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Auf Dienstwagen verzichten

Themenstarteram 4. März 2010 um 8:40

Hallo Gemeinde,

Ich habe ein kleines Problem, Mir würde ein Dienstwagen zustehen (Opel Astra Caravan), leider habe ich vor zwei Jahren mir einen neuen Passat zugelegt mit nicht unerheblicher Ausstattung. nun meine Frage:

Wenn ich auf den Dienstwagen verzichte was könnte ich an Gehalt mehr verlangen?

Meine Passat Finanzierung läuft noch genau zwei Jahre und wenn ich außer Haus muss bekomme ich ein Pool Fahrzeug. Der Astra würde mir auch zur privaten Nutzung zu Verfügung stehen. (1% Regelung)

Vielen Dank für eure Antworten.

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18 Antworten

@ Swillibald:

Wie so oft im Steuerrecht: "Es kommt drauf an!" (Übrigens die beste Aussage im mdl. Examen, wenn man Zeit gewinnen will) ;)

Was du beschreibst, ist die Abrechnung, wenn "nicht-dienstliche" Fahrten erstattet werden. Dort fließt ein geldwerter Vorteil zu, und selbstverständlich muss man den auch versteuern. Die 3 Monate, die du genannt hattest, beziehen sich auf Einsatzwechseltätigkeit, wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe. Steuerfrei (und da hat go-4-golf Recht) sind die Erstattungen für dienstlich gefahrene Kilometer, also zum Beispiel Kunden- oder Mandantenbesuche.

(Finde ich herrlich, wenn Leute etwas als "ist so" verkaufen, weil sie es mal auf ihrer Lohnabrechnung gesehen habe.)

Rechne nicht damit, was der AG spart, sondern rechne dagegen, was Dich Dein Privatwagen kostet.

Ein paar Prämissen:

Privatwagen: Leasingrate oder Finanzierungskosten + Wertverlust, Inspektionen, Reifen, Versicherung, TÜV, Steuern, Sprit (für Privatfahrten), Reparaturen (ausserhalb der Garantie), gglfs. kalkulatorisch Kosten für Unfall

Geschäftswagen: 1% Regelung, 0,03% Regelung berechnet mit Deinem persönlichen Grenzsteuersatz

Die Differenz solltest Du netto bekommen, d.h. Grenzsteuersatz und ggfls. Sozialversicherung (wenn Du noch unter der BBG liegst) mit einbeziehen.

Ich habe das mal selbst für mich gerechnet und kann nur sagen, um die Variante Privatwagen zu erreichen waren da schon 800€ netto nötig mindestens.

Vorteil Firmenwagen ist auch:

- keine Gedanken machen über den Spritverbrauch, d.h. nur mit schlechten ökologischen, aber nicht ökonomischen Gewissen schneller fahren können

- keine Gedanken machen über Inspektionen, Winterreifen, Ärger um Gewährleistung, Ärger mit Werkstatt undundund, ist irgendwie manchmal unbezahlbar.

Die Verhandlung mit deinem AG über Dienstwagen in bar auszahlen, würde ich lieber nicht führen. Es geht doch gar nicht primär um ein paar Eur für die eine oder andere Seite gespart oder nicht. Mit einem Dienstwagen bist du viel besser mit der Firma verheiratet. Wenn man den erstmal ein paar Jahre hat und die Kohle für ein neues Auto im Urlaub/Hausbau oder so verprasst hat, dann kündigt man nicht so schnell, da man es sich nicht leisten kann. Wenn du jetzt deinem AG, der es offensichtlich gut mit dir meint, das Signal gibst: ich will mich aber nicht binden, dann musst du eventuell bei nächster Gelegenheit dir wirklich was neues suchen.

Also: nimm den Firmenwagen und lege die Kohle aus dem Verkauf des Privatautos gut an, damit du nicht erpressbar wirst.

Was vielleicht auch noch eine Rolle spielt ist die privat gefahrenen Kilometer.

Wenn du nur 10000km im Jahr privat fährst, kannst du dafür auch dein Privatauto nehmen und nach 2 Jahren dann auf den Firmenwagen umsteigen.

Wenn du aber privat 20000km oder mehr fährst, solltest du doch jetzt schon über den Firmenwagen nachdenken und deinen Passat verkaufen oder "verleihen".

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