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Auflasten oder nicht, das ist hier die Frage

Themenstarteram 21. September 2018 um 10:44

Hallo Gemeinde,

nun haben wir unseren im Februar '18 gelieferten Pössl ausgiebig getestet und ausprobiert. Ausstattung und Funktionalität sind nach mehr als 40 Übernachtungen in diesem Jahr so, wie wir uns das gewünscht haben. Nur ein kleines Problem bleibt - nämlich das bekannte Gewichtsproblem im Zusammenhang mit der 3,5t-Grenze. Während der Urlaubsreise nach Skandinavien waren wir bereits um geschätzte 40kg überladen. Mit - natürlich - vollem Frischwassertank. In Deutschland unkritisch, in anderen Ländern bereits genug für ein Bußgeld.

Unser Auto ist nicht mit vielen Extras ausgestattet, d.h. solche Sachen wir Hängerkupplung, Fahrradbühne, Solar, 2. Gasflasche, 3. Batterie, TV usw. haben wir (noch) nicht an Bord - aber wer weiß, wonach die Sinne in der nahen oder fernen Zukunft stehen.

Mir liegt ein Angebot vor für eine Auflastung auf 4,25 Tonnen in Verbindung mit Luftfederung hinten, von einem bekannten Anbieter, und das Geld habe ich auch übrig dafür.

Aber wenn ich mir die Maut-Tabellen und Geschwindigkeitsbegrenzungen und sonstigen verschärften Regeln ansehe, die zutreffen für Womos über 3,5 Tonnen - dann kommen mir leise Zweifel an dem Vorhaben. Mit den in Deutschland dann nur noch erlaubten 80/100 km/h könnte ich noch gut leben. Aber annähernd 200 Euro Maut um in Frankreich die Pyrennäen zu erreichen... hmpf.

WIe machen das andere, die ähnlich am Limit oder knapp über dem Limit reisen? Nehmt ihr das Bußgeld-Risiko in Kauf? Technisch habe ich keine Sorgen, dass ein 3500kg-Chassis auch mal 3550 oder 3600kg verträgt und auch bremsen kann. Aber Limit ist Limit. Andererseits - soll ich wirklich wegen so kleiner Beträge (kg, nicht Euro) so viele verschärfte Verkehrsregeln und teure Maut in Kauf nehmen?

Meistens bewegen wir uns ja in Deutschland, aber es werden wohl in den kommenden Jahren noch sehr viele europäische Länder, vielleicht auch mal Mittelmeer-Anrainerstaaten auf der Reise-Agenda stehen.

Für ernsthafte Abwägungen und Argumente pro/contra wäre ich sehr dankbar.

Danke Euch

SpyderRyder

Beste Antwort im Thema

Komisch früher war das ganz einfach Führerschein Klasse 3 gilt bis 7,5 to + Anhänger so groß wie er ihn eben laut Papiere ziehen darf, Alles 1 Führerschein, später dann auch noch mit den ersten Scheinen der Klasse B.

Irgendwann kam die Bürokratie, Eurokratie und selbstverständlich die Fahrschulen auf die glorreiche Idee das muss mehr gesplittet werden, bringt schließlich Umsatz in die Fahrschulen und Steuern in den Staatssäckel.

Ganz ehrlich die Leute früher sind oft ihr Leben lang nie mit einem 7,5 Tonner gefahren, nur die, die das beruflich mussten. Viele trauten sich das gar nicht, obwohl sie gedurft hätten und haben bei einem Umzug, oder Ähnlichem lieber einen Anderen fahren lassen.

Klar ist das eine Umstellung auch ganz anders als ein 3,5 Tonner, aber nach ein paar Kiometern ist das drin, außer man stellt sich wirklich an wie der erste Mensch, dann stellt man sich aber bei anderen Autos auch nicht gerade „geschickt” an. ;)

Eine richtig andere Nummer ist ein wirklich großer LKW, aber auch das kann man mit etwas Übung auch ohne Fahrschule in der lernt man das Fahren sowieso nicht, erst danach in der täglichen Praxis.

Doch was solls, es ist halt so und Keiner von uns kann die Bürokratie ändern, also müssen wir uns arrangieren und entscheiden was uns wichtiger ist, relativ problemlos und bei günstigerer Maut schneller fahren, oder lieber mehr Gewicht und dafür den passenden Führerschein erwerben und andere Hemmnisse auf sich nehmen.

Da hilft kein Jammern, sondern entscheiden.

Wichtig wäre jedoch, dass Hersteller und Händler ehrlicher werden, die versuchen das Problem Zuladung kleinzureden, oder ganz zu verschweigen, bei WoMo`s wie bei WW

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Wir haben einen EURA Profila T 695EB mit Fiat Maxifahrgestell, also 4,25t.

Zuvor hatten wir einen Winnebago 5,5t mit den Vorteilen des Luxus und den Nachteilen des LKW.

