Adé für meinen E 320 CDI (R6), W211, wegen Groschengrab an Reparaturen

Mercedes E-Klasse W211

Hallo Mercedes-Freunde,

habe meinen W211er Avantgarde seit 2 Jahren. Laufleistung knapp 150 000 Km.

Leider habe ich zu Anfang als ich den Wagen gekauft hatte, die STH von dem Freundlichen wieder instand setzen lassen, weil diese defekt war (Kosten: 870 €). Leider war die STH ab Werk verbaut und so codiert, dass kein Boschdienst oder Webasto auf STH-Steuerung zugreifen konnte.

Eine neue Gel-Batterie 100 Ah ist Ende 2015 noch rein gekommen (Kosten ca. 160 €).

Ein paar Monate später verabschiedeten sich nacheinander die Wärmeschutzscheiben unter den Injektoren und teils auch die Injektoren selbst. Ich lies dies umgehend von einer Werkstatt beheben (Kosten inkl. NEUEN Injektoren 2400 €).

Das Ein- oder Andere an Kleinigkeiten wie Feder im Türschloß gebrochen (Maschinengewehrrattern), die Ein- oder Andere Elektronik für Memory, etc. defekte habe ich auch ersetzt (Kosten inkl. Elektroniken ca. 600 €).

Jetzt nach 2 Jahren und neu TÜV auf der Autobahn bei 140 km/h Wagen plötzlich aus beiden Edpötten mehr geraucht als sonst, dann sofort ins Notprogramm, alle Kontrollleuchten an und starker Ölverlust unterhalb des Luftfilters...Lt. Werkstatt Turbolader aber ok. Motor ist jetzt fest, Schnautze voll.
Wagen wird jetzt mit Motorschaden verkauft.

Habe den Wagen vor 2 Jahren nachweislich mit 128 000 km gekauft, ich selbst bin nur 20 000 km gefahren, habe mehr reinstecken müssen, als ich Spaß mit dem Wagen hatte - traurig.
Habe wohl voll das "Montagsmodell" erwischt !

Ich bin mir nicht sicher, ob mein Nächster auch wieder ein Daimler wird, dafür habe ich jetzt in den letzten 2 Jahren zu viel mitgemacht und Geld investiert...

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Mein 280 CDI war ja auch anfangs eine Katastrophe (zum Glück JS-Garantie) und hat auf die 110.000 km in 5 Jahren in meinem Besitz weit mehr als 15.000 Euro an Reparaturkosten verschlungen. Ein Ende ist nicht in Sicht, nur Mäßigung, Stand 191.000 km. "Gute" Autos sehen anders aus!

Wir fahren auch einen gleich alten und nur wenig weniger gelaufenen Kilometern 200 CDI (beide MJ 2009), auch der hat mit nun knapp 160.000 km schon 2 neue Injektoren, eine neue Elektroplatine im AT-Getriebe und ein neues Türschluss wegen des ewig defekten IR-Sensors. Die Gasdruckfedern der Rückwandtür sind auch bei ihm ein Witz und die Laderaumabdeckung macht was sie will. Unter dem Strich deutlich unkomplizierter als sein großer Bruder, aber weit weg von den Erzählungen so mancher Ford-Fahrer.

Mercedes baut(e) komfortable und durchaus praktische Autos mit einigem Luxus, aber besser als andere sind sie sicher nicht.

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Zitat:

@andre1967ab schrieb am 5. September 2016 um 19:48:41 Uhr:


