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Angemeldetes Auto verkaufen und abgemeldet übergeben - Vorgehen?

Themenstarteram 3. September 2019 um 18:24

Hallo Zusammen,

hab zwar schon recherchiert, aber noch nicht 100%ig die Antwort gefunden, daher frage ich hier.

Wie ist das Vorgehen eines Autoverkaufs, wenn man es nur abgemeldet übergeben möchte?

Das Auto ist momentan angemeldet, hat TÜV und parkt auf der Straße.

Falls der Käufer nicht über rote Nummernschilder verfügt, wird er es zum Abholen erst anmelden müssen. Dafür benötigt er die Fahrzeugpapiere, die ich ihm aber nicht gebe, bevor das Auto von mir abgemeldet ist.

Ist dieses Vorgehen richtig?

1. Kaufvertrag machen und das Auto auf ein Privatgelände abstellen (in meiner Nähe ist z.B. ein privates Parkhaus, wo ich vorübergehend einen Platz mieten könnte)

2. Verkäufer meldet Auto ab (mit Nummernschildern + Fahrzeugpapieren)

3. Käufer treffen, Bezahlen und Schlüssel + Papiere übergeben.

Oder wie macht ihr das?

Wie verhindere ich, dass der Käufer trotz Kaufvertrag das Auto nicht holt?

Anzahlung? Anzahlung von 50 Euro bei knapp 5000 Euro Fahrzeugwert angemessen?

Im Kaufvertrag würde ich vermerken, dass das Auto innerhalb von 7 Tagen vom gemieteten Platz zu entfernen ist.

Grüße

John

Beste Antwort im Thema

da gibt es tatsächlich mehrere Wege. Was ist es denn für ein Auto?

Ich habe normalerweise keinen Stress damit, Autos auch angemeldet zu übergeben, wenn sichergestellt ist, dass man den Käufer habhaft machen kann, wenn er seiner Pflicht zur Ummeldung nicht nachkommt. Ich schaue mir die Käufer an und kopiere den Personalausweis mit deutscher Adresse. Familienvater geht, Exporthändler geht nicht.

Zweiter Weg: Abmelden und unmittelbar übergeben, dann kann der Käufer noch bis 24.00 am selben Tag damit nach Hause fahren.

Dritter Weg: Am Tag der Abholung abmelden, Käufer kommt mit Kurzzeitkennzeichen oder roter Nummer oder er meldet das Auto gleich auf sich an. Einen Tag kann das Auto auf der Strasse stehen.

Vierter Weg: auf Privatgelände abstellen. Sieben Tage sind aber viel zu lang. Wenn es abgemeldet ist, ist es auch nicht mehr gegen Diebstahl oder Beschädigung versichert.

Wenn der Kaufpreis voll bezahlt ist, kann der Käufer auch die Papiere haben und meldet das Auto für sich an. Die Anzahlung sollte immer so hoch sein, dass man das Interesse des Käufers nachhaltig sichert und sie evtl. eintretende Schäden abdeckt. 200.- € reichen reicht weit, 50.- € schrecken weniger.

Man muss im Einzelfall abwägen, der Käufer hat ja auch ein Interesse, nicht zu viel Arbeit zu haben. Gerade habe ich mein Motorrad verkauft, da habe ich das Ding abgemeldet und mit entstempeltem Kennzeichen noch in die Garage beim Käufer gebracht. War am einfachsten für beide Seiten.

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Themenstarteram 8. September 2019 um 11:33

Zitat:

@gumajan schrieb am 8. September 2019 um 10:55:39 Uhr:

Und warum fährst Du nicht mit dem Käufer zusammen zur Zulassungsstelle wenn er die Ausfuhrkennzeichen beantragen möchte? Werden die Ausfuhrkennzeichen zugeteilt - wird der Wagen automatisch abgemeldet. Das ist das einzig logische

Vorgehen - hilft dem Käufer und deinem Bauch....

Danke für den Vorschlag!

D.h. der Käufer muss nicht in dem Landkreis gemeldet sein, in dem er das Ausfuhrkennzeichen holt?

Klingt nach einer guten Lösung.

ich glaube ich würde ihm das Auto garnicht verkaufen, auf keinen Fall mit Zulassungh. Er ist in Polen halt nicht so einfach greifbar. das mit der Abmelung bzw. Ummeldung, was ich oben geschrieben habe, greift im Ausland nicht so einfach.

er soll das Auto auf einen Hänger packen ohne Kennzeichen.

Zitat:

@Damnson schrieb am 8. September 2019 um 10:59:21 Uhr:

Das Procedere ist folgendes:

Auto verkaufen, Geld kassieren, Abmelden, Übergeben (das Auto).

 

Alles andere ist bulls...

Sobald da irgendwie das Ausland ins Spiel kommt, gebe ich dir absolut recht.

(Oh Gott, habe ich das als politsch korrekter Bürger jetzt tatsächlich geschrieben?)

