Artikel auf heise.de zum Aufregen

Hyundai

Wer sich heute morgen eine Tasse Kaffee sparen will, um den Blutdruck hoch zu bekommen, kann den folgenden Artikel lesen:

https://www.heise.de/.../...Test-Winter-ohne-E-Reichweite-5054912.html

Einen solchen Schwachsinn habe ich bei heise.de nicht vermutet...

Viel Spaß beim Lesen!
Kubi

556 Antworten

Wie auch immer, ich habe mich dafür entschieden, da ich im Alltag fast nie den Verbrenner zum Antrieb benötige, aber gelegentlich auch mal 500 - 600 km am Stück fahren kann und nicht auf Ladesäulen / Steckdosen angewiesen bin. Das hat garnichts mit der Fahrweise zu tun. Aber ich schlackere schon etwas mit den Ohren, wenn man trotz PHEV an die 4 Liter braucht. Jedem das Seine, aber dann vielleicht doch direkt einen Diesel oder reinen Stromer? Meine Rechnung was die Energiekosten betrifft geht jedenfalls auf. Ich war erst zweimal Tanken seit ich das Auto habe, Verbrauch trotz verhältnismäßig viel Langstrecke (war wegen Corona nicht so oft im Büro) liegt bei knapp 1,8 Liter, das ich fast komplett auf 1500km Langstrecke verbraucht habe. Wenn ich mal wieder täglich ins Büro fahre, gehe ich davon aus, dass der Verbrauch auf 1,1 - 1,3 Liter sinken wird. Und ich fahre ganz normal und nicht extrem sparsam, das wäre mir auch auf Dauer zu anstrengend. Jedenfalls lohnt sich bei mir der PHEV schon sehr, auch rechnerisch

EDIT: Oh ich erinnere mich gerade, dass der Spruch "Jedem das Seine" mal mit was ganz bösem in Verbindung gebracht wurde. Ich betone, dass ich das nicht so meine 🙂

Geht mir, wie gesagt, genauso. Wobei ich entschleunigtes Fahren nicht unbedingt als anstrengend empfinde, was aber sicher eine Kopfsache ist. Wenn man überlegt, wie viel Zeit man durch eine schnellere Fahrweise tatsächlich spart, ist das auf kürzeren Strecken - gerade hier im Ruhrgebiet mit dem üblichen Verkehr - nicht wirklich viel...

Hallo Kubi-007,

ja nu. Ich habe auch schon an der Ampel gestanden und konnte meinen eigenen Atem sehen, da hab ich mir irgendwann gedacht, was mache ich hier überhaupt?

Hallo Koreander1610,

dann passt es bei dir vielleicht besser. Dabei bin ich nicht einmal in den Urlaub gefahren. Sind ja auch schnell mal 1500 bis 2000 km und laden braucht man z.B. in Dänemark oder Schweden garnicht erst versuchen, von den Preisen her. Selbst am Haus Strom zu ziehen rechnet sich da kaum. Um da meinen Benzinverbrauch zu halbieren müsste ich die gleiche Strecke auch wieder erotisch fahren.
Aber wie gesagt, wenn ich 90% elektrisch fahren würde, dann hätte ich mir ein E-Auto gekauft.

Wenn ich mir gerade Deine erotische Fahrweise mit dem sichtbaren Atemhauch vorstelle, wird mir ganz anders... 😁 😁

Hallo Kubi-007,

so ist das eben, wenn so ein heißer Typ wie ich hinterm Steuer sitzt.

Alles dampft😁

😁 😁

Zitat:

@Kubi-007 schrieb am 19. März 2021 um 13:55:20 Uhr:


Geht mir, wie gesagt, genauso. Wobei ich entschleunigtes Fahren nicht unbedingt als anstrengend empfinde, was aber sicher eine Kopfsache ist. Wenn man überlegt, wie viel Zeit man durch eine schnellere Fahrweise tatsächlich spart, ist das auf kürzeren Strecken - gerade hier im Ruhrgebiet mit dem üblichen Verkehr - nicht wirklich viel...

So siehts aus. Komme auch aus dem Ruhrgebiet. Pendeln ist da meist sehr "entschleunigt" 😁

Moin

So, und der "Hybridtest".

Sonntag, 7 Grad, Akku mit 54 km voll geladen, Klima auf 20 Grad, das war sie auch beim S-Modus fahren am Donnerstag.

77,2 km gefahren in 1 Stunde 31 Minuten.

Die S-Fahrt hatte 78,8 km in 1:46 Minuten, wobei ich darin auch gute 15 Minuten beim Schnellrestaurant in der Schlange stand, also eine Vergleichbare Durchschnittsgeschwindigkeit.

