Anzeige wg. 'Nötigung im Straßenverkehr u.a.'

Liebe Community,

mir ist vor knapp einem Monat etwas sehr Unangenehmes passiert und ich bin mir bezüglich dessen Bewertung sehr unsicher. Vielleicht könne mir ein paar von euch weiterhelfen.

Vorweg ein paar Bemerkungen: Ich habe meinen A1 seit drei Jahren, den B seit einem Jahr und hatte noch nie einen Unfall o.ä., bin nie geblitzt worden, habe noch nicht mal falsch geparkt. Ich fahre seit eben diesen drei Jahren eine 125er Vespa. Die geht (je nach ihrer Laune ;-)) auch ihre 100 km/h. Obwohl ich also in der Stadt und über Land problemlos im Verkehr mitschwimmen kann und auch nicht langsamer als erlaubt fahre, sind mir schon öfters Autofahrer begegnet, die scheinbar ein Problem damit haben, dass eine "popelige Vespa" genauso schnell fährt wie sie. Dementsprechend wird oft rücksichtslos überholt, geschnitten, gedrängelt. Das bin ich gewohnt und ich rege mich nicht mehr über derartige Typen auf, sprich ich fahre auch bei Konfliktsituationen nach dem Motto "Keep calm and carry on". Aber das spezielle Ereignis hat mich dermaßen aus den Socken gehaut, dass ich nicht mehr das Gefühl hatte, mir so was gefallen lassen zu müssen.

Nun zu diesem Ereignis.

Ich fuhr an einem Spätnachmittag auf einer Landstraße dahin, die mit sehr wenigen, kurzen Ausnahmen auf 70 km/h beschränkt ist und ebenso fast überall ein Überholverbot hat. Ich bin definitiv nicht langsamer als 70 gefahren. Nun tauchte aber hinter mir ein VW-Bus auf, der es offenbar etwas eiliger hatte. Er fuhr sehr nah auf. Ich dachte, ich mache mir nichts draus, kommt eh gleich ein Stück, wo 100 erlaubt sind, soll er doch da überholen. Aber obwohl er mangels Gegenverkehr auch überholen hätte können, tat er das nicht sondern klebte mir weiter am Nummernschild. In den dann wieder folgenden 70 km/h begann er im Bereich einer Kreuzung plötzlich immer wieder von links nach rechts zu pendeln. Anscheinend wollte er da jetzt überholen, was aber allein schon wegen der Kreuzung gefährlich gewesen wäre, viel Verkehr hat das gänzlich verhindert.

Die Strecke ist bis dahin über viele Kilometer schnurgerade. Ich war mir nicht sicher, ob er nicht "dösig" geworden oder zumindest geistig mit etwas anderem beschäftigt war. Also fuhr ich zwei, drei kontrollierte "Schlangenlinien", um ihn auf mich aufmerksam zu machen und darauf, wie nah er an mir dran war. Ich kenne die Straße, weiß, dass die keine Hügel oder Schlaglöcher aufweist, bin als Jugendliche Motorradrennen gefahren und kenne meine Vespa in- und auswendig. Das waren absolut kontrollierte Schwünge, nichts, was man mit dem Schlenkern eines Besoffenen verwechseln könnte. Ich habe auch - um den Gegenverkehr nicht zu irritieren - nicht die volle Breite der Spur genutzt.

Gebracht hat es letztlich nichts, der klebte weiter an mir. Kurz darauf musste ich einen Radfahrer überholen und fuhr (auch da zwei Tage zuvor einen Sturz eines Rad fahrenden Kindes während meines Überholens erlebt hatte) fast auf der Mittellinie. Plötzlich bekam ich einen riesigen Schrecken, da besagter VW-Bus auf einmal neben mir war. Ich hätte nicht mal den Arm ausstrecken müssen, um bei dem anklopfen zu können. Bei einem schnellen Blick sah ich, dass der Fahrer auch noch das Telefon am Ohr hatte. Als ob das nicht genug wäre, scherte er sehr knapp vor mir ein, sodass ich erst mal bremsen musste, um den Sicherheitsabstand wieder herzustellen.

