Älteres Motorrad ausdrehen?

Hallo,

ich bin seit Freitag stolzer Besitzer meines ersten Motorrads, einer Yamaha XJ 600 S Diversion aus dem Jahr 1999.
Sie hat momentan etwa 24.000km drauf und ist auf 34 PS gedrosselt.

Ich frage mich, ob es so alten Motorrädern vielleicht schadet, wenn man sie im zweiten, dritten oder anderen Gängen ziemlich hoch ausdrehen lässt. (Natürlich warm gefahren!)
Oder muss man sich keine Gedanken machen, wenn man sie (auch für längere Zeit) auf zB 8.000 Touren bringt?

In der Regel halte ich sie bei 3.500 bis 5.000 Umdrehungen, aber beim Überholen gehe ich gerne mal in den zweiten oder dritten Gang...
Kann dies dem Motor schaden?
Oder ist alles okay, was sich unter dem roten Bereich befindet?
Es wird ab 6.000 nur immer so laut! Der rote Bereich fängt bei 9.500 Touren an.

Sorry für diese Anfängerfrage!
Grüße

Beste Antwort im Thema

Das ist klar, Werkstätten leben ja unter anderem auch davon mal was Neues zu verkaufen. Was ja nicht verkehrt ist. Man kann sich mal was neues holen, wenn man das will.

Grundverkehrt wäre aber zu glauben man müsse sich was neueres holen weil ein Bike '99 veraltet wäre.

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Klar. Inzwischen gibts Mechaniker die nicht mal mehr Ventile einstellen können. Ein Freund hat einen alten Käfer...keine VW Werkstatt kann da die Ventile einstellen

[Da lässt man sich den Begriff ''Fachwerkstatt'' so richtig auf der Zunge zergehen...

Da haste recht ..grins. Ok so ein altes Mopped hat was, Stinkt nach Benzin..knallt ab und an aus dem Auspuff..lach. Hab mir mal paar wichtige Teile besorgt..Ersatzteile sind rar. Denke werde sie behalten und evt. mal was neueres dazu. Bekommen tut man eh nix mehr für ein so altes Teil

Zitat:

keine VW Werkstatt kann da die Ventile einstellen

Hi, Hi...Elektronikdefekte könn' die auch nicht.

Mal 'nen Sensor tauschen, hm, seltsam, das müsste doch jetzt eigentlich gehen🙄

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Hatte wer nicht vor kurzem geschrieben, dass bei einem platten der Reifen rundum getauscht wird, um nach der Ausschlussmethode herauszufinden, ob der Fehler mitwandert??? 😛

Naja..
Bei einer systematischen Fehlersuche im Ausschlußverfahren fängt man eben Oben an...

Zitat:

Original geschrieben von TDIBIKER


irgendwie kannst Du dich des Eindrucks nicht erwehren
auf dem Barbie-bike den Ken zu machen...Dann bringste sie zurück, und dann kommt die Ernüchterung:
Du sitzt wieder auf deinem Eisenhaufen mit der viel zu harten Kupplung und der viel zu weichen Bremse,
mit den On-Off Federn und dem verblichenen Lack. Aber irgendwie geht's Dir doch gut, und Du hast den Eindruck, dass der Kelch nochmal an Dir vorüber gegangen ist...

Iss nen Daumen wert 😉

Aber mein freundlicher sagt bei meinem "Ziegel" (bj.83) gerne mal leicht wehleidiger Blick,
Jep das waren noch richtige Mopeds 😛😛😛

Zitat:

Original geschrieben von Papstpower



Zitat:

Original geschrieben von Kleinkubikgemesch


die Frage ist nur, ob ein Bike Bj 2013 in 30 Jahren noch genauso gut dastehen wird
Nunja, die Materialien haben sich ja zum Glück wie die Qualität der Arbeiten um ein vielfaches erhöht. Und ob du in weiteren 30 Jahren noch Sprit für deine Euro4 Dreckschleuder bekommst, ist auch fraglich^^ 😛

Die Frage erledigt sich meistens darin, indem man irgendwann keine Ersatzteile mehr bekommt.Zwar ist das Internet da sehr hilfreich auch von den entferntesten Teilen der Welt Ersatz zu beziehen, jedoch werden die wenigen, die noch vorhanden sind gehandelt, wie Gold und Silber.