Einziger Unterschied: Die Charge Fahrt über den S-Mode fand am Stück statt mit Heizung an, die Fahrt um den daduch gewonnen Strom wieder zu verfahren in insgesamt 3 Teilstücken mit deutlichen Pausen dazwischen und OHNE Heizung.

Der Verrbauch laut BC bei erster Fahrt nachdem der Akku wieder leer war betrug 4,5 Liter Benzin.

Der Verbrauch laut BC bei letzter Fahrt im reinen Hybridmodus betrug laut BC 4,6 Liter.

Durchschnittsgeschwindigkeit lag laut Werten bei erster Fahrt bei um 45,5 kmh, wobei dort halt 15 Minuten Standzeit mit drin sind. (Diese rausgerechnet liegt sie quasie gleichauf mit der zweiten Fahrt)

Bei letzter Fahrt, ohne Nennenswerte Standzeiten betrug sie 51,4 kmh.

Es war etwas wärmer, und ich hatte es die ganzen 78 km warm im Auto (20 Grad) dafür hatte ich keinerlei Standzeiten dazwischen nachdenen der Wagen im Hybridmodus auch ohne Heizen zunächst mehr verbraucht hätte.

Die Strecken waren Ansatzweise gleich, es war etwas windiger meiner Meinung nach heute, was auch zu den 0,1 LIter mehr geführt haben kann. Spitzentempo war bei allen Fahrten Tempo 100.

Resultat: Egal ob man im S-Modus fährt und dann den Strom verfährt, oder ob man im Hybridmodus fährt, der Verbrauch bleibt gleich. Weis man das man lange Strecken fährt, am Ziel aber nicht laden kann, dafür aber dort kurze Strecken fahren wird, dann macht es absolut Sinn auf der langen Fahrt zu laden. Mit den drei gleichen Standzeiten und Strecken wie elektrisch wäre der Verbrenner vermutlich deutlich schlechter abgeschnitten.

Wie gesagt, es war nur eine Fahrt, es war mein Kia Niro und es waren meine Strecken und Wetterbedingungen. Vieleicht kann das jemand mal mit seinem ebenso ausprobieren. Außer bei der letzten Fahrt gute 10 km waren keine Fahrten überflüssig gemacht, es war mein Arbeitsweg und heute einkaufen im Nachbarort. (Grenzregion)

Moin
Björn

Hallo Björn,

Bitte nicht auf konkrete Zahlen festnageln, das soll nur dem Prinzip entsprechen:
Also verhält es sich so: Wenn du den Akku auf z.B. 100% bringst, hast du erstmal z.B. 8 Liter/100km Verbrauch auf der Uhr, der sich dann wieder bei 4,5 einpendelt, wenn du die Reichweite elektrisch verfährst. Das entspricht unterm Strich in etwa dem Verbrauch, den du auch im HEV-Modus erzielen würdest.

Heißt also: Akku aufladen kostet erstmal zusätzlich Benzin, was ja auch logisch ist. Für die Effizienz des KIAs spricht, dass man sich dann wieder auf das Niveau des HEV einpendelt, wenn man die EV-Reichweite eingesetzt hat.

1. Beispiel: Wenn ich meinen Akku daheim mit Strom voll mache, und ich weiß, dass ich den erst am Zielort einsetzen will, kann ich auch genauso gut im HEV-Modus losfahren, 4,5 L/100km verbrauchen und habe dann auch noch einen vollen Akku. Nehmen wir einmal an 500km hin, 500km zurück, 50km am Zielort elektrisch. Kosten: 45 Liter Benzin und 2 Euro Strom.

2. Beispiel: Ich fahre mit leerem Akku los und stelle fest, ich möchte am Zielort elektrisch fahren. Also ab in den Sportmodus. die ersten 200km lade ich den Akku mit 8 Litern/100km, also 16 Liter Benzin. die restlichen 300 wieder mit 4,5 L/100km, also 13,5 Liter. Macht also für die Hinfahrt 29,5 Liter. Auf der Rückfahrt wie gehabt im HEV-Modus 22,5 Liter, macht also 51,5 Liter Benzin.

Selbst wenn ich für die Stromladung aus Beispiel 1 2 Liter Benzin einkalkulieren würde, haben wir bei Beispiel 2 unterm Strich 4,5 Liter Benzin mehr eingesetzt - nur um den Akku für den Zielort zu laden. Und auch wenn ich da jetzt zu viel Verbrauch über eine zu lange Strecke angesetzt habe, wird das kaum unter 3 Liter fallen.

Wenn das Szenario aus Beispiel 2 eintritt: Klar, toll das das möglich ist zu laden, wenn ich am Zielort den E-Antrieb nutzen möchte. Aber effektiver ist es doch nach wie vor, wenn ich daheim Lade und mit diese Ladung ggf. aufspare, wenn ich sie brauche. Da wären wir bei der eigentlichen Frage, inwiefern eine Charge-Funktion nötig ist

Moin

Zitat:

Aber effektiver ist es doch nach wie vor, wenn ich daheim Lade und mit diese Ladung ggf. aufspare, wenn ich sie brauche. Da wären wir bei der eigentlichen Frage, inwiefern eine Charge-Funktion nötig ist

Ohne Frage, und es sollte auch nicht in irgeneiner weise zeigen das man nicht Laden soll.