Darüber dann doch recht verärgert blinzelte ich ihn kurz mit der Lichthupe an. Hätte mich dazu vll nicht provozieren lassen sollen, aber ich war sehr empört über dessen gefährliches Fahrverhalten. Davon fühlte allerdings er sich wohl provoziert und stieg heftig auf die Bremse - auch ich musste wiederum bremsen. Da wurde es mir doch ein wenig zu bunt und ich habe ihn akustisch angehupt. Außerdem - ja, wohl auch ein Fehler meinerseits - habe ich, wohlgemerkt mit der flachen Hand, damit es ja nicht mit dem Vögerl verwechselt wird, zwischen meiner Augenpartie und dem nächsten Verkehrsschild, das die 70 km/h und das Überholverbot anzeigt, hin und her gewiesen.

Er hat irgendetwas gestikuliert, erstmal Gas gegeben und ist dann einige hundert Meter vor mir am Straßenrand stehen geblieben. Als ich vorbeigefahren bin, hatte er das Fenster offen und daraus drohend die Faust geschüttelt. Nach mehreren mir nachfolgenden Autos ist er dann weitergefahren.

So, nun war ein Cabrio hinter mir. Dieses legte bezüglich des Abstands zu mir genau dasselbe Verhalten an den Tag wie der VW-Bus. Ich war innerlich immer noch am Zittern vor Schreck, weshalb ich das zwar zur Kenntnis genommen habe, mich aber nicht weiter darum kümmern wollte.

Ein gutes Stück weiter allerdings, kurz vor meinem Zieldorf, hörte ich nach Passieren eines Kreisverkehrs ein Hupkonzert hinter mir. Bei einem Blick in den Spiegel stellte ich fest, dass dieses Cabrio mitten im (!) Kreisverkehr angehalten hatte und sich mit dem VW-Bus-Fahrer "besprach". Gehupt hatte wohl das Auto zwischen den beiden, das auch zum Anhalten gezwungen wurde, oder eines der Autos hinter dem VW-Bus.

Kurz darauf waren die beiden wieder direkt hinter mir. Ich hatte das Gefühl, die verfolgten mich. Also bin ich lieber nicht zu meinem einsamen Haus am Dorfrand, Ende einer Sackgasse, gefahren, sondern auf einen Supermarktparkplatz. Wie befürchtet folgten mir die beiden Autos.

Nun blieb der VW-Bus ein paar Meter weiter mit laufendem Motor stehen. Er schrie irgendwas. Um mich deeskalierend mit ihm unterhalten zu können, bin ich zu ihm getreten. Er brüllte dann in etwa, er werde mich anzeigen, so was wie ich dürfe nicht auf der Straße unterwegs sein, ich halte alle Leute auf.... Ich habe ruhig versucht, ihm zu erklären, dass ich die erlaubten 70 gefahren bin, es zudem sehr angenehm gefunden hätte, hätte er mehr Abstand gehalten. Es ist ja nicht meine Schuld, wenn er zuerst trotz optimaler Möglichkeit nicht überholen will und dann wegen Gegenverkehrs nicht mehr kann. Plötzlich wurde er richtig aggressiv, schrie, ich solle von seinem Fahrzeug weggehen. Ich erklärte ihm, ich wolle ungern über den Parkplatz schreien um mich mit ihm zu unterhalten, denn das wollte er doch, wenn er mir schon hinterherfährt. Da stieß er plötzlich seine Fahrertür auf und traf auch mich damit bzw. schob mich damit weg. Erst dann stellte er den Motor aus. Er stieg aus, kam in typischer Kampfhaltung (sowas hatte ich zuvor nur in Filmen gesehen) auf mich zu und brüllte, wenn ich jetzt nicht gleich abhaue, dann passiere was. Ich wich natürlich erst mal zurück, wollte mich aber nicht so leicht einschüchtern lassen und fragte, wieso er mir denn dann zuerst hinterherfährt, wenn ich jetzt abhauen soll.

An dem Punkt stieg aus dem Cabrio ein (etwas halbseiden wirkendes) Pärchen. Der Mann kam auf mich zu und ließ auch einige Unfreundlichkeiten ab, pustete mir dabei seinen Zigarettenrauch ins Gesicht. Ich bat ihn, das doch zu lassen und wich einen Schritt zurück. Er kam hinterher, sagte, er könne hier rauchen wie er will, blies mir nochmal Rauch ins Gesicht. Ich wieder einen Schritt zurück, er wieder Zigarettenrauch gepustet. Da bin ich dann weiter weg gegangen.

