...]

Ich verhandle gelegentlich die Preise meiner Leistung mit Einkäufern aus der Industrie. Ab und zu kommen auch Anfragen aus der Automobilbranche, die Preisvorstellungen dort sind noch etwas bescheidener als im Durchschnitt.

Ich wünschte, die Leute würden meine Listenpreise unverhandelt bezahlen. In der Realität laufen Dinge ab, die Grenzen von Anstand, Moral und gutem Geschmack weit überschreiten:

Nach längerer Zusammenarbeit und trotz höchster Zufriedenheit mit der Leistung kommt die Aufforderung, die Preise um 15% zu senken, ansonsten würde es keine weiteren Aufträge mehr geben.

Lügen über die Angebote anderer Anbieter. Lügen über eigene Handelsmargen. Vorschieben immer neuer Einwände um laufende Preisverhandlungen bei Preisanpassungen zu verschleppen und weiter die alten, günstigen Preise zahlen zu dürfen.

Einkauf deutlich schlechterer Leistungen zu marginal geringeren Preisen bei anderen Anbietern. Dann Vergleich der Preise und Vorwurf ich sei zu teuer.

Bei einem guten Kunden ist der letzte Chefeinkäufer kürzlich rausgeflogen, weil er einige Lieferanten aufgefordert hat, ihn zu bestechen.

Ich wünschte, die Einkaufskultur, die der Threadersteller von den Autokäufern fordert, würde sich überall durchsetzen.

Oliver

Das sind nun mal die Auswüchse der freien Marktwirtschaft...

Zitat:

Original geschrieben von goedefeld

PS: Ein Geschäft sollte immer eine Win-Win-Situation sein.

Das ist natürlich nur meinen Sicht der Dinge.

 

Dann hoffe ich mal, dass Du nicht selbstständig bist...

Der Gegenüber muss ausgepresst werden, wie eine Orange. Bis der letzte Tropfen draussen ist...

Dann ist ein Geschäft erfolgreich abgeschlossen. Niemals dem Gegenüber (schreibe absichtlich nicht Gegner) irgend etwas schenken...

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