Der neue wurde gleich mit der Erstzulassung auf 3,5t abgelastet (ohne techn. Änderungen) und bis jetzt klappt es mit 2 Personen und zwei kleinen Hunden.

TV, Markise, 2 Klappräder, Gasgrill und was man sonst noch so braucht.

Ich habe eine Excel-Liste und da wurde von anfang an alles gewogen und eingetragen.

So wissen wir genau beim Wechsel von Sommer auf Winter wo das Gewicht herkommt.

Wir möchten den Lkw Terror nicht mehr mitmachen.

Vor Jahren standen wir vor Konstanz und überall waren Schilder, Einfahrt verboten über 3,5t, wir sind trotzdem reingefahren und hatten Glück nicht erwischt zu werden.

Aber schau dir mal das Video an und du wirst sehen, es gibt noch viel mehr Nachteile.

https://www.youtube.com/watch?v=qA4_MvmDT8A

Wer das Video ansieht merkt gleich, dass die Einschränkungen über 3,5 to schon teils heftig sind. Ich glaube da haben Viele einfach Glück, dass man einem Fahrzeug der Sprinterklasse das Gewicht nicht auf den 1. Blick ansieht, man müsste schon kontrollieren und die Papiere checken.

Muss ich nach einer Auflastung über 3.5 t nicht jedes Jahr zum TÜV?

Ich achte auf die Gewichte und wiege mein Eura Mobil vor jeder Urlaubsreise. Mehr als 50 kg dürfen es bei mir nicht sein. Ich hab ja auch schon viel reduziert. Leichtfahräder (Verzicht auf Elektrofahrrad), Ausbau der Hubeinrichtung für das Bett (haben wir novh nie gebraucht) Alugasflaschen usw.. Auch beim Geschirr lässt sich viel sparen. Beispiel: Statt 4 Brettchen auf dem Tisch haben wir Muster von Parkett genommen (gibts im Baumarkt).

Nur mal so als Info, Überladung in D ist in der Regel nicht so dramatisch... Im Ausland schon.

Mal ein par Beispiele aus klassischen "Transitländern":

Frankreich 0% Toleranz mit Strafe 135 - 750 €

Österreich 0% Toleranz mit Strafe 90 - 5000 €

Schweiz 0% Toleranz mit Strafe ab 85 €

Also wäre ich mit dem Satz "die Kontrollieren eh nicht" vorsichtig^^

Ich fahre seit 40 Jahren mit Wohnwagen und Wohnmobil durch Europa. Ich bin noch nie kontrolliert worden. Aber einmal ist immer das erste mal. Zu den Strafen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei einem geringen Verstoß gleich 5000 € anfallen. Meist wird erst mal die Mindeststrafe verhängt.

Warst Du denn auch mal auf der Waage? Die 40 Kilo kann man sicherlich schätzen. Aber auf welches Leergewicht hast Du Dich bezogen?

Gruß

Jürgen

auf 3.500 kg

Zitat:

@mattalf schrieb am 21. September 2018 um 14:39:13 Uhr:

Habt ihr mal Kontrolliert wie die Achslasten sind? 50kg sind ertmal kein Problem, aber wenn du z.b. auf der Vorderachse noch 100kg Reserve hast, aber die Hinterachse mit 150kg ueberzogen hast, dann bekommst sicher auch ein Problem weil Achsweise gewogen wird.

Gewogen habe ich die einzelnen Achsen noch nicht, aber an unserem Womo ergibt die Summe der zulässigen Achslasten 3.850kg. Ich gehe davon aus, dass ich da bei 3.500kg Gesamtgewicht an beiden Achsen noch Luft habe.

Zitat:

@SpyderRyder schrieb am 21. September 2018 um 10:44:15 Uhr:

Während der Urlaubsreise nach Skandinavien waren wir bereits um geschätzte 40kg überladen. Mit - natürlich - vollem Frischwassertank.

Du sagst "geschätzt". Du warst nicht auf der Waage? Wie bist Du denn auf die 40 Kg gekommen? Du mußt ja mit irgendeinem Gewicht gerechnet haben.

Bei unserem Womo sieht es so aus:

Leergewicht laut Schein: 4050 Kg

Leermasse fahrbereites Fahrzeug laut COC: 4333 Kg

Gewicht auf der Waage: 4160 Kg (Tank voll, Basisausstattung an Geschirr ect., 1 Kasten Sprudel, 1 Gasflasche, ohne Fahrer)

Ist schon wichtig, welches "Startgewicht" man nimmt wenn man nur rein rechnerisch das ganze Gepäck aufsummiert. Da können ganz unterschiedliche Werte rauskommen.