Dann kam seine Beifahrerin und keifte mich an, ob ich besoffen sei, so wie ich fahre. Ich wisse wohl nicht, wann ich Autofahrern Platz zu machen habe. Sobald ein Auto hinter mir sei, das schneller fahren will, müsse ich am Rand anhalten und das vorbei lassen. Ich hab höflich erklärt, dass ich "ein großer Roller" bin und absolut gleichwertiger Verkehrsteilnehmer. Sie meinte wiederum, dann müsse ich mich gefälligst an die Verkehrsregeln halten. Meinen Hinweis, dass ich mich doch an die Regeln gehalten hätte, sie wären viel zu dicht aufgefahren, von dem evidenten Fehlverhalten des VW-Busses ganz zu schweigen. Da fiel ihr anscheinend nichts halbwegs sinnvolles mehr ein und sie argumentierte mehr oder weniger auf Kindergartenniveau. Wer so einen Roller fährt, hat doch eh keine Freunde. So wie ich angezogen bin, bin ich voll unter ihrem Niveau. So ein Gesicht wie ich es habe wolle sie gar nicht sehen.

Schließlich haben sie zu dritt behauptet, ich hätte dem VW-Bus den Vogel gezeigt. Ich habe immer noch versucht, äußerlich ruhig zu bleiben und erklärt, dass ich ihn lediglich aufgefordert hätte, doch mal auf die Verkehrsschilder zu achten, die Geste war so ausgeführt, dass kein ehrlicher Mensch sie mit einem Vogel verwechseln kann.

Nun, die "Dame" meinte, sie seien schließlich zu dritt und könnten der Polizei alles glaubhaft erzählen. Ich dagegen sei nur so eine armselige Rollerfahrerin im Rowdyalter, die wie besoffen fährt. Der glaubt eh niemand was... Ich wies sie darauf hin, dass sie als Zeugin bei der Wahrheit bleiben muss. Ihr Kommentar: "Ach, Baby...".

Der VW-Bus-Fahrer rief dann bei der Polizei an (tat zumindest so), diese weigerte sich angeblich aber, wegen so was die halbe Stunde Fahrt auf sich zu nehmen. Ich erklärte dass ich mich nicht in der Lage sehe, länger mit Leuten wie ihnen zu diskutieren und bin dann gefahren, nicht ohne vorher die Kennzeichen mit meinem Handy fotografiert zu haben.

Ich habe kurz darauf selbst noch bei der Polizei angerufen, der Beamte riet mir, mir so was auch nicht einfach so gefallen zu lassen. Da man für eine Anzeige (zumindest in Bayern) aufs Revier kommen muss und ich an dem Wochenende das nicht mehr schaffte, ging ich an meinem Studienort während der Woche auf die dortige PI.

Der Beamte dort hielt diese Geschichte für zu krass um wahr zu sein... Hat meine Anzeige aber aufgenommen.

Nun ist meine Vespa immer noch auf meine Mutter angemeldet. Jetzt hat die gestern eine Vorladung zur Beschuldigtenvernehmung wg. 'Nötigung im Straßenverkehr u.a.' bekommen. Ich hatte zwar fast erwartet, dass die ihre Beleidigungsgeschichte vorbringen, aber eines Verhaltens, das man unter §240 StGB subsumieren kann bin ich mir nicht bewusst.

Meine Mutter hat dann heute mit der Sachbearbeiterin telefoniert. Sie wollte erst mal wissen, worum es denn genau geht, also was das 'u.a.' bedeutet und welches Verhalten das gewesen sein soll. Und schließlich hat sie nur noch gesagt, dass sie nicht gefahren ist und diesbezüglich eine Gegenanzeige vorliegt. Daraufhin wurde die Beamtin sehr pampig von wegen, den Fahrer würden sie ja dann eh rausfinden (wundert mich, dass sie das nicht gleich getan haben - ich hatte bei meiner Anzeige extra gesagt, dass ich gefahren bin und nicht meine Mutter...) und bei so wenig Kooperation kommt es auf jeden Fall zu einem Verfahren, auf Einstellung brauchen wir da gar nicht mehr hoffen...

Im Übrigen kam raus, dass meine "Schlangenlinien" Nötigung gewesen sein sollen und das 'u.a.' bloß Beleidigung als Vogel zeigen gewesen sein soll (ich finde das 'u.a.' da dann ganz schön unpassend, das wirkt ja dann wie Schwerverbrechertum).

Tja, nun studiere ich Jura, hatte auch schon viel Strafrecht und konnte in keinem Kommentar zum StGB und auch nirgendwo im Internet einen Anhaltspunkt finden, wie ich die Schlangenlinien unter Nötigung subsumieren könnte.