Es sollte lediglich zeigen das (Besser es hat bei mir gezeigt, gewußt hab ich das ja auch nicht so genau vorher) das es eben nicht so "verschwenderisch" ist den Akku mit dem Sportmodus zu laden, letztlich fährt man nicht durstiger als würde man im Hybridmodus fahren.

Einzig: Ich bin durchgefahren im Hybridmodus, der Motor war also 1 Stunde 30 Minuten warm. Wenn ich ihn so gefahren hätte wie im Sportmodus, also nach der "Charge" Fahrt einige Stunden gestanden, und danach zwei Kurze Fahrten mit wieder Standzeit dazwischen, dann wäre der Benzinverbrauch vermutlich höher gewesen, einfach weil der Motor dann 2 mal aus dem Kaltstart geholt worden wäre.

So unsinnig wie hier gerne geschrieben wurde ist also ein "Hold" oder ein "Charge" nicht, wenn ich weis das ich nach der langen Anfahrt mehrere kurze Strecken fahren werde ohne Laden zu können. Schont die Umwelt und die Luft in der Stadt.

Aber am Ende bleibt natürlich: Laden ist besser. Und so bleibt das auch bei mir.

Es war halt ein Versuch um Vermutungen mit Wissen zu untermauern.

Moin
Björn

Danke dir, Björn. Ich wollte auch nur mal prüfen, ob ich das auch so verstanden habe mit deinen Messungen, und mich auf den Artikel, um den es hier geht, beziehen.

Hold gibt es ja, da man in den HEV-Modus wechseln kann, und das ist natürlich eine schöne Sache, dass man mit relativ konstanter Akkuladung fahren kann wenn man will. "Charge" bei einem Auto, das ab Werk 50 bis 60km elektrisch am Stück fahren kann, ist m.E. dennoch mehr Spielerei als wirklich nötig. Zumindest passen die Szenarien, wo das nötig wäre, nicht in das typische Anforderungsprofil eines PHEV-Käufers. Wahrscheinlich werden die allermeisten Fahrer, die eine Charge-Funktion haben, die mal ausprobieren, aber in der Praxis so gut wie nie anwenden. Damit spanne ich dann wieder den Bogen zu dem Fahrbericht, wo das schmerzlich vermisst wird (obwohl sogar vorhanden, wenn auch nicht explizit deklariert)

Hallo Friesel,

ich bin ein wenig verwirrt. Das heißt also ich kann Benzin in Strom wandeln und habe dabei keinen Verlust?

Zitat:

@Megitsune schrieb am 21. März 2021 um 15:29:09 Uhr:


Hallo Friesel,

ich bin ein wenig verwirrt. Das heißt also ich kann Benzin in Strom wandeln und habe dabei keinen Verlust?

Hallo, bin zwar nicht gefragt, aber: Nein. Er hat in erster Linie den normalen HEV-Modus mit dem Sport-Modus verglichen. Eine einzige Aufladung von 20 auf 100% am Stück mit anschließender Entladung auf 20 % ist demnach vergleichbar mit vielen kleinen Auf- und Entladungen um die 20% Akkuladung. Rechnerisch kommt das hin, und der KIA scheint hier auch den durchgängigen langen Ladezyklus sehr effizient zu steuern. Aber der Verlust ist in beiden Fällen da, nur in unterschiedlichen Zeitspannen

Hallo,

ah okay.

Zitat:

@Friesel schrieb am 21. März 2021 um 15:02:23 Uhr:


So unsinnig wie hier gerne geschrieben wurde ist also ein "Hold" oder ein "Charge" nicht, wenn ich weis das ich nach der langen Anfahrt mehrere kurze Strecken fahren werde ohne Laden zu können. Schont die Umwelt und die Luft in der Stadt.

Danke, Björn, dass du deine Tests mit uns geteilt hast. Das bestätigt nochmal, dass die Grundidee der Charge-Funktion in bestimmten Situationen durchaus Vorteile bringen kann. Vor allem, wenn man berücksichtigt, dass der Sportmodus mit höheren Motordrehzahlen bei Kia keineswegs ideale Bedingungen fürs Laden darstellt. Da ist also noch Potential nach oben 🙂.

Interessant finde ich auch diesen Vergleich (Fahren mit vollem Akku vs. Fahren mit leerem Akku). Bei dem Fahrprofil (hoher Landstraßen- und Autobahnanteil) im Video lohnt sich das Laden quasi überhaupt nicht.

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