Irgendwann, werde ich den Hobel mal an das Technik-Museum in Sinsheim stiften, wenn die Karre in ein paar Jahren immer noch so gut aussieht, weil, wie bereits gesagt wurde, man sowieso nix mehr dafür bekommt und den Vorteil habe, dass ich sie jederzeit besuchen kann😁

Was die Qualität der Arbeiten betrifft, muss ich widersprechen.
Das hat noch bis zu dem Zeitpunkt gegolten, bis Arbeitgeber und Manager erkannt haben, man könnte ja eigentlich das dreifache an so einem Hobel verdienen, in dem man Teile der Produktion nach China verlegt,und im vorhandenen Bereich, Zeit, Personal und Ausgaben einspart.Man reduziere das Peronal um 40% und überträgt den noch verbliebenen, die Arbeit der Ex-Kollegen.Das Ergebnis: Streß auf Kosten der Qualität, da wird dann aus Zeitgründen schon mal die ein oder andere Abweichung auf dem CAD Ausdruck bewusst "übersehen" nach dem Motto, das wird schon irgendwie funktionieren.
Hat man damit Erfolg, wird auch gerne schon mal öfters was "übersehen"

Das System wird immer beschissener, sowie der Streß und die Arbeitsverhältnisse sowie auch das Betriebsklima, und so passiert es halt, dass vielleicht eher unbewusst, der Arbeitnehmer es der Geschäftsführung "heimzahlt"
Allerdings...ab einer gewissen Zeiteinsparung damit verbundener Arbeitsbelastung, Qualität auch nicht mehr möglich ist, in der Form zu gewährleisten, die den Normen entsprechen.
Standortvernichtungen hierzulande, werden ja auch hier eher mit Desinteresse aufgenommen, solange es einem selbst noch gut geht.
Standortverlagerungen aber momentan ein maximales Interesse einer besonderen Spezies von Leuten haben, die als einzigstes, trotz begründeter Kritik, an einer möglichst raschen Osterweiterung der EU Intreresse hatten und das auch durchgezogen.

Qualität ist nur noch ein werbewirksames Wort, aber keinesfalls mehr ernst zu nehmen😛

Ich sag nur soviel, die Branche hängt in der Krise, und das auch zurecht, das hat nix mit Nachwuchsproblemen zu tun.
Ich fuhr eine China Karre, das Material war butterweich und nach zwei Jahren rostet sie einem unterm Ar... weg.
Die YBR 125 ist eine komplette China Fertigung, wenn auch Qualitätsunterschiede, aber die haben natürlich das gleiche Material genommen und verlangen 2800€ für die Karre.
Für ein gleiches Modell aus China selbst bezahle ich 2 Drittel weiniger.

Mir war das zu blöd, ich bleibe bei der Qualität, als China noch Entwicklungsland war und der Osten noch hinter'm eisernen Vorhang.
Wegen so einem Müll noch u.U. mich auf Ratenzahlung einzulassen, wenn auch die Zinslage günstig...Nein danke.

Die Branche ist mit so einem Mangement sowieso zum scheitern verurteilt, die gehen alle den Bach runter, ob früher oder später, den Markt möchte ich nicht unterstützen in der Form, wie er sich heute repräsentiert.
Aus Schaden lernt man, das viele es mittlerweile auch kapiert haben, lässt Hoffnung aufkommen.

Um die Schadstoffemmission mache ich mir keine Gedanken, denn meine 550er ist da weniger Belastung, wie jedes zweite Auto, welches draußen zugelassen ist.
Auch die Entwicklung in Alternativen haben die um Jahrzehnte verpennt, so gibt es im 21Jahrhundert immer noch keine gescheiten Elektrofahrzeuge die überzeugen können in Leistung,Reichweite und angemessenen Preis gegenüber Spritschleudern, da kann man sich letztendlich auch bei den Profitköppen bedanken.
Wenn mal etwas richtig Gescheites auf dem Markt kommt, bin auch ich wieder bereit zu investieren😉

So, nachdem auch dieser Thread mal wieder von der "Früher war alles besser, die Männer waren aus Eisen und die Frauen aus Holz"-Fraktion gekapert wurde, noch mal ein Vorschlag an den Thread-Starter:

Besorge dir von deinem Mopped ein Diagramm mit den Kurven für Drehmoment und Leistung, dann weißt du, wo deinen Kiste ihr Leistungsmaximum hat. Das ist meistens deutlich vor dem roten Bereich auf dem Drehzahlmesser. Wenn es dir darum geht, mit der maximalen Leistung (=maximale Geschwindigkeit, maximale Beschleunigung) unterwegs zu sein, hat es keinen Sinn, höher zu drehen, schon gar nicht längere Zeit. Für den praktischen Betrieb (zum Beispiel Überholen auf der Landstraße) solltest du das Band deiner Maschine kennen, also den Bereich zwischen der Drehzahl, ab der sie ernsthaft Leistung liefert und der Drehzahl, wo sie nur noch lauter wird. Und wenn du mit Power unterwegs sein willst, solltest du dich vorzugsweise in diesem Fenster aufhalten.