Nun ist meine Frage an euch: Wie bewertet ihr dieses Geschehen?
Ist jemandem schon mal Ähnliches widerfahren? Haltet ihr irgendeine Vorgehensweise für dringend empfehlenswert?

Vielen Dank für Antworten 🙂

P.S.: Ich habe hier vom Sachverhalt her nichts beschönigt, was würde mir das hier auch bringen.

P.P.S.: Sorry für den langen Text 🙂

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von Florian333



Zitat:

Original geschrieben von OpheliasTraum


Haltet ihr irgendeine Vorgehensweise für dringend empfehlenswert?
Nicht bei MT nachfragen, weil du überwiegend unbrauchbare Antworten bekommen wirst, wie schon die erste Antwort zeigt.

Man muss wissen: so einige Motor-Talker sind eher Typen, wie sie in dem VW Bus sassen

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Zitat:

Original geschrieben von meggi 2001



Kein Bus fahren,kein Radfahren/gemeinsamer Sport...du machst es einem aber wirklich nicht leicht 😁

Das tut mir schrecklich leid. Falls er allerdings eine Kutsche haben sollte, könnte ich den Allhufantrieb beisteuern. Dann wären wir gemeinsam ein wesentlich schlimmeres Verkehrshindernis 😁

Es ist wie immer auf MT, keine Beweise, aber der, in diesem Fall, die Schuldige, ist bestimmt, und wird mit oberklugen Erfahrungen belehrt.

Auch fahre regelmäßig Zweirad, allerdings mit einem Gewichts/Leistungsverhältnis, welches die meisten hier nicht kennen.
Ich kenne die Situation, wenn man sich an gewisse Limits hält wird von hinten von den Helden in Blechbüchsen ordendlich gedrückt, soll heißen viel zu dicht aufgefahren.
Ich fahre dann immer ganz rechts und winke die Helden mit der linken Hand vorbei. 70 % überholen dann und fahren dann vor mir, 30 % sind zu blöd die Geste zu verstehen und bleiben hinter.

Ich verstehe die TE.

Und Schlangenlinien fahre ich so oft und solange ich will solange ich in der Spur bleibe.

Zitat:

Original geschrieben von OpheliasTraum


Ist es wirklich so schwer zu verstehen, was 'strong position' bedeutet? Es heißt einfach ...

Ich weiss was das heisst.

Um es ohne lateinisch, englisch und sonstige ergoogelten Fremdsprachen rüberzubringen: Ich fahre auf meinem Schleifstein stur wie ein Idiot in der Fahrspurmitte und blockiere die Landstrasse, denn ich habe Recht - wo 70 steht darf auch sonst keiner schneller.

Lass mich raten, du raffst immer noch nix ?

Ich liebe Jurastudenten. Die meinen tatsäschlich, wenn sie Paragrafen auswendig gelernt haben verstünden sie was vom Leben.

Dir i.Ü. noch ein schönes, ich bin hier raus.

@OpheliasTraum
Wir sind nach wie vor in Deutschland und in deinem deutschsprachigen Forum...

Vielleicht solltest du dich also etwas anpassen wenn du hier schon von anderen Personen einen Rat erwartest.
Wenn du dich vor Gericht auch so gibst dann hast du meiner bescheidenen Meinung nach ganz schlechte Karten.

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Zitat:

Original geschrieben von OpheliasTraum



Zitat:

Original geschrieben von meggi 2001



Kein Bus fahren,kein Radfahren/gemeinsamer Sport...du machst es einem aber wirklich nicht leicht 😁
Das tut mir schrecklich leid. Falls er allerdings eine Kutsche haben sollte, könnte ich den Allhufantrieb beisteuern. Dann wären wir gemeinsam ein wesentlich schlimmeres Verkehrshindernis 😁

Na das nenn Ich doch mal einen Vorschlag,vieleicht kommt ihr ja dann auf einen Nenner wenn dein Kontrahent die Sache mal aus der Perspektive des Bedrängten wahrnimmt.Der Fairness halber solltest du ihm aber auch die Möglichkeit geben dir die Sache aus Sicht des Blockierten dar zu legen.

Zitat:

Original geschrieben von Göölf



Um es ohne lateinisch, englisch und sonstige ergoogelten Fremdsprachen rüberzubringen: Ich fahre auf meinem Schleifstein stur wie ein Idiot in der Fahrspurmitte und blockiere die Landstrasse, denn ich habe Recht - wo 70 steht darf auch sonst keiner schneller.

