Altes S60 für den Fahranfänger kaufen?

Volvo S60 1 (R)

Moin zusammen,

mein Sohn spielt mit den Gedanken, einen alten S60 vom BJ 2002, Benziner zu kaufen. Das Auto hat knappe 200.000 auf der Uhr und kostet 1.500 Mäuse. TÜV hat es noch bis Ende September.
Was könnte man über den Motor, das Auto insgesamt sagen? Ist der Kauf empfehlenswert oder eher nicht?

Vielen Dank im voraus für eure Infos!
Gruß, Ole

90 Antworten

Naja....
Hätte ja fast gesagt: "Neid der Besitzlosen".
Ich habe ja auch jahrelang alles und jeden vor meinen Volvos verteidigt,aber letztlich haben andere Mütter auch hübsche Töchter und die Volvo der Generation P80 und P26 gehören zu einer aussterbenden Rasse.

Aber zum fahren lernen ist so ein S 60 nicht schlecht,quasi keine Fahrhilfen,die einem ins Lenkrad greifen.

Wir haben ja hier noch nen neuen Mini SE, den fährt Madame. Wenn ich den fahre, bin ich vom E-Antrieb angetan, vom Rest werde ich wahnsinnig. Kurven schnibbeln, vibriert das Lenkrad. Nah auffahren gibts rote Lampen und nen Gong. Display vor mir und Zentraldisplay in der Mitte überfrachtet bis zum geht nicht mehr, mal eben drauf gucken ist nicht.

Ich oute mich, ich stehe auf alt. 😉

Zitat:

@oliver_germany schrieb am 3. September 2024 um 08:05:33 Uhr:



Ich oute mich, ich stehe auf alt. 😉

Legitim.
Ich genieße auch die sakrale Ruhe im 850,wenn ich damit unterwegs bin.
Er kann,außer dem Radio,keinerlei Geräusche von sich geben.

Bin ja eh auch der Meinung,das ein Fahranfänger erst einmal fahren LERNEN muss.
Und das geht nicht mit einem hypermodernen Fahrzeug aus dem Modelljahr 2025.
Wenn ich schon die hippe Jugend im Fahrschul-Tesla sehe,wird mir schlecht.

Kurvenschneiden und dicht auffahren sind zwei typische Zutaten für Unfälle. Wenn’s da piept, ist meistens nicht das Fahrzeug das Problem.

Und im Fahrschul-Tesla lernt man vielleicht Straßenverkehr, aber nicht wirklich Auto.

Doch zurück zum Volvo S60. Als Anfängerauto sollte man den nicht mit aktuellen Nichtanfängerautos vergleichen, sondern mit seinesgleichen. Da hätte ich in die zerfressene Karosseriestruktur einer W203-C-Klasse weitaus weniger Vertrauen. Und ein BMW E46 in der Preislage hat wahrscheinlich schon sehr viel mehr erlebt, als einem lieb ist.

Ähnliche Themen

Mal ab vom Thema Sicherheit bleibe ich dabei, das man für 1 Monat Tüv nicht 1500€ ausgibt.

Mein 1. Gedanke ist immer, warum bietet man den an? Warum nur mit lächerlichen Resttüv?

Also angucken, durchgucken (lassen) und sehen was da noch zu machen ist. Eventuell die Nadel im Heuhaufen.

Meinen Blauen V70 Benziner habe ich bewusst mit Motorschaden und inneneren Makeln (Sitze kaputt etc) gekauft. Und mit einem Austausch Motor mit sämtlichem Anbauteilen, Dichtungen, Motorlagern etc versehen. Dazu die Innenausstattung komplett umgebaut. Das war harte lange arbeit, die sich nur lohnte, da die Restliche Technik echt gut war und der Bock hatte 3/4 Jahr Tüv.

Optisch etwas Blessuren, da nur Stadtverkehr in Kiel bei uns. Aber er dient als Brot und Butter Volvo . Schicke und Lange Fahrten macht der S80 Diesel.

Zitat:

@TowingDoerte schrieb am 3. September 2024 um 10:21:42 Uhr:


Mal ab vom Thema Sicherheit bleibe ich dabei, das man für 1 Monat Tüv nicht 1500€ ausgibt.

Mein 1. Gedanke ist immer, warum bietet man den an? Warum nur mit lächerlichen Resttüv?

Der wird runtergefahren worden sein und nun stehen Reparaturen an,die sich der Verkäufer nicht mehr leisten kann/will.

Nicht nur amüsant sondern auch lehrreich, Eure Fachsimpelei.
Danke Euch 😁

Moin,

das sind wirklich viele informationsreiche Beiträge, ich weiß nun einiges mehr. Wie groß sind denn die Zahnriemen-Wechselintervalle? Mein Sohn ist noch 17 und genießt gerade das begleitete Fahren. Also er hat noch knapp ein Jahr Zeit, das Auto aufzubereiten, zu reparieren und zu verschönern. Schrauben (genauso wie ich) tut er auch gerne, hat schon etliche Roller samt Motoren zerlegt und instandgesezt. Wegen Querlenker, Antriebswellen usw. mache ich mir wenige Sorgen, vielmehr um die Elektronik oder den Motor. Denn ein Kurzer im Motorkabelbaum kann schnell schön viel Nerven kosten.