 

Mich, als "normalen" Privatkäufer, mit festem Wohnsitz in D, der nur alle 5 Jahre ein auto kauft, würde man mit solch einem Procedere wahrscheinlich aber eher abschrecken - natürlich aber auch abhängig vom Anfahrtsweg.

Zitat:

@John_Nuernberg schrieb am 8. September 2019 um 10:13:13 Uhr:

Wie sieht es aus, wenn der Käufer zwar in Deutschland lebt, das Auto aber gleich ins Ausland bringen möchte?

Ein Interessent hat vor das Auto heute (Sonntag) zu kaufen und will es gleich mitnehmen. Nächste Woche möchte er es mit Zollkennzeichen nach Polen überführen, angeblich zum Sohn als "Geburtstagsgeschenk".

Dann melde DU doch ab und hole die Export-Schilder; du musst dem Käufer das nur vorab mitteilen, dann bezahlt er sicher auch die Kosten.

@jof, warum sollte ein anderer deinen Aufwand bezahlen sollen?!

 

Komische Welt...

 

Wie du dein Auto vom Verkäufer zu dir bekommst, ist allein dein Problem!

 

Wenn du den Transport Organisatorisch oder Kostentechnisch nicht hinbekommst, kaufe doch ein Auto in deiner Region, aber belaste doch einen Dritten nicht mit deinen Problemen.

 

Diese Vollkaskomentalität ist echt nervend!

 

Grüße vom Armani-Biker...

Themenstarteram 13. September 2019 um 15:22

Zitat:

@Armani-Biker71 schrieb am 13. September 2019 um 06:22:50 Uhr:

@jof, warum sollte ein anderer deinen Aufwand bezahlen sollen?!

Wie du dein Auto vom Verkäufer zu dir bekommst, ist allein dein Problem!

Wenn du den Transport Organisatorisch oder Kostentechnisch nicht hinbekommst, kaufe doch ein Auto in deiner Region, aber belaste doch einen Dritten nicht mit deinen Problemen.

Sehe ich genau so.

Ich habe mein Auto damals in der Nachbarstadt gekauft, weil ich keinen Bock auf lange Wege hatte. Ich musste nicht mal lange suchen und hab exakt das Auto gefunden, mit der Ausstattung und der Farbe, die ich wollte.

Nun melden sich Leute bei mir wegen meinem Verkaufsangebot, die kommen aus Krefeld, Dortmund und sogar aus Hamburg! (Ich wohn in Bayern)

In Hamburg gibt es anscheinend keine Audis zu kaufen...

Echt nervig.

Genau. Gibt ja genügend Autos auf dem Markt. Wenn einer meint, er müsse das Auto unbedingt abmelden, wird's halt nicht gekauft.

@jof, oder von dir mit 500 EUR Abzug bestraft!

 

Grüße vom Armani-Biker...

Themenstarteram 30. September 2019 um 16:35

Nur zur Info: Mein Auto ist jetzt verkauft, an eine nette, mit echtem Geld zahlende Dame, mit festem Wohnsitz und sogar aus dem selben Ort.

Sie war so ziemlich die einzige von über 30 Interessenten, die mir höflich, in normalem deutsch mit Grußformel etc. geschrieben hat. Alle anderen "Was is letze Preis" ... "3000 ok? hole morgen" ... und anderes dummes Gelaber, auf das ich gar nicht mehr reagiert habe.

Hat zwar über 2 Monate gedauert bis ich diese gute und vertrauenswürdige Käuferin gefunden habe, der ich das Auto sogar angemeldet anvertraut habe, und welche es gleich am nächsten Tag umgemeldet hat, hat sich aber gelohnt. Sie hat sich darüber gefreut, dass ich die optionale Abmeldung quasi schon eingepreist habe und ich freu mich, dass ich nicht mit dem typischen gebrauchtwagenkaufenden Klientel konfrontiert wurde.

 

Ende gut, alles gut.

Danke Euch für Eure zahlreichen Tips, die mir sehr geholfen haben.

Ja so soll es sein. Es gibt sie doch noch, die ganz normalen Käufer.

So eine Rückmeldung find ich toll ;)

Zeigt, dass die Welt des Automobilhandels und Verkaufs auch noch ganz normale Parteien kennt und nicht nur Schnäppchenjäger und Abzocker sowie Rosstäuscher.

So waren auch bisher meine Erfahrungen mit dem privaten Verkauf von mittlerweile 5 PKW in den letzten 20 Jahren:

Realistische Preisvorstellung, zutreffend beschriebenes Fahrzeug, nachweisbare Pflegehistorie ..... und schon war der PKW innerhalb von 1 Woche nach Inserateinstellung zu einem ordentlichen Preis verkauft, der jeweils auch den Käufer zufrieden stellte:).

Wobei man jetzt aber ehrlicherweise sagen muss, dass der TE etwas hatte, was viele anderen nicht haben:

Geduld

 

Wer natürlich schnell verkaufen muss, gerät wahrscheinlich eher an diese "typischen" Käufer.

 

Verkaufen lässt sich so ziemlich alles. Manches über die Zeit, manches über den Preis und manches auch nur über beides.

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