Lass mich raten, du raffst immer noch nix ?

Ich liebe Jurastudenten. Die meinen tatsäschlich, wenn sie Paragrafen auswendig gelernt haben verstünden sie was vom Leben.

Dir i.Ü. noch ein schönes, ich bin hier raus.

Verzeihung, aber das scheint mir ein wenig mit Scheuklappen betrachtet. Vielleicht hast Du überlesen, dass dieser VW-Bus-Fahrer wenig früher die perfekte Möglichkeit gehabt hätte zu überholen. Aber er wollte offentsichtlich nicht, war mit etwas anderem beschäftigt oder hat es selbst auf eine Konfliktsituation angelegt.

Wenn sich jemand mit dem Auto strichgenau an die Geschwindigkeit hält, wird der nicht bedrängt. Aber nein, da fährt ein Roller, sprich ein per se minderwertiger Verkehrsteilnehmer, genauso schnell wie ich bzw. hält sich dabei an die Regeln. Das geht ja gar nicht 😰

Ich werde auf dieser Strecke trotz Überholverbot und Beschränkung mit der Vespa oft genug überholt (mit dem Auto noch nie). Es hat mich nie groß gekümmert. Sollen die doch im Zweifel geblitzt werden, muss ich ja nicht zahlen.

Bei konstantem Gegenverkehr kann man da keine Vespa überholen, ohne diese von der Straße zu drängen, auch wenn sie rechts fährt. Das lässt die Straße dort nicht zu.

Das mit den Jurastudenten lasse ich mal unkommentiert...

Zitat:

Original geschrieben von Chris492


@OpheliasTraum
Wir sind nach wie vor in Deutschland und in deinem deutschsprachigen Forum...

Vielleicht solltest du dich also etwas anpassen wenn du hier schon von anderen Personen einen Rat erwartest.
Wenn du dich vor Gericht auch so gibst dann hast du meiner bescheidenen Meinung nach ganz schlechte Karten.

Soll ich Dir mal erzählen, wie an deutschsprachigen Universitäten in deutschsprachigen Vorlesungen Gebiete wie 'Mergers&Aquisitions" besprochen werden. Bereits der Titel hat kein deutschsprachiges Äquivalent, genauso steht es mit 98% der Fachbegriffe dieses Gebiets... Ich liebe die deutsche Sprache überaus, aber manche Begriffe gibt es hier eben nicht.

Bereits aus meinem ersten Beitrag, der dieses Wort enthielt, machte verständlich, was dieser Begriff bedeutet. Es wirkte auf mich so, als ob der angesprochene Schreiber sich dem Verständnis im Sinne der drei Affen verweigern wollte...

Verzeih mir, aber besagter Nutzer wirkte in seinen Beiträgen nicht so, als ob er ernsthaften Rat geben wolle.

Zitat:

Original geschrieben von OpheliasTraum



Wenn sich jemand mit dem Auto strichgenau an die Geschwindigkeit hält, wird der nicht bedrängt. Aber .....

Naja, ich bin ja in der ganzen Sache bei Dir, aber das ist Quatsch.

Sichgenauanslimithalter sind auf Deutschlands Straßen die Looser schlechthin. Da wird Dir hier alles mit GPS und Tachovoreilung vorgerechnet wie schnell Du gefälligst zu fahren hast. Gründe das Limit zu unterschreiten gibt es für viele sowieso nicht.

Gedrängelt wird auch noch wenn Du das Limit schon überschritten hast. Ist allerdings auch Fahrzeugsabhängig, da gebe ich Dir Recht, "minderwertige" Fahrzeuge werden eher bedrängelt als hochwertige Fahrzeuge.

Zitat:

Original geschrieben von Diedicke1300



Naja, ich bin ja in der ganzen Sache bei Dir, aber das ist Quatsch.
Sichgenauanslimithalter sind auf Deutschlands Straßen die Looser schlechthin. Da wird Dir hier alles mit GPS und Tachovoreilung vorgerechnet wie schnell Du gefälligst zu fahren hast. Gründe das Limit zu unterschreiten gibt es für viele sowieso nicht.
Gedrängelt wird auch noch wenn Du das Limit schon überschritten hast. Ist allerdings auch Fahrzeugsabhängig, da gebe ich Dir Recht, "minderwertige" Fahrzeuge werden eher bedrängelt als hochwertige Fahrzeuge.