Zitat:

@Motorkult schrieb am 3. September 2024 um 09:32:24 Uhr:


Kurvenschneiden und dicht auffahren sind zwei typische Zutaten für Unfälle. Wenn’s da piept, ist meistens nicht das Fahrzeug das Problem.

Das stimmt. „Geradeaus kann jeder“ 😉

Mein Sohn ist ab 17 seinen eigenen 1991er MX-5 gefahren. Erst begleitet, dann allein. Leichtgewicht, Hinterradantrieb, kein ABS, kein ESP, kein Airbag, nichts. Das hat seine Fähigkeiten geformt, mittlerweile fährt er Bilster Berg.

Zitat:

@sannnn schrieb am 3. September 2024 um 12:33:11 Uhr:


Moin,

das sind wirklich viele informationsreiche Beiträge, ich weiß nun einiges mehr. Wie groß sind denn die Zahnriemen-Wechselintervalle? Mein Sohn ist noch 17 und genießt gerade das begleitete Fahren. Also er hat noch knapp ein Jahr Zeit, das Auto aufzubereiten, zu reparieren und zu verschönern. Schrauben (genauso wie ich) tut er auch gerne, hat schon etliche Roller samt Motoren zerlegt und instandgesezt. Wegen Querlenker, Antriebswellen usw. mache ich mir wenige Sorgen, vielmehr um die Elektronik oder den Motor. Denn ein Kurzer im Motorkabelbaum kann schnell schön viel Nerven kosten.

Hört sich an wie bei uns. Sohnemann ist begabter Schrauber und macht alles an meinem Elch. Vom Motor über Fahrwerk bis Peripherie. Elektronik war noch nie dabei, da würde ich mir bis auf die drei Problemstellen Kombiinstrument, ABS Block und Drosselklappe keine Sorgen machen. Da happerts an kalten Lötstellen und abgenutzten Leiterbahnen.

Das DTSC im S60, wenn er denn mit einem ausgestattet ist (war nicht bei allen Modellen drinnen), war und ist noch immer um Welten besser als so manches ESP in so manchem neuen Klein- oder auch Mittelklassewagen. Wer mehr als 20 Jahre mit dem gefahren ist und dieses in verschiedensten Grenzsituationen getestet hat weiß, absolut top. Und auf Sicherheit ausgelegt. Ganz egal wie blöd man in eine Kurve reinfährt, der S60 reizt die Physik aus und versucht in auf der Straße zu halten, ohne dauerndes, dämliches Gebimmel.

Wenn ich mit diversen anderen Autos auf nasser Fahrbahn oder vor allem Schnee/Eis fahre frage ich mich häufig, warum kriegen das andere Hersteller oft nicht annähernd so gut gebacken.

Notbremsassistent - meinst du das was den Bremsdruck automatisch verstärkt in Notsituationen weil erwiesenermaßen alle Fahrer, außer ev. Rallyepiloten, zu wenig fest draufsteigen? Das haben diverse S60 auch. Ev. auch nur im Zusammenhang mit DTSC? Also aufpassen bei der Ausstattung wenn einem so was wichtig ist.

@i.m.rafiki

Wo ist denn der Hauptunterschied zwischen DTSC und ESP ?
Habe das DTSC im V70 II und es lässt sich nicht abschalten.

DTSC ist die Volvo Bezeichnung für ESP.
Grüße Markus

Dank Dir.
Grüße, Jörg

Zitat:

@sannnn schrieb am 3. September 2024 um 12:33:11 Uhr:


Moin,

das sind wirklich viele informationsreiche Beiträge, ich weiß nun einiges mehr. Wie groß sind denn die Zahnriemen-Wechselintervalle? Mein Sohn ist noch 17 und genießt gerade das begleitete Fahren. Also er hat noch knapp ein Jahr Zeit, das Auto aufzubereiten, zu reparieren und zu verschönern. Schrauben (genauso wie ich) tut er auch gerne, hat schon etliche Roller samt Motoren zerlegt und instandgesezt. Wegen Querlenker, Antriebswellen usw. mache ich mir wenige Sorgen, vielmehr um die Elektronik oder den Motor. Denn ein Kurzer im Motorkabelbaum kann schnell schön viel Nerven kosten.

Um den Motor und die Elektronik musst Du Dir Volvo-typisch KEINE Sorgen machen,hatte ich aber auch schon mehrfach angemerkt.
Warum sollte es einen Kurzen im Kabelbaum geben??
Nicht,wenn man nicht hirnlos bastelt (Rollertypisch)

Zahnriemenintervall ist übrigens 160.000 KM und alle 8/10 Jahre.
Letzte Änderungen kennt der Freundliche.
Du hast uns ja leider immer noch nicht verraten,um welchen Motor es geht.

Bitte kein 25 Jahre altes Auto für €1500,-- mit einem modernen Kleinwagen vergleichen. Sicher haben die mehr soundso, aber für kleines Geld kriegst du da auch nichts......

Deine Antwort
Ähnliche Themen