Die paar Motorräder, auf denen ich bislang versucht habe, die Spitzengeschwindigkeit zu ermitteln, haben bei Vollgas im letzten Gang übrigens nicht bis in den roten Bereich gedreht, dazu reichte die Leistung nicht. Das ist aber sicherlich von Mopped zu Mopped unterschiedlich.

Ich persönlich würde von längeren Aufenthalten im roten Bereich absehen, denn dabei steigen Sprit- und Ölverbrauch exponentiell an. Es ist auch nicht jede Maschine dauerhaft vollgasfest. Dauerhaft heißt für mich= länger als ein paar Minuten. Dass man die Mühle mal auswringt bis zum Anschlag, um ein Überholmanöver zeitnah abzuschließen, ist ein ganz anderes Thema. Noch etwas spricht gegen den extensiven Gebrauch des Roten Bereiches. Es gibt Moppeds mit Drehzahlbegrenzer, und der setzt mehr oder weniger abrupt ein. Das ist dann kein angenehmens Fahren, wenn der Motor umterm Kreischen auch noch spuckt.

Das hast Du schön geschrieben, Kleinkubik, da gib'st 'nen Daumen, besonders für deinen letzten Satz.
Es fehlt an Maschinen, die "user-friendly" sind: Ein Motorrad aus hochwertigen Materialien, aus durchdachten Teilen, mit einer vernünftigen Pflege-Wartungs- und Reparaturanleitung. Man möchte das Gefühl haben, dass sich da jemand wirklich Gedanken gemacht hat. Mit ordentlich Bordwerkzeug, inclusive Software. Endlich mal wieder etwas für den Kunden, so wie früher, sodas man seinem Hobby mit Herz und Verstand frönen kann.

Jetzt kommt das Argument, das wäre finanzieller Selbstmord für die Industrie, wenn die Moppeds bauen, die ein Leben lang halten können, und vom Fahrer gepflegt werden...

Nicht unbedingt. Man könnte ja alle paar Jahre upgrades kaufen, die dem Fahrer, wenn er will, ein paar PS, ein paar NM, oder ein besseres Ansprechen bescheren...

Zitat:

Original geschrieben von TDIBIKER


Nicht unbedingt. Man könnte ja alle paar Jahre upgrades kaufen, die dem Fahrer, wenn er will, ein paar PS, ein paar NM, oder ein besseres Ansprechen bescheren...

Und wie teuer soll sowas sein, um die fehlenden Einnahmen durch Rückgang der Neuzulassungen und die Kosten für die Entwicklung der Upgrades zu kompensieren?

Die dürften ziemlich teuer sein, was sich dann wiederum kein Mensch kauft.

Zum früher war alles besser Quatsch sag ich mal nichts, außer, dass auch aus China gute Wahre kommt. Siehe Loncin Motoren bei BMW.

Tatsache ist, dass wir derzeit soo schnell neueres, besseres, schöneres Produzieren, dass sich eine vernünftige Struktur für Instandhaltungen älterer Produkte nicht mehr zu lohnen scheint.
Was dies für planetare Recourcen bedeutet und wie Umweltfreundlich Recycling ist, mag sich jeder selbst überlegen.

Aber, Werterhalt ist eine Sache, die von Generation zu Generation langsam schwindet....

gestern im WDR:

http://www.wdr.de/.../schmeissweg.jsp

Meine 22 Jahre alte Telefonzelle muss unter mir das bringen, wozu sie konstruiert ist. Volle Leistung.
Wenn ich unterwegs bin, hab ich gerne alle Pferde am Start. Deswegen sinds ja auch nur 75.
Sonst wäre ich auch viel zu schnell unterwegs. 😉

Der rote Bereich beginnt bei 8.500 U/min. Bei 9.000 endet er. Bis 9.300 dreht der Triple halbwegs willig. Darüber merkt man, dass jetzt gut ist. Daher hab ichs nur einmal ausprobiert.
Dann liegen mit der Originalübersetzung 192km/h (GPS) an. Angegeben ist sie mit 184km/h.

Das funktioniert natürlich nur leicht bergab.

Ausdrehen sobald warmgefahren schadet dem Motor normalerweise nicht, dafür aber häufige Kurzstrecke oder ausschließliches Fahren bei niedriger Drehzahl.
Ich scheue mich weder, die CB500 von 1996 auszudrehen, noch den Dicken von 1999 (der allerdings ne elektronische Motorsteuerung hat und dessen Leistung ab Werk bekanntermaßen sehr eingeschränkt bemessen ist).

Vorsicht ist eventuell geboten, wenn der Vorbesitzer das Teil nie gefordert hat. Dann langsam steigern.

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