Okay, ja, da hast Du Recht, so pauschalisierend war das nicht richtig von mir. Aber ich fahre diese Strecke genauso oft mit den Auto, und da wurde ich noch nie überholt. Freilich fahren manche etwas dichter auf, aber es scheint etwas mehr "Respekt" da zu sein. Mit der Vespa wurde ich auch schon innerorts über Zebrastreifen überholt... Ich reg mich in der Regel nicht mehr groß auf, das wäre zu viel der Liebesmüh' für solche Mitbürger. Aber bei dieser Sache fühlte ich eine rote Linie überschritten.

Übrigens danke für die aufbauenden Beiträge 🙂

Was sich da manche denken frage ich mich auch... ich hab Leute gesehen die 50 Meter vor einer roten Ampel noch schnell (innerots) einen Roller überholen müssen...

Zitat:

Original geschrieben von OpheliasTraum



@ Rest wg. Rechtsschutzversicherung

Vielen Dank für die ganzen Infos. Ich hatte naiverweise nicht damit gerechnet, dass ich so was mal brauchen würde 🙁

Mit RS-Versicherungen ist das ähnlich wie mit Anwälten: Am besten sind sie immer dann, wenn man sie

nicht

braucht. Wie schnell man sie brauchen kann, hast Du ja jetzt selbst erlebt.

Nein, ich bin kein Versicherungsvertreter! 😉

Zitat:

Original geschrieben von Diedicke1300


Gedrängelt wird auch noch wenn Du das Limit schon überschritten hast. Ist allerdings auch Fahrzeugsabhängig, da gebe ich Dir Recht, "minderwertige" Fahrzeuge werden eher bedrängelt als hochwertige Fahrzeuge.

Oh ja, hab ich letztens erst wieder selbst erlebt, als ich die Dreistigkeit besessen habe, mich mit dem Smart meiner Frau auf die Autobahn zu wagen. Ich habe später nachgeschaut, ob mir vielleicht jemand einen "Bitte überhol' mich!!"-Aufkleber hinten drauf gepappt hatte. 🙄

Immerhin hat der Kleine 82 PS und ist überhaupt nicht unflott. Trotzdem wird man darin echt nicht ernst genommen - schon traurig...

Meine Erfahrung:
Fährst du etwas sehr kleines (Smart, Roller etc) wird öfter dicht aufgefallen als wenn du was großes seriöses (Vectra, 3er, A6 etc) fährst.

Ist die Kiste getunt wird auch gerne dicht aufgefahren... (getunt im Sinne von dicker nicht-serien Auspuff... LED Rückleuchten etc...)

Zitat:

Original geschrieben von OpheliasTraum


Soll ich Dir mal erzählen, wie an deutschsprachigen Universitäten in deutschsprachigen Vorlesungen Gebiete wie 'Mergers&Aquisitions" besprochen werden. Bereits der Titel hat kein deutschsprachiges Äquivalent,

Doch, das heißt "Fusionen und Übernahmen".

(Klugscheißmodus an)
Übrigens schreibt man es mit einem c (Acquisitions).
(Klugscheißmodus aus)

Zitat:

Original geschrieben von einTraumtaenzer



Zitat:

Original geschrieben von OpheliasTraum


Soll ich Dir mal erzählen, wie an deutschsprachigen Universitäten in deutschsprachigen Vorlesungen Gebiete wie 'Mergers&Aquisitions" besprochen werden. Bereits der Titel hat kein deutschsprachiges Äquivalent,
Doch, das heißt "Fusionen und Übernahmen".

(Klugscheißmodus an)
Übrigens schreibt man es mit einem c (Acquisitions).
(Klugscheißmodus aus)

Verzeih mir, auch ich bin manchmal zu schnell auf der Tastatur 😉 Und noch einmal Verzeihung, ich hätte natürlich schreiben müssen "kein tatsächlich genutztes deutschsprachiges Äquivalent". Ich habe den vortragenden Anwalt (Senior Partner bei Hogan Lovells) mal angesprochen, weil ich es auch nicht so dolle finde, dass immer mehr Englisch gesprochen wird. Der lächelte nur milde und meinte, er hätte in seinem ganzen beruflichen Leben noch niemanden den deutschen Begriff benutzen hören. Man gewöhnt sich einfach an, so zu denken und zu sprechen wie man schließlich auch die Verträge ausarbeiten muss...

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