Gruß

Jürgen

Ich denke viele verlassen sich auf die Zuladung in den Papieren. Das die aber nichts mit dem tatsaechlichen Gewicht zu tun hat, ist den meisten nicht bewusst. Wenn da was z.b. von 400kg Zuladung steht, kann es durch Extraausstattung in Wahrheit nur 250kg sein. Einfach mal leer und mal Reisefertig wiegen. Manchem ueber 7m laenge wird dann bewusst das er eigndlich gar nicht mit der Familie in den Urlaub fahren duerfte.

"Selbst wenn es keine Strafe gibt, aber von was trennt man sich etliche km weg von zu Hause, wenn die dich nicht weiterfahren lassen?"

du schmeißt deine frau raus oder sie dich je nachdem wieviel kilo weg müssen. dann noch die fahrräder an die laterne gekettet (aufsichtsperson hast ja) und schon bis du 100kg leichter. wenn das nicht reicht ersatzrad + zweitbatterie wärend weitere 50kg.

->ich denke also das läßt sich alles regeln....(mit der dreistigkeit ne ehrenrunde zu fahren und wenn die kontrolle vorbei ist den kram wieder einzusammen. klar erstrebenswert ist es nicht....und wenn man korrekt ist lagern man halt ein paar sachen beim nächstem campingplatz oder wo zwischen....beifahrersitz, campingtisch, stühle proviant etc pp so dass man beim abholen der 'überflüssigen' person sogar wieder gewichtsmäßig im soll landen und nicht das ende der kontrolle abwarten muss)

jedenfalls sollte man in einem solchem fall nicht die hände überm kopf zusammenschlagen. man zahlt ein bußgeld, findet eine lösung, ggf ist auch ein halber tag im eimer UND zuhause hat man halt was zu erzählen.

----------

was die achslasten angeht:

wenn die rechnerisch schon 3805kg oder was zulassen so kann man sich ggf mal beim tüv, fahrzeughersteler, etc pp informieren ob evtl eine auflastung "ohne technische änderung" möglich wäre

->die reifen lassen es zu sonst gäbs keine hu. da es heißt bei der traglast schließlich nicht 4 reifen müssen 3.5t ergeben sondern es muß achsweise bereits passen

->die achsen können es halt auch das steht ja im schein

->und da es anbieter gibt die offenbar ein luftfahrwerk für hinten anbieten scheint es wohl so zu sein, dass die bremsen mit den 3805kg auch klarkommen

wenns also ohne technische änderung möglich ist läßt man die entsprechende änderungsabnahme machen

->und darf dann technisch gesehen 3,8tonnen. es steht halt nur noch nicht im schein. aber für den haftpflichtfall hätte man einen nachweis

->man entscheidet nun bedarfsgerecht wann man die auflastung auf der zulassungstelle eintragen läßt. gff läßt man sie munter aus und wieder eintragen. eben je nach reiseziel, ggf unter berücksichtung der strafenhöhe, hürden fürs aufgelastete fahren etc pp.

->die gebühren auf der zulassungstelle dürften überschaubarsein. kennzeichen ändert sich nicht. auch kein halterwechsel also wird der brief nicht angefasst. es ist lediglich ne eintragung im schein (entweder wirds nachgetragen wenn platz, oder angang oder neuer scheint). das dürfte jedesmal halt unter 30€ liegen (und somit preiswerter als dauerhat mit über 3.8to rumzufahren)

-->die frage wäre wann so eine abnahme verfällt. sprich ob da ab dem erstellungsdatum eine uhr für die eintragung tickt oder nicht. ob man auch 3 oder 4 jahre alte abnahmen ein/nachtragen lassen kann (oder ob eine neuabnahme nötig wäre)

->klar die rennerei mit der zulassungstelle hast dann

@newt3 Sorry, bei aller Liebe, aber bevor ich mir das antue, häng ich lieber gegebenenfalls mal einen Lastenhänger dran. Damit habe ich zwar die gleichen Einschränkungen wie nach einer Auflastung, aber eben nicht permanent sondern nur fallweise.

So ein 750 kg Hänger kostet auch nicht die Welt und man kann ihn immer und für alles Mögliche brauchen

Zitat:

 

->man entscheidet nun bedarfsgerecht wann man die auflastung auf der zulassungstelle eintragen läßt. gff läßt man sie munter aus und wieder eintragen. eben je nach reiseziel, ggf unter berücksichtung der strafenhöhe, hürden fürs aufgelastete fahren etc pp.

->die gebühren auf der zulassungstelle dürften überschaubarsein.

So einfach ist dann doch nicht.

Jede Änderung bedarf ein TÜV Gutachten,ohne so ein Gutachten ändert

die Zulassungsbehörde nichts.

Es gibt ja schon einige Fahrzeuge, die durch Bescheinigung/ Gutachten des Herstellers ohne technische Änderungen problemlos aufgelastet werden können, unseres z.B. auf 3.850kg. Aber ehrlich, mir wäre der Aufwand, jedes mal zur Zulassungsstelle zu dackeln und anstehen, viel zu groß.

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