Audi Privatleasing übers Geschäft - soziale Einrichtung

Mich beschäftigt gerade die Aussage eines Freundes. Er arbeitet in einer sozialen Einrichtung, Träger ist die Diakonie. Er hat das Angebot bekommen einen Audi über das Geschäft zu leasen. Er hat sich für einen A6 avant entschieden und das Auto selbst konfiguriert, Neupreis etwas über € 80.000,-. Er sagt nun, dass er lediglich eine monatliche Rate von € 170,- (inkl. Service und Reifen!) und eine Abholgebühr von € 500,- bei einer Laufzeit von 12 Monaten zahlen muss.

Ich glaube nicht dass er uns anlügt, nur muss das doch irgend einen Haken haben oder? Ich kann mir nicht vorstellen wie sowas funktioniert. Er ist fest davon überzeugt, dass er den Wagen ein Jahr lang für ca. € 2.500,- fahren kann.

Kann hier jemand von euch Licht ins Dunkel bringen?

20 Antworten

Zitat:

@StefanLi schrieb am 14. September 2016 um 10:06:20 Uhr:


Der Begriff Betriebsvermögen ist gesetzlich nicht definiert. Unter Betriebsvermögen wird die Summe aller dem Unternehmer zuzurechnenden Wirtschaftsgüter verstanden, die in einem tatsächlichen oder wirtschaftlichen Förderungszusammenhang zum Betrieb gestellt sind. Die Betriebsvermögeneigenschaft ist für jedes einzelne Wirtschaftsgut gesondert zu prüfen.

Wenn Du schon aus dem Gabler Wirtschafttslexikon wortwörtlich zitierst, solltest Du das auch entsprechend kennzeichnen.

Und dann solltest Du auch zu Ende denken. Aber egal, das wäre hier ein Exkurs, der mit dem Thema des Threads nichts zu tun hat.

Zitat:

@Holgernilsson schrieb am 14. September 2016 um 10:14:45 Uhr:


Und dann solltest Du auch zu Ende denken. Aber egal, das wäre hier ein Exkurs, der mit dem Thema des Threads nichts zu tun hat.

Genau das sollte man bei dem Thema auch machen. Es endet nicht beim Übernehmen des Wagens und der Zahlung der Leasingraten, durch wen auch immer.

Zitat:

@StefanLi schrieb am 14. September 2016 um 10:43:31 Uhr:



Zitat:

@Holgernilsson schrieb am 14. September 2016 um 10:14:45 Uhr:


Und dann solltest Du auch zu Ende denken. Aber egal, das wäre hier ein Exkurs, der mit dem Thema des Threads nichts zu tun hat.

Genau das sollte man bei dem Thema auch machen. Es endet nicht beim Übernehmen des Wagens und der Zahlung der Leasingraten, durch wen auch immer.

Worauf willst Du denn nun schon wieder hinaus? Das geht doch alles am Thema vorbei.

Für Dich noch einmal ganz deutlich: Denklogisch kann zum Betriebsvermögen nur das gehören, was sich im Eigentum des Betriebes befindet.

Einen Leasingfahrzeug für 80.000 € für einen Mitarbeiter im sozialen Bereich? Will uns der TE (bzw. dessen Freund) verarschen oder was?

Selbst mit einem Wertverlust von nur 20 % im ersten Jahr und guten Konditionen zahlt die Einrichtung doch da mindestens 600-1000 € pro Monat drauf. Das sind Werte, die viele leitende Angestellte im MINT-Bereich nicht zur Verfügung haben.

Im Sozialen Bereich soll einem (!) Mitarbeiter so etwas ermöglicht werden? Glaube ich niemals. Das ist auch kein Gehaltsverzicht, überlegt mal, auf wieviel da verzichtet wird und was der Mitarbeiter da verdienen müsste.

Von Problemen mit dem Arbeitsklima, weil einer da auf Firmenkosten so ne Schüssel hingestellt bekommt, will ich garnicht reden. Wenn mein Vorgesetzter (Abteilungsleiter in einem großen Betrieb > 250 Mitarbeiter) morgen mit so einem Auto auf Firmenkosten ankäme, steht noch am selben Tag die halbe Firma in der Personalabteilung wegen einer Gehaltsverhandlung.

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In Berlin gab es mal den Fall eines Maserati 4-Türers als Dienstwagen des GF. Der wohnte auch sehr preiswert in einer vom Träger durchsanierten Villa am Wannsee. Glaube das war die Treberhilfe. Kann aber auch ein anderer Träger gewesen sein. Jedenfalls sehr "sozial" 😉

Als das aufflog, gab es in Berlin auch einen kleinen Sturm im Wasserglas.

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