Moin, ich fuhr sieben Jahre den w210 bj.97 E Klasse 300 Turbodiesel, habe ihn mit 180.000km bekommen zuletzt hatte er 678.000 km gelaufen. Ich habe den Wagen nur auf der Autobahn gefahren. Ich hatte nie Probleme mit dem Motor, Turbolader oder Getriebe. Nur das übliche Glühkerzen, Ölwechsel (alle 15.000), Bremsen und Reifen. Die größte Reparatur waren die Bremsleitungen und die Leitungen für die Stoßdämpfer. Ich hätte am liebsten die 1 Millionen voll gemacht, aber die Karosserie war sowas von fertig, total verrostet.
Seit 2006 (Neuwagen) fahre ich einen Ml 320 cdi V6 bis 80.000 keine Probleme. Dann fing es an, Einlasskanal der Stellmotor defekt, verursacht durch öllecken vom Turbo, da er direkt darüber verbaut ist. Bei 92.000 der Ladedruckregler kapput, wenn man mal durchgedrückt hat ging er in den Notlauf. Ich dachte eigentlich sie hätten den Rost in den griff bekommen, aber er fängt auch schon an.
Nun sagte mir ein MB Fachmann, das wohl als nächtes der Turbolader fällig ist, da er über dem Motor verbaut ist und somit zu heiß wird. Desweiteren meinte er, das die Einspritzdüsen verkleben durch den immer höher werdenden Rapsölanteil im Diesel. Dadurch tropft der Diesel nur noch in den Brennraum, somit brennt ein loch in den Kolben, das merkt man aber erst wenn der Motore hinüber ist, weil keine störung angezeigt wird und der Motor es selber ausgleicht. Nun tanke ich nur noch ultimate Diesel von Aral.

Hallo andre1967ab,

hatte vor dem 211er auch den 210er, war sehr zufrieden mit dem Letzteren. Man konnte deutlich bei diesem noch bessere Qualität und Haltbarkeit feststellen. Aber so ist das ja überall, egal ob man eine Kaffeemaschine, eine Waschmaschine, oder sonst was kauft in der heutigen Zeit, alles läßt zu wünschen übrig.

Ein guter Tipp von mir, ein "alter Hase" der KFZ-Technik hat mir mal gesagt: Beim Diesel etwa alle 3-4 Tankfüllungen, auf eine volle Tankfüllung einen halben Liter 2-Takt Öl (das was die 50er Roller und Mofas fahren, nur das pure 2-Takt Öl) hinzu kippen, reinigt die Einspritzdüsen und verhindert Zusetzen - ist kein Quwatsch, hat wirklich seinen Nutzen! Im Handel gibt es auch für teureres Geld Additive zum Beimischen, erfüllt den gleichen Zweck!
Behalte das selbst bei, denn die Kosten für defekte Injektoren sind um ein mehrfaches, vielfaches höher, als das 2-Takt Öl.

Zum Thema 2-Takt-Öl existiert ein Thread mit aktuell 23.770 Beiträgen und ca. 5.5 Mio. Klicks:
http://www.motor-talk.de/.../2-takt-oel-dieselkraftstoff-t623039.html

Naja, pure Behauptung, dass Zweitaktöl reinigt. Es gibt nicht einen handfesten Beleg. Vielleicht etwas schmieren, zum Preis höherer Sprit-Kosten und verschmutztem Ansaugsystem (AGR, LL-Kühler, Saugrohr/Ansauggeweih, Drosselklappe, Venturidüsen und Einspritzdüsen (!!!) ... Fachleute raten ab. Max. als Interimsmaßnahme!!!

Zweitaktöl verbrennt nicht rußfrei wie oft behauptet. Es wird als rußarm bezeichnet. Wenn Ihr mal auf den Auspuff eines Mopeds schaut, dann kann man, auch mit wenig gutem Willem sehen, dass da "mehr als einem lieb ist" - Russausstoß aus der Esse kommt. Bei der Maschine des geliebten 211er heißt das: Über das AGR den Ruß wieder in das Ansaugsystem ... viel Spaß beim Ausbau des Saugrohrs zum Reinigen, vor allem beim V6 😉

Additive kann man machen, aber wundern braucht man sich nicht, wenn sich Dichtungen auflösen, vor allem die, die 8-10 Jahre drin sind. Z.B. Dieselpumpe, Benzinpumpe. Es hat alles ein Für und Wieder. Am optimalsten ist fast immer der Ausbau und reinigen, statt dubioser Additive.

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